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26. October 1870.
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schließenden Friedens aufstellen zu wollen, bisherige Stellung auch ferner behaupten.
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Verwendung bei landwirthschaftlichen Arbeiten ziemlichen Abgang erlitten. — Zn dem kleinen Kriege, den man jetzt unter Garibaldi's Namen in den Vogesen und der Freigrafschaft organisiren zu wollen scheint, ist eine eigene Waffe an die deutschen Heere in Tausenden von Stücken von hier abgegangen. Sie ist ein Hinterlader und besteht im Wesentlichen aus einem kleinen Gußstahlrohr mit Zündnadelvorrichtung, schleudert vier oder fünf Spitzkugeln mit voller Kraft auf 2000 Gänge, liefert bequem fünf oder sechs Schüsse in der Minute und erfordert nur zwei Mann zu ihrer Bedienung, welche dem Vordermann noch den Gebrauch seiner Muskete gestattet. Das geringe Gewicht dieser neuen Feldschlange, auf deren Bedienung die Mannschaften schon seit Mai 1866 ein geübt wurden, gestattet jeder Fußtruppe, sie in großer Anzahl rachzuführen. Im Uebrigen scheint der alte Guerillaführer jenen großen Fehler seiner Schützlinge zu theilen, der sich als Unterschätzung der Lage der Dinge oder Kräfte seiner Gegner schon so sehr gerächt hat und ihm ohne Zweifel manche harte Enttäuschung verursachen wird-
Offenbach, 25. Oct. Bon ven hier und in Langen inhaftirten Social« demokraten sind die meisten, auch ihr Präsident, wieder auf freien Fuß gesetzt, weil sich deren Unschuld an strafbaren Schriftstücken erwiesen, welch' letztere von nur einigen Mitgliedern des Arbeitervereins ausgegangen sind.
Kassel, 21. Octbr. Die am letzten Montag in Wil Helmshohe ange- gekommenc Prinz ssin Murat hat mit dem Besitzer des dortigen „Hotels Schom- bardt" für Wohnung, Essen rc. accordirt. Man schließt daraus auf ein längeres Verweilen des gefangenen Kaisers, dessen Adjutant der Gemahl der Plinzessin ist. Die Richtigkeit dieses Schlusses mag dahin gestellt bleiben, jedenfalls beweist die Thatsache, daß an einer Vrränderung des Aufenthaltsortes deö Kaisers, so lange er als Gefangener in Deutschland weilt, nicht gedacht wird. Heute waren übrigens sehr starke Fricdensgerüchte in Umlauf. Prinz Murat soll eine darauf bezügliche Deprsche erhalten haben. — Gestern Abend traf der Marquis v. Gallifet in Wilhelmshöhc ein. Er begab sich sofort in's Schloß zum Kaiser und blieb btt demselben bis Nachts 2 Uhr. (Karlsr. Z )
Münden. Eine Probe von heiterem Patriotismus giebt der Pastor pri- niarius in Münden, indem er um ein Paar Kanonen oder Mörser zu einer neuen Kirchenglocke bittet, da die alte aus dem 16. Jahrhundert bei dem mächtigen Läuten zur Sedanfeier gesprungen ist. Aus demselben Städtchen ist ein Gesuch an den Grafen Bismarck ergangen, einige Kanonen zu schenken, damit beim Ein-
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Engi. Souver. 11
Russ. Imper. 9
Doll, in Gold 2
schäft war zusammengewürfelt aus allen nur möglichen Truppentheilen: Garde» EhasseurS, Infanterie, Artillerie, Zuaven, Turkos, Mobilgarte u. s. w. Es waren darunter ergraute Männer und kleine, kaum dem Knabenalter entwachsene junge Leute. Sie gehörten der Loire-Armee an und sind gefangen genommen in der Schlacht bei Orleans am 11. d. M. Was der katholische Geistliche verbrochen, haben wir nicht erfahren können; einer von der Begleitungsmannschaft meinte: „es ist so a verfl. verd. Brunnenvergifter." Die Ofsiziere und der Geistliche werden, dem Vernehmen nach, Posen heute schon wieder verlassen. (Pos. Ztg.)
Wien, 25. Oct. Die „Correspondenz WarrenS" schreibt: England hat nicht im Entferntesten die Absicht kundgegeben, spccielle Bedingungen des abzu-
Telegraphische Depesche.
Versailles., am 25. Oktober. General von Werder warf den 22. October die aus 2 Divisionen bestehende sogenannte Ostarmee unter General Cambriels, welche sich bei Rioz und Eluz
Pflicht aus, indem sie den Vorschlägen des englischen CabinetS ihre Unterstützung leihen. UebrigenS überlassen sie den Kriegführenden die Verantwortung für dir Wege, welche einzuschlagen denselben gefällt. Demselben Blatte zufolge hat ThierS bereits einen Gcleitschein empfangen, welcher ihm gestattet, sich in das Hauptquartier nach Versailles zu begeben.
Pesth, 24. October. Unterhaus. Koloman Tisza brachte den Antrag ein, die Regierung möge ehestens dem Monarchen und dem Parlamente Vorschläge wegen Organisiruug einer unabhängigen ungarischen Armee unterbreiten. — Der Antragsteller erklärt, die Opposition billige die auswärtige Politik der Regierung.
Brüssel, 26. Oct. Die „Liberte" bringt einen Brief des Hrn. Arthur de Lagueronniere (Bruder des ehemaligen Gesandten) an einen englischen Diplomaten, worin es heißt: Falls der Krieg nicht mit der Austreibung der Preußen aus Frankreich endet, sei es durch Gewalt unsererseits, sei es durch maßvolles Zurückziehen ihrerseits, so wird er mit dem Verfall Europa's enden.
London, 26. Oct. Als erst S Zeichen der Vermittlungsversuche, welche von neutraler Sette unternommen wurden, darf ein von den Morgenblättern gebrachtes Communiqu6 anzusehen sein, nach welchem die Kaiserin Eugenie auf die vorgeschlagene Reise nach Versailles verzichtet, unter dem Vorwand, die Gefahr Der Situation des schwergeprüften Frankreich nicht noch zu vergrößern. Die Kaiserin sei bereits nach Chislehurst zurückgekehrt.
Schluß-Cours e.
Darmstädter Bank — Oesterr. Bankaktien - Oesterr. Creditactien 2441/4 bez. G. StaatSbahn-Aktien 369% bez. G. Lombarden 164'/, bez. Glisabethbahn Acti,n 2073/, bez. Galüier — Böhmische Westbahnact.en — Silberrente 56V, bez. 1860er Loose 753 i 1864er Loose - 1882 Amerikaner 957/16 bez. 3% neueste Spanier 29, 28»/16 bez.
Stilles Geschäft.
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stellte, in hitzigem Gefecht über den Oignon und aus Auxor-Dessus gegen Besannen zurück. Diesseits waren fm Gefechte: Die Brigade Degenfeld, Truppen der Brigade Prinz Wilhelm und Keller und zwei Bataillone des Regiments Nr. 30. Unser Verlust: 3 Offiziere, etwa 100 Mann. Der Feind hatte bedeutendere Verluste, vabei zwei Stabsoffiziere, 13 Offiziere, 180 Mann gefangen und roq sich derselbe in größter Unordnung zurück.
59 v. Podbielsky.
zug in Paris gefeuert werden könne.
München, 24. Oct. Vorgestern Abend sind die bayerischen Minister in Versailles eingetroffen. Sie konnten die Bahn bis Nanteuil benützen, wo sie ihr zweites Nachtlager hielten. Zum ersten Male übernachteten sie in Ranzig. In Aanteuil mußten sie den Wagen besteigen, der sie auf weitem Bogen um Paris i h^rum nach Versailles brachte. Ihr Aufenthalt ist auf die Dauer von wenigstens , acht Tagen berechnet. Man hört hier, daß der Kriegöminister v. Prankh mit dem eisernen Kreuz ausgezeichnet und diese Decorirung mit einer militärischen . Festlichkeit verbunden werden soll. —. Der König von Bayern hat dem General- ; slabschef der 3. Armee, Generallieutenant v. Blumenthal, als Leiter der Operationen dieser Armee, dem Commandirenden deS 5. norddeutschen Armeekorps, General der Infanterie v. Kirchbach, für die Tage von Weißenburg und Wörth, rind dem Commandirenden des 4. norddeutschen Armeecorps, General der In Enterte v. Aivensleben 1., für seine Teilnahme am Treffen von Beaumont, das Commandeurkreuz des Militär-Max-Joseph-OrdenS verliehen. Außerdem sind viele andere hohe Offiziere der 3. Armee decorirt.
Berlin 26. Oct. Die „Provinzial. Corctspondenz" schreibt bezüglich der Waffenstillstandsversuche, daß man sich kaum großen Hoffnungen auf das Gelingen derselben hingeben dürfe, da die französischen Machthaber noch weit von den Ge- sichtSpunktcn entfernt seien, von welchen bei allen ernstlichen Verhandlungen aufc- zugehen sei. Rach den weiter errungenen Erfolgen deutscherseits sei kein Grund vorhanden, um von den in nationalen Interessen gestellten Forderungen abzugehen. Die Verzögerung des Angriffs auf Paris gehe einzig aus den in der Sache Iie- § enden Schwierigkeiten hervor, nicht aus politischen Bedenken. Unsere Kncgs- leitung habe Alles vorbereitet, um auch das letzte Bollwerk deS Fe indes zu de- zwingen- Betreffs der Verhandlungen über die deutsche Frage tn Versailles sei Aussicht vorhanden, daß die Ergebnisse schon dem in der zweit en Hälfte des Monats November za berufenden Reichstage vorgelegt würden, betreff« der Land lagswahlen ist festgesetzt, daß die Wahlmännerwaylcn am 9., die Abgeordnetenwahlen am 16. November ftattfinden.
Aus Norddcutschland, Mitte Oct. Der Rh. M. berichtet: „In Sachen der Unfehlbarkert liegt für die Praxis ein entscheidender Fall aus Kointz m Westprcußen vor, wo das gesammte, dem (bekannten KömgSwinterer) Proteste sich anschließende Lehrer-Collegium des Gymnasiums von dem Relrgronslehrer in Gegenwart der Schüler förmlich in den Bann gethan ist, und nun der Regierung iu Königsberg die Entscheidung darüber vorliegt, ob das ganze Lehrer-Collegium zu desavouiren, d. h. das katholische Gymnasium aufzuheben sei, oder der Re- ^^^Kölüasberg, 26. Oct., Mittags. Auf Befehl des Königs sind vr. Jacoby, Herbig und sechs andere Gefangene aus der Haft in Lötzen entlassen. Die Doci«1» ^^^Schwerin^24."Oct.^Di? hochherzige Enthaltsamkeit, welche laut Bekannt- machung des Generals v. Manteuffel er selbst und dre Oberbefehlshaber seines Corps Angesicht, der 18 auf dasselbe fallenden eisernen Kreuze geübt haben, ha ihren Lohn erhalten. Wie das „W. T. B." von hier melde:,Jot b ®io6- herzog dem 1. Armeecorps 20 Dekorationen des mecklenburgischen Militär-Der dienstkreuzes als Zoll seiner Verwunderung für das Corps überwiesen. General v Manteuffel hat dies durch besonderen Corpsbesehl bekannt gemacht. Den Ord haben erhalten : die Generale v. Manteuffel, v. Bentheim, v. Pritzelwitz, v. Falck-m- Hein, v. Gayl, v. Zyltnicki, v. Memerty; die Obersten v. Bocking, v. Busse, 0. Maffow, v. Goltz, Junge, v. Tietzen-Hennig, v. Mutzschefahl, V- Gmem, v. Legat; die Oberstlieutenants v. Massow, v. Burg, v. Plotz, und Major v.
Vermischtes.
Berlin. Als nach dem Bekanntwerden der Kapitulation von Sedan die Hauser der Resident im Flagaenschmuck prangten, wehte auch auf dem Dache deS Gebäudes in der Gartenstraße Nr 134 die norddeutsche Tricolore. Ein Bewohner deS dritten Stockwerkes jenes Hauses, der Arbeiter August Löwe, hatte wegen dieses Siegesjubels öffentlich seine Antipathie gegen mehrere Hausbewohner ausgesprochen; am 5. September, nachdem die Fahne drei Tage geweht, ergriff ter dieselbe auö dem Fenster und zerriß sie in mehrere Stücke. Er ist dieserhalb wegen Vorsatz, icher Vermögensbeschädigung angeklagt. In der Audienzverhandlung gesteht Lowe das Factum iv behauptet indeß, daß er einen Kanarienvogel am Fenster im Bauer stehen gehabt, der durch das Wehen der Fahne scheu geworden sei; in seinem Ingrimm habe er diese deshalb entfernt. Durch die Beweisaufnahme wird jedoch feftgestellt, daß der gefiederte Sanger nicht die mittelbare Ursache der Entfernung gewesen, sondern daß Löwe, ein Mitglied der socialdemokratqchen Partei, vom kosmopolitischen'Standpunkte auS sich gegen das Symbol der norddeutschen Zusammengehörigkeit vergriffen habe. Fünf Tbaler Geldbuße, resp. drei Tage Gefängmp treffen wegen dieser Demonstration den Antianneriontsten.
Preuss. 41/2% Obi. 92 Frankf. 31/2% Obi. 79i/2 Nass. 41/2% Obi. 911/r Kurh. 4% Obi. 831/4 Hess. 40/g Obi. b. Roths. 921/4
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Bayer. 5% Obi. 971/2
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„ 40/ü Vzjährige 833/4 Würtemb. 41/2% Obi. 907, g Baden 41/2o/o Obi. o. E.L. 915/s Oeetr. 5% b. B. 55
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Amer. 6ü/q 1882r Bds. 951/2 „ 60/0 1885r 941/4
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Bayer. Oetbahn 124
Hess. Ludwigsbahn 136 3% östr. Stsb.-Prior. 56 3% östr. s. Lombard. 455/e 3% Livorneser 317/s 5% Tosoaner 51 Frankf. Hypoth.-Bank — Frankf. V ereins-Kasso — 5% Elisabeth-Prior. 771/2 do. II. Emiss. 74i/2________
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Kurh. 40 Thlr. Loose 63i/2 Nassau fi. 25 b. Roth. 36’/2 Gr. Hess. fl. 50 b. R. — Gr. Hess. fl. 25 b. R. — 4u/0 bayr. Präm. Anl. 1063/g 40/g badische Loose 1043/8 Badische fl. 35 Loose 581/2 1858r Prioritätsloose 151 1860r Loose 75?/8 1864r „ 1121/2
WeehseB.
Ajnsterd. k. 8. 1003/8 Augsb. k. 8. 997/g Berlin k. 8. 1057/s Bremen k. 3. 97 Coln k. 8. 1043/4 Hamburg k. 8. 88 Leipzig k. 8. 1043/4 London k. 8. 1183/4 Lyon k. 8. — Paris k. 8. — Wien k. 8. 96i/g Disconto 40/g G.
GeEdgorteii.
SOnting(I)tocrin, 24. Dctober. Den „Mecklcnb. Anzrigen» wird aus Rheims ge- «lhrieb-n: Sich-r-m B-rnchm-n nach beabsichtigt S-. köntgl.
Qerjofl mit Verlegung des Stabes in die CernirungSlinte van Parts tn wenigen Tagen vorzugeben und alsdann da« Commando über die beiden Landwehrdtvi- Konen v. Selchow und v. Bayl dem stellvertretenden Generalgouverneur zu über, trauen, dessen Ankunft in kürzester Frist erwartet wird.
Posen, 22. Oct. Vergangene Nacht gegen 2 Uhr sind unter Escortc von r Offizieren und 67 Mann bayerischer Landwehr hier emgetroffen. 6
katholischer Geistlicher und 974 Mann französischer Gefangener. Die Mann-


