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schieoener Consessionen sogar Heiden (Turcos) begraben wurden, dem Volke ein großes Aergerniß gegeben, das kanonische Recht schwer verletzt und dasür sicher von der päpstlichen Curie eine strenge Zurechtweisung, wenn nicht gar eine harte Strafe erlitten.
München, 10. Mai. In der heute stattgehabten Versammlung der Gantgläubiger der Spitzeder'schen Concursmasse wurde seitens des Gerichts der Status vorgelegt; derselbe beziffert die Aktiva mit 1,974,000 fl, die Passiva mit 10,098,300 st., ergibt mithin eine Ueberschuldung von 8,089,300 fl.
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München, 8. Mai. Aus Antrag der hiesigen Juristen-Fakultät ist durch Entschließnna vom 27. April d. I. die Zulassung von Prwatdoccnten wesentlich erleichtert worden. Bisher mußte nämlich jeder Bewerber den Nachweis liefern, daß er den bayerischen Staatsconcurs bestanden habe, eine Bedingung, die an anderen deutschen Universitäten nicht gestellt wird und durch welche die Aufnahme aus bayerische Competenten beschränkt war. In der erwähnten Versügung wird nun die Beseitigung dieser Beschränkung ausgesprochen. (A. Abdztg)
München, 9. Mai. Eine höchst auffallende Entscheidung des hiesigen erzbischöflichen Ordinariats macht viel von sich reden. Dasselbe weigert sich nämlich, zur Weihe eines Platzes für die Kinderreichen auf dem hiesigen Friedhof mitzuwirken und bemerkt in den Motiven wörtlich: „daß die Kirche nur die für ihre Angehörigen bestimmten Friedhöfe einsegnet, die Weihe von Gottesäckern dagegen, auf welchen Katholiken nut Protestanten, Christen und Heiden, Freimaurer und Gottesleugner unb Selbstmörder ohne Unterschied begraben werden, nach kanonischem Rechte ganz und gar unzulässig und überdieß in den Augen des gläubigen Volkes ein großes Aergerniß ist." Demgemäß hat ; der hiesige Erzbischof, wie die „N. N" passend beifügen, als er vor zwei Jah- ■ ren den neuen Gottesacker einweihte, aus dem bekanntlich neben Christen ver-
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Daß Isabella durch'das viele Elend, welches über sie hereingebrochen, goner waren dorthin abgesandt worden, um einen deutscheu Deserteur festzunch- ^)aß ^laocuu vinu,_vu»_ .A ...... Derselbe hatte sich von Belfort in das Staotchen geflttchtct und dort
als deutscher Deserteur sofort Arbeit gefunden, sich aber bald wegen eines
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selbst durch die Leiden und Demüthigungen der Verbannung nicht hat bewogen men.
werden können, diese schlimmen Wege zu verlaffen, hat ihr gewiß die Sympa- c... ------------ o . • . ,
^bieu Aller entzog n, welche von ihrem Leben in Paris genauere K-untniß Frauenzimmers mit einem Bewohner von Beaucourt cntzwett, der dann nach erhalten haben." Eines Tages, als Don Carlos noch in der Seinestadt weilte,!Belfort eilte, um ihn bei der den.lchen M.Ittarbehorde zu d-numtren. A s d,e traien die Beide» sich zufällig auf einer Promenade. Die Königin eilte aufsDragoncr in Beaucourt ankamen, machte sich der Deserteur aus dem Staube, bn u streckte ihm di- Hand entgegen und rieft „Ei sieh, Don Carlos!" gewann das Ufer der Doubs, sprang u. bi-s-lb- und es gelang ihm, das je». Der nttenreinc keusche Prinz berührte die dargeboten- Hand nicht! wandte sich'scitige Ufer, das nicht mehr zu den occupwten französischen Gebretsthe,len gehört, mit ernstem Blick von der ticfgesunkencn Frau ab und ging seines Weges, ztt erreichen. Einer der Schüsse, die ihm nachgcsandt wurden, traf ihn, alb er Dies- Demüthigung ans offener Straße wird die stolze Frau ihm sicherlich nie sich noch im Wasser befand, verletzte ihn jedoch mcht ernstlich, da er s-meFlucht veracbcn und veraessen' aber sie bat dieselbe nur zu sehr verdient. Cs thnt sortsetzcn konnte. Das Erscheinen derDragouer hatte inzwischen in dem^tadt- Etnem für den hingen’ Prinzen Alpbons zn Wien, von dem man so Gutes chen große Erregung vernrsacht. Die Leute rotteten sich zusammen, wahrten ermblt wirklich leid ^daß er eine solche Fran Miitter nennen muß." Und die- die Soldaten und bewarfen sie mit Steinen. Zu, einem Kampfe kam es nicht, ser Person ber t'iefgesnnkene»" - spottet die „Mrb. Ztg." - Hai seine da die Dragoner ruhig zurückritt-n und sich damit begnügten, Bericht zu erstai-
, , . Paris, 9. Mai. Die Parteien machen einander förmlich Concurrenz
Berlin, 12. Mai. In Abgeordnetenkreisen wird versichert, daß der in j^en Angeboten in Betreff dessen, was sie thun wollen, wenn der Rachezng Kaiser gestern das Servisgesetz und'die Kirchengesetze vollzogen habe. - Der ^gen Deutschland in Scene geht. Im „Siecle" wird entwickelt, welche Eisen- Abg. v. Bodelschwingh, vormaliger preußischer Fiuauzminister, ist gestorben. Hahnen noch gebaut und wie die Schienenwege benutzt werden mußten, um 600- In der heutigen Sitzung des Reichstages erklärte Staatsminister Delbrück auf his 650,000 Manu in 4 Tagen in Linie zu stellen und auf das Schlachtfeld zu eine Interpellation betreffs Vorlage eines Gesetzes über Bestrafung des Con- werfen, während Preußen 1870 dazu 3 Wochen gebraucht habe. Der Gewährstractbruches zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern, die preußische Regierung mann des „Siecle" , Artillerie-Hauptmann de Tromenec, ein gewaltiger Krieger beabsichtige schon längst, ein derartiges Gesetz einzubrmgen, und werdesehr vor dem Herrn, beweist, daß man nur zu wollen brauche. Das „XIX. Siecle" bald einen Entwurf dem Bundesrathe unterbreiten; eine Erledigung desselben au$ ^uter Quelle wissen, daß die Zuck<rfrage unverhofft eine provisorische sei noch in dieser Session wahrscheinlich. Lösung erhalten habe. Die Conferenzeu nämlich, welche seit einigen Wochen
Berlin 12. Mai. Der Kaiser bewilligte heute das Entlaffungsgesuch in Paris zwischen den Vertretern der Mächte, welche die Convention von des ^andclsministers Grafen Jtzenplitz. Der Kaiser sanctionirte gestern die 1864 schlossen, stattfanden, haben zu einem neuen Vertrage geführt, Welcher Kirckenaesetze und das Beamten - Servisgesctz. ' neulich unterzeichnet wurde und der zum Zweck hat, den gegenwärtigen Stand
Kaffel 12 Mai. Di- Darmstädter Bank beabsichtigt die Errichtung der Dinge bis zi.m Erlöschen bei' Convention von 1864, b. h. wahrenb mrge-
Manei, " -v 1 fahr noch 18 Monaten, aufrecht zu erhalten. Zugleich würben in Ueberem-
-m-r Miare ,n yugg • Verfasser des bischöflichen Senbschreibeus ist stimmnug mit ben Betheiligten Bestimmungen getroffen, um bie Anwendung ... ' !»ub-rn v-dockowski eines Saccharometers diirchzusetz-u, der die b-trug-rl,cheu Perfalschiiugen, welche
nld) ' 12 Mai Bestem Vernehmen »ach eircnlire» die in Fulda be- bekanntlich die eigentliche Ursache der gegemväriige» Zuckerkrisis sind, unmöglich
sch,offenen Sp-cial-rlasse unter dem preußischen Episeopat zu -^maliget g Univ-rs „scheint es, al° ob die Vorsehung den
Begutachtimg^ ultramontane „Nass. Bote" schreibt am Inden Oesterreich bis zur vollständigen Erschöpfung aller seiner Neichthumer
Schluß einer längeren Diatribc über Isabella von Spanien: „Bevor ich diesen anheimzugebeu beschlossen habe, bevor sie einschrette, uni es ?u retten Artikel schließe ^möchte ich noch ein Wort von den Frauen sagen, welche in Damit beginnt das ultramontanc Blatt seine Betrachtungen über die —> lt- 'r ,,. Äi^Pn'(Äesch ckte die Lauptrolleu gespielt. Urtier Christina Weiteres Ausstellung, in der es den Teufelssabtiath erblickt, dessen Häupter das größte nt berichtenb verbietet das Anstandsgefühl ' Eine Prinzessin von Neapel, eine Gewicht darauf legen, „daß inan ihnen die möglichst größte Zahl junger Km- Köniain der Spanier welche sich an einen Sergeanten wegwirft und mit ihm der prapanre und zusuhre. Denn entsetzlich: „In Wien ist em Erganzungs- UN wahrhaft skandalöses Leben führt, die hat doch wohl längst das Recht vcr- gebäude, in welchem die prcußmheu Schnlmeister eine Probe ihrer obligatori- schertt in einem anständigen Cirkel auch nur genannt zu werden. Was Isa- schen, laiischen und atheistischen Kunst liefern; man sagt nicht, dusterschulei bella 'ihre Tochter betriff? so müssen wir gewiß viel milder im Urtheile sein, unter den deutschen Produkten ausgestellt werden. Dies eine Andeutung des Wie'ich andentUe und wie es auch aller Welt bekannt ist, hatte diese bedauerns- frivolen, rohen Tones, in welchem die Frommen dev Univers ihre Betrachtun- wertbc ftraii das Unalück in ihrer Kindheit, und zwar von ihrem Vor- gen über die Ausstellung für feine Leser würzen zu muffen glauben. 2helch munde dem Marschall Serrano, zur Sünde verführt, und zwar von ihm sel- ein Publikum, das so gemeinen Capucinadeu Beifall spendet!
Ser dieses immer wieder erzählt werde, - Wie mau aus Belfort vom 7. Mai meldet, ist cs in dem 25 Kilo-
damit mau begreife, wie das Blut eineS Spaniers aufkocht, wenn auch nur meter von dort liegenden Städtchen Beaucourt zwilchen einer Utithelluug deut- der Name dieses Scheusals, dieses Verführers eines Königskiudes, genannt scher ^ragoner urü) dni ^mvohnern zu
Dellerueicf).
uhv -o—, ..... - - • . , j Wien, 12. Mai. Gestern Nachmittag fand ein Ministerrath statt,
die Negierung ausnehmen wollen. Ein ultramontanes Blati, Me <sä)ie). 455 t>- WOI-n Suspendirimg der Bankacte beschlossen ward. Dieselbe wird noch zeitung, redigirt von Dr. Hager, der noch am Palmsouutag als evange iicyer publicirt, da die Zustimmung der ungarischen Regierung einzuholen ist,
Prediger in Mecklenburg dieKanzel bestiegen hatte, jetzt aber nut seiner Fann ie sogleich geschieht. Alle Formalitäten für die Gesetzespublicalion sind vor-
in Breslau zur katholischen Kirche übergetreteu ist, kündigt bereits an, aß )ie h^itet, doch hofft man noch, daß dieselbe überflüssig sein wird. Morgen in einigen Wochen eine Subscription für die gemaßregelten fd)lejt|^en lenen erßß[t p^r Aiishülfefonds vom Finanzminister 3 Millionen, von der Natio- Geistlichen zu eröffnen genöthigt sein werde. Schon m der nächsten 5 Millionen Außerdem wird die Nationalbauk umfassende Escompti-
hab-» wir noch b-r Provincial-Cvrrcfponb-nz bi- B-roff-ntlichnng b-r vier Lvmbnrbirinigeii vornehmcn
kircheivpolitijch-n G-s-tz- - di- beiten im Herr-nhanse m einzelne» fünften » « er-
abgeänderleg haben die Zustimmung des Abgeordnetenhauses erhalten — zu oClJlDeift.
gewärtigen, und daun wollen nach der „Germania" die Bischöfe nickst Junten, B^rn, 11 Mai. Die Negierung von Wallis hat gegen die vom Bun- „Special-Erlasse" zur Ausführiing ihres Sendschreibens zu veröffentliche.^. anqeordnete Versteigerung der Ligne d'Jtalie Protest erhoben.
Allerdings wußte die preußische Negierung, als sie die vier Gesetzentwürfe entwarf, daß sie auf einen zähen Widerstand zu rechnen habe. Sie wird hoffentlich in der Ausführung jener Gesetze eben jo fest als versöhnlich auftreten.
Nerlorauna von Unterofficieren und Soldaten durch Civilstellen betreffend. In Unfehlbarkeit der Papst die Tugendrose verliehen! Herr Thissen muß wohl der Anlaae X werden d ejeniaen Stellen im niederen Civildienst bei der Staats- abwesend gewesen sein, als das von ihm redigirte Blatt Obiges druckte- b-hörd- »nb 6®X vom Staat u»t°rhalt°»en Anstalt-» angeführt, bie ans- w"f ......
schließlich mit Militär-Anwärtern zu besetzen sind.
Darmstadt, 10. Mai. Das Einkommenstener-Capital für 1873 ergiebt der aufgesteüten Berechnung zu Folge im Ganzen 2^86,390 fl ' darunter 3 275 120 fl. für Starkenburg, 1,858,675 fl. für Oberhessen, 3,252,505 fl. für Rheinhessen. Einkommen über 12,000 fl. kommen in Rheinhessen 96, in Starkenburg 74, in Oberhessen 35, in Mainz 58, in Darmstadt 40, in Worms 23, in Offenbach 18, in Gießen und Friedberg je 9, in Bingen 8 vor. — Wir erhalten die Nachricht, daß an neuen Telegraphenstationen vorgesehen sind, und rwar für 1874: Castel, Neu-Isenburg, Groß-Gerau und Rodelheim; für 1875: Langen und Seligenstadt; für 1876: Butzbach und Bischofsheim.
Mainz, 10. Mai. Heute Mittag brachten Gensd'armen fünf Personen geschlossen hier ein, welche in Gonsenheim einen Angriff auf das Eisenbahnmaterial gemacht haben sollen. (M- A.)
Berlin, 9. Mai. Dcis Sendschreiben der am Grabe des heil. Boni- facius in Fulda versammelten Oberhirten an den hochwürdigen Clerus und ämmtliche Gläubigen ihrer Diöceien ist in so aagcnieüicn >2111^111^11 gc^nUen, paß es schwer ist, darüber etwas zu sagen. Wenn es in demselben heißt: Wir werden unsere Pflichten gegen die weltliche Obrigkeit, gegen das bürgerliche Gemeinwesen und gegen das Vaterland mit unverbrüchlicher Treue und Gewissenhaftigkeit zu erfüllen fortfahren, indem wir n'ie vergessen, daß nicht Kamps und Trennung, sondern Friede und Eintracht das Verhaltniß ist, das nach Gottes Willen zwischen den beiden von ihm zur Wohlfahrt der Uienjch- licheu Gesellschaft augeordueten Gewalten bestehen soll" — so ist das ja Alles, was die Reichsregierung wünschen und verlangen kann. Au einer andern stelle heißi es aber: ,Seit den Tagen, wo die heidnischen Kaiser die Christen ver- solat, wäre die Kirche nicht so bedrängt gewesen, wie jetzt/ und die Bischöfe erklären, daß sie die in ihren Denkschriften entwickelten Grundsätze standhaft und einmüthia vertheidigen, mit anderen Worten, daß sie den Kampf gegen die Negierung aufnehmen wollen. C...


