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Organe da« Beichtwesen behandeln, so «»den "e M'ßbrauche sich s « und sein Klerus während der drei Phasen seiner sechshundertjährigen Ge- werden, allein zu allen diesen Reformen «eh°rt ufe heo og sche Erk-nnin.^ 3n ^ un^'s mit dersechen Treue verwirklicht^ Hai! „Pietas Deo, Fides Regi“,
den ersten Jahrhunderten der Kirche stund o ^^ Tb oloaen deS vorian oafTdbe Bekenntniß und Gewbniß wollen Ew. Majestät auch als die Aufschrift
"777771"' °si7" In 7? L "vftr'1)ahÄndett^" wurden alle und übernom-ene^ufgab- unseres Lebens für das kommende Jahrhundert an
Christ-""" ohne Unterschied zur Communion^ohne Ohrenbeichte iuS°laffen indem die dem D=uhgenftair»«« Königlichen Majestät
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zurück. (Allgemeines, immer
Deutschland.
Großherzoglich Hessische Regierung sei von ReichS-
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Mit diesem Vertrauen kehre Ich in meine Heimath wiederholtes Bravo!)
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für das mein Wunsch allein; in Rom haben mir ,. .
Clertker herab denselben Wunsch ausgesprochen. Man hat da häufig eine falsche Meinung, indem man glaubt, der römische Clerus habe die Macht in der Kirche. O nein! Diese Macht haben vielmehr die verkommenen und versunkenen Orden, verkommen und versunken nicht allein in der Wissenschaft, sondern in der Sitt-
von Räubern schildert, welche von Bajonnetten und religiöser Heuchelet aufrecht erhalten wird. Die Pariser Gesellschaft haßt Deutschland mehr, als die TedeScht von der Bevölkerung Venedigs gehaßt wurden. Keinem Deutschen offnen sich die Salons der FaubourgS St. Honore und St. Germain, Selbst gebildete Pariser sollen geäußert haben, daß sie ein Gesellschaftszimmer sofort verlassen werden, so. -atd ein Deutscher dasselbe betrete. Es kümmert die Pariser nicht, baß ihre Antipathie auf Verläumdungen, Fälschungen der Wahrheit oder absurden Ideell basirt, nach welchen sich eine Invasionsarmee so höflich wie VergnügungSrelsende benehmen solle. Es kümmert sie nicht, daß die deutsche Armee im Allgemeine» eine solche Mäßigung und strenge Disciplin beobachtet hat, wie wohl nie vorher eine Armee im Feindeslande. Der Zorn gegen die Deutschen ist in den vergoldeten Empfangszimmern der französischen Hauptstadt weit heftiger, als in dea
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v. Fransecki hielt die Festrede.
Frankreich.
sollen, so muß sie nicht gewußt haben, daß das oben erwähnte Schreiben des Reichskanzlerawts schon vom 26. August datirt, also etwa- zu früh gekommen ist, um al- Probirftein für die Gesinnung des damals noch nicht existirendeu Mini- teriums Hofmann zu dienen. Zur weiteren Beruhigung können wir der „Frank- urter Zeitung" mittheilen, daß dem Reichskonzleramte die gewünschte Auskunft roch von dem vorigen Ministerium bereits ertheilt worden ist. (Darrnst. Ztg)
Darmstadt, 28. Sept. Das heute ausgegebene Großh. Regierungsblatt 44 enthält r
1 Bekanntmachung Großh. Ministeriums der Justiz, die Bildung von Sachverständigen-Vereinen in Gemäßheit des Reichsgesetzes vom 11. Juni 1870 betreffend, sowie die Instruction über die Zusammensetzung und den Geschäftsbetrieb der Sachverständigen-Veretne vom 5. Januar 1871.
tags Schritte zu thun.
Wir können aus bester Quelle mittheilen, daß die von dem Pfarrer Seid unlängst in einer Katholiken - Versammlung gehaltene Rede allerdings zu einem Schreiben des Reichskanzleramts an die Hessische Regierung Anlaß gegeben hat. Dieses Schreiben enthält jedoch lediglich eine Anfrage und keinerlei Aufforderung.
Wenn die „Frankfurter Zeitung" vermuthet, Vie „nationale" Gesinnung des neuen Leiters des hessischen Ministeriums habe durch die von ihr so genannte „Action des Reichscanzleramts in Preßsachen" auf die Probe gestellt werden
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lichkeit.
Haben wir erst einmal diese Reformen durchgefuhrt, so sind wir wert ge- kommen. Roch jüngst sagte mir der Verfasser von „Pax vobis“, ein alter prote- stantischer Geistlicher: „Gehen Sie hin, resormiren Sie einiges Nothwendige, und Sie saugen den ganzen Protestantismus auf." Das wollen wir nicht, aber in aufrichtiger Freundschaft ihm die Hand reichen. (Bravo.) Aber durch wen sollen diese Reformen bewerkstelligt werden? Durch die jetzigen römischen Bischöfe? Daran noch zu denken, hieße mich herabwürdigen. Schon einmal haben sie uns verrathen. Erwarten Sie nichts von diesen Sklaven des römischen Bischofs ohne Herz und Verständniß für uns. Nur dann ist die Reform möglich, wenn wir nicht allein neue Bischöfe, sondern auch Synoden haben — ich selbst würde nach meinen Erfahrungen gegen die B'schofSwahl sein, wenn nicht vorher die Rechte des niedenn Clerus und der Laien festgrstellt würden. Geduld! Erkennen wir nur, was uns noth thut. Aus dem Wollen entspringt das Erlangen, auf dem Willen beruht der Segen.
Darmstadt, 27. Sept. Die „Frankfurter Zeitung" und andere Blätter enthalten die Nachricht, die Großherzoglich Hessische Regierung sei von Neichs- wegcn oufgefordert worden, in Bezug auf gerichtliche Verfolgung des Pfarrers Seid von Groß-Umstadt wegen Schmähung der Reichsregierung und des Reichs-
Paris. Das Resultat der Verhandlungen bezüglich eines neuen Handelsvertrages zwischen England und Frankreich dürfte englischen Blättern zufolge binnen Kurzem in die Oeffentlichkeit gelangen. Im Verlauf einer Pctvatunter- haltung mit dem Pariser Correjpondenten des „Daily Telegraph" bemerkte Herr Thiers, daß die Unterhandlungen betreffs einer Modifikation des englisch-franzoft-
Hütten Der Armen." . ,,, M
Berlin, 28. Sept. Von den acht social-demokratischen Arbeitern, welche wegen Landfriedenbruches durch eine am 5. Sept, in Folge der Strike-Derhältnisse auf der Maurerherberge begangene Verletzung von Personen und gewaltsame Beschädigung fremden Eigenthums angeklagt waren, wurden heute nach dreitägiger Verhandlung von Dem Schwurgerichte zwei zu einjähriger, einer zu achtmonatlicher Gefängnißstrafe verurtheilt. Unter Den Ersteren befinDet sich Lange, Der Vorsitzende des deutschen Maurervereins. Die Geschworenen bejahten Die Frage De8 Landfriedensbruchcs unter Annahme milDernDer Umstände. Die Abendzeitungen sagen, der Bischof von Ermeland habe noch vor der Zustellung des Erlasses des CultuSministerS dem Schriftwechsel mit Fürst Bismarck weitere Folge gegeben. In der betreffenden Rückantwort an den Reichskanzler habe der Bischof seinen in der Excommunicationsfrage eingenommenen Standpunkt unbedingt festgehalten.
Straßburg, 28. Sept. Heute Morgen fand die Legung des Grundsteins der Neubefcstigung Straßburgs dem ausgestellten Programm gemäß statt. Gene-
II. Ordensverleihungen.
Berlin, 26. Sept. Die Adresse, welche der ermelandische Eiern« Sr. Ma. Itflät dem Kaiser bei der Marienburger Jubelfeier überreicht hatte, lautet nach der „Germania" wie folgt:
Allerdurchlauchtigster, Großmächtigster Kaiser und König I
Alletgnädigster Kaiser, König und Herr! t
Zu dem schlichen Tage, der für die Geschicke unserer Heimath ein rühm- „jches Jahrhundert abschließt und, will'- Gott, ein eben solches einleitet, erscheint eor Eurer Kaiserlich Königlichen Majestät auch der katholische EleruS der Diocese Ermeland, um Allerhbchstderselben den Tribut seiner Verehrung und Treue, seiner Siebt und Danfbarldt darzubringen. Aus tiefem Herzensgründe haben wir heute aOerort« mit unseren Gemeinden heiße S-genSgebete für Ew. Majestät erhabene P„i»n und Allerhbchstderen erlauchte« Herrscherhaus, so wie für da« ganze theure Vaterland dem heiligsten Opfer unserer Religion angeschlossen. In demselben Geiste werden wir auch die Tage des beginnenden Jahrhunderts zu erfüllen be- ütebt fein. Pietas Deo, Fides Regi“ lautete die Devise, unter der Ew. Maf. königlicher Ahne im Jahre 1795 dem ermeländischen EleruS in seinen amtlichen Vertretern, dem Bischof und Domkapitel, Preußens Adler und Stern als besondere : Instante zum Zeichen Seiner Huld und zur Anerkennung der bewiesenen,Loyalität " ' Pietas Deo, Fides Regi“ war in der Thai der Wahlspruch, den Erwe
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9 An9 die seither dementirie Nachricht des „Echo du Parlement" von der Absicht de« Grafen Arnim, feine Entlassung zu nehmen, sobald die Entschädigung«, frage definitiv geregelt sei, knüpft der „Daily Telegraph" in London nachstch°n°e Bemerkungen: „Es ist nicht zu verwunDern, Daß Gras Arnim Die kalten Blicke, die beißenden Sarcasmen, Die offenen Winke eines baldigen Rachekrieges unD Die anderen Waffen höflicher BeleiDigungen, welche mit unvergleichlicher Meisterschaft in Den Pariser Salons geführt werDen, nicht länger ertragen will. Das Leben des Deutschen Botschafters ist ohne Zweifel kein angenehmes. Die Hauser, in welchen er einst ein gern gesehener Gast war, sinD ihm unD anDeren Deutschen verschlossen: seine EinlaDungen werben mit eisiger Kälte abgelehnt; keine Zeitung kann er öffnen, oDer einer Debattee in Der Kammer zuhören, noch einem Em-
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In tiefster Ehrerbietung geharren Ew. Kaiserlich Königlichen Majestät allerunterthänigste unD treuste Diener Der katholische EleruS Der Diöcese Ermelanv.
Von der in voriger Woche abgehaltenen Fuldaer BischofS-Conferenz sind nach Mittheilung Der „Germania" keine öffentlichen KunDgebungen zu erwarten. Das klerikale Blatt schreibt: „Verschiedene Blätter melden, Die Ordinarien von Köln, Breslau und Mainz seien von der Fuldaer BischofS-Conferenz beauftragt worden, einen gemeinschaftlichen Hirtenbrief abzufaffen. Da- ist unwahr. Wie wir hören, hat man in Fulda nur beschlossen, öffentliche Gebete für DaS Wohl Der Kirche in allen Diöcesen abhalten zu lassen." Auch keine Denkschrift an die
geheimen Sünden eigener Prüfung überlassen blieben. Aber doch war ^i Ohrenbeicht vorhanden, nur in anderer Form. „Sich telbfl prüfen , betont ja < auch Paulus. Wenn Jemand sich unwürdig fand, fing die Dußanstalt an.
Eine andere Reform, die von vielen Seiten erstrebt wird, ist die Abhaltung des Gottesdienstes in Der Landessprache. Die Schwingen Der AnDacht werden beschnitten, wenn wir da eine todte Sprache gebrauchen. Griechen, Armenier, Kopten und Russen senden in ihrer Landessprache ihre Gebete empor, nur wir Abendländer müssen selbst in Den feierlichsten Momenten Der heiligen gottesdienstlichen Handlung Den Priester in einer uns fremDen Sprache für uns beten lassen. Wie können Da Die Ministranten Die betende Gemeinde ersetzen. Hier ist eine endlich- Resorm noihig. Ferner wäre es sehr gut, wenn auch »er Spendung ver Firmung eine endliche Aenderung getroffen wurde. In den ersten Jahr Hunderten fand die Firmung stets in Verbindung mit der Taufe (tatt, öleitpfam als Komplement. Jeder Priester kann sie spenden, so noch jetzt Der Probst von St. H-dwig anstatt des Bischofs. Den Unfug der Firmungsre s-n »-rurtheilen tetr- wir «ollen keine Schaustellungen von Kirchcnfmsten! (lebhaftes Bravo!) — ein anderer Wunsch Vieler ist die Aufhebung der religiösen Orden in der katholischen Kirche. Ich bin kein principieller Feind Derselben, aber Die zwecklosen, antinationalen, abgelebten Orden soll man aufheben, wie die Franziskaner, Karmeliter, mit deren Scapulier urngürtet man aufrecht in Den Himmel kommt, fei man auch mit Todsünden belastet. Diese Orden sind eine Last für die Kirche,
(tü tausend Jahren haben wir jetzt hinter uns. Bereit« stehen wir den getrennten äonfeS<n name«tlid) de- Orient« so nahe, daß wir -'«ander aufr.chtig die ®,Ute,ÄS,b.fZ"ff"« wir, die Durchführung von Reformen auf dem Gebiete 6et Disciplin und de« Cultu« uns noch für eine spatere Zett ccri“b'^ "; ILebhaft anhaltender Beifall.) Nach dem Beifall, den tch vernehme, wird dieser Beschluß hier vielleicht in einem anderen Sinne aufgefaßt, al«i »orge(letn blei un«.
man ibn für lu eng. Doch haben wir damit Nicht wenig beschlossen. mmn mir die Mißbräuche, die sich auf jenen Gebieten feit undenklichen Zeiten ^»e(rf,?i<ben abaS bäben, so hab n wir damit viel, fast Alle- erreicht, und “’S aus dem Boden wieder angekommen, aus dem unser Herr und ftriionh unser Lehrer und Meister stand. (Bravo.) Was bedarf es zwischen un« und Christus so vieler Mittler und so vieler Einschiebsel? Ich ,bn”te 3b"cn ^^Geschichten erzählen, wie man Wallsahrten in Flor bringt und wunderthatige Bilder sabricirk So beruht eine der bekanntesten Wallfahrten m Bayern aus nnprFrtnnter Fälsckuna In Dieser Beziehung haben wir Nicht zu wenig beschlossen.
auch Darin Das Rechte getroffen, Daß wir Die Reformen Der Rufunfl Vorbehalten haben, wenn erst Die verfassungsmäßigen Organe Dazu vörhknden sind Man verlangte von uns vorgestern, wir sollten d'« Aufhebung te6 Cblibat« und der Ohrenbeichte auf die Tagesordnung setzen. Das Colibat rsi ein heiliger Punkt. Ich kenne feine hohe und heilige Idee, kenne auch du Schlechtigkeften, die sich hinter ihm verbergen. In meinem Tagebuche vorn Concil habe ich darüber aus Rom berichtet und keine Stimme hat sich gegen mich er- hoben Andererseits erscheint mir auch die Ehe so heilig und rein «ch Unlautere« und Sündhaftes ist in ihr. Aber ich halte die Aushebung de« Eölibat« nicht für unser nächste« und dringendstes Bedurfniß. W^nn e,nst die legalen Organe eine solche tecretiren sollten, dann mag« sein. Dann aber wird auch erst die hohe Tugend de« Cölibats in rechtem Siebte erf^emen. Die Ohrenbeichte wird dnich die Auswüchse und Mißbrauche, welche sich an sie heften eerbafet gemacht. Die Orden, und unter ihnen besonders die J-sutte«, haben Kirchen-9 und Staatspolitik im Beichtstuhl getrieben. Wenn einst eompetenie
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