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Preis vierteljährig 1 ff. 12 fr. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährig 1 ff. 29 fr.
Gießcmr Aiyttzcr.
Erscheint tagließ), mit Ausnahme MontagS.
Expedition: Lanzleiberg, Lit. B. Nr. 1.
Anzeige- und Amtsblatt für den Areis Liessen.
Jlo. 14«. Mittwoch Dell 1. Juli t#V4.
Amt lief) er SO eil.
Bekannlmachun g.
Betreffend den Remonte - Ankauf pro 1S7ZL
Zum Ankauf von Nemonten im Alter von vorzugsweise drei und ausnahmsweise vier und fünf Jahren sind im Bereich des Großberzogthurns Hesien für dieses Jahr nachstehende, Morgens um 8 Ubr beginnende Märkte anberaunu worden, und zwar:
den 3. Juli in Alsfeld, I den 20. Juli in Bickenbach,
„ 13. „ „ Lich, „ 21. „ „ Groß-Gerau,
„ 14. „ „ Nidda. „ 22. „ „ Goddelau,
„ 15. „ „ Nieder-Wöllstadt, 1 „ 23. „ „ Gernsheim,
„ 18. „ „ Groß-Umstadt,
ferner noch ein Nachmittags 2 Uhr beginnender Markt
den 18. Juli in Groß Bieberau.
Die von der Militär - Commission erkauften Pferde werden zur Stelle abgenommen und gegen Quittung sofort baar bezahlt.
Pferde mit solchen Fehlern, welche nach den Landesgesetzen den Kauf rückgängig machen, sind vom Verkäufer gegen Erstattung des Kaufpreises imd der sämmtlichen Unkosten zurückzunehmen; auch sind Krippensetzer vom Kaufe ausgeschlossen.
Die Verkäufer sind ferner verpflichtet, jedem verkauften Pferde eine neue starke rindlederne Trense mit starkem Gebiß und Ringen versehen, eine starke Kovfhalster von Leder oder Hanf mit zwei, mindestens zwei Meter langen, starken Hanfstricken — ohne besondere Vergütung mitzugeben.
Königlich Preußisches Kriegs-Ministerium. \
Abtheilung für das Remonte - Wesen.
v. Schön. v. Klüber.
politischer T h e i l.
von drei
welche die Stimmen, von zwei
die Autorität des Gesetzes, und wer das Gerücht ansstreut, daß Kaiser Wilhelm der Renitenz gegen das Gesetz Vorschub leisten werde, von dem kann man wohl mit Recht annehmen, daß er gegen besseres Wisien spricht.... Die Regierung wird gewiß nut allen Patrioten den Moment aus das Freudigste begrüßen, an welchem die Bischöfe ihre rückhaltlose Unterordnung unter das Gesetz als ihre heiligste Pflicht anerkennen, aber nur diese Anerkenntniß wird die traurigen Maßregeln zu ft ft ir en vermögen, zu deren Ergreifung die Negierung gezwungen worden ist. Die Organe der öffentlichen Meinung sollten sich hüten, den Wahn zu nähren, als könnte am Entschlüsse der Negierung und der Durchführung
wi.rfs einer Gerichtsverfassung lautetx:
„Die Kammern der Landgerichte entscheiden in dir Besetzung Mitgliedern mit Einschluß des Vorsitzenden."
§ 222 des Entwurfs einer Strafproceßordnung Abs. 1 :
„Zu einer jedem dem Angeklagten nachteiligen Entscheidung, Schuldfrage betrifft, ist bei den Strafkammern die Einhelligkeit der bei den Schöffengerichten und den Schwurgerichten eine Mehrheit
verworfen, der hessische eventuelle Antrag dagegen per majore angenommen. (Darrnst. Ztg.)
desselben irgend etwas geändert werden."
Breslau, 28. Juni. Nach der Parade des Leib-Cuirassir-Regiments und nach dem Feldgottesdienst begab sich der Kronprinz heute Mittag zur Einweihung des Krieger-Denkmals aus den Augustaplatz. Oberst-Lieutenant Donat verlas die Stiftungs-Urkunde und übergab das Denkmal der Stadt. Bei Versenkung der Urkunde that der Kronprinz drei Hammerschläge, nach ihm Ober-Präsident v. Nordenflycht. Der Militär-Oberprediger Reitzenstein segnete das Denkmal ein unter Abfeuerung von 33 Kanonenschüssen. General Tümpling brachte ein Hoch aus den Kaiser, Ober-Bürgermeister Forckenbeck auf den Kronprinzen aus. Letzterer unterhielt sich hierauf längere Zeit mit den anwesenden Invaliden.
Saarbrücken, 28. Juni. Aus dem Garnison -Lazareth in Hamm
der Hierarchie zu denken. Die Bischöfe nnd ihre untergebenen Geistlichen sind
OcutfcfifQIli). die Letzten, gegen welche der Kaiser Gnade für Recht ergehen lassen kann, denn
. . , * , .. „ Iqenibe ihre Verhöhnung und Verachtung der Gesetze und der Behörden ver-
Darmstadt, 29. Juni. Ueber die Anträge, welche Großh. in>irrt. die Gewüther der Menschen und schädigt die öffentliche Sittlichkeit auf Regierung zu § 57 des Gerichtsverfassungs-Gesetzes und zu .^s Ent-^s Tiefste. Unser Staat kann Angehörige, die das Gesetz mißachten und Wurfs einer Strafproceßordnung im Bundesrath gestellt hat, sind ln offent-i dasselbe freveln, nicht gebrauchen und muß solche Individuen entweder lichen Blättern vielfach unrichtige Mittheilungen erschienen. Der thalsachliche. »abiidj machen oder ausstoßen. In dem Conflict handelt es sich nur um Hergang ist, wie wir von competenter Seite vernehmen, folgender: ~ - «- - "•* - * - « ■ c r
§ 57 des dem Bundesrathe von dem Justizausschusse vorgelegten Ent-
Drittel der Stimmen erforderlich."
Bei der Berathung im Bundesrathe trat nun Hessen zunächst dem Anträge des Königreichs Sachsen bei, welcher den drei Richtern der lLtraskammer für die Hauptverhandlung vier Schöffen beigegeben und das Erforderniß der Einhelligkeit der Stimmen gestrichen haben wollte.
Eventuell beantragte Hessen: Die Strafkammer für die Hauptverhandlung mit fünf Richtern zu besetzen und das Erforderniß der Einhelligkeit zu beseitigen, so daß bei allen Strafgerichten gleichmäßig zwei Drittel Stimmen, bei den Strafkammern also mindestens vier Stimmen zu einer Verurtheilung ausreichen, bezw. erforderlich sein sollten.
Die Motive dieses Antrages waren, daß man die Strafkammern bei der Schwere der von ihnen abzuurtheilenden strafbaren Handlungen, bei dem Ausschluffe jeder Berufung, sowie im Vergleich mit der Besetzung der schwur- uiic Schöffengerichte (bei den Amtsgerichten) mit nur drei Richtern für zu schwach besetzt hielt, .überdies aber, abgesehen von dem Bedenken gegen die erforderte y,_ r..v
Einhelligkeit der Stimmen, eine Gleichförmigkeit der Bestimmungen über biej Ul diesem Sommer noch entlassen werden, erforderliche Stimmenzahl bei allen Strafgerichten für geboten erachtete. ' ‘ ~ ■ • -
wurde kürzlich ein Invalid entlasten, den man der „Köln. Ztg." als den letzten Verwunderen aus der blutigen Schlacht bei Spichern bezeichnete. Dies ist unrichtig. Der Letzte von Spichern liegt noch im hiesigen Garnison-Lazareth, wird 1 " . Es ist ein Soldat vom ersten
7. u..v. , brandenburgischen Leib-Grenadier-Regiment Nr. 8. Er erhielt beim Sturm auf
Bei der Abstimmung wurde der sächsische Antrag durch die MajoritätSpicherer Berg einen Schuß durch die Brust, welche Wunde noch immer ~ nicht geheilt ist, sondern noch jetzt jeden Tag mit Carbolsäure gereinigt werden
... muß. Der Arme lag Jahre lang zu Bett und hat unendlich leiden müssten.
Berlin, 29. Juni. Wie die „Post" im Verfolg ihrer neulidieii Mit Leider ist er vermögenslos und hat nur noch eine alte Mutter daheim^ in der theiluugen übe/ die Brüsseler Conferenz hört, ist die Theilnahme Frankreichs Provinz Starkenburg. Eine Sammlung für den letzten Mann aus der schlacht an derselben jetzt nahezu mit Sicherheit anzunehmen. Die Conferenz wird eine bei Spichern wäre sehr angebracht!
ziemlich bunte werden, da, soviel bekannt, die Zahl der Theilnehmer für jede, jTllllllrcicfi.
weiden'";"nachdem sie den Gegenstand dere Paris, 28. Ium. Bee Perron, ehemaligem Lhes der »*«±»** °°" ’* **’■’* ' ISS: JIÄÄSJ
Berlin, 29. Juni. Das osficiöse preußische Volksblatt enthält heute lassen keinen Zweifel über die Existenz eines bonaparttstischen Central-Comtte s, Abend einen geharnischten Artikel gegen die Strebungen des Papstthums. Es welches Rouher zum Präsidenten hatte. Bei dem Photographen Appert wurden heißt darin unter Anderem: „Bei dieser Sachlage ist es wirklich absonderlich, Gußabdrücke von Bildern des kaiserlichen Prmzen vernichtet. Bet Fontbrune, an eine Nachgiebigkeit des Staates oder an eine Sistirung des Kampfes mit Mitarbeiter des Pays, war ebenfalls Haussuchung.


