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aucv vor drn Bischöfen und Pfarrern lächerlich gemacht haben.

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Deutschland

Ansprüche nach und nach herab, und sie wurden sich bis auf die neuere Zeit hinzusügen, daß gegen den Herrn Armeebischof in Folge dieser von ihm den Mi- durch Wiederaufnahme der alten Anspruch- nicht nur vor den Laien, sondern litärgeistlichen gemachten M.'theilungen «ne neu- Untersuchung e.ngele.tet wor.

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zu erfordern schien.

Es ist dem Herrn Windhorst, der jedes seiner Worte sehr wohl zu berech­nen pflegt, und der bei aller Enlschiedenheit doch ein sehr vorsichtiger parlamen­tarischer Stratege ist, gewiß nicht leicht geworden, sich über die Behauptung, daß die vaticanischen Dekrete nichts in der Kirche verändert haben, au^die Bulle Unam sanctam ju berufen, die so unumwunden wie möglich dem Staate und der weltlichen Obrigkeit den Krieg erklärt. Aber nach dem, wa« geschehen war, ließ sich das doppelte Spiel im Reichstage und in der Presse nicht mehr durch­führen ; mau mußte die Scheibe wegwerfen und offen rem Staate den Krieg erklären natürlich unter dem abgeschmackten Vorwande, daß man nur den v n dem Staate hingeworsenen Handschuh aufnehme.

Bei dieser Lage der Dinge, wo Gefahr im Verzüge ist, ist es Pflicht des Staates, rasch und entschieden zu handeln. Die schleunigste Annahme de« I- suitengesetzes von Seiten des Bundesrathe« und die ungesäumte und strenge Aus- führung desselben ist unbedingt ei forderlich, wenn die Autorität des Reiches nicht den schwersten Schaden leiden soll. Vor Allem bedarf -S jetzt eines entschlossenen Handelns in den unmittelbaren Konflikten mit einzelnen Kirchenfürsten. Mag d:e letzte Erklärung des B schoss Crementz in der Form milde sein; wenn sie iu der Sache ausweicht, so ist sie als ungenügend zu betrachten und nicht mit einem neuen Schriftstück, sondern mit einer That zu beantworten. Geschrieben und ge- sprachen ist in dieser Sache genug, und wir haben es durchaus gebilligt, daß man kein Mittel der Milbe unversucht gelassen hat. Gegenwärtig aber würde eine Fortsetzung der Schriftwechsel« der Regierung nur al« Schwäche gedeutet werden, und der Verdacht der Schwäche ist in jedem Kample gefährlich, am ge- fährlichsten in dem Kampfe gegen den UltramontaniSwu«, der durch die Schwäche der Nachgiebigkeit de« Staates groß und mächtig geworden ist. Hoffentlich wirb sich denn ja auch bald dir Mittheiluug bestätigen, daß dir Regierung gegenwärtig entschlossen ist, den Worten die That folgen zu lassen.

düngen batten und nur in der Form die Stellung der rumänischen Regierung möglichst schonen wollen; hieraus sind auch die anderen Regierungen bedacht. Es sind denn auch nur formelle Verschiedenheiten in der Behandlung der Angelegen-

Den Standpunkt, daß die Dekrete altes Kirchenrecht enthalten, -hielt man natur, lich unwandelbar fest; denn es kam ja darauf an, den Staat, als Angreifer und Neuerer darzustellen. In Behauptung diese« Standpunktes aber' sah man sich, als es offenbar geworden war, daß der Staat nicht länger mit sich werde spielen lassen, genöthigt, da man doch einen Beweis bringen mußte, sich grade auf solche päpstliche Bullen zu berufen, die notorisch dazu bestimmt waren, nicht eine harm­lose Theorie auszusprechen, sondern al« Mittel in dem Kampfe um die Welt­herrschaft, um die Unterwerfung des Staate« unter die Kirche zu dienen. Man mußte eben den Rückzug antretcn, oder sich offen zu den Consequenzen zu bekennen, die man bisher überall da verleugnet hatte, wo die Taktik ein müdes Auftreten

den ist."

Berlin, 24. Juni. Bon einer europäischen Eonferenz wegen der rumäni-

hartdlunaen zugegangen seien.

Berlin, 26 Juni. Der Polizeipräsident v. Wurmb ist zum Regierung«. Präsidenten in Wiesbaden, der Polizeipräsident v. Madai in Frankfurt a. M. ist zum Polizeipräsidenten in Berlin destgnirt. Die Ernennungspublicationen sind

hrit vorhanden.

Berlin, 26. Juni. DieProv.-Corr." bestätigt, daß die Annahme de« JesuitengesktzeS durch den BundeSrath in der Fassung des Reichstages erfolgt sei. Oie Publikation des Gesetzes und der Erlaß der zur Ausführung und Sicherung des Vollzuges erforderlichen Verfügungen würden in Kürze erfolgen. Dir Prov.-Corr." meldet ferner, daß der Kaiser nach etwa vierwöchentlichem Aufcnt. halt? in Ems auf einige Wochen nach Gastein gehen würde. Dasselbe Blatt th-iit weiter mit, daß in den letzten Tagen dem deutschen Botschafter in Pari« Die erforderlichen Weisungen und Ermächtigungen zum Eintritt in wirkliche Der-

diesem K^aipf ihre Betrachtungen, um zunächst auf die Spaltung hinzuweisen, welche aus der Generalsynode der französischen protestantischen Confessionen sich in grellster Weise ergab. Diese Generalsynode trat seit 1660 zu» ersten Male wieder zusammen, und sie hätte wahrlich Ursache gehabt, Frieden und Forts ritt zu Darmstadt, 25 Juni. Die Mittheilungen verschiedener Blätter berichtigend, wahren; doch das Gegentheil fand Statt und die orthodox? Majorität unter meldet dieDarmstädter Zeitung" au« bester Quelle, daß in diesem Jahre weder Guizot's Führung zeigte sich starr und unbeugsam. Was Guizot in ^e Hand von einer Reise de« russischen Kaiser« noch der Kaiserin in« Ausland die Rede ist. nimmt, dar erliegt dem Fluche de« Eigensinne«; er hat die Julidynastie zu Grunde Berlin, 23. Juni. DieWeser.Ztg." berichtete neulich, der Feldprobst gerichtet und er richtet auch den Protestantismus in Frankreich zum Jubel der Ul. Ramszanowski hätte den ihm untergebenen Militärpfarrern mitgctheilt, daß er tramor.tuntn zu Grunde. Die Franke deutet ferner darauf hin, da^ auch im Car- suSpendirt wäre, zugleich aber auch den Wortlaut seiner Eingabe an das Eultus tistenaufstanle in Spanien da- kirchlich? Interesse eine große Rolle ,pte»e und und Kriegsarinisterium, worin er um Erlaß aller Untersuchungen bittet; er wolle dieser Krieg eigentlich mehr Reügionskrieg iei, als ein Ksmpf üocr polnische Ideen, in milttärischen Dingen nur seiner weltlichen Behörde, in rein geistlichen aber Im Kampfe zwischen dem Batican und dem Deutschen Reiche bbcft fron* dem Papste folgen". Auch volle er bei der (Iurie dieHerstellung des Friedens zostsche Blatt, wie fast alle seine Eollegen, mit Schadenfreude auf den , xawyf erwirk«,". Hicrzu bemerkt bi«Germania" :Wir können die« bestätigen und ohne Ende", auf den Herr v. Bt«marck sich eingelassen habe. Auch da« Journal

den Bergarbeiter zur Arbeit zurück.

Dortmund, 26. Juni. DieWestph. Ztg." berichtet: Die gestrige Bk. rathung de« Vereins für bergbauliche Interessen fand unter Ausschluß der Oeff-nt. lichkeit statt. Auf der ZecheTremonia" ist gestern Nachmittag und auf der ZöcheWestphalia" heute früh die Einstellung brr Arbeit eingetreten.

Leipzig, 23. Juni. In einer am Sonnabend Abend in derWestendholle" abgehaltenen Volksversammlung verabschiedete sich, wie das hiesigeTagblatt" meldet, Bebel von seinen Gesinnungsgenossen. Der Sinn seiner Ansprache war der, daß Die Parteigenossen auch in Zukunft muthig zusammenbalten möchten und daß die Sache, wenn er au« dem Gefängnisse einst zurückkehre, gewiß besser stehen werbe.

Straßburg, 22. Juni. E-'wa 26 Studiosen der Medicin an hiesiger Uni. versität, durchgehends in höhern Semestern stehend, sogenannte Praktikanten, haben vor einigen Tagen eine Eingabe an Rector und Senat unterzeichnet, worin die. selben über die Unzulänglichkeit de« Material« in den hiesigen Kiineken sich be. klagen, welches den gesetzlichen Vorschriften üver Ablegung der Examina bei wei- trm nicht entspreche. Könne diesem Uebelstand nicht in kurzer Zeit abgeholfen werden, so sähe sich ein, Theil von ihnen genöthigt, andere Universitäten aufjU- suchen, welch? ihnen sichere Garantien böten. Mehrere dieser Praktikanten sollen schon nach Würzburg abgeceist sein.

Schweiz.

Genf, 24. Juni. Auf Mittwoch ist eine Sitzung angekündigt. Sclopi« hat die von Gens abwesenden Schiedsrichter telegraphisch einberufen.

Gens, 25. Juni. Die Conserenz vc« Schiedsgerichts begann um 3y2 Uhr und endigte um 5 Uhr. liebe- die Verhandlungen harscht noch stets absolutes Schweigen. Das Schiedsgericht hat sich zum Donnerstag 11 Uhr vertagt.

Frankreich.

Paris, 24. Juni. Kirchenhändel gehören recht eigentlich z'im Charakter des 19. JabrbunveitS. Die Orthodoxen in der protestantischen wie die Ultra, montanen in der katholischen Kirche haben ein Menschenalter hindurch im Schatten ' Der europäischen Reaktion gewuchert und messen nun ihre Kräfte gegenüber dem l modernen Staate und der modernen Weltanschauung. Die Franke widmet heute

lichc« Recht erklärt worden. Daß diese Ansprüche bis dahin aber so wenig zu Recht bestanden, wie die Unfehlbarkeit der Papste«, das hat ja keine geringere Autorität als die Mehrzahl der deutschen Bischöfe erklärt, mit der die Häupter de« ungarischen und zum Theil auch de« französischen Cleru« vollkommen über- einstimmten. Jetzt freilich möchten die hochwürdigsten Herren ihre Erklärungen, ihre Prophezeiungen von dem Conflict zwischen Staat und Kirche, der eine unvermeid­liche Folge der Verwirklichung der jesuitischen Plane sein werbe, in« Meer de> Vergessenheit senken. Aber littera scripta manet?

Natürlich bleibt den Ultramontanen, um sich vor dem Vorwurf der Neuerung und kirchlichen Revolution zu vcrtheikigen, jetzt nichts Anderes übrig, als alle Ansprüche, die die Curie jemals in irgend einer Bull? erhoben hat, für uner- schütterliche« Recht zu erklären. Und in gewissem Sinne ist da« konsequent Denn wenn der Papst gegenwärtig für unfehlbar gelten soll, so muß er es zu allen Zeiten gewesen sein; wenn die im SollabuS ausgestellten Sätze über da« Derhäliniß von Kirche und Staat gegenwärtig gelten sollen, so müssen sie zu allen Zeiten gegolten haben; denn sonst könnte man ja nicht den Vorwurf wider. _ l,aen vak die vatikanischen Dekrete einen aggressiven Charakter tragen, daß mit nächster Tage bevorstehend. K 6U Sir»? b «1 Stoot. b,» Ätitg .,flirt »ol, batz b.r Suat atfo befet Flllda, 24 3«nt. H-»l< Rach, g,,»lh.» Swit.fta, ein Saufounn to tu« S ber Selinetbal.una bi du»-, namentlich in Peenßtn Mn g-P. unb ein «rmna«a°e»,er, «ü einem S.eulenant ter hi-siz-n Garnison .» einer

liirn «uioritälen gewährten «nb von bie|en auf Mm Wege w.iMrUcher unb Restauration m Wortwechsel, worauf sich Mr L-tzlra auf die Wache begab unb

elaenmädetlier 3nt?e»eOatlon maßlos erweitert,» Jieibellen w-sentli» i» be. non »o,t aus al« Offtfie, du jour bl, beben Wanne, al,balo a,nitrat unb

schränken 8 ° 9 mehrere Stundenbrummen" ließ. Die Betroffenen haben bereit« Beschwerde

raH Eg ist hieraus für die Ultramontanen allmälig eine höchst unbequeme Lage über diese willkührliche Behandlung geführt.

hervorgegangen. Nach Der bisher geübten Praxis fühete man eine doppelte CobleNZ, 23. Juni Um auf alle Eventualitäten gerüstet zu em, ist d e Spracht Die Press? erhielt den Auftrag, mit aller Schärfe und, wenn ihr Leser- große Besitzung der Je,ulten am Laacher. See bei Andernach bereits Privat, kreis es so erforderte, mit plumpster Grobheit gegen den Staat zu Felde zu Händen Übertragen worden. Die Auflösung der von Schulbruvern geleiteten und lieben und die extremsten Ansichten über die Unterordnung de« Staate« unter die aus mehreren Claffen bestehenden höheren Bürgerschule durfte nach den neueren Kirche iu verfechten, kurz sich auf den gregorianischen und bonifarischen Weltherr. Intentionen des CultusministerS ebenfalls bevorstehen.

fchast-standpunkt zu stellen. In den Parlamenten dagegen suchte man Die neuen- -

Dekrete al« möglichst harmlos darzustellen, man behauptete, daß sie da« Ber-

Essen, 25. Juni. Die Z,hl Der die Arbeit wiederausnehmenden Arbeiter wächst täglich. Im Essener Revier bei Mülheim sind ganz: Belegschaften auf häitniß be« Sta1t'e«^zur Kirche "gür^nich"'berührten/ und verleugnete mit edler einzelnen Grubm wieder angefahren. Im Bochumer, Wittener, Hördcr und Hat- Dreistigkeit die Organe Der Presse, die unter ausdrücklicher Billigung des Papstes tinger Bezirk sind b,s jetzt ferne Stnkes vorgekommen. 3°« Dortmunder Revier die extremsten Confequenren aus den unschuldigen Theorien des Syllabu« zogen, sind nur auf den ZechenBorussia" undTremoma (?) sinke« versucht wor- Ader seit einige der Kirchensürstrn sich in offener Auflehnung gegen den den. Der Wunsch gütlicher Ausgleichung ist allgemein vorherrschend. Eine Staat befinden lieb sich Die« Doppelspiel doch nicht mehr so ganz Durchfuhren. Stockung de« Verkehrs durch Kohienmange! steht nicht mehr zu befurchten.

Staat befinden, ttttz wppeup _ u> v j ; ?------..... Dortmund, 25. Juni. DieWestph. Ztg." schreibt: Die Hoffnung, daß

Die steckenden Bergleute übereilte Schritte vermeiden, erhält sich. Gestern wurde wieder auf allen Zechen gearbeitet. AufNeu-Iserlohn" kehrten die 80 striken.