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PreiS vierteljährlich 36 kr. mit Brtngcrlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 49 kr.

Gießener Anzeiger.

Erscheint wöchentlich drei­mal: Dienstags, Donner­stags und Samstags. Expedition: Canzleiberg Ltt. D Nr. 1.

Mnzeige- und Amtsblatt für den Kreis Kichen.

Nr. 39 Donnerstag den 31. März 1870.

Amtliche Bekanntmachungen.

~ Gießen, sm 28. März 1870.

Betreffend: Das Behüten der Wiesen.

Das

Großherzogliche Kreisaml Gießen

an

die GroscherzogUchrn Bürgermeistereicn des Kreises.

Wir machen Sie darauf aufmerksam, daß das Behüten der Wiesen nach der Wiesen-Polizei-Ordnung für den Kreis GießenDie G-ndamerie ist untersagt ist. Sie wollen die Schäfer hierauf aufmerksam machen und die Feldschützen zur Anzeige jeder Uebertretung ai h gleichfalls angewiesen, Zuwiderhandlungen gegen dieses Verbot zur Anzeige zu bringen.

Dr. Goldman n.

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Gießen, den 28. März 1870.

Betreffend: Gesuch der evangelischen Gemeinde Vendersheim um Gestattung einer Hauscollecte zum Neubau einer evangelischen. Kirche.

Das

G r 0 ß h e r j 0 g l i ch e Kreisaml

an

Gießen

Wellen

1789

Wellen Birken-Reisholz;

Wellen

Stecken

3V« 1125

i/i

700

Reisholz.

Erlen-Prügelholz, Stockholz,

1399) Die Abfuhr des Holzes aus dem Gießener Stadtwaide,

District Hochwart, bleibt der ungünstigen Witterung und der damit verbundenen Unfahr» barkeit der Schneißen halber bis auf Weiteres untersagt

Das außer dem oben genannten District gelegene Holz kann dage­gen abgefahren werden.

Gießen, am 29. Marz 1870. Großherzogliche Bürgermeisterei

Gießen.

Vogt.

Berliner urrgeu»

Oeffentliche Bekanntmachung.

1372) Der Bedarf des Grobherzoglichen Provinzial - Arresthauses in Gießen an Brennholz für das laufende Jahr soll

Dienstag den 5. April l. I., Vormittags ll12 Uhr, in dem zu dem genannten Arresthause ge­

hörigen Gerichtsgebäude in öffentlicher Ver­steigerung, unter den vor derselben bekannt gemacht werdenden Bedingungen, an die Wenigstnehmenden zur Lieferung vergeben werden. Bei annehmbaren Geboten erfolgt alsbald der Zuschlag.

Gießen, den 25. März 1870.

Großherzogliches Stadtgericht Gießen.

Muhl, Dr. A- v. Grolman, Stadtrrchter.Justizrath.

B. Bau-, Werk- und Nutzholz:

5 Nadel-Stämme mit 53 Cubikfuß, 396 Eichen 4999

3800 Nadel-Stangen 3059

100 Nutzgerten 8

Bemerkt wird, daß die 700 Wellen Bir- ken-ReiSholz größtentheils aus BefenretS- holz bestehen. ..

Die Zusammenkunft ist auf der Grun- bergcr Straße an der fünften Schneitze (Eisenbahnlinie.) r, _ . .

Gegen vorschriftsmäßige Bürgschaft wird das Holz bis 1 Novbr 1870 verborgt.

Die Großh. Bürgermeistereien der um­liegenden Orte werden ersucht, dies tn ihren Gemeinden bekannt machen zu lassen.

Gießen, den 29. März 1870.

Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen.

Vogtz

153/4 Stecken Eichen-Prügelholz,

243/4 Stockholz,

39 Wellen ,, Reisholz, 53/4 Stecken Nadel-Prügelholz, Stockholz,

Edictat ladunq.

1381) Ansprüche jeder Art an die unten nach pag. und Nr., resp. Flur und Nr. be­zeichneten Immobilien, sind sogewiß binnen 4 Wochen bei dem unterzeichneten Gerichte vorzubringen und zu begründen, als sonst die darüber stattgehabte Veräußerung be­stätigt und in das Mutations - Verzeichmß eingetragen wird.

Christian Noth's Wtttwe von Langs­dorf; Gemarkung Hungen: '^0/2 ^/3, aus dem Namen des Heinrich Roth, Genchts- ^Gemarkung Lich: XXII/275 XVIII/,97, aus dem 9!ameu des Adam Metzger stehend.

Hungen und Lich, den 17. März 1870.

Großherzogliches Landgericht Hungen. Lich.

- Dr. Jrle. Sartorius.

die Grolrhcnoglichen Bürgermeistereien des Kreises.

Großherzogliches Ministerium des Innern hat, nach einer uns von Großherzoglichcm Ober - Consistorium «9^8=^ «uch^tn den

Kirchengemeinde zu Vendersheim zum Zweck des Neubaus einer Kirche eine Hauscollecte, wie früher schon m der Piovinz R) h ss , y

Provinzen Starkenburg und Oberhessen gestattet. k

<^ndem wir Sie hiervon benachrichtigen, empfehlen wir Ihnen, diese Angelegenheit thunltchst zu fordern.

Dr. G o l d m a n n. ___________________ ____

1400) Bei der im August v. I. dahier ftattpetrbten Zutheilung der Einquartierung sind von Bewohnern neu erbauter Hauser Reclamationen eingelaufen, welche auf Grund des Art. 4 des Bundesgesetzes vom 25. Ium 1868 Befreiung von Einquartierung zum Zwecke hatten.

Die Mitglieder der Einquartierungs-Com­mission haben damals, obwohl mit diesen Forderungen nicht einverstanden, die Bele­gung der betreffenden Bewohner mit Em- quartierung unterlassen, aber gleichzeitig dem Gemeinderath ihre Gründe, welche daaegen sprechen, vorgelegt. Nachdem nun durch diesen die Auslegung der fraglichen Ge­setzesstelle veranlaßt worden und diese von der zuständigen Behörde dahin erfolgt ist, daß eine Befreiung von Einquartierung nur den Erbauern bezw. den Eigenthümern, nicht aber den Bewohnern neuer Gebäude zu Gute zu kommen habe, so bringen wir dies zur allgemeinen Kenntniß.

Gießen, den 29. März 1870.

Grobherzogliche Bürgermeisterei Gießen.

Vogt._____________

OcffmMche Bekanntmachung.

1353) Nachdem Großherzogliches Hofge­richt der Provinz Oberhessen Konrad Müller XVI. von Lang-Göns wegen Trunksucht und Verschwendung unter Cu- ratel gestellt hat, wird dies mit dem An- sügen zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß Rechtsgeschäfte aller Art gültig nur mit dem für denselben bestellten Curator Johannes Hartmann IV. von Lang- Gons abgeschlossen werden können. An Letzteren können gültig auch nur Zahlungen für Müller geleistet werden.

Zugleich werden alle Gläubiger des Kon­rad Müller XVI., welche ihre Forderungen bis jetzt zur gerichtlichen Anzeige noch nicht gebracht haben, aufgefordert, innerhalb der nächsten 14 Tage eine Anzeige bei dem unterzeichneten Gerichte zu erstatten, widri­genfalls dieselben bei der Vermögensregu- lirnng unberücksichtigt bleiben.

Gießen, den 22. März 1870.

Großherzogliches Stadtgericht Gießen.

Muhl, Scriba, Stadtrichter. Stadtger.-Assessor.

Besondere Bekanntmachungen.

Bbkrhkssislhe Eilenbahn-Gekelllchaft. __

1404) Die nach §. 22 ber Statuten stimmberechtigten Actionaire der Oberhes- fischen Eisenbahn-Gesellschaft werden hiermit zu der am

Samstag den 30. April 1870, Vormittags 10 Uhr,

JU Gießen im Sitzungssaale des Verwaltungsgebäudes der Gesellschaft abzuhaltenden

zweiten ordentlichen Generalversammlung

eingeladen. Actionaire, welche dieser Versammlung beiwohnen oder sich in der­selben durch Bevollmächtigte vertreten lassen wollen, werden ersucht, sich am 14. oder 16. Avril d- I-, Vormittags von 9 bis 12 Uhr,

zu Gießen auf dem Bureau des Verwaltungsrathcs, Frankfurt a. M. bei den Herren Gebrüder Bcthmann, " von Erlanger S» Söhne,

" Herrn M. Königswarter,

Berlin bei Herrn Jos. IaqucS,

Stuttgart bei der Württcmbergischen Vereinsbank, unter Vorzeigung der in ihrem Besitze befindlichen Actien, mit einem nach ber Nummernfolge geordneten, doppelt ausgefertigten und unterschriebenen Numm er n- Verzeichnisse versehen (wozu die Formularien an den genannten Stellen ausgegeben werden) anzumelden und beziehungsweise die Vollmachten für ihre etwaigen Ver­treter in beglaubigter Form gleichzeitig zu übergeben. Für Aetwnaire, welche ihre Ae- tien gegen von uns auf ihre Namen ausgestellte Depositionsscheine in unser Depo- sitorium hinterlegt haben, bedarf es keiner besonderen Anmeldung zum Zwecke der Selbstiheilnahme an der Versammlung.

Die Eintrittskarten zu der Generalversammlung, welche zugleich zur freien Fahrt auf den Oberhessischen Eisenbahnslrecken für den genannten Tag berechtigen, werden den angemeldeten Actionairen oder deren Bevollmächtigten drei Tage vor der Versammlung, mithin spätestens am 27. April, zugestellt.

Gegenstände der Verhandlung sind:) ______

1) der Jahresbericht des Verwaltungsrathes vom Jahre 1869, 2) ein Antrag auf Reintegration verfallener Jnterimsscheme,

3) die Wahl eines Rechnungs-Prüfungs-Ausschusses von drei Mitgliedern. Gießen, den 26. März 1870.

Der Verwaltungsrath.

Baron R- von Erlanger, Ferdinand Fürst zu Isenburg,

Präsident- Vice-Präsident.

1397) Dienstag den 5. April 1870, Nachmittags 2 Uhr,

soll bei der Stadt Gießen eine Partie Trieb- oiertel am alten Anneröder Weg zunächst der Eisenbahnlinie rc., ein Stück Land auf ber Stephansmark unb ber Platz neben Georg Ruckstuhl an ber Schoor öffmtlich verpachtet und der Anfang an der Grun- berger Straße gemacht werden.

Gießen, den 30. März 1870.

Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. __________ Vogt.____________

Holzversteigerung itn Gießener Stadtwalde.

1398) Montag den 4. April 1870, von Vormittags 9 Uhr an,

soll in dem Gießener Stadtwalde, Distr'c- ten Philosophenwald, Stolzenmorgen, Zoll- stocksmäldchen, Haingesboden, Waldshute und Hegstrauch, nachverzeichnetes Holz öffent­lich versteigert werden.

A. Brennholz: