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s Viertes Concert

des Gießener Conceri-Vereins im Winter-Abonnement Donnerstag den 15. Februar 1872, Abends präcis 6 Uhr, im Club-Saale,

unter gütiger Mitwirkung der Herren: C. Bargheer, fürstl. Hofkapellmeister aus Detmold, Christian«, Abel, Mevi und Alt aus Frankfurt a. M.

Programm:

i. Symphonie (pastorole), von L. v. Beethoven.

2. Männer-Quartette, von V. E- Becker.

3. Concert für Violine, von F. Mendelssohn.

4. Männer-Quartette, von I. Witt.

5. a) Adaaio, I r (rx. s L. Spohr.

b) Perpetuum mobile, \ fur ^l0^tne' VDU j N. Paganini.

6. Ungarische Tänze, für Violine, von Joachim.

7. Ouvertüre zur Heimkehr, von F. Mendelssohn.

Der Eintritt findet nur gegen Vorzeigung der berechtigten Karte Statt. Die Abonnement starten können nur für Angehörige der engeren Familie und übernachtende Gäste benutzt werden. Nichtabon­nenten erhalten Einlaßkarten ä 1 st. in der Ricker'schen Buch­handlung.

711) Die

Thüringer Kunstfarberei

in Königsee

sandte neue geschmackvolle Druckmuster und empfiehlt die modernen Farben: dunkelgrün, grosscille, grenadine, prume re., die, wie alle andern, in unübertroffener Schönheit hergestellt werden.

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Geschwister Heer; in Gießen,

Neuenweg Nr. 116,

Wenzel s Garten.

713) Sonntag den 18. Februar 1872:

Großes Concert

von der hier jetzt so rühmlichst bekannten

Emser Kapelle.

Podium im Saale.

Programm.

Erste A b t h e i l u n g :

1) Gratulations-Marsch von A. Lentz.

2) Ouvertüre zur Oper:Die Stumme" von . Auber.

3) Die Hydropaten, Walzer von G u n g'l.

4) Finale aus der Oper:Lucia" von . . . Donizetti. Zweite Abtheilung:

5) Ouvertüre zur Oper:Figaro's Hochzeit" von Mozart.

6) Chor und Arie aus der Oper:Der Cor- sar" von Verdi.

7) Variationen für Cello von A. Franchomme. (Vorgetragen von Herrn Vollrath.)

8) Zur Attaque, Galopp von Döhler. Dritte Abtheilung:

9) Phantasie aus der Oper:Don Juan" von Mozart.

10) Concertino für Posaune von . . . . . Sachse.

(Vorgetragen von Herrn Glöckner.)

11) Humoreske ausOrpheus" von . . . . Offenbach.

12) Kntschke-Polka von Staßny.

Anfang präcis 5 Uhr.

Billets ä 18 kr. bei den Herren Gebr. Wenzel und K. Noloff; an der Kaffe ä 24 kr. Billets für Familien nicht unter 3 Personen ü 12 kr.

Khensvkrhcherungsimnk f. Deutschland in Gotha.

451) Diese Anstalt hat sich im Jahre 1871 in aller Hinsicht sehr günstiger Ge­schäftsergebnisse zu erfreuen gehabt.

Der Zugang an neuen Versicherungen war so groß, wie nächst demJahre l869 in keinem anderen Geschäftsjahre seit dem Bestehen der Bank. Indem derselbe sich auf 2957 Personen mit 6,450400 Lhlr. Versicherungssumme belief, stieg, bei mäßigem Ab­gang der Versicherungsbestand bis zum Jahresschluß auf 38,100 Personen mit 72,200,000 Thlr. . o n

Bei einer Jahreseinnahme an Prämien und Zinsen von 3,3o0000 Thlrn. waren nur 1,535000 Thlr. für 900 gestorbene Versicherte zu vergüten, ein Betrag, der wesentlich unter der rechnungsmäßigen Erwartung steht und abermaligen reichen Ueberschuß zur Vertheilung unter die Versicherten erwarten läßt.

Der Fonds erfuhr einen Zuwachs von fast einer Million Thaler und erhob sich auf mehr als 18 Millionen Thaler.

In diesem und den nächsten vier Jahren kommen davon

Drei und eine halbe Million Thaler reiner Ueberschuß an die Versicherten zur Vertheilung, was für dieselben im Jahre 1872 eine Dividende von

37 Prozent

ergibt.

Durch eine neue Einrichtung in der Prämienzahlung wird der Zutritt zur Bank wesentlich erleichtert.

Versicherungen bei dieser ältesten und größten Lebensversicherungsanstalt Deutsch­lands, welche mit dem Vorzüge unbezweifelter Sicherheit den Vortheil un­gemeiner Billigkeit der Versicherungskosten verbindet, werden durch unterzeichnete Agenten vermittelt in

Gießen durch Buchhändler A. Nickcr.

Büdingen Ortseinnehmer Louis Hohler.

Lich Lehrer H. K. Walz.

Marburg Oscar Ehrhardt.

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Statutenmäßiges Grundkapital Thlr. 3,000,000.

Nachdem mir von obiger Gesellschaft die Agentur übertragen ist, empfehle ich dieselbe zum Abschluß von Versicherungen gegen Feuersgefahr für Mobiliar, Waaren, Erntefrüchte, Vieh u- s. w. zu festen und billigen Prämien.

Die Regulirung der Schäden erfolgt schnell und coulant. Zur Ertheilung jeder gewünscht werdenden Auskunft, sowie zur Entgegennahme von Anträgen, erbietet und empfiehlt sich ergebenst

Lich, im Februar 1872. H. Schmidt, Metzger,

Agent der Thuringia.

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Beginn des Cursus den 15. April. Prospecte versendet gratis

Die Direction

Ing. G. Bauch ; Dr. J. Ileubner; Dr. E. Klotz.

Bekanutmachu u g.

Nach §. 15 der Telegraphenordnung für die Correspondenz txuf den Linien des Telegraphen-Vereins rc. von 1868 hat der Aufgeber einer Depesche das Recht, dieselbe zu recommandiren. In diesem Falle wird die Depesche von allen Stationen, welche bei der telegraphischen Beförderung, beziehungsweise Aufnahme mitwirken, vollständig kol- lationirt und die Bestimmungsstation sendet dem Aufgeber telegraphisch, unmittelbar nach der Bestellung an den Adressaten oder nach der Abgabe an die Weiterbeförderungs­anstalt, eine Rückmeldung mit genauer Angabe der Zeit, zu welcher die Depesche dem Adressaten, beziehungsweise der Weiterbeförderungsanstalt zugestellt worden ist.

Die Einführung der recommandirten Depeschen hatte den Zweck, dem correspon« direnden Publikum ein Mittel zu bieten, die Wahrscheinlichkeit einer correcten lieber* Mittelung seiner Depeschen an den Adressaten, so weit dies bei der Natur der telegra­phischen Betriebsmittel überhaupt zu erreichen ist, zu vermehren. Erfahrungsmaßig werden recommandirte Depeschen jedoch nur in sehr geringer Zahl aufgegeben, muth- maßlich weil die Taxe für die Recommandation gleich derjenigen für die eigentliche Depesche ist.

Um nun dem correspondirenden Publikum ein ferneres Hülfsmittel zu bieten, sich eine correcte Uebermittelung seiner Depesche, so weit es thunlich und nötbig ist, zu sichern, soll vom 1. Juli c. an versuchsweise im internen Verkehr das Recht der Recommandirung, wie solches durch §. 15 der Telegraphenordnung gewährt ist und auch noch fernerhin in Geltung bleiben wird, dahin erweitert werden, daß der Aufgeber einer Depesche, welche nach einem Orte innerhalb des Norddeutschen Telegraphengebietes gerichtet ist, die Vortheile der Recommandation auf einzelne Theile seiner Depesche be­schränken kann, ohne verpflichtet zu sein, gleich das Doppelte der Gesammttaxe zu bezahlen.

Zu diesem Zweck hat der Aufgeber diejenigen Worte, Zahlen, einzeln stehenden Buchstaben oder Buchstaben-Gruppen (cfr. §.14, 6 der Telegraphenordnung), deren correcte Uebermittelung er vorzugsweise für nothwendig hält, damit die Depesche ihren Zweck erfüllen könne, zu unterstreichen. Jedes unterstrichene Wort rc. wird bei der Ermittelung der Wortzahl, abweichend von den allgemeinen Bestimmungen des §. 14, 7 der Telegraphenordnung, doppelt gezählt, dafür jedoch von allen bei der Beförderung resp. Aufnahme der Depesche betheiligten Stationen collationirt werden.

Gelangt trotzdem ein solches unterstrichenes Wort rc. entstellt in die Hände des Adressaten, so daß die Depesche nachweislich ihren Zweck nicht hat erfüllen können, so werden dem Aufgeber auf dcsfallsige rechtzeitige Reclamation die für die Depesche gezahlten Gebühren zurückgezahlt werden.

Im Falle der Verstümmelung nicht unterstrichener Worte rc. bei unrecom- ; manbirten Depeschen werden fortan die Gebühren nicht zurückerstattet.

Berlin, den 13. Juni 1869. Der Bundeskanzler.

Im Auftrage:

Delbrück.

Redaction, Druck und Verlag der Brühl'schen Univ.-Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gießen.

Setreff

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