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Gießener Anjeiger

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Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Kießen

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Freitag den 18. October

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Beftellunaen auf den Gießener Anreiaer f0r^ä6reonb M ber ExP-dm°n, 6an3Mberg ®. i, «i§ 0Ud& bet allen P°st- .

ü Expeditionen und den Land-Postboten entgegen genommen.

Abonnenten, welche den Anzeiger bei der Expedition abholen lassen, erhalten denselben für das IV. Quartal zu 1 fl.

Gießen, am 16. October 1872.

Gießen, sm 10. Dekoder 1872.

Betreffend: Die Einrichtung des Thierspitals an der Großh. Veterinäranstatt in Gießen.

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Ordensverleihungen.

Ermächtigungen zur Annahme und zum Tragen fremder Olden.

Namens Veränderungen.

DienstnactriLten. Seine Königliche Hoheit der Droßherzog haben

PretS vierteljährig 1 fl. 12 fr. Zeit Brtngerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährig

1 fL 29 fr.

3.

4.

5.

6. gnädigst

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Bensheim zu übertragen, sowie den von dem Stundesherrn dem Fürsten zu Isenburg-Birstkin für die erledigte Stelle eines Lehrers an der Realschule zu Offenbach präsentirten prov. Lehrer an dieser Schule, Georg Karl Fresenius aus Frankfurt o. M., für diese Stelle zu bestätigen; am 27. Sept, dem Schulamts- aspiranten Ludwig Gompf von Veiteberg, im Kr. Grünberg, die evang. Schulsttlle zu Veitsberg, im Kreise G'ünberg, zu übertragen.

7. Charakterertheilungen.

I 8. Dienstentlaffungen. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben ^allergnädigst geruht: am 27. Sept, dem LandglstütSdiener bei dem Landgestüt, Georg Jakob Schmidt, auf sein Nachsuchen vom Dienste und am 30. Sept, den 2. evang. Pfarrer von Michelbach, im Dekanate Erbach, Fridr. Meyer, auf sein Nachsuchen aus dem Dienste der evang. Landeskirche zu entlaffen.

9. Versetzungen in den Ruhestand. Seine Königliche Hoheit der Groß­herzog haben allerguädigst geruht: am 23. Sept, den LandgestiitSdiener bei dem Landgestüt, Johannes Hawmann, auf fein Nachsuchen bis zur Wtederhestellung feiner Gesundheit mit der Erlaubniß zum Forttragen der Uniform der activen Diener, den Schullehrer an der 1. Elementarschule zu Gießen, im Kreise Gießen, Ludwig Ubrich, auf sein Nachsuchen in den Ruhestand zu versetzen.

10. Concurrenzeröffnung. Erledigt ist: die zweite evang. Schulstelle zu Alt-Buseck, im Kr. Gießen, mit einem jährlichen Gehalt von 304 fl. 513/4 fr.; die evangelische Schulsttlle zu Reuters, im Kr. Lauterbach; mit einem jährlichen Gehalt von 300 fl.

Darmstadt, 16. Oktober. Nach einer Berichtigung in derDarmst. Ztg." wird nicht cer NegierungSrath Iaup, sondern Ministerialrat- Knorr das Referat in evangelischen Kirchen- und Schul-Sachen, Hr. Iaup dagegen das Reserat über Landwirthschaft übernehmen.

Darmstadt, 16. Oct. Aus der Wetter erschienenen Fortsetzung des Berichts

Erscheint täglich, mit Aus­nahme Sonntags.

Expedition: Canzletberg, Lit. B. Nr. 1.

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Betreffend: Nachforschungen nach dem verschollenen Kaiserlich Königlichen Husaren-Oberlieutenant Ludwig von Sze ll.

Deutschland.

Darmstadt, 16. Oktober. Das Großherzogliche Regierungsblatt Nr. 45 enthält:

1. Bekanntmachung Großh. Ministeriums des Innern, die (neue Nedaction ter) Statuten ter lantwirthscbafllichen Vereine des Großherzogthums betreffeod.

2. Bekanntmachung Großh. Commission für Postangelegenhe'ten, die Er­richtung einer Personenannahwkstelle zu Schafhausen, im Kreise Alzry, betreffend.

geruht: am 23. Sept, dem katholischen Geistlichen Gustav Martin aus Bensheim, im Kr. Bensheim, die 2. Lehrerstelle am Schullehrer-Seminar zu

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an die Großhcrzoglicheu Bürgermeilirrrien des Kreises.

. t Mit,Heilung des Kaiserlich Königlich Oesterrcichisch Ungarischen Ministeriums des Aeußeru hat der mit Charakter quittirte Kaiserlich Königliche

Husaren - Oberlieuteiiaut Ludwig von Szoll im Januar 1863 eine Reise nach Deutschland, Frankreich, England und Amerika unternommen, ohne seit Lieser Zeit Jemen Verwandten Nachrichten gegeben zu haben. 1 '

Auf Weisung Großherzoglichen Ministeriums des Innern beauftragen wir Sie, in geeigneter Weise Nachforschungen über den Verschollenen anstellen zu lasten und uns das Resultat derselben innerhalb 14 Tagen anzuzeigen. ' 8 l ; 1 tn

v. Röder.

an die Grissjhryoglichen Bürgrrineistercien des Kreises.

Im Interesse der Ihren Gemeinden angehörigen Landwirthe empfehlen wir Ihnen der nachstehenden Bekanntmachung die thunlichste Verbreitung zu Lkdeu. v. R ö d e r. ° 6

Bekanntmachung.

. D°m I. November an werden in dem nenerbauten Thierspital dahier kranke Thiere, insbesondere Pferde, zu jeder Zeit aufgenommen, auch können daselbst, wie bisher, kranke thiere zur Unterjnchuua und Behandlung vorgeführt und zur Beobachtung und Untersuchung auf Gewähr- und andere Fehler eingestellt i^rden. Behandlung der kranken Thiere, allenfalls,ge Operationen, wie z. B. Castration der Hengste, dann jede Untersuchung und endlich d.e Abwartung der Th.ere geschehen unentgeldlich. Nur die Baarauslagen, wie z. B. für Arznei und Fütterung, werden berechnet. Doch steht es den Th,erbesttzern auch frei, das vorgeschriebeue Futter in Natur zu liefern. Die Behandlung der kranken Thiere Skschieh. zimachst durch den Prof. Dr. Pflug unter Assistenz des Herrn Thierarzt Frank, welcher im Thierspital Wohnung hat, um zu jeder Zeit in der Nahe der Patienten sein zu können. ö 01

I» besonderen Fällen werden wir auch nicht ermangeln, den 2. Lehrer, Herrn Kreisthierarzt, Dr. Winckler, beizuziehen.

Die Wartung und Pflege der Thiere ist dem Anstaltsdiener Ph. Körber übertragen.

Für anderweitige Hülfeleistungen ist dann noch ein Candidat der Thierheilkimde in der Anstalt und hat auch der Lebrschmied Herr I Lötz in nothrgen Fallen die oben Genannten zu unterstützen. p

Mit dem Thierspital steht auch eine gut eingerichtete Hufbeschlagwerkstätte in Verbindung, welche in nächster Zeit dem Publikum zur Beuuüuna ge­öffnet werden wird, um darin Pferde und Rindvieh mit gesunden und kranken Hufen, beziehungsweise Klauen, durch den Lehrschmied Herrn I. Höß beschlagen lassen zu können. Der Tag der Eröffnung der Beschlagwerkstätte wird besonders bekannt gegeben werden. P 78

1o1,®!L@vnd^unbcn Prof. Dr Pflug sind mit Ausnahme der Feiertage in dem Thierspital Morgens von 910 Uhr und Mittags von 12121/2 Ul)l.

Mit diesen Einrichtungen ist unsere Bekanntmachung vom 29. October 1868 in soweit aufgehoben, als von jetzt an Niemand mehr zur uneutgeldlichen Behandlung kranker Thiere außerhalb des Thwrspitals verpflichtet ist. ö b

Um unserer Anstalt eine recht häufige Benutzung von Seiten des thierbcsitzenden Publikums zu sichern, werden wir gewiß Alles aufbieten um die Heüung der uns überbrachten kranken Thiere zu ermöglichen und glauben, daß deßhalb uns Patienten und andere Thiere gerne anvertraut werden. '

Die Direction der Großh. Veterinäranstalt in Gießen.

Prof. Dr. Pflug.