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Wechsel.
785/e
Oberhessen
Landwirthsch a f 1 l i ch e S.
Sün/t'titen, »« f.lkn fo llicht begttigid), «U in bet G'S'Nwatt ; find doch t« gonfnment^
Aetlen.
Frankf. Bank 1391/2
Frankf. Vereins-Kasse HO1/!
Darmst. Bankact. 395
Wien Bankactien 747
Galizien 251
Aetlen.
Oest. Creditaot. 283 >/, 5% östr. F. St. E. B. 3683/3 Lombard. Bahn 185 Ludwigsh.-Bexbaoh 188
Maxbahn 1311/«
Bayer. Ostbahn 135
Hess. Ludwigsb.-Act. 157V1
Rhein-Nahebahn-Act. 43 */2
Frachtbriefe für die Main-Weser-, Cöln-Mindener und Oberhessische Eisenbahn, sowie sämmtliche zollamtlichen Formulare, sind zu haben bet W. Klee, am Markt.
ob der reichen Futterergebniffe deS heutigen Jahrgangs und der daraus gefolgerten Billigkeit von Milch, Butter, Käse und Fleisch getäuscht worden wie nie. Allenthalben haben die Fleischpreise eine enorme Höhe erreicht, auf der sie auch, trotz deS mjtconcurrirenden FleischertracteS uNd deS südamerikanischen PöckelfieischeS verharren werden, bis die in den letzten Jahren so sehr verminderten Viehbestände vollzählig oder gar entsprechend verstärkt sind. Ebenso haben auch die Brod- preise eine fiaik aufgängige Bewegung gemacht; denn sind auch die Körnererträgnisse vielfach sehr reichlich gewesen, so bieten sich doch dem Grporte sehr verlockende Aussichten, mindestens aber erscheint die Zufuhr von Auswärts ganz lahm gelegt. — In Folge dieser Verhältnisse kann eS kaum zweifelhaft sein. daß der Ausfall der Kartoffelernte gegenwärtig die Gemüther besonders stark beschäftigt. Die Befürchtungen, die man in verschiedenen Gegenden Norddeutschlands durch daS Erscheinen der Kartoffelkrankheit empfunden hat, habe» sich bis jetzt glücklicherweise als übertrieben herauSgestellt. Die Krankheit ist allerdings vielfach zum Ausbruche gekommen; allein die trocken-warme Witterung, deren wir uns feit Wochen zu erfreuen haben, hat ihre Ausbreitung gehemmt uno da jetzt bereits die Periode nahezu vorüber ist, in welcher der Kartoffelpilz üppig gedeihen kann, so darf man hoffen, mit dem Schrecken davon zu kommen. Auch aus Vorderösterreich und Böhmen, von woher das Erscheinen der Kartoffelepidemie gemeldet worden war lauten jetzt die Berichte günstiger. Dagegen wird am Rhein häufig geklagt, daß die Kartoffeln stark zum Faulen geneigt seien; allein bei genauer Erwägung stellt eS sich heraus, daß dies mehr in den NiederungSböden, sowie auf starkthonigen Ackerländereien der Fall ist, während im Ganzen genommen eine in Quantität, wie in Qualität recht gute Kartoffelernte in sicherer Aussicht sieht. Auch die verschiedenen Gemüse kommen reichlich ein; dagegen fehlt eS allerwärts an Obst, besonders an Aepfel und Birnen; auch die Zwetschgen, die wenigstens einen mittleren Ertrag versprachen . haben außergewöhnlich hohe Preise. — Dec Weinstock ist immer noch zweifelhaft, wiewohl allerdings die Aussichten feit den letzten 4 Wochen sich doch günstiger gestaltet haben. Es hält trotz der so sehr günstigen Witterung der letzten Wochen den Trauben schwer, die entfprechende Qcke und Durchsichtigkeit z» erlangen, was wohl in dem Umstande begründet fein mag, daß Ende Juli ein förmlicher Stillstand in der Entwickelung eingetreten war.
Gin mieten der Futterrüben. Allenthalben ist eS gebräuchlich, einen Theil der geernteten Rüben über Winter in Erdlöchern, sogenannten Mieten, aufzubewahren. Nach der allgemein üblichen Methode werden diese Mieten in Form viereckender Gruben an trockenen Stellen angelegt und wenn sie mit Rüben angefüllt sind, der Art mit Erde bedeckt, daß ein Erfrieren nicht zu befürchten ist. Aber öfters kommt eS vor, namentlich wenn im Vorwinter viel Feuchtigkeit fällt, daß sich Wasser in die Gruben hineinzieht, wodurch denn ein Faulwerden der Rüben unmvmtiblid) ist. Daher möchten wir den Landwirthen rathen, von dem altüblichen EinmietungS- verfahren Abstand zu nehmen und das als viel besser erkannte Verfahren der Rübenzuckerfabriken sich anzueignen. Dieses Verfahren besteht darin, daß die aufzubewahrenden Rüben auf ebenem Boden zu einem kammförmigen Haufen gesetzt werden, der bann mit Erde rundum dicht bedeckt wird, und zwar mit G-de, die man um die Sohle deS Haufens aussticht. Hierdurch entsteht um den Haufen herum ein Abzugsgraben. Alle fallende Feuchtigkeit versenkt sich in denselben und kann wenn der gewählte Platz etwas abschüssig ist, rasch abgeleitet werden, so daß also die Rüben stets trocken liegen und auch meistens mit mehr trockener Erde gedeckt find.
Geldsorten.
st. kr.
Pr. Friedrdor 9 58—59 Pistolen . . 9 38—40 „ doppelte 9 38—40
Holl. fl. lOSt. 9 52—54 Ducaten . . 5 33—35 20 Frankenst. 9 14</2—15V» Engi. Sover. 11 40—42 Rass. Im per. 9 35 — 37 Dollar in Gold 2 23—24
Wir beehren uns, auf diese Ausstellung aufmerksam zu machen und zu recht zahlreichem Besuche derselben cinzuladcn.
Darmstadt, den 24. September 1871.
Großherzogliche Centralstelle für die Gewerbe und den Landesgewerbverein.
Schleiermacher. Fink.
Versteigerungen.
Lieferung von Kornstroh.
4046) Künftigen Donnerstag, den 28. d. M-, Vormittags 10 Uhr,
wird die Lieferung des pro 187,/72 erforderlichen Kornstrohs für die Garnfton Glesien auf dem Bureau der unterzeichneten Verwaltung mittelst Soumijsion vergeben, woselbst die Lieferungsbedingungen zur Einsicht offen liegen.
Giesien, den 22. September 1871. Grosiherzogliche Garnison-Verwaltung.
Kalbfleisch.
WormS, 21. September.
Stand der Herbftfrüchte. Nachdem die Resultate der Getreideernten, w-nnauch
samwlung in Solothurn am 18. d. Mts. habe ich noch nachzutragen, daß Alt- randammann Kurti von St. Gallen auch den Antrag gestellt hatte, den Austritt suS der römisch-katholischen Kirche zu erklären. Seine Rede war ein langer An- klagcact gegen Rom. Obgleich das Votum Kurths vielfach mit Beifall unter- brochcn wurde, stieß sein Schluß-Antrag doch auf Opposition, welcher National- rath Kaiser von Solothurn das Wort lieh. Durch den Protest gegen die Be- schlüffe der letzten vaticanischen Versammlung erkläre ein Jeder, daß er eine Kirche mit unfehlbarem Papste nicht als die katholische anerkenne. Aue diesem Grunde könne aber von einem Austritte aus der katholischen Kirche nicht die Rede sein. Seien doch gerade die Bekämpfer des Syllabus und der päpstlichen Unfehlbarkeit die wahren Träger des katholischen Princips, daher sie sich auch „Altkatholiken" nennen. Den Unfthlbarkeits - Katholiken könne man keinen größeren Gefallen er- weisen, als wenn man Den Austritt aus der katholischen Kirche erkläre. (K.Z.)
Bern, 25. September. Der „Bund" meldet: Der Postdampfer „Bruenig" ist auf dem Vierwaldstädter-See in den Grund gebohrt worden. Von 20 Paffa- .irren sind 15 gerettet, die anderen werden vermißt.
Conftautinopel, 20. September. General Jgnatiew hatte eine einstundlge Unterredung mit dem Großvezier wegen Stellung der Pforte zu Rußland. Der General ist nicht ganz zufrieden geschieden, wiewohl Mahmud Pascha mit Rußland Beziehungen unterhalten, aber nichts von einer Ueberlieserung an den russi- scheu Einfluß wissen will. — In einer Unterredung des Sultans mit dem Groß- vezier stellte letzterer folgendes RegierungS-Programm auf: Die Aemtcr sollen an alle Untertanen vergeben werden, aber stets nur an die Würdigsten; alle Ge- Halter sollen erdöht, aber alle untauglichen Beamten entfernt, viele Aemter sollen : dani cassirt werden. Zwei hohe Schulen für Candidaten der Administration sollen errichtet und junge Leute von allen Eonfefsionen zur Ausbildung ins Ausland geschickt werden. Der Sultan will auch öffentliches und mündliches Gerichtsverfahren und Provinzial'Autonomie auf breiter Basis einführen. (W. Pr.)
Prioritäten.
3°/0 öster. Stsb.-Prior. 58 3°/0 öst. s. Lombard 75 Vs 3°/0 Livorneser 34 5% Toscaner 535/a 5% Elisabeth.-Prior. 793/g do. II. Emiss. 783/4
Anlehenslooae.
Kurh. 40 Thlr. Loose 667/g Nassau 25 fl. 40Vx 40/g bayr. Präm.-AnL 114 Ansbacher 7 fl. ll5/s 40/g badische Loose 111 Badische fl. 35 Loose 69 Oestr. fl. 250 v. 1854 77 1858r Prioritatsloose 1791/2 1860r Loose 84V« 1864r „ 134
Braunschweiger 183/« Stadt Florenz 821/«
Vermischtes.
Nutzbach Am Samstag Vormittag brach bahier in einem Stalle Feuer aus, welches «sch «ine angrenzende Scheuer ergriff uub deren reichen Inhalt verzehrte. Ein weiteres Umsich- q,essen deS FeucrS konnte durch kräftige- Eingreifen schnell bere.ter Hulse verhmbert werden.
Q'nht Anstatt „Naturbutter' wird jetzt viel gefälschte Butter zu Markte gebracht. Die. selbe ist aus alter starker Butter und Pferdeschmalz zusammengesetzt und erhalt um ihr die nothige Frische zu geben, einen Zusatz von Buttermilch. Sie sott von hiesigen Butterfabr.kanten fabr.c.r werden? Dieser Betrug ist besonders bei den hohen Buiterpreisen sehr zu beklagen und mahnt aVseitS zur Vorsicht.
Besondere Bekanntmachung.
Ausstellung von Zeichnungen ans den inländischen Hand- werkcrschulen und von Schilier^cichnnngen ans den <bro|?- hcrfogiichen Gymnasien und Realschulen.
4090) Di- diesjährige öffentliche Ausstellung von Zeichnungen der 1 Schüler aus inländisches Haudwerk-rschul-n, welch- nut dem «andes- hewerbverein in Verbindung stehen, findet ut (yiepett ' nßci«
Grotzherroglichcs Ministerium hat genehmigt und Großherzoglich- U StudiemDirectton hat veranlaßt, daß, hiermit in Verbmduug auch eme Au stellung vou Zeichnuugen der Schuler aus sämmtliche» »nland s Gymnasien und Realschulen abgehalten ftäbtts
Das gemeinsame Ausstellungslocal für diese Zeichnungen ist di- siavn - KÄiLr Se-nt.» «gg£g»
dauert bis inclus. Sonntag den 15. ^ttober. M zeit ist das Ausstellungslocal täglich von Morgens 9 bis 12 Uhr und 9 ) ntittags von 2 bis 5 Uhr geöffnet. — Der Zutritt ist je e z gestattet' ot Mitglied oder Nichtmitglied des Landesgewerbvereins, unentgeldlich gesta .
Unter den Börsenpapieren sind gegenwärtig die Pramien-Obllgationen oder Loose böufia Gegenstand vielseitiger Erörterungen; ihre Existenzberechtigung UN Allgemeinen wird discutirt, ihr Werth, b. h. di- Solidität ihrer Ärundlage IM Sp-cielleii geprüft.
aooSvavieren NUN, welche vor einer solchen speciellen Prüfung sich Nicht zu ickeuen brauchen, gehören offenbar die Prämien-Obligationen (30 Francs-Loose) der A°di Venedig, Im November 1869 durch Subscription cmittirt, blieben dieselben fi- ö in marktgängiges Papier und haben sür denjenigen Loosmhaber, der die Ziehungen m ihren Trcsfern von 25,i)i)0 Frcs,, 80,000-100,000 Frcs. u. s, w- nicht abwarten hnn oder will den Vortheil alsbaldiger Verwerthbarkeit, Ein noch wert höherer, als ann ooct wiu, ferner Reit wohl auch zu erwartender Coursstand der
Rinht $cnebto-Sooft wär" jedoch sowohl die finanzielle und wirthschafiliche Lage der 61 Mütien arXn g«ft«bt, als durch di- günstigen Verhältnisse ber ^ramim= unb brt«lsbald nach ibrfr politischen Emancipation erwachte in der einst den adriatisch-levantischen Handel fiafenftabt btr Drang, mit ihrer Rivalin Triest in dem regsten Verkehr TS Drien »u wetteifern. Die Eröffnung des Suez-Canals der Brenner- und fördern dieses Streben in hohem Grade. Die Finanzlage der süb »e die nm eiie @»ulb öon 3 Millionen Lire zu tragen hatte, gestattet-den des obigen Anlehens, durch welches öffentliche Arbeiten von hoher Nützlichkeit M-llen werden können. So wurde denn 18titi dieses Prämi-nanleh-n, emgetheilt >n (Serien oon 25 Obligationen mit gutem Erfolg zur Subscription ausge egt. Die /uauna ae chiebt binnen 50 Jahren mittelst 119 Ziehungen, bei welchen Prämien von uyhw$80()()i> 50 <'00 Frcs. rc gezogen werden, (im Ganzen betragt bte Prämien- ISS, 5 ^%neÄb al§ ©i^erbeit dient der Immobilien besitz, sowie die directen indieecten Elnnabmen Vcncdlg'S, das 150,000 Einwohner zahlt und eurer großen fiukunft^ en gegen gebt Dft Venetiancr-Loose sind in Folge Gesetzes des deutschen Reichs aas zum Handel an allen deutschen Börsenplätzen zugelassen und dursten, da u1 fnft nllea aj?aterial vergriffen, einem namhaften Aufschwünge entgegen gehen. Dst nächsten Rh?ngen f'nben °statt am 30, September, Haupttreffer 50,000 Frcs,, am 30. November, Haupttreffer 100,000 Frcs.__
BöKennachricbteD.
26. September 1871.
Preuss. 4Va% Oblig. 991/2 Frankf. 3V8% 0bl. 83 */a
Nass. 4t/z o, o Obi. 98
Kurhess. 4% n 90 Gr. Hess. 5% Obi. 1031/* , » 4% n 96
« n 3V2O/o , 911/4
Bayer. 5% n 1003/8
, 4i/2°/o 1jährige 99 V8
„ 40/g 1jährige 93 V2 Würtemb. % Obi. 983/g BadMi 41/2% Obi. 0. E. L. 983/< Oeaterr. Silberrente 571/4
„ Papierrente 48 */»
w ftO/o M. steuert. —
Amerik. Bonds 1881r 987/g
, „ 1882r 943/4
n 1885r 951/4
B „ 1887r 951/2
Spanier, neuest. 3% 323 g
4095) Dienstag den 3. October, Nachmittags 2 Uhr, werden im Ziußer'schen Garten: 2 Sopha, Commodeu, Stuhle, eine große Quantität Flaschen, 1 Dickwurzmuhle, 1 Waschmaschine und sonstige Hausge- rätbschaften öffentlich versteigert.
Gießen, den 28. September 1871.
Wmwtrsteigknmg.
4089) Donnerstag den 12. October, Nachmittags 3 Uhr, werden in Auftrag des Herrn W- F. Ja ger und der Frau K. Birkenstock Wtw-,
Amsterdam
k.
S. 983/g
Augsburg
k.
s. 993/4
Berlin
k.
S. 105
Bremen
k.
S. 95
Brüssel
k.
S. 92V8
Hamburg
k.
S. 865/6
Leipzig
k.
S. 105
London
k.
S. 1167«
Lyon
k. S. 917/8
Paris
k.
S. 917g
Wien
k.
8. 97i/g
ditto
m.
S. —
ditto
1.
8. -
Dis conto
4%


