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t Berlin, 29. November. Deutscher Reichstag. 34. Sitzung. Präsident

1) Wahlprüfungen. Die Wahl oeS Grafen v. d. Schulenburg-Reetzendorff

mein, daß der König eines guten Empfanges bei dcm heutigen Feste gewiß fei.

dadurch die Abfahrt derNymphe" verzögert wird.

In diesem Briefe ist noch nicht der Art und Weise Erwähnung gethan, in Paris, 27. November. Bor dem Asstlenhofe des Seme- und Oise-Depar- der diese Angelegenheit vor Glicht von den brasilianischen Behörden behandelt temcnts ^Versailles) stehen gegenwärtig 18 Landwirthe, darunter mehrere Maires wurde, welche bekanntlich nur die gefangen genommenen Deutschen, aber keinen und Adjunkten der Gemeinden des Arrondissements Rambouillet, die angeklagt von den Brasilianern, die den Streit vom Zäune brachen und noch weniger die sind, während der deutschen Okkupation beträchtliche Getreide-und Fouragevorräthe Polizei zur Verantwortung zogen, die durch ihr brutales Einschreiten die Sache aufgekauft zu haben, um sie an die Lieferanten der feindlichen Armee zu verkaufen, nur verschlimmerte. Gerade diese parteiische Behandlung der Sache vor Gericht Lachauo, der vor dem Pariser Asstsenhofe den Meuchelmörder des Soldaten Den- aber scheint seitens der deutschen Retchöregierung Reklamationen hervorgerufen zu mulcr als einen Patrioten darstellte und dessen Freisprechung erlangte, ist mit der

Deutschen zerbrachen nach den ersten Hieben. Nur der Steuermann hatte einen

kleinen Todtschläger in der Tasche, in Erinnerung an die frühere Schlägerei, die Dr. Simson eröffnet die Sitzung um Uhr. Auf der Tagesordnung steht: pbrigen vier veriheidigten sich mit den Stühlen. Dem Bootsmann, welcher der 1) * h -

bhür am nächsten war, gelang es, sich loszumachen, zwei Angreifer auf der Schulter, im ersten Magdeburgifchen Wahlkreis wird für ungültig erklärt.

türzte er sich die Treppe hinab, bemächtigte sich dort eines Säbels und schlug sich 2) Dritte Lesung des Gesetzes, betreffend den Ersatz der den bedürftigen biV zum Landungsplätze durch, wo ihn die Schurken verließen. Der Feuerwerker Familien einberufener Reserve- und Landwehrmannschaften gewährten oder noch zu wurde zuerst von einem Franzosen angegriffen, schlug diesen aber mit einem Stuhle gewährenden Unterstützungen. Wird definitiv genehmigt.

zusammen, der in viele Stücke sprang. Auf den Seecadetten v. Stutterheim 3) Erste Lesung des Gesetzentwurfs, betreffend die Friedenspräsenzstärke des warfen sich zwei Polizeibeamte und ein brasilianischer Major. Der Cadett entriß deutschen Heeres und die Ausgaben für die Verwaltung desselben für die Jahre einem der Angreifer einen Säbel, theilte dem Major eine klaffende Wunde quer 1872, 1873 und 1874.

über die Stirne zu, so daß dieser hinstürzte und jetzt, wie verlautet, im Sterben Um 6 Uhr, wo wir zur Post gehen müssen, dauert die Sitzung noch fort, liegt. Nach diesem verwundete und warf er die beiden Polizeibeamten. Zuletzt Bericht deshalb morgen.

aber, nach einem Kampfe von fast einer halben Stunde, mußten die Deutschen in j- Berlin, 29. November. Unsere politischen Kreise sind sehr gespannt darauf, dem engen Zimmer doch der Uebermacht erliegen. Der Feuerwerker und der Ma- zu erfahren, waches die Steuern sind, bei denen eine Erleichterung stattfinden soll, schinist wurden zu Boden geschlagen und abgeführt, der Steuermann schlug sich Daß es die Kalender- und Stempelsteuer nicht ist, darüber herrscht viele Gewiß- mit seinem Todtschläger bis zur Thüre durch wie ein Eber, welcher die Hunde heit. Fürst Bismarck ist ganz entschieden gegen irgend welche Beseitigung des abschüttelt; rings um ihn wälzten sich die Angreifer einen über den anderen auf Preßzwanges; der Reichskanzler hat schon vor längerer Zeit im Bundesrathe wie dem Boden. An der Thür aber brach er zusammen und wurde nun von dem im Staat-ministerium sein Bedenken geltend gemacht gegen die Zulässigkeit einer

wüthenden Haufen mit Messern und mit Knütteln so lange zugedeckt, bis sie den vollen Preßfreiheit, wie sie durch die Abschaffung jener Steuern und der Cautionen völlig Besinnungslosen fortschleppen konnten. Der Seecadett blieb zuletzt allein im und Confiscationen geschaffen würde. So lange daher der Fürst die Leitung un- Kampfe zurück; mehrere scharfe Hiebe über den Kopf, vier Stiche in der rechten serer Staatsgeschäfte in der Hand hat, wird da« preußische Volk vergebens auf Hand hatten ihn gez vungen, den brastlian schen Säbel wegzuwerfen, aber noch Erfüllung seiner Wünsche nach dieser R chtung hin warten. Wir glauben die- immer schlug er mit einem Stuhlbein hünenmäßig um sich, bis er plötzlich fühlte, ganz besonders betonen zu müssen, weil es immer noch eine Menge Politiker giebt, daß ihm die Arme regungslos am Leibe hingen. Da drückte der tapfere Junge welche die Schulv unserer höchst unerfreulichen Preßzustänve auf die Abneigung den Kopf in die Ecke der Stube und bot dem Gesindel den Rücken; die Polizei. in unserem Ministerium des Innern wälzen. Auch ist diese freiheitsfeindliche Hal-

lcute hieben so lange auf ihn mit ihren Seitengewehren, bis er zusammenbrach tung unseres leitenden Ministers bezeichnend für die unbedingte Unterstützung der-

und unter fortgesetzten Schlägen und Stößen in das Gefängniß getragen wurde, selben von Seiten einzelner Mitglieder von der ersten Seite der NationaUiberalen. Dort wurde er mit den Decko^fizieren zusammengelegt, die zahlreichen scharfen Auch in den konservativen Kreisen und sogar im Herrenhause würde bei einem sehr

Hiebwunden wurden ihnen verbunden. Es glückte guten Landsleuten, Zutritt zu großen Theile der Mitglieder der Wegfall der Preßbeschränkungen auf keinen Wider-

ihnen zu finden, dabei erwies sich, daß sie sämmtlich nicht unempfänglich für die stand stoßen. Im Bundesrathe sind es nun vollends nur wenige Regierungen, Unterhaltung waren, die ein Korb voll L bensmittel bot. Es ist also Hoffnung, vie gegen die Preßfreiheit eifern. Die Verantwortlichkeit für die Beibehaltung daß das Abenteuer ihnen keine tödtlichen Wunden hinterlassen hat. Wie aber unserer alten mit dem Geiste und den Anforderungen der Zeit im vollsten Wider­haben sie ihre Gegner zugedeckl! Der ganze Hafen ist voll davon, die Zeitungen spruch stehenden Preßzustände fällt somir auf den Reichskanzler zurück. Was heben die Arme zum Himmel. Was deutsche Hiebe sind, weiß man jetzt in Rio. nun die Steuererleichterung anbetrifft, so ist darüber allerdings bis jetzt noch kein Außer dem Major haben die 5 Deutschen nach Angabe der Zeitungen 15 von den fester Entschluß gefaßt, die betreffenden Vorlagen werden daher noch längere Zeit

Eivilisten zu Boden geschlagen und mehr oder weniger verwundet und 6 von den auf sich warten lassen; nur Vas steht fest, daß es ebensowenig wie die Schlacht-

Strolchen der Polzei schwer verwundet. Ein Geistlicher, der beim Beginn des und Mahlsteuer irgend eine andere indirekte Steuer ist; vielmehr versichert man

Kampfes aus dem Fenster sprang, hat sich die beiden Beine gebrochen. Der See- uns, daß die Klassensteuer auf dem Lande vorzugsweise in Aussicht genommen ist.

radett wird in den hiesigen Zeitungen als Baron de Stutterheimico, für einen Bern, 29. November. Vom Großen Rathe in St. Gallen sind zwei Mill. Neffen des Fürsten Bismarck ausgegcben, wahrscheinlich weil man sich Vie kräftige für die Splügenbakin verwilligt worden. Die schweizerische Gesandtschaft ist Behandlung, welche der junge Mann den Angreifern widerfahren ließ, aus einer von Florenz nach Rom übergesiebelt.

Blutsverwandtschaft mit dem Reichskanzler erklärt. Daß die Deutschen die ganze Brüssel, 30. November. DieEtoile beige" meldet: Nachdem die Der- Sache als patriotische Angelegenheit mit Feuer und Stolz begutachten, wird man Handlungen mit Thön'ffen sich zerschlagen haben, hat der König den Grafen de vielleicht in Deutschland belächeln. Wir stehen aber hier den Urzuständen der Theux und den Chef der Rechten, Schollaert, zu sich beschieden. Man erwartet Menschheit etwas näher. Eine unbequeme Folge dieses Streites mag werden, daß eine günstige Lo ung der Krisis. Die Aufregung schwindet. Man glaubt allge-

haben, über welche Näheres zur Zeit noch nicht verlautet. Vertheidigung des Angeklagten Clarice (er wohnt in Effarts-le Roi bei Ram-

f Die Kriegsschiffe der deutschen Marine, welche in wenigen Tagen von bouiöet) betraut, welcher vom 1. Oktober 1870 bis zum Februar 1871 149,308

Kiel aus nach Brasilien segeln werden: die Panzerfregatte .Prinz Friedrich Carl", Kilogramm Heu nach Versailles lieferte. Der Proe^ß wird drei Tage dauern, die DampfcorvettenElisabeth" undAugusta", verfügen zusammen über 52 Ge> Andere Proceffe dieser Art werden noch Vorkommen, da dieser Tage noch 25 schütze und 1120 Mann Besatzung, wovon auf denPrinz Friedrich Carl" 16 Bauern des Arrondissements Rambouillet wegen der nämlichen Vergehen eingezogen Geschütze und 500 Mann, auf dieElisabeth" 22 Geschütze und 390 Mann und wurden.

auf dreAugusta" 14 Geschütze und 230 Mann kommen. Die CorvetteNymphe", Paris, 30. November. Gaston Cremieux ist heute Vormittag in Marseille deren Matrosen in Rio Janeiro auf so brutale Weise von der brasilianischen süsilirt worden. Derselbe bewahrte bis zum letzten Augenblicke eine muthige Polizei behandelt worden sind, zählt 17 Geschütze und 190 Mann Besatzung; Vas Haltuna.

deutsche Geschwader in Brasilien würde mithin nach Ankunft der oben bezeichneten Nom, 27. November. Wenn derRiforma" zu glauben ist, hat am 26. Kriegsschiffen aus vier Fahrzeugen mit 70 Geschützen und ca. 1300 Matrosen v. M. Buchof Stroßmayer eine Audienz beim Papste gehabt. Zu den aus- bestehen Die brasilianische Flotte zählt 17 Panzerschiffe, von denen jedoch nur wärtigen Prälaten, welche nach Rom geeilt waren, um die letzte gewaltige Pression 8 in wirklich brauchbarem Zustande sich befinden sollen; unsere Kriegsschiffe sind auf PiuS IX. augzuüben, befand sich auch Bischof Mermillod von Genf. Der deshalb einem Kampfe mit der brasilianischen Seemacht vollkommen gewachsen, Versuch ist gescheitert, PiuS verläßt den Vatikan nicht und ließ sich auch durch deren Stärke zur See nach dem Gesetz vom 5. Juli 1869 auf nur 3000 Mann cie feierliche Eröffnung de« Parlaments nicht zu einem anderen Entichluffe be»

festgestellt ist. Wie wir von unterrichteter Seite erfahren, hat die brasiiianischt wegen. Und in der Rede, welche er zwei Tage vorher an das h. Collegium ge-

Regierung auf die energische Forderung von Seiten der deutschen Bundesregierung, richtet hat, enthält er sich jeder Anspielung auf politische Ereignisse; da ist kein

Genugthuung für die gegen die Deutschen in R o verübten Brutalitäten zu ge« Fluch, kein Anatbem, keine Klage über angebliche Verfolgung und Unierdruckung j

währen, entschieden ablehnend geantwortet, wonach denn der sofortige Befehl zur tfe in die Städte der Halbinsel ausgesandten Seelenhirten werden nur an ihn

Bereitmachung des oben bezeichneten Geschwaders an bas Marinecommanvo nach geistlichen Hirtenpflichten ermahnt; wenn sie die Sünder auf den richtigen Weg Kiel abgegangen ist. ____________________ führen, so haben sie, sagt der Papst, ein größeres Wunder gethan, als wenn fit

Todte erweckt hätten. Wie nahe liegt da nicht die Anwendung auf die weltliche Darmstadt, 25. November. Endlich (schreibt dieM.-Z.") wird auch in Herrschaft! Wer weiß, ob Pius in seinem Herzen dieselbe nicht schon längst ge- Hess n. Darmstadt für die altkatholische Sache eine Bewegung eingeleitet werden, macht bat ?

vorläufig freilich nur im Anschluß an das Actionscomite, das sich in Wiesbaden London, 27. November. DieTimes" stellt heute Betrachtungcn über für die P.ovinz Nassau und Hessen-Darmstadt gebildet hat. Der berufene Führer China und Frankreich an, indem sie von ver Tdatsache ausgeht, daß bie Gesandt­wird Professor Lutterbeck in Gießen sein, an den sich bereits zahlreiche Männer schäft des himmlischen Reiches von Herrn Thiers, dem Präsidenten der französischen

aus Maini, Darmstadt u. f. w. gewendet haben. R.publik, empfangen wurde, während sie vor einem Jahre von Pekking ausgezogen

Darmstadt, 29. November. Graf Beust kam gestern mit dem Heidelberger war, um sich dem Kaiser Napoleon zu Füßen zu werfen. Dies ist allerding-

Schncllzuge hier an und wurde von Hru. v. Dalwigk und Hrn. M. v. (Sagern, wundersam g?nug, ober die Chinesen sind wohl nicht die einzigen, denen die Er­dem früheren hcssischen Gesandtschafis-Aitachö in W en, am Bahnhofe empfangen, eignisse des Jahres 1870 den Kopf schwindlich machen konnten. DieTimes" Der ehemalige österreichische Reichskanzler zeichnet sich in feinem ganzen W-scn erinnert an ein ähnliches Ereigniß längst vergangener Tage, als Tippo Sa h rb, durch eine wahrhaft jugendliche Beweglichkeit uuS. Er hüpfte aus dem Waaen, ver Sultan von Mysore, sich gegen das Andringen der siegreichen Engländer durch trat zu Dalwigk, umarmte ihn und küßte ihn drei Mal. Dalwigk hatte Alles ein Bündniß mit ihrem Gegner, dcm König von Frankreich, zu stärken suchte. Aufgeboten, um seinen Gast brillant zu empfangen. Er hatte sein HauS glanzend Sein Erstaunen war groß, als er auf feine Eröffnungen nicht eine Antwort dcS erleuchten und mit Blumen schmücken lass n und feine hiesigen politischen Freunde Königs, sondern ein Schreiben des Vertreters der ersten französischen Republik er- zu stch geladen. hielt, der ihn ohne Umstände olsBürger Tippo" anredete. Die Antwort,

Darmstadt, 30. November. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben welche H.rr Thiers den fremden Abgesandten ertheilt, scheint dem leitenden Blattt allergnädigst geruht: am 22. November dem Supermtenventen der Superintendentue eben so febr an das Pariser Volk als an die Großen von China gerichtet.

Oberhess n Dr. Friedrich Carl Simon, in Anerkennung seiner fünfzigjährigen treuen London, 29. November. Der Prinz von Wales brachte die letzte Nacht und ersprießlichen Dienstsührung, das Commandeurkreuz zweiter Classe des Ludewigs- ruh'g zu. Derselbe schlief besser. Die Krankheitssymptome nehmen unauSge- Ordens zu verleihen. 'fetzt ab.

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IV, 249, IV 2 - Gemar! kr gesetzliche H dem über bas Wig Concuc -licht UMMn öotben Vwb, Mach pothrt aber 'st durch Per richis vom 6 der Hypothek öffentlich beko ließen, de

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