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NrrurSbehörde aut 8 ioe pro, nzialralhe auf 6 Jahre erwählten W tghcDrrn unter Vorsitz des provinzial - Direnoe«; die Ibc.lecift Srneurnng nach 2 cDer 3 Jahren sinke« auch bet tiefen K-eperfchalien statt. Dee Aus'chuß entschridei in öffentlicher Sitzung und nach müntlicher Verhandlung. Id» steht namentlich auch in Expropriatiougfachrn die Errtscheibung über die Nothwenrigkrit der Ab- tretuug und dao Vorhandensein des »vhlthatigui öffentlichen Zwecks zu, auch stellt er die Ge ch-vrrrrolifte fest und wählt die Mitgltekrr zur Landescommission für die Einkommensteuer.

LlS Eastationsinftanz bei Verletzungen der Grs'tze oder wesentlicher Formen des verführens erscheint ein oberstes verwaltungSgrricht, über dessen Zusammen, setzung der Entwurf sich nicht näher anstäßt. Wahrscheinlich ist als folches da« die oberste StaatSaufficht führende Ministerium des Innern in da» 8Ugt gefaste, dessen Genehmigung bei Veräusteruug von Grund- und Espltalvermögrn der Provinz oder Kreise, größere Espilalanlhen und Belastungen einz.holen und da« zur Auflösung der peovinzial. und Brzirksräthe durch Grostherzogliche Verord­nung ermächtigt ist.

Die Stellen al« provinzial, und Bezirksrath sind Shrendramte, die Mit- glieder der provinzial, und Kreisausfchüsse erhalten eine Vergütung in ter vom provinzial- und Bezirksrathe f.stzus'tzenden Hohe. Kein Amt in der Verwaltung des Kreises kann abgelehnt wercen. Wahlbar zu den genannten Körperschaften ist im Allgemeinen Jeder, der an seinem Wohnsitze zum Gemeruderüth gewähl« werden kann, lieber die Gültigkeit ter Wahl entscheidet die Körperschaft selbst Sobald nach Erlast der Städte- und Lavdgemeindeordnvng die neuen Gemeinde- Vertretungen gewählt sind, werden die Brzirksräthe gewählt, die in ihrer ersten Sitzung den Kre»«ausschust und provinzialrath ernennen. Nach Bildung der pro- vinzialräthe tritt der administrative Just zhof außer Wirksamkeit.

Der Entwurf beruht im Ganzen auf sehr freisinnigen Grundsätzen, unt wenn auch einzelne Desiverien, namentlich hinsichtlich der Ausrechthaltung der seitherigen Kreise bestehen, so muh man doch dem Entwürfe, der für unsre Groß- herzogthum eine gewaltige Umwälzung bedeutet, und de» guten Willen und frei» sinnigen Geiste seines Urhebers alle Anerkennung zollen.

Deutschland.

Darmstadt, 27. Jan. Der von Dumont und Genossen erneute Antrag in Bezug uu| Die Steuer auf Wein und Obstwein geht da,in, dieselbe aufzu­heben un» der Regierung zu überlassen, Vorkehrung zu treffen, dast den Wein- Händlern und Wirth.n bei der Einschätzung für Die Einkommensteuer tit gebüh rende Erhöhung zu Theil wer e. VIS neues Motiv für die in Aussicht genom- ment Aenderung machen Die Vntragstellen noch geltend, tast früher bei Versen­dungen in'« Ausland keine geaichten Fässer i.vthwendig gewesen, tast aber nunmehr bei Ausstellung der Scheine auf jedes/io Viter zu achtrn sei, da es vorgekommen, dast ein Hauptzollamt Ohm Wein in Brfchlog nahm, weil in Di» Anfuhr- schein 40 Viter stanken, sie Aiche aber nur 39,5 Viter auSwieS (! !). Hin­sichtlich der Katharinenkirche zu Oppenheim, eine perle der deutichin Gothik, Die ober dem gänzlichen verfalle geweiht ist, »tun nicht e.ne schnelle unu gründliche Restauration erfolgt, und Der nicht minder beachtenswirthen, jetzt zu einem Holz, stall benutzt.« Eaprlle zn Iben, hat der Adg. Dumont beantragt, Vorlage wißen der zu ihrer Erhaltung nöthigen Mittel zu wachen.

Berlin, 28. Jan. Der Grfchäitsfuhrende Ausschuh des Deutschen Hilfs- verein« hat es für eine feine ersten Aufgaben gehalten: sich au« allen Lheilen Der drulfchen Ostfeekuste eine möglichst zuverlässige Veranschlagung des Schaden« zu verschuffen, welcher unbemittelten Pr>vaipcrsoneu durch die Sturnfluth vom 12. bi« 13. November v. I. erwachsen .st. Eine genaue Schätzung d.« Schadens an Gebäuden, lebendem und tollem Inventar liegt bi« jetzt nur au« einzelnen Be- zielen vor, ober selbst Da« unvollständige Material bittet trotz seiner Unvollkommen- beit hinreichenke Anhaltspunkte, um sich em ungefähres Bild über Die eneimr Größe D,s GefauiwtschaDens zu machen. Für Du Provinz Schleswig. Holstein ergievt sich ein Gcsawmtverlust an Gebäuden, Mobilien unD Mov.nticn von 1,082,882 Lhlrn. In Dieser Summt ist Dir Schaden an staatlichem Eigrnthuu nicht begriffen und ebensowenig enthält dieselbe Denjenigen Schaken, welcher an Grundstücken und Zubehör, insbesonlere den Wegen, Brucken, Userschotzweik n, an Hafenantogen u. f. er. entstanden ist, und welcher ohne allen Zweiftl Die obige Summe bei weitem überdrehet. Dagegen ist von der obigen Su-rme derjenige Betrag »bzuzuhen, welch.n die Brichädigtrn au« eigenen Mitteln un Stande sind zu kicken; nach Den cugtsiellt n Ermittelungen beziffert sich kiesrr Betrog aus etwa 461,800 Thlr., so Daß ein Zuschuß von etwa 618,000 Thlrn. ertorverlich f<in würde. Ja, Fürstenthum Vubed (Uutin) wird ter Geld» Ith Des Schaden« auf etwa 150,353 Thlr. angegeben. Die Verluste an Wohngebäuden, Mobiliar und Moventten sink auf 45,246 Thlr. veranschlagt. E« wird angenommen, duh die Beschädigten un Stande sein wurden, Den Betrag von etwa 90,000 Thlr« au« eigenen Mitteln zu tragen, so Da| eine Summe von etwa 100 000 Thlr«. anderweit zu Decken fein würde. Für das Gebiet dir freien H n estakt Vüb d wird Der G.sammifchaken, welcher unbemittelte P.ivotprrsonen betroffen hat, aui 76,499 Thlr. veranschlagt, wobei jedoch zu bemerken ist, Daß der Gcbaukeschatev in Der Stakt Lübeck überhaupt nicht erm.fielt unu daher ganz außer Acht g«. blieben ist. In »er peovinz Pommern sind »orzugewrise fünf Kie.se von Der Sturmflut- heimgesucht. Eine ganz genaue Schatzung Der Schaden lugt bi« j.tzt nur au« Dem Kreise Usedom - Wollin vor, wo Der Gesamaujchaden aus 51,738 Thlr. bewiss.n ist; rechnet man davon einen Befrag von etwa 21,000 Th'rn. ab, welchen die Veschakigtrn au« eigenen Mitteln zu leist.n iw S ande (eie werken, so würde es eines Zuschusses von etwa 30,000 Thlrn. bedürfen Der Kreis UfeDom-Wollin gehört nut kern Krufc Grimmen zu denjenigen, welche bei weite» am wenigst.n gelitten haben; Der Schwupvaet des Unglück« liegt an der Pommer- scheu Küste in een drei Kreisen Franz urg, GreisSwald unk Nagen. Ter k n Hilfs- bedürftigen Privatpersonen in den Drei Kr.isur erwachsene Gesaami chace« wird mit 1,000,000 Thlrn. nicht zu hach beziffe.t sein. Nund um d e Küße dehnte sich eine mcilcmeite Urberfchwemmung an«, welche Gekäuke in großer Zahl ver- n chut, Die Teiche kurchdroch n und Du Felker versänket hat. Da« Unglück, welches Die Sturerfluih aogerichut hat, ist so umfassend, der Staken so be.rächi- lich und Du H Ifsdedürftigkeit Der Kustenbewo-ner so gro^ , daß ,m Wege Der privaiwolthat gkeii allem nicht g'holken w rk n kann; es hoben ab r «u* Di Negierungen aller betheiligten Staaten n.cht ang.stank;n, v.m ersten A^genb.icke an helfen: einzuteetin; durch Da« Zusammenwirken Der EtantSregirrungen und Der (reim Vrrein«tDaiigkeit ist es gelungen, in verhaltnitmaßig kurzer Zeit De»

ersten Nothilanke abzuhel'en; wir Hessen, saß Die »eit größere Ausgabe Der nach­haltigen Ausgleichung auf gleichem Wege gelost arerD.n »uD. Auf Der unteren beite ist eg Dir nächste Aufgabe Der veeeinsthätigkeit, Dafür zn sorgen, daß alle Diejenigen, Welchen Die Slnrwfluth alle Subststenz»util geraubt hat, einst»eilen Da« Nothigste zu ihre» Unterhalte empfangen; he » ferner so rasch als »og. l'ch ihre Tbätigkeit dahin richten, daß Die Er»erbsfahigkeit Der B schLk gten wiekerheegestellt wird, zu Di(f<» Zweck mutz sie Den Beschädigten Die Mittel zur WieDerunschaffung Der verlorenen Hausgerathe, Des Handwerkszeugs, Des Wirth- schuft« - Inventar«, Der Viehbestände und Der nötigen Vcrrarhe gr»ähren; fr muß überall rüstig eingreifen, »o die Ltaatshilfe nicht anSrncht, u» venjenrgeM Theil k S Schaken« za decken, »elcher Du Kräfte De« v fchäkigten übersteigt. Uc nun Diese in Der Thai sehr große Lukgabe zu lösen, Hadem Den v<rein rund 540 000 Thlr zu Gebote gestanden. Ter Vaterland,fche Franenverein Hut bisher für diesen Zweck 105,300 Thlr. erhalten. Nach ungefähre» U bersch.age der Mittel, welche Den provinzial unk Loeul - Eomitö« kirret zng.flcsseu sind, mag ßch Du Grsammlsumme, welche Der freien vireinSthai gkeit für Sie HiisSbetürstigeN Der Ostseeküste bi« jetzt zugewanDt ist, auf etwa 1,100.000 Thlr. beziffern. Tie rem Vereine zugewandten Summen reichen bei Wertem nicht an«, um Die tcfuug Der ihm gestellten Ausgabe zu ermöglichen. E« bedarf wohl nur Diese« Hinweise« .nd DieBinnendeutschen" werden nach Kräften bestrebt sein, Die Noih ihrer an ver Küsie v.rhungernken Biukrr zu lindern.

Äcrilll, 30. Jan. (Privatdeprsche De« geenffurter Journal« ) Um Der in der hessischrn K mmer aufgetauchtrn Agitation gegen Die festgesetzte Dichtung Der Brrlin- Evblenzer Bahn enigegenzuwirken, ist eine genaue Ermittelung Der Verkehrsveihältniffe und Der Montan - Industrie auf Der Strecke Fionhausin- Wetzlar ongeorbnet. Ta« Ergebniß Der Berichte Der Landrath«.Aemter unk Des Cberbirgaint« Bonn wird ter DormstäDtischen Regierung vom Handelsministerium mitgrtheilt wirken.

Man hat sich von München au« außerordentlich beeilt,Die telegra­phische Mittheilung auswärtiger Blatter und Da« in München selbst verbreitete mündliche Gerücht" von Dem EntlossungSgemch De« Kriegsminiuer« zu dementi- rtn und Dabei noch außerdem Die Grundlosigkeit so vieler anderer in jüngster Zeit tenbentiö« aufgetauchter Nachrichten zu versichern. Trotz tiefer tfurigfeit osficiöser g Dein beharren Münchener pnvatbriefe auf Du Richtigkeit obiger Nach­richten, ja, e« wird hinzugefügt, baß auch die Herren v. pfeuser und v. Lutz al« Opfer von Der neuesten Strömung verschlungen werden würden. Ob e« eich- t'g ist, Daß das Demissionsgesuch De« Keieg«mmister« haupnächlich Die Folge Der Vorliebe de« jungen König« Ludwig für hellblaue Hosen fei, weich' letztere kem deutschen um Alle« in Der Welt nicht zum Opfer fallen Dürften, und ob Dem­nach, wie DieT. R.-E." sarkastisch bemerkt, Die Frage Der Selbstständigkeit Bayern« al« Hosensrage wirklich einennau«sprechliche" Gestalt angenommen vabe, wollen wir hier unentschieden lassen.

Der Sturz Der Dachauer Banken In München steht nicht mehr verein­zelt da. In Pan« und Wien sind Dieser Tage gleichzeitig zahlreiche Leiter fol­ger und ähnlicher Etablissement« verhaftet, resp. zur Untersuchung gezogen wor­den. Blonder« in Pari« war Die betreffende Schwindel Arplosioa von größte» Umsange. Eine ganze Reihe ehemaliger hoher unv höchster Wuedrntrager Del Kaiserreichs sind Dabei rompromittirt, so Der ehemalige Minister Element Oaver- noi«, G niral Uhnch, der venheikiger von Straßburg, vielleicht wird nach solchen Vorgängen Doch Der solide Erwerb wieder rinigermaßcn zu Ehren kommen.

Oesterreich.

Wieu. Der Kampf, welchen der UltramontaniSmu« gegen Den modernen Staat im österreichischen Herrenhaus« gelrgenilich des Ti«euffton Del UniveefitatS» Rrformgesetze« unternahm, ist zu seinen Ungunsten ausgefallen. So wenig ter Gesetzentwurf auch Den Auforterungen entspricht, welche zn erheben Die Neuzeit berechtigt ist, so bricht er Doch mit Der Legende von dem rrelnfi,-katholischen Eha- racter Der Universität und wahrt im gewissenhaftesten Einklänge mit Den Staat«- g-undgesetzin ein Ehar-cter Der Universität al« einer StaaiSanftalt. Demnach iaiuirt Der Gesetzer.twurf, daß die Fähigkeit, zu neakemischen Wuike.r gewählt zu serDen, von dem G:auben«bekenntni§e unabhängig fr,, und b.fcyränki Den Wirkungs­kreis De« Kazleraa teS »n Deo Un vnsitLten Wien mqD Prag aut Die katho.iich- iheologifche garullüt. Diese sklbstoerflantlichrn, uuerlaßlichin Forderungen eirfen Di« bitten »orneomstrn Streiter Der Hirae wider Die Regierungevorlage in Dl« Schranken. Eardinal Schwarzenberg verließ eigen« fein erzb. chosl che« palaig uf Dem Prager HraDichln, um in Den seinen trnval. föSeralistifchrn Neigungen wenig entsprech, den Heri«nhau|e gtgea Diese Gcsttze anpfäspfen, und Du g hörte E zdilchos tcu Wien, Eardinal Rauscher, rief ten ganzea Schatz feine« W ssens uäD se.ner B.redt amkeit zur Hilfe, um für tenstifiungemaßiften" katholitchen Q^arafter Der Wt.n r Universität elnzulreun Ihre Austrengungen waren ver- eben«, sie unterlagen das Herreichsi « n»hm den Grs.-tzeniwarf der Eommtssion an.

Schweiz.

Bern, 29. Ian. Tie D'öresan Eenserenz zu Basel nahm mit 5 gegen 2 Stimmen (jag, Luzern) Du bekannten Aniräg« Der Brrner Rezlernng an, Darun­ter Dir Amt entsrtzun.; De« Bischof« vou Bau«, Lachat. E.ne p.oetamation ter Eonftr.tt, mut- tat Resultat ves Volke zur Kenntniß bringen.

Bkra, 30. Ian. Die Stände Z g und Luzern gaben die Erklärung ab, N emavk.n als Lachst ul« ihren Bischof anzuerkenn.n und Denfelben in Ausübung feiner F.nct.ouen nach Kräften unterstützen zn wollen.

Spanien.

Madrid, 30. I^n Die Königin ven Sp-nien ist heut« Nacht von eine» Prinzen int.nnkrn worden. Tie Königin befinrei sich wohl.

literarisches.

Neber Land und 'JÄrrr*, das -rShle und glänzendste illustrirte Unterhaltungtz. Journal Leuiichlar.d». da« leine Abonnenten nach Hunveiuamenden zählt, hat feinen iuntjehnten Iah.gang begannen unk» darf wirklich auf eine ichöne Vergangenheit zurück» blicken, di« durch achtun^ziranzig i'laltlrche Bände icpräuiuirl ist. Tie rreistichc ^ert- ichrist har in deiden He nriphären hften Fug geiatzl: der reiche, anziehende Unierhaitungg» flfft. gekoren durch iiffelnde Romane uns Kooellen unfeter ersten Autoren, Du anregende Belehrung durch kleinere l'ttavS und Bilder, Die vollständige lieber sicht über olle Gebiete tet Ledens und Wiste'.«, welche ihre lorgrälug peroäb ten, nicht« außer Acht lasiendlN No.izen geben, vor AU em Du rasch Den ^citereign.ffen folgende Da.stelluna der leiden durch Bild und Wort, machen das prächtig auL^estaitere Blatt wrrklrech

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