Die Nachrichten, die der Correspondenz HavaS au- Algier, 24. August, von
den Oberbefehl des Generals Ducrot gestellt wird, soll 150,000 Mann stark werden. Ein Lager wird bei Bourges errichtet werden. ThierS beschäftigt sich eifriger denn je mit der Reorganisation der Armee, um, wenn es zur Dtscussion oeS Projektes über die Reorganisation der Armee kommt, dasselbe dadurch zu be- daß er ihm mit einem neuen, vollständig organisirten und formidablen
deutscher Seite einmal energische Vorstellungen bei der französischen Regierung erhoben werden, d.n guten Grund derselben zu würdigen wissen.
Die neue Armee, welche ThierS im Westen Frankreichs bildet und die unter
haben. Uns Deutschen aber kann es nur recht fein, wenn auch andere Rationen, einmal die französische Brutalität kennen lernen. Sie werben dann, wenn von!
Wehrpflicht, gegen die er nach wie vor ist, abzustehen. Die Beziehungen Mac Mahon's, des Oberbefehlshabers der ersten Armee, zu Thiers sind ziemlich kalt. Die Journale behaupten zwar, daß der Marschall ein viel zu ehrlicher Mann sei, um sich von der Rechten zu ihren Jntriguen benutzen zu lassen. Nichtsdestoweniger gilt es für thatsächuch, daß derselbe einer der eifrigsten Gegner der Verlängerung der Gewalten für ThierS ist. Mac Mahon erachtet sich als den Retter von Paris; er glaubt, daß die Armee, welche die französische Hauptstadt eroberte, ohne ihn nicht marschirt wäre. Zu welcher Partei er eigentlich gehört, ist streitig. Die. jenigen, die ihn für einen Legitimisten halten, übersehen, daß er seine hohe Stellung einzig und allein dem Kaiserreiche verdankt. Daß er der Nachfolger Thiers' — die Rechte bot ihm dies an — nicht werden mag, ist einfach dadurch zu erklären, daß er weiß, wie er einer so schwierigen Stellung nicht gewachsen wäre. — Eine große Anzahl von Elsaß-Lothringern, welche bis zum Friedensschlüsse in der französischen Armee dienten und dann wieder in ihre Heimath entlassen wurden, sind neuerdings nach Frankreich gekommen, da sie keine „Prussiens" werden wollen. Diesilben werden einfach wieder als gemeine Soldaten in die französische Armee eingesteckt, um ihre Dienstzeit zu vollenden. Diejenigen, welche Unteroffiziere und Corporale waren, erhalten ihren früheren Rang nicht zurück, sondern müssen eben.
v*. T«g-- .... em», rn» 2. S-pami« d. I .... oglichst tie französische (ein. flQgfineine Decorirung der Häuser durch Fahnen rc. erfolge.
Die Wievcrgcburt Deutschlands ist nur dem Sturze Napoleor>
^ScMlan, den 2. September. Gestern capitulirten 80,000 MaT „der Mac Mahon'schen Armee. .
„Diese Capitulatien, wodurch die ganze französische Armee m deo „krieasaefangen wurde, ist soeben mit dem General Wrmpffen, - „an Stelle des verwundeten Marschalls Mac Mahon das Comnm „führte, geschlossen worden. , ..
„Der Kaiser Napoleon hat nur sich selbst mrr ergeben,^ „er das Commando nicht führt und Alles der Regentschaft in 1 überläßt. Seinen Aufenthaltsort werde ich nach dem Rendez-vow „welches sofort stattsindet, und nachdem ich ihn gesprochen, bestimmen-
„Welche neue Wendung durch Gottes Führung I
Wilhelm."
sammen 28,680 Thaler, also durchschnittlich jeder 1593 Tbaler neben einer com- sortabcl eingerichteten Amtswohnung. In Frankreich haben Gastliche dieses Ranges gerade halb so viel Gehalt. Zur Besoldung der „Domherren" und der „Dom- vicare" trägt der Staat das Sümmchen von 92,893 Thalern bei; auch die Dlöcesaninstitute werden zum großen Theile vom Staate unterhalten. Wie be' deutens aber der Staatssäckel für die Bestreitung der Bedürfnisse der bischöflichen Stühle, der Domkapitel und der Diöcesanmstitute herangezogen wird, geht daraus hervor» daß zur Bestreitung dieser Bedürfnisse die enorme Summe von 351,055 kämpfen, n ....."7"»
Thalern jährttch aus dem Staatssäckel hergegeben werden. Gegenüber dieser überaus Heere entgegentntt und auf Dicfe Werse Kammer^ bestimm^ von splendiden Ausstattung der katholischen Kirche ist es um so betrübender, daß der evangelischen Kirche in Preußen eine so bescheidene Aschenbrödelrolle zugewiesen rst.
In einer Zeit, wo Herr Majunke und die schwarzen Raben so konsequent ihr Gekrächz wegen „Zurücksetzung" ertönen lassen, verdient dieser Umstand hervorge-
hoben zu werden. ...... w
Die „Provinzialcorrespondenz" enthält einen längeren Artikel über dre Ar- beitSeinstellung, welcher mit folgenden Sätzen schließt: Man braucht nur allen Um. ständen die richtige Schätzung zu Theil werden zu lassen, um zu der Nutzanwen- düng zu gelangen, daß die Arbeitseinstellung nur als äußerstes Mittel der Noth- wehr zur Abwendung unerträglicher Zustände in Frage kommen darf, daß aber auf die Anwendung der zweischneidigen Waffe unbedingt zu verzichten ist, wenn eine den Zeitbedürfniffen entsprechende Verbesserung der Lohnverhältmsse auf dem Wege der Verständigung, durch das Entgegenkommen der Arbeitgeber und unter etwaiger Vermittlung vyu Schiedsgerichten in Aussicht bleibt. Das Gesetz räumt den Arbeitern das Recht ein, über ihre Arbeitskraft, wie über jeden anderen Besitz in Freiheit zu verfügen; kein Coalitionsverbot beschränkt sie in der Befugniß, über Vie Verwerthung ihrer Arbeit gemeinsame Verabredungen zu treffen. Mlt dieser
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ArCtn kennen- aber sie werden die öffentliche Meinung und da« öffentliche Interesse den Expeditionseolonnen zugehen, melden feine Veränderung der Lage. In ^etff aeaen ff» habe'n wenn sie, unter dem Einfluß unverständiger und selbstsüchtiger erwartet der General Sausiier zur Verfolgung seiner Operationen die Coloiiiie ^üvrer den Wea friedlicher Verständigung willkürlich abschneiden oder gar die Thibaudin, die au« Bortj-Med>ana aufowmen soll. Im Lager von CoaG bei ihnen gewährte Freiheit al« Waffe gegen die Freiheit AnderSwollender miß- Collo wurden in der Nach! de« 19. die Rebellen, durch einen auf drei Seite» ihnen gewayrie »reiyeir ais ^1, Hü |U ßki($)[r 3tit geina^ten Ausfall überrascht, in die Flucht geschlagen; sie ließe»
drauchen- außerordentliche« geleistet, 22 Jette auf dem Kampfplatze zurück. In Scherschell zeigt der Oberst Nieoi
ill von^allen Seiten unumschränkt anerkannt w°?den, doch werden einige statistische seine Ankunft in Aghil-u-Zeru, dem letzten Zufluchtsorte der Jnsurrect.on, °». Notiien da« Faetum zur CKdenz beweisen. Die Postverwaltung stellte, unter Hin- Die Untereommisflon, die beauftragt ist, die Forderungen der Kolonisten zu Prüft», Nosiz n v i Boüansialten in ElsaK-Lotbrinaen und der bei den schlägt eine Totalentschädlgung von 2,233,788 Francs vor, wovon 935,669 gr.
Köpfen für o7n auf Eivilgebiet n-ede?gelassenen und 1,188,119 Fr. den auf Militärge ä die Zwecke des Krieges, dann 1933 Pferde und 465 Fahrzeuge. Es wurden auf wohnenden Colonisten zu geben waren. „Jndependant v^n Coastantme enb d-m^rieastbeater 411 deutsche Postanstalten errichtet. Aus den amtlichen Ermitt. wirft ein trauriges Bild vom Zustande der durch den Ausstand ruimrten Coloni- s -u \ für den Zeitraum vom 16. Juli 1870 bis 31. sten, welche die ihnen versprochene Entschädigung erwarten. „Trotz aller Bemuhun-
M?r?1871 ergebet sich folgend enorme Resultate: E« wurden befördert 89,659,000 gen de« Präsidenten der Untereommisston in Bathna, sagt dieses Journal, u» ^wöbnlicke Briese und Eorrespondenzkarlen, 2,354,310 Zeitungen, in Militär- Unterstützungen zu erlangen, hat ihr b>e Verwaltung b>« ,etz, nurdie ungenügend
ST n«tS «y«.
febeint uns sehr Zweifelhaft, da die Unzufriedenheit unter der dortigen Bevölkerung suchungSrlchtcr hat auch schon die Untersuchung elngeleltet.__
nicht die Folge des deutschen Verwaltungssystems, sondern der Anhänglichkeit an;-----——
Frankreich ist. Letztere kann nur mit der Zeit ersticken, wenn das Bewußtsein ein allgemeines geworden, daß eine Rückerwerbung der neuen LandestheUe.von Selten Frankreichs ganz unmöglich ist. Immerhin aber mag es fein, daß ein so umsichtiger und den Verhältnissen Rechnung tragender VerwaltungSbcamter tvie Herr v. Möller zur Versöhnung der Gemüther bntragen kann, zumal unter der gewerb-
Zur Gedächtnisfeier des 2. September 1870.
, ,u. _________... ...... . . . Zur Verwirklichung des von einer großen Anzahl Patriotni
lichen und handelteeibeuden Bevölkerung, vertu Verhältnisse demselben auf da« t)eutM)en Länder erlassenen AttfkUfs »N Nr. 198 M ÄÄVÄÄ “-»»«“ >«*" >«i- «**» I“ Mm •» I" ►
Oberpräsidenten außerordentliche« Vertrauen hat. hkriiaeN auempfel'len, ist eS wenigstens geboten, daß, Zlll öe,iI
Die „Straßburger Zeitung skizzirt den Unterrichtsplan für die höheren > »» - -----
Schulen de« Elsasse«. Danach wird Die p-.—<•- =- die deutsche, für die mittleren und höheren noch «i„ ..
Der Unterricht in der deutschen Sprache wird in allen Klassen wöchentlich sechs für Mathematik, Physik, Chemie und Naturwissenschaften das Französische eingetroffene offictelle Depesche folgen: eintreten. .... „Der Königin Augusta in Berlin:
Der französische Preußenhaß kommt auch anderen Nationen mitunter übel - - - - - " '
1U stehen. Einen neuen Beweis dafür liefert eine Zuschrift an die „Times", worin ein biederer Sohn Albion«, Henry Falrman, seine und seine» sechszehnjahrigen Sohne« unangenehme Erlebnisse in Paris erzählt. Ein Kellner, mit dem Herr Nairman einen kleinen Wortwechsel hatte, rächte sich mit dem AuSruie „Prussien", worauf sofort da« anwesende Publikum sich um Die beiden Fremden drängte und sie sebr aewaltthätig behandelte; dem jungen Fairman, welcher Schlag mit Schlag zu vergelten suchte, wurden fast die Kleider heruntergerissen. Zu Boden geworfen und mißhandelt, wurden die Beiden dann fortgerissen und nach der Polizeiwache geschleppt, von einer Volksmenge begleitet, die zugleich mit der eScorlirenden Poltzei Den ganzen Weg über auf die „verDammten Preußen" schimpfte. Auf der Wache angekommen, wiesen Die Unglücklichen ihre englische Nationalität nach, was nur einen Wechsel in den Schimpfworrcn zur Folge hatte: „coquins d Anglais wurden sie jetzt begrüßt. Darauf Warden sie beschuldigt, die Polizisten angegriffen Darmstudt 29 August Der Ausschuß der ersten Kammer beantragt, »'
zu haben, und in eine schmutzige Zelle eingesperrt. Einige Stunden spa.er brachte CJ ’(n Äam8mtr. Großherzogllche Regierung zu ersuchen , den'
man sie in ein andere« Gesängniß. Auf Verwendung eine« Mitgliedes de.- eng- I 6 , einbeorderten verheiratheten Sehuivicaren den ihnen eil
lischen Gesellschaft kam Tags daraus die Klage zur Verhandlung. Fairman jun. »°'S MEmachung etnbe« ejn’b(tuf auä t(r Staatskasse ju «’ wurde freigesprochen, Fairman sen. zu 25 FraneS beigesteckt wegen Angriffes aus ^trn" auT® unten tet^itlisfeit beizustimmen. Der Zeitpunkt, wann die die Polizei und Gebrauchs von Schimpfwörtern, welche der Poltz.st meineidtger. guttn , aus « -B » ft 8 bestimmt, steht aber in naher W
weise ihm zur Last legte. Die beiden Herren sind zu bedauern, daß sie miß. iKammer wieder zusammentritt, o)
innbelt wurden, ohne da« Verbrechen, Preußen zu fein, wirklich begangen zuAugust. Wie verlautet, beabsichtig, man, au« den I« bedeutenden Mitteln ve« Mainzer Universitätrfond« dem von den Ständen i


