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Gießener Anzeiger.

Anzeige- Md Amlsblait für de» Kreis Hrchm-

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Samstag den 6. Juli

srr. 156

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Erscheint taglicf>, mit Aus­nahme Sonntags.

Expedition: Canzleiberg, Ltt. D. Nr. 1.

P eeiS vierteljährig 1 fl- 12 h- mit Brtngerlohn- Durch die Pc st bezogen vierteljährig ; st. 29 kr.

Brodpreise vom 6. bis 12. Juli 1872,

nach eigener Erklärung der Bäcker:

2 Kilo gemischtes Brod 21 kr. t Kil° gemifchtes^Brod 10'/- -r. 2 Kilo Roggenbrod 18 kr. 1 Kilo Roggenbrod kr.

aMMWAimMggSE u äetben noch fortwährend sowohl bei der Expedition, Canzleiberg B- 1, als auch bet allen Post-

Lestellungen auf den (Siebener Anzeiger Expeditionen und den Land-Postboten entgegen genommen.

Abonnenten, welche den Anzeiger bei der Expedition abholen lassen, erhalte,, denselben fm das II^Quarta^zu^^

Gietzen, am 2. Juli 1872.

Deutschland.

deutschen kathol.

den

sie offenbar sein soll,

drr erste sagte in

d1s7apst-- daß d^S^dnchm welche« den Fuß des Kolosses,

Wohlwollen der Regierung und die Freiheit, deren sich die Kirche P"-» erfteu7zu schätzen wussien Eben so habe °i° Regierung selber ihrer Zus -den. hei. Witter Haltung der Katholiken wiederholt «u-druck ^b-n- Ang-ficht« dieser amtlichen Erklärungen und Zugeständnisse nun, 17 lasse es sich heg' , , dasi jetzt aus einmal di- Katholiken sich in Leute sollten verwandelt Haven, die den Gehorsam verweigern, die da gefährliche Umtriebe räsid-nten

gang de-S.aa.e- denken? - Dies-Fragen habe -r an den M n'ster-Prasidinten LAe^?^r°7'!-b-7''^°Wen7k.r';:"st tüfe Äh Wahrh- -» Cen Fürsten Bismarck gerichtet hätte, -ine Angabe, die jedoch auf einem Jrrthume des Gedächtnisses zu beruhen scheint, so würde doch der R-!chSkan,ler,ch°nr-s. alb kaum haben annehmen können, dass der Papst tm Ernste 'neAwor totottf erwarte, weil es durchaus dieselben Fragen sind, welche tm Laufe de« letzten Labres Fürst Bismarck selbst und eben so Se- Ma,, der Kaiser und König fttner Rere vom 30. Januar d. I. darauf hm, Wie die höchsten oeuMste von Sr. Heiligkeit dem Papst- und die Zeugnisse der Bischöfe «°rs- -s'n, °°ss man aui Seiten der Kirche Grund gehabt, mit Preußen zuf,reden ru s »' wie -r ab- v-ra-blich aehofft, dass diese Zufriedenheit sich -in.g-r Massen be, dem Einflüsse i vorder Kanjelünd tm Beichtstuhl- bemerkbar machen we.de. D..Ka.s-r s.

sagte in dem Erlass- an dir Bischof- vom 18 Octob.r. J.

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»je Sprach- zu finden, durch welche auf publictstischem und parlamentarischem Wege vertucbt worden ist, da« berechtigte BcrtraulN zu erschüttern, mit welchem Meine ,a.!°ttsch-n Unterthanen bisher auf Meine R-gi-rung blickten « »urst B.-m°rck aber hat sieb nicht bios auf jene Frage und auf den Ausdruck de« Be,-em° ns u-t-bränkt sondern er hat in seinen parlamentarifch-n Reden, welche vielleicht auch ^Rom nicht ganz uhn- Beachtung' g-bli.b-n sind, wiederhol. s- n° B-dank-n darüber entwickelt, wie und durch welch- Einfluss- e« J.

Minister. Nach dem eons-ssion-ll. Friede um den und der

V»s GroithcrjngUchk Krk.ssmt <rhcu

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weder fuspendirt noch verwirkt ist. , finb tol Nemden bis zu 3000 Einwohnern, sonach für alle Gemeinden des Kreises

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nehmen lassen und das darüber aufgenommene Protokoll binnen 8 Tagen °msendm.^ __________________

Berlin, 3. Juli. Daß die Anrede teS Papstes an

Leseverein in RsgierungSkreisen als das aufgefaßt wird, was . .. ,

--eine Drohung gegen das deutsche Reich, geht aus dem folgendeni Artikel^hervor, welchen die halbamtliche Provincial - Correspondenz unter der UeberschnftCme ^"°^Au?7m Mu'nde de-'P^pst-« 'st so eben -ine Kundg-buug ausgegangen, w-lch- aus di- Gesinnung und Stellung der röwisch-n Suri- d-m deutschen Reiche aeaenüber ein Helle« Licht wirst und für den weiteren Verlaus der kirchlichen Be- 5?/un° von arosser Bedeutung |d« wird. Papst Pius IX. hat sich gegen die Müalftder eines deutsch-n B-rein« in Rom über die ang-blichc Verfolgung aue- M rvchen, welche in Deutschland gegen di- katholische Kirch- auSg-br°ch°n sei. Ai- di- erste kurze Meldung ton dieser Ansprache berichtete, daß ,n ihr mehrfach ^nvectiren, d. h. staikc Anschuldigungen g-g-n die deutsch- Regierung «ntfealten feitn da wiesen Vie katholischen Zeitungen die« al« dne Verbuch gung und Der- eumdung d7 Papst'« MÜck Aus d.m Wortlaut- der päpstlichen Aeußerun aber, wie sic in den katholischen Blättern inzwischen miigetheilt worden ist,gebt hervor, dass der Papst nicht blo« starke Anschuldigungen, sondern auch W°r - der Drohung gegen da« keuische Reich ausgesprochen hat. Er sagt nämlich. -S ft in Deutschland jetzt eine lang -o-bereiteie Verfolgung au-gebrochen, - der -rst- MiMe dner mächtigen R-gi.-ung habe sich nach si-grdchen K-i-gS-r °lg-n an v?e Spitze dieser^Verfolgung gestellt, - er, der Papst "»be em Minister vor- LLmtt ^hnfinn- s.ll

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