1986) * sollen in Alba große Ritzenko> graue kleine » Hascr- und Ge
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1671) V
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Gefängnißstrafe von 1 Jahr 6 Monatrn, sowie Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von 2 Jahren.
Denselben gegen Eonrad Leistner von Mittel-Gründau, wegen Urkundenfälschung, G.fäng- nißstrafe von 2 Monaten, als Zusatzftrare zu der ihm vom Großherzoglichen EassationShof im ersten Quartal d. I. wegen gleichen Vergebens zuerkannten Gesängnißstrafe von 6 Monaten.
Den 16. April gegen Eiisabetha Höbeler von Freien Steinau, wegen Versuchs eines schweren und eine« vollendeten einfachen Diebstahls, Gesängnißstrafe von 6 Monaten.
Denselben gegen Philipp Ratz von Schlitz, wegen schweren Diebstahls, Gesängnißstrafe von 8 Monaten und Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von 2 Jahren.
Denselben gegen Jakob Seipp, evangelischer Schullehrer zu Klein Lwt«n, wegen Verbrechens wider die Sittlichkeit, in contumaciam Zuchthausstrafe von 10 Jahren.
Den 17. April gegen Johannes Töpfer von Lauterbach, wegen dreier Diebstähle, worunter ein schwerer, Gesängnißstrafe von 2 Jahren, an welcher j.doch 3 Mo: ate als verbüßt in Abzug kommen, sowie Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von 2 Jahren.
Wegen zwei weiterer Diebstähle, deren Johannes Töpfer angeklagt war, sprachen die Geschworenen ein „Nichtschuldig" aus und erfolgte deshalb in dieser Beziehung eine Freisprechung.
hielten und theilweise anzogen. Junge Staatsbahn, Donau-Drau, Nordwest Lit. B und Franz, Jos.ph mehrfach gekauft. Von StaatSpapieren waren österreichische Silberrente wieder höher, 63, da wenig Material am Markt. Französische Rente in kleinen Beträgen umgehend. Spanier flau. Loose ohne Umsatz, nur 1860er notirten V, Procent höher. Amerikaner gleichfalls wenig belebt. FriedrtchSd'or */2 Kreuzer billiger.
Frischbscker zu Gießen.
Sonntag den 21. April. Martin Lenz am Markt, temil Noll in der Löwengasse und Ludwig Schneider in der Neustadt.
Kirchliche Anzeige
der evangelischen Gemeinde zu Gießen.
Vermischtes.
Darmstadt. Vor einigen Tagen stürzte in einer hiesigen Brauerei ein 18jährtger Bursche in einen Kessel siedenden 93ier8. Er wurde zwar noch lebend hervorgeholt, ist jedoch seinen gräßlichen Leiden erlegen.
Bensheim. Man theilt der „Main-Zeitung" folgendes scandalöse Pröbchen geistlichen Eifers mit. Am Sonntag nach Ostern wurde eine Prozession durch Bensheim geführt. Gin Israelit«, welcher mit bedecktem Haupt abseits stand, erregte den Zorn des CaplanS St., welcher mit der ProzessionS-Polizei beauftragt schien. Er wurde aufgefordert, den Kopf zu entblößen, und als dieser Aufforderung nicht prompt entsprochen wurde, so vollzog Caplan St., was der Israelit« nicht thun wollte oder nicht schnell genug, nach dem Sinn de- CaplanS, that. Gleich darauf gewahrte er drei junge Leute, welche gleichfalls den Kopf bedeckt hielten. Caplan St. eilt zurück und fragt, warum sie die Kopfbedeckung nicht abnähmen. Dieselben erklärten, daß sie nicht schuldig seien, ihre Hüte abzunehmen, und verweigerten es auch auf weitere Aufforderung. Sofort nimmt Caplan St. Zweien die Hüte vom Kopf, der Dritte aber kommt dem Angriff zuvor und versetzt dem wehrhaften Caplan einen Hieb oder mehrere Hiebe mit dem Stock, so daß der Caplan St. von weiteren Schritten zur größeren Feier de- Tage- abstand und die Flucht ergriff. In der Nähe des Marktplatzes, wo sich nun die Prozession weiter bewegte, standen dreiMännr, welche dem Vorüberziehen der kleinen Mädchen zusahen und die Nothwenvigkeit deS HutabnebmevS vor solchem Zuge nicht kannten. Auch diese Männer werden von Caplan St. aufgefordert, die Hüte abzunehmen, und auch hier soll, da die Männer keine Veranlassung finden, sich vor dem Caplan St. zu beugen, eS zu einem kleinen Gefecht gekommen sein.
Treffende Widerlegung. Frau: „Mann, gestern hast Du Dich aber wieder mit einem rechten Zopf in'S Bett gelegt. Ich würde mich doch schämen!" Mann: „Ich mich schämen? Ueber einen rechten Zopf braucht man sich nicht zu schämen. Schämt Ihr Euch, Ihr Frauenzimmer, über Cure falschen Zöpfe, mit denen Ihr Euch allerdings aus Schonung für dieselben nicht zu Bette legen könnt.
Ein Theaterkuß. Aus dem Wiener Hofoperntheater erzählt da- „N. Frdbl." die folgende Geschichte: In Lortzing's „Waffenschmied" gibt eS eine Scene, in der Gras Liebenau (Herr Neumann) die Jrmentraut (Fräulein Gindele) zu küssen hat. Der Kuß kann nicht unterbleiben, da in zwei darauf folgenden Scenen fast immer von demselben gesprochen wird. Nachdem Jrmentraut dem Grafen befohlen, ihr zuerst die rechte und dann die linke Hand zu küssen, sagt sie schließlich: „Nun küsse Er mir auch den Mund." Herr Neumann, der sich wahrscheinlich in seine Rolle vertieft hatte, gab auf diese Aufforderung hin bei der ersten Vorstellung dem Fräulein Gindele den vorgeschriebenen Kuß. Darüber war die Künstlerin so erbittert, daß sie bei der Direction Klage führte. Alle Vorstellungen, daß eS sich auf der Bühne um die Jrmentraut, nicht um die Person der Künstlerin F-äulein Gindele handle, blieben fruchtlos; sie erklärte, daß sie sich in ihrer weiblichen Ehre gekränkt fühle, und falls ihr hier kein Recht würde, dies bei den Gerichten suchen zu wollen. Mehrere Tage verstrichen, die Sache machte viel von sich reden, ha kam die zweite Vorstellung des „Waffenschmied". Alle Eingeweihten waren auf die Kußscene gespannt, und in der That sollte sie eine Ueberraschunq bringen. AlS Graf Liebenau die rechte und linke Hand der Jrmentraut geküßt hatte, sagte diese: „Nun, den Kuß auf den Mund schenke ich Euch." Der Gras (Herr Neumann) faßte sich rasch und erlaubte sich die Antwort: „Gott sei Dank, daß ich die alte Schachtel nicht zu küssen brauche." Fräulein Gindele geri.th hierüber in eine solche Aufregung, daß sie ohnmächtig in die Garderobe gebracht werden mußte. Die Sängerin führte abermals Klage bei der Direction. Dem Urtheile sehen die Theaterfreunde mit Spannung entgegen, da hier zum ersten Male die Frage zur Entscheidung kommen muß, ob ein Kuß auf der Bühne eine Beleidigung einer Dame involvire.
e Börsenberichte.
Frankfurt a. M., 19. April. Die im gestrigen Abendverkehr durch die Contremine in Scene gesetzten ziemlich beträchtlichen Deckungskäufe waren der Grund, daß auch beute die internationalen SpeculationSwerthe sich fest hielten. Zwar mußten Creditactien auf einlaufende schlechte Wiener Notirungen ein paar Gulden ablassen und auch Staatsbahn ging 1 fl. zurück, doch ward letzterer bald wieder eingeholt, da für Staatsbahn starke Kaufaufträge eines Pariser ConsortiumS Vorlagen und deshalb selbe sehr begehrt waren. ^>ie wurden mit 3S9‘/2 —388V2—389 bezahlt. Creditactien dagegen konnten obige Einbuße nicht einbolen und schlossen bei ca. 347« 2. Lom-^ barden ohne viel Umsatz, aber fest, 208V4—1/2. Nationalbank unbelebt, wie sich überhaupt der' Verkehr in Banken auf ein Minimum beschränkte. Darmstädter waren 5 fl. besser als gestern und Pfälzer Bankverein ward künstlich auf 1 l 1 >/2 gehalten. Für Lokalbanken waren einige Abnehmer vorhanden, waS aber natürlich auf die Preise ohne allen Einfluß blieb. Oesterreichisch- deutsche 122, Bankverein 113'/2, Deutsche Vereinsbank 12 )</?, Bayrische WechSlerbauk 108. Etwas mehr Kauflust machte sich dagegen bei Bahnen bemerklich, welche sämmtlich sich fthr fest
Gottesdienst.
Am 21 Avril < Morgens: Pfarrer Landmann.
«m 21. jiprtl. t Nachmittags: Pfarrer vr. Sccl.
Die Pfarrgeschäfte für die Woche vom 21. bis 27. April 1872 besorgt Pfarrer Landmann.
Auszug aus den Kirchenbüchern der Stadt Gießen.
Evangelische Gemeinde.
Getaufte.
Den 14. April. Dem Bürger zuAssenheim, Kreis Friedberg, und Telegraphisten dahier, Johann Paulus Strauß, ein Sohn, Karl Friedrich, geboren den 10. März.
Beerdigte.
Den 14. April. Louise Möser, des Bürgers und Arbeiters auf der Main- Weser-Bahn, Karl Möser, eheliche Tochter, alt 11 M. 18 T., gestorben den 12. April.
Denselben. Johann Ludwig Keßler, Bürger, pensionirter Polizeisergeant und Backsteinbrenner dahier, alt 72 I. 1 M. 10 T-, gestorben den 12. April.
Denselben. Adam Krieb aus Climbach, Kreis Grünberg, alt 25 I-, gestorben den 12 April.
D en 1,5. April. Johann Adam Rinn, des Bürgers zu Gleiberg und Dienstmanns dahier, Johann Adam Rinn, ehelicher Sohn, alt 1 I. 8 M. 15 T., gestorben den 13. April.
Den 17. April. Marie Margarethe Eckhardt, geborne Euler, Wittwe des verstorbenen evang. Lehrers zu Lang-Göns, Kaspar Eckhardt, alt 66 I. 6 M. 22 T-, gestorb n den 14 April.
Denselben. Hermann Feldmann, Bäcker dahier, des Bürgers, Bäckers und Wirths zu Grünberg, Johannes Feldmann III., ehelich lediger Sohn, alt 29 I. 5 M-, gestorben den 16. April.
Börsennachrichten.
19. April 1872.
Preuss. 4V,% Oblig. — Frankf. 3Va % Obi. 87'/, Nass. 4Va°/o Obi. 99'/, Knrhesa. 4% „ — Gr. Hess. 5% Obi. 1033/4
Bayer. 5% „ 1001/4
„ 41/2 0/0 1jährige 99%
n 4O/o 1jährige 951/4 Würtemb. 41/s% Obi. 99% Baden 4i/2% Obi. 0. E. L. — Oesterr. Silberrente 63
„ Papierrente 57f/a Spanier, neuest. 3% 29% Amerik. Bonds 1881r 100
„ „ 1882r 953/4
. » 1885r 973/8
, n 1887r 971/2
Aetlen.
Frankf. Bank 112
Frankf. Vereins-Kasee 134
Darmst. Bankaot. 465 */a
Wien Bankactien 869
Oest. Creditact. 349
Galizien 266
Aetien.
50/0 östr. F. St. E. B. 390 Lombard. Bahn 208'/2 Lndwigsh.-Bexbaoh 2031/3 Maxbahn 146
Bayer. Ostbahn 1491/2 Rhein-Nahebahn-Act. 49 */8
Hess. Ludwigsb.-Act. 182 Oberhessen „ 83 */2
Prioritäten.
30/g öster. Stsb.-Prlor. 591/e 3°/0 öst. s. Lombard 5O3/g 30/g Livorneser 40 50/o Toscaner 621/4
50/0 Elisabeth.-Prior. 833/, do. II. Emiss. 827/g
Anlehenaloose.
Kurh. 40 Thlr. Loose — Nassau 25 fl. 44 Braunschweiger 21 Vs
30/g Oldenburg, ä 40Thlr. 395/s 40/g bayr. Präm.-Aul. 112 */2 Ansbacher 7 fl. —
40/g badische Loose 110 Badische fl. 35 Loose — Oestr. fl. 250 v. 1854 — 1858r Prioritätsloose — 1860r Loose 91
1864r „ —
Stadt Florenz —
Wechsel.
Amsterdam Augsburg Berlin Bremen Brüssel Hamburg Leipzig London Lyon Paris Wien ditto ditto
Dis conto
k. S. 98% k. 3. 993/4 k. 8. 1047/s k. S. 96'/« k. S. — k. 8. 87«/, k. 3. 105 k. 3. 118 V, k. 8. — k. 3. 935/8 k. 8. 1055/g m. 8. 105V4
1. 8. 1055/s 4°/o
Geldsorten.
fl. kr.
Pr. Friedrdor 9 58—59 Pistolen . . 9 40—42
n doppelte 9 40—42 HoU. fl. 10SL 9 53—55 Ducaten . . 5 33—35 20 Frankenst. 9 21—22 Engi. Sover. 11 48-50 Ross. Imper. 9 40 — 42 Dollar in Gold 2 25 V,—26 V,
Allgemeiner Anzeiger»
Besondere Bekanntmachung.
Markt - Verlegung.
1919) Der auf den 24. April l. I. fallende hiesige Markt ist wegen der jüdischen Feiertage
auf den 1. Mai l. I
verlegt worden, was wir hiermit zur öffentlichen Kenntniß bringen, indem wir zugleich die Grobherzoglichen Bürgermeistereien ersuchen, dies im Interesse ihrer Gemeinden veröffentlichen lassen zu wollen.
Ruppertenrod, den 15. Avril 1872.
Großherzogliche Bürgermeisterei Ruppertenrod.
Carle.
0,68 Cubikmeter Eichen-Stammholz,
2,54 „ Buchen- „
an den Meistbietenden öffentlich versteigert werden.
Der Zusainmenkunftsort ist der District Mühlberg bei Appenborn.
Kesselbach, am 19. April 1872.
Die Freiherrlich von Rabenauische Oberförsterei Rabenau.
H 0 pv 6.
Versteigerungen.
Buchen
9
9
120
26
Holzversteigerunq.
1720
155
Eichen Birken
220
650
6690
103
426
24
7
25
12
1470 Birken-Stangen mit 23,47 Cub.-Meter
Q.oo zu Wagnerholz geeignet, und 8132 Flchlen-Bohnenstangen.
288 R.-Meter Buchen-Schcidholz, Prügelholz, Stockholz, Reisholz',
Holzverfleiaeruna.
1923) Montag den 22. April soll in den Fürstlich Solms-Lichischen Walddistric- ten Höhler, Kellersberg und Fuchsstrauch, nachoerzeichnetes Holz versteigert werden:
Scheidh. Prügelh Stockh. Reisholz „ „ Raummeter. Wellen.
1 2 9 9 120
IKigcninq. Nadelholz - 1970) Donnerstag den 25. April 1872, Weichholz — , n , Vormittags 9 Uhr, ! Das Eichen-Scheidholz ist als Werkdol-
die Birken-W-Ucn sind als B?scnrcisia Oberforsteret Rabenau, Dlstricten Mühl- verwendbar: ,l0
berg unbJfloH_ < fcrncr
33 Nadel-Stämme mit 9,26 Cub.-Meter,
Zusammenkunft Morgens 9 Uhr auf der Hauptschneiße im Höhler am Licher Feld.
Lich, am 16. April 1872.
Fürstliche Oberförsterei Lich.
Wimmenauer.
Versteigerung alten Bettstrohs.
1971) Mittwoch den 24. d. Mts., Vormittags 10 Uhr,
wird das alte Bettstroh aus circa 850 Strohsäcken in dem Hofe der Zeughaus-Kaserne parthieenweise meistbietend versteigert werden. Gießen, den 19. April 1872.
Großherzogl'che Garnison-Verwaltung.
Weiden - Versteigerung.
1973) 31 Gebund mit 1250 Stück Reifweiden, von 4 bis 8 Fuß Länge und 58 Gebund Korbweiden, sollen
Mittwoch den 24. April, Nachmittags präcis 1 Uhr, versteigert werden. Tie Weiden liegen in der herrschaftlichen Schwanenseewiese an der Wetter, unweit der Eisenbahnstation Lich, woselbst auch die Versteigerung stattfindet. Lich, den 19. April 1872.
Fürstliche Rentei Lich. Kreutzer.
Holzversteiqerung im Gießener Stadtwalde.
1899) Montag den 22. April 1872, von Vormittags 9 Uhr an,
soll in dem Gießener Stadtwalde, Distric- ten Neumark, Tanne und Zollstockswäldchen, nachoerzeichnetes Holz öffentlich versteigert werden, als:
I. Brennholz:
1 R.-Meter Nadel-Scheidholz,
5 „ Pappel-
2 „ Eichen-Prügelholz,
49,3 „ Nadel- „
53,55 „ Erlen- „
15,25 „ Pappel-
51,25 „ Nadel-Stockholz,
50 Wellen Eichen-Reisholz,
1250 „ Nadel-
230 , Erlen-
650 „ Pappel-
120 „ Kastanien- „
60 „ Weiden- „
Bemerkt wird, daß die Weiden - Wellen zu Korbweiden sich eignen.
II. Bau-, Werk- und Nutzholz:
2 Eichen-Stämme mit 0,38 Cub.-Meter,
2 Birken- „ , 0,25 „
1 Kirschbaum-Stamm mit 0,15 ,
76 Erlen-Stämme bis zu 25 Centtmeter
1979) Gr japft per Sch.
L. Schn
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Fußbodcnlc Leinölsiccai Öelfarben, und har sowie alle sons streichen und i pfieblt
(1786)
643) ! schilder, »ndTasie ani
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