JSefflten.
Frankreich.
October. Es geht das Ge
men.
Pascha ist gestern auf Midhad Pascha soll die
gewechselt. Der ^Lecretär Lobo's erwartet hier die Geschwaders.
Ebenso angemessen und gewählt wie die Programme ist die wechselnde Toilette der Da- Weiß, Gelb mit Schwarz u. s. tv. Neber die enormen Kosten dieser Toiletten Betrach
tungen anzustellen, müssen wir den sachv.rstäudigen Nationalökonominnen überlassen. Mehr als die Uniformität der Kleidung hat uns die Einheitlichkeit des aus so verschiedenen Bestandtheilen zusammengefügten Ensemblespiels imponirt, welche jedenfalls nur durch eine eiserne Disciplin ermöglicht werden konnte. Freilich ist auch Frau Aman-Wcinltch eine geborene Dirigentin, deren Energie aus jeder Geste ersichtlich ist.
Wir kommen endlich zur Entwickelungsgeschichte des Damenorchesters. Mit einem Häuflein auserwahltcr Geigerinnen zog die Dirigentin vor wenigen Jahren aus und conccrtirte namentlich in Amerika und in Rußland mit so ermutigendem Erfolg, daß sic die Kerntruppe nach und nacb durch talentvolle Rekrutinnen ergänzte und endlich zur wiener Ausstellung mit
worden. r c. rm Y.
— Die Teputirten Clapier und Lesebre sollen sich jetzt für die Monarchie
doch noch nicht angeben. -- —----------7—
— Es ist das Gerücht verbreitet, General Ducrot werde an ^oaratl 0 keu Schreckens-Herrschaft. Der Galawagen zum Stelle Kriegsminister werden, da letzterer nicht entschlossen genug sei. D^llich bestellt worden, ebenso der Lilien-Besatz. Blatt „Union Republicaine ist aus Befehl General Ducrot's unterdrückt
Spanien.
Porto Porman (bei Cartagena), 25.
ausgesprochen haben. „
— Berichte aus Algier besagen, daß die dortige Stimmung gänzlich
Türkei.
Konstantinopel, 29. October. Mahmud
durfte sich im Jahre 1850 im heiligen Sacramente in Berlin wieder auf der ,
Straße sehen lassen. Wenn der jetzige König und Kaiser an die glücklichen wünscht Scaladrino und die anderen Waldhüter, welche Depeschen nach Metz Taae zurückdenkt, wo man gleichzeitig Pio Nono und Friedrich Wilhelm IV. gebracht haben, wegen ihres schönen Verhaltens. Oberstlieutenant Magnan und die deutschen Bischöfe hoch leben ließ, so wird er sich leicht überzeugen, setzt das seinige auseinander und rechtfertigt dasselbe. Dis entgegengenommenen daß jene Zeiten bester waren, als die von Bismarck trotz aller Siege und Aussagen scheinen einen Bazaine günstigen Eindruck hervorzurufen. Morgen Vergrößerungen Preußens. wird mit dem Zeugenverhör fortgefahren.
Paris, 28. October. Die Hoffnungen der Royalisten sind wieder ge- Brüssel, 29. October. Man schreibt der „Jndopendance" aus Paris: stiegen; sie wollen mehrere Deputirtc gewonnen haben, deren Namen sie je- Gewisse Royalisten besprechen die Candidatur Aumale's im Falle der Verwer- doch noch nicht angeben. ,„^fung der Monarchie. Die royalistische Presse im Süden treibt offen zur wei-
£ " Einzug Chambord's ist wirk-
ibn keineswegs der Herrjchaft, welche sein Sonverain über ihn ausübt. Eben- - Der Vertrieb der .Neuen Freien Presse" ist innerhalb Frankreichs verso wird man durch die Tause Bürger der Kirche, der Ketzer begeh- einen boten. , .
Slct der Rebellion, bleibt aber immer Unterthan des Papstes, Parts, 29. October. Das „Journal ofstciell schreibt. Der Kriegs- wie der Rebell gegen seinen Souverän trotzdem Unterthan desselben bleibt. Minister hat an die Armee einen Befehl gerichtet, worin die Außer-D.enst- Darin liegt der Grund warum der heilige Vater dem König Wilhelm ge- stellung des Generals Bellemare durch Rückziehung von dessen Anstellung an- schrieben hat, daß, was heut- in Deutschland geschähe, nur seinen Thron un-gezeigt wird welche «folgt fei, weil der Genannte einen d.e Souveränität t7rwüblen könne denn die eine Rebellion zieht die andere nach sich, und die-jder Natwnal-Versammlung bestreiiendeu Bries geschrieben habe. Ein Tagesbe- ielbe Ausrede welche heute dem Papst entgegengcstellt wird, kann mvrgenchesehl Mac Mahon's an die Armee sagt in diesem Betreff: Ein Act der Jn- auck dem König entqegengehalten werden. Wir hoffen daher, daß disciplin ist in der Armee begangen worden. Der Präsident der Republik -st Koiüa Wilhelm b-siern Rath annchmen wird. Die preußische Geschichte lehrt, von dem Geist der Hingebung, welcher euch beseelt , überzeugt. Ihr weidet daü die Könige die Fehl« ihrer Vorgänger wieder gut zu machen verstehen, die Einigkeit und Disciplin, von denen sie stets em Beispiel gegeben, m der So iciate stck Friedrich Wilhelm II. duldsamer als sein Vorgänger Friedrich II. Armee ausrechterhalten, diese Einigkeit und Disciplin, welche ihre Stärke machen Er erklä-te daß der Runcius von Köln die Gerichtsbarkeit über die katholischen allein die Ruhe und Unabhängigkeit des Landes zu sichern vermögen. Als Untertbanen frei ausüben dürfe, und willigte auch ein, daß der Papst die Bi- Soldaten ist uns unsere Pflicht für alle Umstände vorgezeichnet; wir müssen (*ßfe und ait* andere Beneficiaten nach seiner freien Wahl «nannte.. Da - die Ordnung aufrechterhalten und der Gesetzlichkeit Achtung verschaffen.
für erkannte ihn auch .Pius VI. als König von Preußen an, Paris, 30 October. Die große Oper wird provisorisch in's Chatelet- und der vreußllche Agent in Rom wurde im Jahre 1787 zum „Residenten Theater verlegt.
des Königs von Preußen" ernannt, während Clemens XI. und seine Nachfolger Paris, 30. October. Der „Assembläe nationale", ein angeblich der in dem König von Preußen mir den Kurfürsten von Brandenburg anerkannt Regierung nahestehendes Blatt, meldet, die Regierung habe im Departement batten Friedrich Wilhelm III. quälte die katholische Kirche wegen der gemischten Saöne et Loire ein radikales Complott entdeckt; der Chef des Generalraths Eben ««letzte feierliche Verträge und verfolgte die Bischöfe, namentlich den dieses Departements habe Proscriptionen angehalten, auf denen mehrere der ange- deutschen Athanasius Monsignore Droste. Aber sein Sohn und Nachfolger sehensten Einwohner des Departements, namentlich die Marquise Mac Mahon's Friedrich Wilhelm IV. machte'den Fehler des Vaters wieder gut. Die Katho- (nicht die Gemahlin des Marschalls) als festzunehmende Geiseln figurirten. liken athmeten unter seiner Regierung mietet frei auf, und Jesus Christus Die Bestätigung bleibt abzuwarten.
durste sich im °iabre 1850 im heiligen Sacramente in Berlin wieder auf der Trianon, 29. October. Proceß Bazaine. Der Präsident beglück-
rücht, daß morgen der Angriff zu Wasser und zu Land erfolgen wird. Es mürben heute Kanonen- und Flintenschüsse zwischen Belagerte» und Belagerern Antwort des spanischen
gegen die Monarchie sei. ,, ,,,
Paris, 29. October. Diese Nacht ist zwischen 10 und 11 Uhr Feuer i» der großen Oper ausgebrocheil. Man hielt dasselbe für gelöscht, als gegen halb 12 Uhr die Flammen von allen Seiten hervorbrachen. Jetzt steht die ganze Oper in Flammen, ebenso wie ein Th ei! der Passage der Oper. Die Feliersbruiist ist schrecklich und man fürchtet für die nmliegeiiden Häuser. Gegen 2>/t Uhr stürzte die Oper mit fürchterlichem Krachen zusammen. Der Boule-. Gouverneur von Adana abgereist,
vard ist mit Trümmern bedeckt. Die anliegenden Hauser ,chei»en °b« gerettet Statthalterschaft von Salonik ablehnen.
zu sein. Um ^xk brannte es noch immer mit großer Heftigkeit. Die >^per
ist vollständig zerstört, ein Theil der Passage und der Restaurant Garnier sind -»
verbrannt. Das Feuer macht aber feine Fortschritte. Viele Leute waren auf L o r a i sc o r t
hPn Nmilovards mit ihrem fiausaeräth. Gießen, 31. Octobcr. Die „Leipziger Jllustrirte Zeitung" vom 25. Oct.
2Q Sr Z aitime Könia von Frankreich hat - unter 1673 bringt über das erste europäische Damenorchester folgende Biographie-
Parrs, 29. Octover. Bel legi sv g o A l r • In den prächtig auögefchmückten Räumen der wiener Blumensale concertlrte wahrend der
vorsichtiger Rücksichtnahme auf seine eigene Person vor cei jpanvimi jtuiv Sommermonate dieses Jahrs unter starkem Andrang der Wiener sowohl wie der Besucher der Pferde nach Paris geschickt und läßt von zukünftigen Hoflieferanten GalawagenIdlusstellung ein Orchester, wie cs bisher in Europa noch nicht gesehen und gehört worden war; ht-rn-n Wpfcpn her nröfcten Vertrauensseligkeit ist dies- die wichtigste Nachricht wir meinen das Damenorchester der Frau Aman-Weinlich, oas sich gegenwärtig auf einer XwÄ @rneute Tätigkeit' dagegen ist von den W «* °^n-n täßi, sich d» W« Sympa-
k.m«n zu melden. Das linke Ccutrum Hai bereits für den Fall, daß Mac\> » Unser Bild stellt die kunstfertigen Damen in voller Thätigkeit vor. Eine so anmnthige
Mahon geht, eine neue Regierung in Bereitschaft. Einer Pariser Mittheilung Gruppe des musicirenden „ewig Weiblichen," mehr als fünfzig junge Virtusionen in geschmack- heä ^eli-liravh" welche über "in zwischen Thiers und einem seiner po- voller Toilette, zieht nicht nur die Blicke, sondern hier und da auch die Herzen „hinan." In
n. L? hprirht-pt ift ru entnehmen daü für den ver That macht das Ganze auf den Beschauer und Hörer einen höchst gewinnenden Eindruck,
litischen Freunde stattgehabten Gespräch der cht ,1.8 • -2 ' ' ■ . x hlRir feierlicher Würde, wie eine Jphigcnia unter ihre Priesterinnen, schreitet die Dircctrice, deren
Fall, als die Republikaner siegen wurden, bereits eine 2lu DUUNlviial ^yi^rs- lint) gravitätische Haltung sich imposant von der Umgebung abhebt, zum Dirh
Chanzy in Aussicht genommen war, jedoch an der Weigerung dieses Generals, genN'nputt. Aufmerksam blicken die Hellen und dunkeln Augen der schönen Musikantinnen nach der seine militctritdie Karriere nicht cornproiuittiren wollte, gescheitert ist. Da öem Taktstock der Herrscherin — überall erwartungsvolle Stille. Der Stab senkt sich, und so- 7 V . , . • 7 fcf.A,„h hn'Gp hprfitÄ 91 Inerien und rwarlfort kommt Leben und Bewegung in die reizende Gruppe. Im Vordergrund streichen die gra-
I-doch g-g-mvartig Lknwldct wird, Chanzy habe bereits Algerieii, « ML Wr, Bogen der Violinen über die Saiten, im Hintergrund rasseln die vier Contra- gcgeu den Wunsch der Regierung, verlassen und besuioet sicy aus ui Jieqt h u;l Zwischen rühren sich die Cellistinnen neben'den gutversteckten Herren der Blasinstrumente, Paris so ist die Annahme nicht ausgeschlossen, daß der republikamich gesinnte der einen Ecke ertönt das Harmonium, aus der andern erschallen Trommelschläge, und General dem Dränaen feiner politischen Freunde doch nichgegebeu hat Fer- alles zusammen wirkt so einschmeichelnd für das Ohr und so fesselnd für das Auge, daß man O 1 rf.'1 r (VXfsSphinfpii wieder auiatnommen der nicht müde wird, sich diesem eigenarrigen Genüsse hinzugeben. Sowohl Gothe, der NN „Wilhelm
ner hat die republikanische Partei einen ) ' V' ' c ' Meister" die unschönen Bewegungen bei der Orchestermusik unsichtbar zu machen wünschte, als
schon vor Wochen auf das Tapet gebracht, sogleich lUteoer Oi.eillgr ^wurce aus Wagner, der im baireuther Rationaltheater die unglücklichen Orchesterleute in den Oreus Furcht die Uneutschiedeuen abzuschreckcn. Es ist ein Antrag auf ^ZN-Anklage-?^ der Bühne versenken will, würden bei dem fesselnden Anblick dieses Damenorchesters, bei 'ustand-Versehling jener Abgeordneten, welche gegen die „bestehende Ordnung", welchem auch die Handbewegungen Musik sind, zugestehen müssen, daß sie diesen Fall nicht vor- das ist, die Republik conspirireu. Ter betreffende Antrag sollte ursplü.lglich g nt^eicr Betrachtung findet man, daß es ein Unrechc wäre, sich für das Damen-
gleich nach Eröffnung der Session zu Beginn der ersten iLitzung aus oen T-lsch Orchester nur als Ganzes zu intcreffen, denn die hübschen Gesichter erwecken auch persönliches des Halises niedergelegt werden. Die Urheber des Antrags viudiciren die närn- hgiiteresse, das sich zum ethnologischen steigert, menn man erfährt, daß fast halb Europa Ver- lickmn Naraaravhen des Strafcoder welche gegen die Insurgenten der Corn treterinnen seiner verschiedenen Rationalitäten dazu gestellt hat. Friedlich sitzt da die Berlinerin lugen -parag.api/eu veo ^rraitokit, ö ß bic feurige Ungarin neben der gemüthlicken Sachsin, die Serbin neben der
mime angerufen worden und so strenge auf du.se ‘ L . . „feschen" Oesterreicherm 2C.; ein eigenthümlicher Zufall ist es. daß auch in diesem europäi-
Stylisiruilg des Antrags lautet ungefähr wie folgt: „ZN 2lllDcrraa)r, oan eine |^en Homert Berlin, d. h. eine Berlinerin, die allererste Geige spielt, und die Hauptsache dabei notorisch bekannte Verschwörung besteht, welche zum Zwecke hat, die bestehendevaß ticic Geige auch ganz brillant gespielt wird. Ueberhaupt ließen uns die Vorträge des g?eaientnaAfnrm :u ändern und Aum Bürgerkriege aufwreiicn : m Anbetracht, iDamenorchesters die Frage nach dem Was vergessen, da das Wie für vieles, was man im v r V- ‘r-v- < 2 .. SAxtv.iPY imh hpr Wohlstand Programm vermißte, entschädigte. Die elektrisirenden Wiener Walzer erinnerten in khrer weiche»
daß die Wurde der Ration, die Sicherheit der Burger unv - w Tonschweigerei an die Vortragsweise der Strauß'schen Kavelle in der „Reuen Welt," und die des Landes gebieterisch fordern, daß diesen Umtrieben cm Ziel ge|ei?r weroen, gefälligen Ouvertüren von Suppe, Herold und andern wurden so präeis vorgerragen, daß man in Anbetracht, daß mehrere Mitglieder der Rational - Versammlung unter die DjC Besckränkung der Kapelle auf Minder gehaltvolle Tonstücke nur gutbeißen kann.
Anstifter oder Gehilfen dieser Conspiration zählen; in Anbetracht, daß die par- ' ' ™ u ”’x* cr’”
lamentarische. Immunität nicht zum Deckmantel verbrecherischer Manöver dienen darf; wird der Herr Siegelbewahrer, Minister der Justiz, eingeladen, gegen die betreffenden an der Verschwörung betheiligten Personen im Sinne der
279 bis 293, 294 und 297 deö Strafcodex vorzugehen." — Mac Mahon lehnte den Empfang dreier aus ver Provinz gekommener Deputationen ab. Eine davon äußerte dem Ministerium gegenüber, man könne bei Proclamirung der Monarchie für die Ruhe nicht einsteben. Von Seiten der Regierung wurde geantwortet, sie sei ohne Sorge und stehe für den öffentlichen Frieden em.


