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Ie l'eblichtz fwtft, br; Salämunt in. Geskllsch-sk,

Preis diecre'.^ährtg 1 fl- 12 fr. mit Bringerlohn. Durch dir Post bezogen vierteljährig 1 fi. 27 fr.

Gießener Anzeiger.

Erscheint täglich, mit ÄuS nähme Montags.

Expedition: Canzleiberg 8tt. B. Nr. 1.

Anzeige- und Arntsßlatt für den Lreis Kielen.

Kr» 209

Samstag den 9. September

1871

wählklt preußischem Muster umzugestalten:

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gut«.

X M. !' " ?-b'n eine mögliche Schädigung derber Ehrenlegion einer Anzahl dvn Notablen von Hamburg und Mecklcndü a b

«n « in r, *' . n|t "7, k ^'unbung de- Polytechni- die ausgezeichneten Dienste, welche sie den sran.östschen Gefangenen in Deuttchland

* fn Darmstadt handelte, al« e« galt, gute Meinung zu gewinnen. Derselbe geleistet haben". 1 ^eut|a,lanC

Rflte am 25. August 1864:Es ist durchaus nicht btc Absicht der Regierung, In Deutsch-Oesterreich haben die Elerikalen Keudalcn uni, ,

Btt ti,f,r|iubl?tr 317i,;rur dcu Lehrstuhl bei den Wahlen zum Reichstage einen vollständigen Sieg errungen »h £

ibi ,C' .7fl1U<n;l'rrnL und Kärutheu erhielt die verfassungstreue Panei °i?Ob.rhand Diese

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Negierung bezüglich selbsteigener Landesintercssen überall nöthig ersch^nt, £ mit' wi7 vorAL zu dem Ä*"

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liegen rcetbfl aife nach der i, ron wo al lllUhr «M ix, Heue« jt weche« i'Ä ßellMru ab" HerzoKW i KM am

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soll denn nun aus der 2., werden?

»«eiben, was sie hat." (Protokoll pag. 614. Ebenda pag. 610 wird die «i stauration des Polytechnikums in Darmstadt als ein letzter Versuch be- chnet.) Wenn es schon merkwürdig genug lst, daß eine solche Versicherung

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Bestes«»«-!, am Sem Giestener Anzeiger

Monimlen, den Ameiqer der Vrvedition abbolen lassen, -rbalten denselben für den Monat September zu 20 kr

' Brodpreise vom 9. bis 15. September 1871,

nach eigener Erklärung der Bäcker:

4 Pfund gemtschte« Brod 21 kr. 2 Pfund gemischtes Brod 10-/, kr. 4 Pfund Roggenbrod 18 kr. 2 Pfund Roggenbrot. 9 kr.

Österreich und Kärnthen erhielt die verfassungstreue Partei die Oberhand Diese Niederlage dcr Deutschen durfte der österreichischen Regierung »vraueüchtN» noch viele Schwierigkeiten bereiten, denn damit ist nicht etwa der Kampf der Deutschen Oesterreich« gegen ihre Unterdrücker eingestellt, vielmehr beginnt derselbe nunmehr

ub°u cnst-st«"'

Und wie vertragt e« sich seiner mit lener Zusage bezüglich dessen, daß man gewisse Examina, wie ,m Ingenieur- und Baufache, welch- seither die Landes- Universität abzunehmen hatte, faeultati» auch am Polytechnikum in Darmstadt ab- nehmen laßt; >a, baß man alle« Ernstes Damit umgeht, auch bas Examen für Gymnasial- u»v Rcallchrer (naturwiff-nschaftlich-mathematische Section) gleichfalls sacullati» nach Darmstadt zu verlegen, ober eventuell ganz zu theilen ¥ . 2Rn "-»urlich allgemein sehr gespannt barauf, wie sich bieser Eon. flirt zwischen Pflickt unb Liebe losen wirb. Die Universität wünscht K-arheit in der Situation. Wenn man den Muth bazu hat, so lose man die Uni» rjltät auf, wo nicht, so gebe man ibr die Fonds, die Anstalten, die Gebäude, die Unter- richtsmittel, wie sie andere Universitäten bieser Größe ^Marburg, Jena ,r) be- sitzen, bamit sie Vic Soncurrenz bestehen kann, aber man untergrabe nicht ihre Crtfieng im eigenen Laube unter der populären FirmaFörderung de« Unter- rlcht«". Das fleht aus wie große Ziele, nach denen man in der Thal handeln sollte, allein Jeder durchschaut, daß e« nur kleine Loealinteressen sind, welche hier obwalten.

- o. öcpreniver.

* Unsere Regierung ist durch die Ablehnung ihrer Forderung bez. Erhöhung der Fonds für die sogenannte polytechnische Hochschule in Darmstadt seitens der Kammer in eine eigenthümliche Lage versetzt. Während die Kammer aus der einen Sette die beabsichtigte Hochschule lahm legt, weil sie dieselbe jetzt etwas spät in ihrer Lebensunfähigkeit erkannt bat; konnte sie sich doch auf der anderen Seite auch nichtentschließen, dieselbe in eine richtige Staatsschule I. Elaste nach

-.ß-rx. ~n * ; ein Institut, das wir dringend in unserem

Lande vermissen, und für welches in Darmstadt alle Bedingungen gegeben sind. Es ist gewiß charakteristisch, daß die Landesuniversität das Maturitätsexumen der Darmstädter oder irgend einer anderen hessischen Realschule nicht für genügend ansieht und ansehen kann als Vorbedingung für die Verleihung des Doktorgrades, während sie diejenigen In- und Ausländer, welche Realschulen I. Elaste in Nord- Deutschland absolvirt haben, zum PromotionS-Examen zuläßt. Uns interessiren wesentlich nur die Folgen, welche diese neue Situation für unsere Universität haben wird. Denn was den allgemeinen Standpunkt betrifft, so wäre es gewiß in jeder Beziehung erwünscht, möglichst viel Unterricht im Volke zu verbreiten; aber es giebt in dieser wie. in jeder Lage ein Maß in der Art und Weise, wie «an sie betreiben soll. Soll eine Anstalt als zweckentsprechend betrachtet werden, welche mehr Lehrer als Schüler hat? Oder |oU man ganz auf direkten Unterricht verzichten Uno eine reine Akademie gründen, etwa noch französischem speciell Pariser Muster, wo also verdiente Männer der Wissenschaft eine Sinekure ge- meßen, Schriften verfassen, und iw Uebrigen treiben können, was sie wollen. Letztere« System hat in Deutschland wenig Verehrer gefunden, bei aller Achtung für die Wissenschaft und ihre Vertreter, d'e uns eigen ist. Es kommt wenig da- bei Herons, und beschäftigte Leute arbeiten in der Regel mehr und besser, alk solche Würdenträger. Ganz abgesehen natürlich von der Frage, ob es entsprechend ist, in einem Staate von der Größe Hessens solche Einrichtungen zu schaffen.

Die hiesige Universität berührt zunächst die Wiederbesetzung des Lehrstuhls für Jngenieurwiffenschaft, welcher vor einem Jahre durch Berufung nach außen erledigt wurde. Im Jahre 1864 wurde zur Vervollständigung der Bau- und Jngenieurwiffenschaften in Gießen ein nach dem Verfall der höheren Gewerbeschule in Darmstadt disponibel gewordener trefflicher Lehrer an der Gießener Hochschule geliehen". Ministerialrath Schleiermacher erklärte in der Kammersihung am 22. August l. I., diese Verlegung de« Lehrsluhis für Jngenieurwiffenschaft nach Gießen sei nur ein Experiment gewesen. Dieses Experiment, veranlaßt durch die Universität, hat sich glänzend bewährt. Denn die Zahl der studirenden Archi- gesunken'ist.

t ^publik in Frankreich, welche nunmehr ein volles Jahr besteht, hat dem unglücklichen Lande einen wahrhaft ungeheuren Verlust an Geld- und Men- schenkraften bugebracht, ohne daß sie die Sache der Freiheit und der Ordnung auf sicherere Grundlagen gestellt hätte. Die Republik bat bi« jetzt nur furchtbare IRieberlagen nach Außen unb ebenso gewaltige Ruhestörungen im Innern auszu- wet en, unb leibe, hat e« den Anschein, al« sei bie Reihe ber revolutionä'en Krisen, welche zu durchleben sie bestimmt ist, noch lange nicht abgeschlossen. S8t ber Straßenemeute vom 4. September v. I. ist noch gar keine rechtmäßige Gewalt constituirt, da ein piebiseit, auf Grunb dessen allein eine neue Verfassung errichtet teerten konnte, bisher noch nicht stattgefunden hat. Wahrend solchergestalt Frank- reich nicht tm Stande ist, für die republikanische Staatsform Propaganda in Europa ju madjen, hat <« anderseits die Kraft de« revolutionären Geiste« aufs empfindlichste geschädigt und abgeschwächt; der Nimbus der revolutionären Idee der großen^Nation ist geschwunden, so daß neben dem materiellen auch der moralische Einfluß Frankreichs im europäischen Staatensystem so ziemlich auf Null treten und Ingenieure, welche vorher Zwischen 2 und IZ'schteanktV, "stieg binnen wirt" 'lä/'stch zur^Ze,7n°ch^nicht"r' cht übrtstAa'l!'sich«' 2°i"deffen'"!nae'' *'n\8'L3fllr£,auf 3?> alf.° -uf mehr , als Vie ganze Fachschule in Darmstadt Kommen werden, daß die politischen Parteien in Frankreich^sich nicht miMinanr i aue(offnen, vielmehr mit ungleich größerer Erbitterung al« bisher sich bekämpfen werden. Au» alledem geht aber zur Genüge hevo», daß Frankreich für die nächste 3eit ganz bedeutungslos für die Geschicke Europa'« bleibt, und selbst ohne die Abmachungen bon Salzburg und Gastein könnte Deutschland demMilitari«mus" e,n heilsames Gegengewicht geben durch die Pflege seiner freiheitlichen Institutionen, welche zuglnch einem eventuellen Aufstreben des revolutionären Geistes in Frank- reich jedwede Bedeutung für Deutschland nehmen würden.

Wenn^ verschiedene Blätter jüngst berichteten, daß vom 1. Januar 1872 ab sämmtliche ^.rinkgesäße, also auch Seidel und Biergläser geaicht werden müssen, so beruht dies auf einem Jrrthum. Der preuß. Handelsminister hat im Gegentbeil sich direkt dagegen erklärt und ausgcführt, daß Schenkgläser und Flaschen nicht zu , chlili^psllchtfgen Maßen im Sinne der Maß- und Gewichtsordnung vom 17. August 1868 gehören. Hieraus geht hervor, daß die Inhaber von Schenk- lokalen nicht verpflichtet sind, geaichte Trinkgläser zu führen, oder daß sie hin­sichtlich der Größenverhältnisse nicht an bestimmte Maße gebunden sind.

Der neue Präsident der französischen Republik hat die unzähligen Kläffer welche seiner Zeit ein Lamento erhoben über die angeblich schlechte Behandlung der Franzosen in Deutschland treffend ad absurdum geführt. Ein Erlaß tte Herrn Thiers vom 2. September verleiht nämlich das Offiziers- resp. Ritterkreu,

uuj mcyr, ais vie ganze ^acvlcyute in jJarm|t.ict "b-rhaupt Schwer aufzuweifen hat (nämlich laut Ausfchußbericht« 31). Sofort nach jene« Manne« Berufung nach Aachen im vorigen Jahre begann bie -Schülerzahl wteber zu sinken unb steht augenblicklich auf 11. Gewiß ein glänzen- ; brr Beweis, baß man an ber Universität burch Zurvenbung geringer 'Mittel würbe i erreichen können, was man in Darmstavt burch Aufwenbung großer Summen ver­geblich erstrebt hat und noch erstrebt. Dort bringt Oie Berufung einer einzigen Nannes 32 Zuhörer, hier bie Berufung von 36 Professoren nur 31 Schüler!!

Als ber Abgeorbnete Heß in ber 2. Kammer eine Interpellation, belreffenb <eberbefegung ber Professur für Jngenieurwissenichaften an ba« Ministerium ge- Ji^tet hatte, gab diese« in ber Person bei Minister - Präsibenten von Bechthold 1° der Sitzung am 29. Juni 0. I. folgenden Befcheib (Protocoll 94):Nach Ceinjerltng« Abberufung 1870 hielt man t», mit Rücksicht darauf, baß an der folytechntschen Schule zu Darmstadt der Unterricht in der Jngenieurwiffenschaft linreidjenb vertreten ist, weder für nothwendig, noch den Verhältnissen de« Lande« «itsprechend, seine Stelle an ber Landesuniversttät wieder zu besetzen." Daß bie Univerfltät ganz bestimmt bie Wiederbesetzung verlangt hat, baß ber Fonb für Hefe Stelle für bie Universität »erteifligt unb burchau« disponibel ist, wird hier «inzlich unbeachtet gelassen; man muß sich dabei erinnern, n>ae die Regierung «; den Mund de« Ministerialrathe« von Bodenstein in der 1. Kammer der Oniterfilät zugefagt hat, al« der Kanzler gegen eine mögliche Schädigung der

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Ließen, 8. September. Ust es noch viel merkwürdiger, daß diese Zusage soUUffe^U^Wa« rStnrh,r"nn "" Krl""""'n h ° n°ch existirenden Hälfte de. Bauschule in Gießen