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im Repräsentantenhause

gxleZeuhetten üherviesea.

Börsenberichte.

eine den

Or. Heff.l cririelt voa und freie Shf-ije für

Der stH

wahnren Antrag des Abgeordneten v. Rauchhaupt und Genoffen und einem dazu vom Abgeordneten Glaser gestillten Unterawentement lagen vor: 1) vom Abge­ordneten Dr. Bender:den Gesetzentwurf, bitreffeod Die Aafnshme einer Anleihe in Höhe von 120 Millionen ic., insoweit derselbe den Dau neuer Eisenbahnen bezweckt, zur Zeit sbzulehnen und Die Kgl. StaatSregierung aufzuforkern, ein N tz derjenig.n Eisenbahnlinien zu entwerfen, deren Bau auf Staatskosten im In,e?effe dis Staat- und aller Provinzen nothwendig und nützlich erscheint und auf Grund diesrr Arbeit, nachdem ein Kostenüberschlag der einzelnen Linien ge- fertigt ist, dem Landtage einen anderweitigen Gesetzentwurf zur Beschlußfassung vorzulegen.", 2) vom Abg. Jacobi:Da- Hau- Der Abgeordneten fordert die StaatSregierung auf, in Erwägung zu nehmen, welche Erweiterungen des Staats» Eisenbahnnetze« auch in den bei Der diesjährigen Eisenbahnvorlage nicht berück- fichtigten Lanvestheilen durch Das allgemeine StaatSintenffe geboten erscheinen, und zu Diesem Zwecke in Der nächsten L-nDtog-sesfion eine Gesetzesvorlage zu machen." Die Commission genehmigte: 2,900,000 Thlr. für Die Bahn Hanau» Friedberg, 5,900,000 Thlr. für Die Bahn Godelheim-RorDheim, 3,300 000 Thlr. für Die Bahn Welwer-Dortmund, 11,120.000 für die Bahn Harburg-Hannover (dieser Beschluß wurde mit 11 gegen 8 Stimmen gefaßt).

Schweiz.

Bern, 4. Febr. Der Nuntius Agnozzi überreichte Dem Bnndesrathe ein päpstliches Sendschreiben vom 16. Januar, welches dem Monsignore Mermillod in Anbetracht der Nöthen Der christlichen Sache itn Eanton Genf drssen christliche Verwaltung und JurisditioN als apostolischem Vikar mit den Rechten eines or­dentlichen Laudcsbischofs übergibt.

England.

Regierung sämmtliche Vertheidigungskosten erstattet selbst und seine Krau nach Brasilien.

Amerika.

Berlin, 4. Febr. Abgeordnetenhaus. Nach Verlesung der Eingänge, worunter sich auch eine Interpellation des Abgeordneten v. WierzbinSkt über den deutschen und pslnischen Sprachunterricht an den Gymnasien Der Provinz Posen befand, schritt Die Kammer zur dritten Lesung Der Gesetzvorlage über Die Lende- rung der Artikel 15 und 18 der Verfassung. Die Abgg. v. Gerlach unD Mltschke- Kollande sprachen gegen, Brauchitsch jede Solidar.tät mir Gerlach und der Partei der Rechten, welche als konservativ nicht mehr angesehen werden könne, zurückweisend und Kardorff, welcher die nationale Haltung der Centrums­partei auf'- Heftigste krinsilte, für die Vorlage. Nachdem noch Schorlemmer- Alst sich gegen Die Vorlage ausgesprochen, wurde Der Schluß Der Generaldi«. cussion angenommen. Bei Der nun folgenden Specialtiscussion sprach noch Abg. Glaser gegen Den Art. 15, worauf Die SpecialdiScussion geschloffen und Derselbe angenommen wurde; Art. 18, sowie die Einleitung zur Gesetzvorlage, nahm Da« HauS ohne Debatte an. Des ganze Gesetz wurde beim Namensaufrufe mit 245 gegen HO Stimmen angenommen.

Berlin, 5. Febr. DieProv.'Corresp." schreibt in einem Artikel mit Der Überschrift:Ultramvntane Drohungen" Folgendes:Wenn Die kirchlichen Oberen ihre jetzigen Ankündigungen verwirklichen sollten, so hege Die Regierung die Zuversicht, daß jeder Versuch Der Auflehnung gegen ein StaatSgesetz an Dem gesunken Sinn des Volkes und an der Kraft Des Staatswesen- scheitern werde. Oie Regierung tausche sich darüber nicht, daß dir Durchführung ihrer j tzigen Aufgabe nicht ohne Kämpfe und Erregungen möglich fein werde; sie wisse aber, daß sie, nachdem die beabsichtigten G.setze in Kraft gttreten, %an\ andern Bo­ten zur Geltendmachung ihrer Autorität unter sich habe, welcher Thatsache auch die Bischöfe und die Wortführer Der Ultramontanen sich bei späteren Erwägungen nicht verschließen könnte», so daß Deren heutige Ankündigungen für ihre späteren Entschließungen nicht absolut maßgebend seien. Das einzige Werk solle im Sinne der Regierung und der Bundesverttetung ein Weik des Frieden- für Die Zukunft ; sein. Daß diese Bedeutung sich erfülle, hoffe Die Regierung um so wehr, je ent­schiedener sie darau festhalte, daß die höchsten sittlichen Aufgaben De- Staate« mit den höchsten wahrhaften Aufgaben der Kirche in tiefer Uebereinsttmwung ständen."

Newyork, 4. Febr. General Bank« brachte

Resolution da, dahingehend, Daß da- Hau- ven Präsidenten ersucht, mit aurwäitlgen Mächten A rhandlunzen anzukaüpfen, um Die Nichicombattanten auf Huba zu schützen und um für die Ans-enDnng Der Em^ncipation-g.setze, sowie ccr Regeln Dec eirilisirten Krieg-sührung, sowie für die Herb-tführanz Des Frie- oen zu wirken. Die Resolution wurde an das Comite für Die auswärtigen Aa-

London, 2. Fedk. Die Königin eröffnet da« Parlament nicht in Person. Der Hof bleibt vermuthlich Die Woche in Osöorne.

Deutschland.

Gießen, 5. Febr. Die Römische Kirche (unsere Leser wüffen diese Monotonie- schon entschuldige«, alleindie Sache will'S, die Sache", daß man ihrer so oft crtmnt) also Die Römische Kirche rühmt sich unaufhörlich ihre« Gehorsams gegen die Ob­rigkeit, Dennjede Obrigkeit ist von Gott." Die Kirche aber ist Die willige Dienerin Gottes auf ErDen. Sie lehnt sich niemals gegen die bestehenoe Staats- gewalt offen auf und es giebt, besonders in Frankreich, viele Bischöfe, dir allen möglichen Staatsreformen Treue und Gehorsam gelobt haben. Unzählbar sind Die Varianten, mit Denen das dominus salvum fac regem in Der Nstre-Oame- Cathedrale zu Paris gesungen wurde. Allein dieselbe Römische Kirche weiß sich über gewisse Eidesbeklemmungen geschickt hinweg zu helfen. Diereservatio men­talis vor Allem ist keine zu verachtende BundeSgenofsin im Kampfe zwischen colltdirenden Schwüren, zudem muß man ja, trotz des Wortesquae Caesaris sunt, Caesari, allzeit doch Gott mehr gehorchen als Den Menichen. Für ge­wöhnliche Menschenkinder sind Derlei Widersprüche unhaltbar, allein Das verzwickte Römische Ktrchcnrecht an» Deren Logik weiß dieselben aufzulösen. Ein recht drasti- sche« Beispiel für tiefe logischen Jongleurkunststücke liefert Das EideSformular de Römischen Pont'ficsle, wie es alle (die Deutschen also mit einbegriffen) Bischo beschwören müssen. Wir laff-n dasselbe zu Nutz urd Fromann unserer Leser hie. wortgetreu abdrucken, eines CommentarS bedarf es nicht:Ich, so lautet die zu beschwörende EideSsormel, Erwählter drr Kirche zu . . ., werde von Stunde an in Zukunft treu und gehorsam sein dem heiligen Apostel Petrus und Der heiliger, Römischen Kirche und unserm Herrn, dem Herrn Papst N. und seinen kanonisch eintretenden Nachfolgern. Ich werde nicht durch Rathschlag oder Zustimmung oder That Dazu helfen, daß sic das Leben oder ein GlieD verlieren, oder in bös- willige Gefangenschaft gerathrn, oder daß auf irgend eine Weise gewaltsam Hand an sie gelegt werde, oder Unbilden ihnen zugesügt werden, unter w^S immer für einem Vorwand. Ein Vorhaben, Daß sie mir persönlich oder Durch ihre Gesandten oder Schreiben anvertrauea sollten, werde ich zu ihrem Nachtheil wissentlich Ste- wanden offenbaren. Ich werde ihnen Dazu helfen Das Römische Papstthum und die weltliche Macht De« heiligen Petrus zu behalten und, unbeschadet meiaeü Stande«, zu vertheidigen gegen Jedermann. Einen Gesandten des apostolischen Stuhle« werde ich bei seinem Kommen und Gehen ehrenvoll bchaudeln und in seinen Bedürfnissen unterstützen. Ich werde besorgt sein, Die Rechte, Die Ehren, Privilegien unD Die Macht der heiligen Römischen Kirche, unseres Herrn Papstes und seiner Nachfolger zu bewahren, zu verlht'd.gen, zu vermehren und zu steigern. Und ich werde nicht aus Rath oder Thar oder Vertrag mich cinlaffen, wodurch gegen irlbigen unseren Herrn und selbige Römische Kirche irgend etwa« Nach- tbeiltßt« oder Vo:gre:flichrs an Personen oder «n deren Recht, Ehre, Stand und Macht in« Werk gesetzt werde. UnD wenn ich erfahren sollte, daß dergleichen vor, irgend wem unternommen oder ausgesührt wird, so werde ich das nach Kräften verhindern unD, so schnell ich lann, denselben meinem Herrn oder einem Anderen mittheiien, Durch welchen eS zu seiner Kenntniß gelangen kann. Die vorschristen der h.i igen Väter, Die apostolischen Dekrete, Bestimmungen oder Anordnungen. Vorbehalte, Verleihungen und Befehle werde ich au«^ allen Kräften beobachten und von Anderen beobachten lassen. Die Häretcker, Schismatlker und Demselben Mkin.m Herrn und seinen Nachfolgern Widerspenstigen werde ich nach Kräften verfolgen und bekämpfen. Zum Coueil berufen, werde ich kommen, wenn ich nicht durch eine gesetzliche Nddaltung verhindert bin. Die Schwellen Der Apostel (zu Rom) werde ich selbst persönlich alle Drei Jahre besuchen und unserem Herrn und seinen Nachfolgern Rechenschaft ablegrn von meinem ganzen Hirtenamt unD von allem, was sich auf Den Zastand meiner Kirche, auf Die Zucht von Clerus und Volk, kurz, auf das Heil der mir anvertrauten Seelen irgeudwie be­zieht, und werde hinwiederum die apostolischen Befehle Demüthig in Empfing nehmen und mit höchster Sorgfalt vollbringen. (N^n folgen einige Worte über Absendung eine« B-oollmächtigt n rar Verhinderungsfälle, dann der schr werf- windige Schluß): Die zu meinem (bischöflichen) Tisch gehörigen Befitzthümer (Immobilien) werde ich, ohne Genehmigung des Papstes zu Rom, nicht verkaufen, noch verfch'Nken, noch verpfänden, noch neuerdings zu Lehen geben oder irgendwie

e.i( bon fc.uttdnont) »urte ? wo>u beffdnb »en e. fleltdtr i» (einet gleich i nach der Versailler Kaiser^Proclamation geschriebenen Epistel auf straffer Orgam- i falion einer «aidvlischen Partei, auf der Zusawmenschaarung aQer JWleten t>e« , d,Nischen Reiche« ju einer politischen Partei, oder: aus der^politeschen Verein - auna aller deutschen Katholiken, und ,war in so eyc u(l»em »'«»'> tin bt.'

fenntniEtreuce Protestant darin PUtz finden dürfe! Ourch nicht», aber au« durch gar nicht«, al« durch die Siege der deutschen Waffen und da« Resultat de« Kriege«, war Herr v. Relteler proooeirt woroen, und flug« begann auch auf »er g-n.en Linie seiner Mannschaften die Vorwärtsbewegung gegen den «eind, ». h. gegen das Reich, genauer autgedruckt: gegen den preußischen Staat, der zur Sfihrung de« Reiche« berufen. 2° Begriff einer kaihol,scheu Partei lieg, d,e Igresfion gegen den Proleßantiswu«, wie gegen den modernen oder den parila- tischen, speelei! gegen ven p-eutzischen Staat, die Agression gegen die Souoerane. tat de« Staate«, den man zur Verzichtietfiung auf dieselbe zu Gunsten der allein ielia machenden Kirche zwingen epöchte. Bon dieser Friedensstörung find wer m!ttea"im Siege«- un» Frieden«.-»»., de« Frühjahrs 187. überrascht worden und jetzt schreibt Herr ». Kettelet in der zur Epistel «°m Februar >-n^« Jahre« zwei Jahre später hluzugetretenen Borrede:Die vertrauensvolle Gesinnung, mit welcher der größte Thril der Katholiken in Deutschland der Neugestaltung de« R-iche« enUegenging, in der abstoßendsten, härtesten, feindftl.gßen Wels. erwidert worden Zu der ungerechtesten Härte hat man noch den Hohn hinzu, getont, Un« al« die Friedensstörer auszuschreien unD die gewaltthattgen Maß­regeln gegen un« mit de« heuchlerischen Scheine zu beschönigen , al« ob wir zu demselben durch unsere Reich-seinolichkeit V-ranlaffung gegeben hatten.» Paebleu, was ist denn Das für eins vertrauenssolle Gesinnung, Die mit Der Jmprovljat!on einer konfessionell politischen, einer antiprotestantischen Partei in Dem von einer protestantischen Dynastie beherrschten Reiche Dcbütirt! Wahrhaftig, Dann noch hinterher es einen Hohn zu nennen, wenn man D-n FrieDen-störer Da sucht, wo er sich versteckt hält, vermag nur jesuitische Unverschämtheit.

Frankfurt a. M., 5. Februar. Die lebhafte specMative Thätigkelt, welche vorqester» da5 Gejchä't nid) allen Richtungen beherrslrte, hatte fefcj* gestern eia, successiv- Äbschwächunz erfahren, heute hat dieselbe weitere Di-tenstsnen angenommen, obgleich auswärtige feste Cours« klug,laufen waren. SpeculationSpapiere zeigten sich wmig belebt. Die Nr-Vrivtea über die Berlnste üüerreichischer B-nklnstituke in Eisenbahn , Unk«r«ehmuagen toitfren deprimirend. Ma» innert sich, daß eine der größten Creditaustalte» Oesterreich« -benfa'.l« b.i dem Bau zweier Bahnen betheiligt ist. Lo nbarden gestern 211. schloffen heut, 210'/^. Staat-bahn g,st,rn 2ä6, öliebrn 255' , das Gerücht einer D'vidrnde von 45 jr«. erhält sich. Ereditactien gestern 259'/,, heute 258V2'. Bon Bahnen Fran, - Ios,vh 1'/» st-, Fünsk.rchen - Barcser 1'/, ff., Galizier 1 ff. matter, «l'sabeth besser. Der neueste Wachenstalus bringt ein Plu» »on 24,000 ff. Die Bah» so» übriaen- für letzte« Jahr keine Divivende geben. Bon Priorität n Fran, Joseph-er. Bo» Banken Darmstädter 2>/i ff- höher. Stuttgarter Bank besser. Rheinische Essectendank 124V<t Bayer. Handelbank 111/6, Bankocrein höher. Schustec'sch, (K,werbebank 5 Proc. besser. Con, tVnental matter. L.-oSgattungen beliebt, besonders Oldenburger. Ungarische Loose heut, zu 113 m 1 Proc. matter. Der CourS erscheint vor der am 1. ». statisinvenben Seiieuziehung als el» . . . s hr billiger. Deutsche Staatöfond» fest. Silberrente matter. Spanier höher. Italienisch«

vrräußcru, auch wenn Da« Cupilkl meiner Kirche einversianden wär«. Uao wenn Tabakelobligationen , FrcS. besser. Amerikaner beliebt. Von Prioritäten Union iSastera 1 Proc., ich wich zu iraenD welcher Veräud rung verleiten Uff n sollte, will ich in den in Montclaer 1 Proc., South Tastern Vt Proc. besser. Die Anmeldungen auf die neue aarerik einer d.e.toilfigen Bestioemung verhängten Strafen ohne W itere« bersall-o." jAnleih- sehe un» l-bo-e vor Sejch-i-» der V«sp.eS. utee <u>. Millro»

Scrlill, 4. Februar. Die E senbahn - Com.nilsion Des AoZeorDnetenbauseS gemeldet. Wachse und or ,a ,» verleih auch gesiern länger al« 5 Stunden Die Vorlage. Außer vrm bereit- er-