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5ßret8 virrteljäh-rig 1 st. 12 h. tr.ic Bringerlohn. Durch die <>ost bezogen vterteljLhrig 1 st. 29 fr.

Gießener Anzeiger.

Erscheint täglich, mit «u». nähme MontagS.

Expedition: Lanzletbera, M B. Rr. 1.

Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Kressen.

Io» ÄNL. Mittwoch den 2. September 18VL.

Des Sedantages wegen erscheint die nächste Rümmer desGleWner^kuzelger^Mn^^reltaa den L September. ___ _______ Die Redaction

Bum 2. 8eptem6cr.

Heil! Heil dir bn schöner, du herrlicher Tag Ruhmleuchtender Schlachten und Ehren, Wo Frankreich stöhnend am Boden lag Von Deutschlands gewaltigen Heeren In ehernem Ringe zermalmt und zerdrückt, Zerbrochen den Schild und die Klinge zerstückt.

So stürzte der Cäsar vom funkelnden Sitz Seines Hauses tragischem Zuge Getreu, doch mitten aus Donner und Blitz, Zu weltumspannenden Fluge, Schwang stolz zu den Wolken so blau und so klar Sich der Adler der Deutschen, der Kaiseraar:

Der Adler des Reiches! und siegende Pracht Ist mit ihm erkehrt und erstanden, Vor allem sei dies heut' belobt und bedacht In all' unseren jubelnden Landen;

Und in allen erkling' es und erschall' es zugleich, Dem Kaiser ein Hoch! und ein Hoch dem Reich!

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Betreffend: die Einsendung der Waisenbüchsengelder für 1873/74. 0 ießcn, am 1. S

Da» Gr,ßhcr Mögliche Kreis am l Gießen

an die Großher^glichen Bürgermeistereien des Kreises.

Wir erinnern Sie an Einsendung der Waisenbüchsengelder binnen 8 Tagen.

I. L. d. K.: Dr. Hoffmann, Negierungsrath.

Politischer Theis.

DeutMand.

Darmstadt, 29. August.USe. Königl. Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht:

Am 18. August deu Polizei - Commissariats - Aspiranten Jacob Eckes auS Bingen zum Polizeicommisiär dritter Elaste bei der Polizeiverwaltung zu Mainz, am 20. August den ordentlichen Professor Geheime Medicinalrath Dr. Wern- Her zum Rector der Landes-Universität für die Zett von Michaelis 1874 bis dahin 1875, am 22. August den Kreisassessor bei dem Kreisamte Mainz, Alfred Klietsch, zum Kreisastestor bei dem Kreisamte Friedberg, den Kreisassessor Dr. Andreas Breidert zum Kreisastestor bei dem Kreisamte Mainz, an dem­selben Tage den Kreisastessor bei dem Kreisamte Friedberg, Wilhelm Haas, zum Polizeirath, den Polizeicommissär zweiter Klaste bei der Polizeiverwalkung der Kreisstadt Offenbach, Heinrich Seim, und den Polizeiactuar bei der Poli­zeiverwaltung der Haupt- und Residenzstadt Darmstadt, Polizeicommistär zwei­ter Klasse Wilhelm August Fresenius, zu Polizeicommissären erster Klasse 6ct dem Polizeiamte Darmstadt zu ernennen, an demselben Tage den Polizeicom­mistär dritter Klaste bei der Polizeiverwaltung der Haupt- und Residenzstadt Darmstadt, Wilhelm Schmehl, unter Anerkennung seiner langjährigen treu ge­leisteten Dienste in den Ruhestand zu versetzen.

Darmstadt, 31 August. Se. Königl. Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht:

Am 23.* August dem Kreisrathe des Kreises Friedberg, Regierungsratb Adolph Trapp, und dem vortragenden Rathe in dem Ministerium des Innern Regierungsrath Dr. Bernhard Jaup, den Charakter alsGeheimer Regierungs­rath" zu verleihen.

Friedberg, 31. August, 1 Uhr Nachmittags. Soeben kommt eine Depesche Sr. Königl. Hoheit des Großherzogs an, daß derselbe am Donnerstag wieder hier eintreffen wird, und daß Se. Maj. der Kaiser am 11. September seinen Besuch im Großhevzoglichen Schlosse zugesagt hat. Wir verfehlen nicht, diese freudige Nachricht sogleich zur Kenntniß unserer Mitbürger zu bringen.

Mainz, 29. August. Der Tag von Sedan wird auch hier trotz Herrn v. Ketteler doch in feierlichster Weise begangen werden. Die militärische Feier wird in der Begrüßung des Tages mit 100 Kanonenschüssen, großer Wacht- Parade (da bis dahin die Besatzung noch nicht zurückgekehrt ist) und Festparole, Festmahl ii. s. w. bestehen. Ihr anschlteßen wird sich die bürgerliche Feier, für welche der Gemeinderath eine Summe bewilligt hat; die Schulen werden ge-; schlossen bleiben. An einem Theile des militärischen Programms hat Herr'

i v. Ketteler sein anti-sedanisches Müthchen gekühlt, indem er dem Gouverne­ment nicht zugestanden hat, daß am Morgen des 2. September Choräle von der Galerie des großen Thurmes des Domes geblasen werden. Da die übri­gen Kirchengebäude Eigenthum der politischen Gemeinde sind, so wird man auch Seitens der Stadt einen anderen Thurm wählen, vielleicht den Act durch eine große Reveille ersetzen. Ein ähnliches Verhalten hat dem Herrn Bischof gelegentlich der Feier des hundertjährigen Geburtstages Schiller's (1859) ge­fallen und die Antwort der Stadt war allseitige Theilnahme an der Feier und der Vers:

Wir feiern doch den großen Poeten, Auch ohne vom Dome zu trompeten.

Berkin, 29. August. Der Plan, bei der Sedanfeier Sammlungen für das Denkmal auf dem Niederwalde zu veranstalten, hat hier eine günstige Aufnahme gefunden, und man hört von einer dahin zielenden lebhaften Agita­tion, namentlich innerhalb der Kriegervereine. Es ist sehr möglich, bei allge­meiner Betheiligung an der Sammlung und nur geringer Beisteuer Seitens der Einzelnen an dem einen Tag des 2. September den noch fehlenden Rest der Kosten für das Denkmal aufzubrmgen. Der Kaiser hat die für den Guß der Germania auf dem Denkmal erforderliche Geschützbronce geschenkt.

Posen, 31. August. Der Vicar Rubeczak wurde vorgestern als Probst in 1*10110 eingesührt. Der Decan Rzeniewcki und der Vicar von lions verwei­gerten die Herausgabe des Kirchenschlüssels und der Kirchenbücher, weshalb Kirche und Kirchenbücher-Schrank zwangsweise geöffnet wurden.

Posen, 31. August. DerPos. Ztg." zufolge finden in l'ions Un­ruhen statt. Gestern bei Beginn des Gottesdienstes drang ein Volkshaufe, meist aus Bauern bestehend, in die Kirche, trug Fahnen, Kreuze und Bilder herum und insultirten den neuen Probst Kubeczak, so daß schließlich Militär von Schrimm requirirt werden mußte.

München, 29. August. Gegenüber dem Auftreten des Herrn v. Kette­ler und seiner Partei wider das nationale Dank- und Freudenfest am 2. Sep­tember erklärt derDeutsche Merkur", das Organ der Altkatholiken, ausdrücklich, daß, so wenig auch die altkatholische Bewegung mit nationalen Gegensätzen zu schaffen hat, doch kein altkatholischer Bürger des deutschen Reiches der Sieges- Friedensfeier unseres wiedergeeinten Volkes in seinem Herzen fern bleiben könne. Leider müßten die meisten der altkatholischen jungen Gemeinden wegen Mangels i an ständigen Seelsorgern diesmal noch des Gottesdienstes entbehren; doch die 'Zeit werde kommen, wo am Festtage der Nation in allen Gauen des Vater-