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Preis >.>rerrcljährtg i ft 12 fr. mit Brtngerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährig 1 st. 29 fr.

Gießener Anzkiger.

Erscheint täglich, mit Aus­nahme Sonntags.

Expedition: Canzlctbera, Ltt. B. Nr. 1.

Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Kichen.

Anglist 1873,

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Bekanntmachung,

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für l-«mwch. ».ich. im L"",R?A.?b L---»b» » 3- Tage.

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Großherzogliche Prüflings - Commission für Einjahrig-Freiwillige.

Der Militär-Vorsitzende: Der Civil-Vorsitzende:

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'politischer T h e i l.

Auf von und wie

und Ludwig' den Behörden und dem StadtvorstanDe empfangen worden, die Ansprache des Bürgermeisters erwiderte der Kronprinz: Darmstadt fei jeher eine liebe, gute Stadt, hervorragend durch patriotische Gesinnung Opferwilligkeit, welche sowohl die hessischen Soldaten durch ihre Tapsertit, die Bürger in der Pflege Verwundeter und Kranker bewährt hotten.

Darmstadt, 28. August. Nach Berliner Nachrichten eines bayerischen Blattes wäre die Ernennung des Legationsraths Hoffmann zum Minister des Innern als gesichert zu betrachten. Dem Vernehmen nach hat die NeichSregierung von dem FestungS - Gouvernewent in Mainz einen eingehenden Bericht über den Umfang der dort neuerdings in Scene gesetzten ultramonkanen Agitarton eingefordcrt, der sich namentlich darauf erst»ecken soll, was es mit der behaupteten E-nwirkung der katholischen Geistlichen auf die in Mainz garnisonirendcn hessischen Soldaten auf sich habe.

Darmstadt, 29. August, 2 Uhr Nachmittags. Soeben ist der deutsche Kronprinz hier cingetroffen und von dem Großherzog, den Prinzen Alexander

Berlin, 27. August. Der Telegraph hat gemeldet, daß der Kaiser wegen eines Fußiertens seine Reise nach Ischl aufgegeben habe. Aus briefl chen Mit- »Heilungen, welche aus Gastein eingegangen sind, erfährt man nun näher, daß es sich um ein rein örtliches Urbel handelt, welch s glücklicherweise ohne Rückwirkung auf bas Allgemein!).finden des Monarchen geblieben ist. Erne rheumatische An-

r^T^nf^rahV#vf $ünt,1.c' ^lche den Frieden zwischen der Regierung und dem i .. . c , ........ Dazu ist denn doch die Bemerkung

erlaubt, Vaß dte Feier nicht von Oben her angeördnet, sondern aus Privatkreisen b""us tsrvereitel worden ist, und daß di- Einladungen dazu auch von einem Privat.Comite au gehen. Das ist aber gleichfalls sicher, daß man an maßgebender Stelle durchaus nicht gesonnen ist, dem katholischen El-ruS und namentlich dem renitenten Bischof Krementz gegenüber, eine übelangebrachte Nachgiebigkeit an den Tag zu legen.

Deutschland.

Gleßen, 29. August. Wie wir aus sicherer Quelle vernehmen, wird am ,w* Septemder in allen Orten des GroßherzogthumS Hessen eine Der Bedeutung

,®8 war vorauszu^eh-n, daß Vas Unterbleiben der Reise des Kaisers Blilhelin nach Ischl in gewissen deutschfeindlichen Kreisen als eine willkommene Handhabe angefthen werden würde, mit hämischen Bemerkungen auf das freund- sch a fluch- Verhaltniß zwischen dem deutschen und österreichischen Kaiserhaus- hin- «uweisen. Das Unwohlsein des Kaisers Wilhelm steh, man lediglich als einen Borwand an, w.lcher die MeinungSv-rschiedenheiten vcrdeck-n soll, die sich beiüa. l*,Jtcr ^tei. Kaisir-B-gegnung in Berlin zu Grunde zu legenden Programm« zwilchen Wien und Berlin erhoben habe». Ja, man geh, in den eben bezeichne, ien Kr.isen sogar soweit, baß man durch diese angeblichen Differenzen sogar die ganze Brei.Kaiser.Begegnung in Frag- gestellt sein läßt. Die Herren frohlocken zu f,uh; die Nachricht von der Birhinderung des Besuches de« Kaisers Wilhelm ist fettens des österreichischen Hofes mit aufrichiigem Bedauern entgegen genommen worDen; an stelle des Kaisers wird aber nach einer Meldung derPresse" noch in Diesem Jahre Der Kronprinz einen Besuch in der Hofburg machen. Nach Dem genannten Blatt würde Dieser Besuch nicht nur allein als ein Act Der aufzufaffen sein, sondern eine weittragende Bedeutung haben,weil Der Kronp'lnz seit Dem Kriege immer entschiedener als Träger Der Zukunft des putschen Reichs und als Gerant für Die Dauer desselben auftritt." Für Die Fortdauer der guten Beziehungen zwischen Deutschland und Oesterreich bürgt ferner der Umstand, Daß nach osficiösen Wiener Correspondenzen in der bereits festgestelltcn Thronrede zur Eröffnung des ungarischen Reichstages sich ein Passus b'findet, welcher Der hohen Befriedigung über die Begegnung desKönigs" mit dem deutschen Kaffer Ausdruck gubt. Außerdem findet man über den Zweck Der

^^r'^C8f0nun? fcrr ungarischen Thronrede einige Andeutungen, indem sie Den Wunsch und die Hoffnung stark bttont. Daß sich in Berlin dauernd sreund- ichaflliche Beziehungen zu Rußland anbahnen möchten.

Der Kais r hat bei Gelegcnh it des Vortrags über ein Immediat - Gesuch welches auf Entlassung eines Soldaten aus dem activen Militärdienste zum Zweck der Auswanderung gerichtet war, sich dahin ausgesprochen, wie es nicht augezeiat erscheine, daß zu einer Begünstigung des Auswanderns Seitens der Behörden irgendwie und fei es auch nur Durch ein willfähriges Eingehen auf die Wünsche der Augwanderungslustigen dir Handhabe geboten werde. Der Kaiser ist viel­mehr der Ansicht, daß es sich empfehle, auch die Bestimmungen über die Militär» ki'nstpfl'cht, soweit als es zulässig sei, Dazu anzuwenden, dem AuSwandern ent- g.g nzuwirkcn und wünscht, oaß in diesem Sinne von allen Behörden thunlichst verfahren werden möchte. Durch ein E-cular-Rescript der Minister des Krieaes unD des Innern vom 6. D. Mts. werden alle General-Commandos und Oder-

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Söerluuf des jüngsten Krieges, das Singen vaterländischer Lieder und wenn thunlich, gemeinsame Ausflüge und Spiele im Freien Die wesentlichen Btstandtheile bilDen mnrb, hnß h, f n .......Bcucum

foßeti. Die Anordnungen im Einzelnen, sowie die Entscheidung Der Frage, ob Arden, daß dieser Entschluß in Folge einer von höchster Stelle ausgegangenen damit eine kirchliche Feier zu verbinden fei, ist den lokalen Schul- beziehungsweise ^riladung gefaßt worDen sei, unD Daß es sich überhaupt bei Der Feier um eine der oberen Kirchenbebörde überlassen worden. v ö Demonstration hnnbi?f welche den Fried,

Die Darmstädter Zeitung empfängt den deutschen Kronprinzen mit folgen- katholischen Clerus einzuleiten dienen solle, dem Artikel: K 4 10 erlaubt, daß Dte Nerer nirtxt hn« uov

J?05£ÜUÖ d" linken Wade ist beim Auftreten uno Gehen hinderlich und ......... schmerzhaft, aber wenn Der Fuß ruht, ist der Kaiser fast ganz ohne Schmerzen

Ve« Tag« -nlspr-chende S-tuIs-iir vkrvnstnlmHvenl b7i"toeldl^r" »»"itr ^«^»»'0 flai^eraf|l3!nSnntC/^be^nt,^^.ifi, efn durchaus b-fri-vig-nv-s uno ber

d-r L<-N°n-n, g-fchi»tlich- Erzählnng-ti oder Vvrttäg- üb-r v-n Anlvß und °-n 8' Un° *«Kt S"mmung.

"" ,J >-"=-.......... - ; D-- Nachricht -,nr« polmsch-n Blattes, vaß d-r Bischof von Erm-Iauv an

Cer Sacularseier in Marienburg Theil zu n-bmcn gedenke, isi dahin aedeut-.

Unfcte Stadt rüstet sich zur Feier eines erhebenden Ereignisses, wie es in ihren Annalen nicht zu öfteren Malen verzeichnet steht. Im Laufe des heutigen Tages wird Le ne Kaiserliche Hoheit, der deutsche Kronprinz Friedrich Wilhelm, der Lohn desselben ruhmreichen Kaisers, Der uns als Frucht unvergleichlicher Siege ein einiges DeutschlanD gegeben, Der steggekrönte Führer deutscher Heere im letzten großen Kriege, Der überall mit Jubel empfangene Repräsentant neu erstandener deutscher Größe, in- Darmstadt eintreffen, um einige Tage in D.ffen Mauern zu verweilen. Zwei Jahre sind es, da verfolgten unsere Gedanken in aufgeregter Lpannung den Siegeslauf des heute bei uns Einkehrenden, da hörten ste mit wachsender Bewunderung die Nachrichten der Siege von Wörth und von Sedan, des kühnen Marsches mitten durch Frankreich. Heute ist es uns vergönnt, den Helden selbst zu begrüßen, Der so viele und so große Thaten vollbracht, heute dürfen wir ihm unfern begeisterten Dank dafür aussprechen, daß er unser schönes VaterlanD vor der Invasion durch feindliche Schaaren bewahrt hat. Wie er vor zwei Jahren einen kriegerischen Gang ohne Gleichen gezogen ist durch das LanD unseres Erbfeindes, so zieht er heute durch die deutschen Gauen im Sonncnglanz kiniS, nicht am wenigsten durch seine Thaten erkämpften Friedens, im Strahlen- schein Der wieder erreichten Herrlichkeit deö deutschen Volkes! Diese Herrlichkeit Des deutschen Namens, sie wird uns heute verkörpert in der Gestalt desjenigen, zu dessen Empfang wir uns soeben anschicken, unD welchem wir aus voller S.ele em Willkommen in Darmstadt zurufen. Seine Kaiserliche Hohrit der Kronprinz deS deut'chen Reiches sei willkommen in unseren Mmuern!