Ausgabe 
16.6.1870
 
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PretL vierteljährlich 36 fr. mit Bringerlohn- Durch die Post bezogen vierteljährlich 49 kr.

Gießener Anzeiger.

Erscheint wöchentlich drei­mal : Dienstags, Donner­stags und Samstags. Expedition: Cauzleiberg Lit. V. Nr. 1.

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Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Kielen.

Nr. 70. Donnerstag den 16. Juni 1870.

Wir sehen uns wiederholt veranlaßt, das inserirende Publikum darauf aufmerksam zu machen, daß bei jeder Anzeige, bei der es heißt:Näheres bei der Expedition dieses Blattes", von uns 12 kr. Nach­schlagegebühren berechnet werden müssen, selbst wenn solche Anzeigen für den Aufgeber keinen Erfolg hatten.

Die Expedition des Giessener Anzeigers.

AMtZi ehe BekarnntmrrchIrnger».

__ Bekanntmachung.

Nach einer Mittheilung des Großherzoglichen Ministeriums des Innern ist die mit einem jährlichen Gehalte von 470 Gulden verbundene Stelle eines Kanzleidieners bei Großherzoglicher Oberstudien -Direktion erledigt. Die Bewerber aus dem Stande der versorgungsberechtigten Unterosficiere und Soldaten, welche der 1. Bezirks-Compagnie angehören, haben ihre deßfallsigen Gesuche spätestens bis zum 22. Juni er. dem Bezirks-Feldwebel in Gießen einzuhändigen.

Gießen, den 13. Juni 1870. Großherzogliches Landwehr - Bezirks - Commando Gießen.

Franck,

Hauptmann. <r

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Besondere Bekanntmachungen.

Edictalladu ug.

2734) Nachdem die gerichtsbekannten Gläubiger der Firma Gebrüder Gossi m Groß-Linden resp. ihres jetzigen Inha­bers Christian Gossi daselbst mit dem letzteren ein Arrangement abgeschlossen ha­ben, dessen Einsicht in der hiesigen Gerichts- Kegistratur für alle Interessenten freisteht, jo werden alle etwaige unbekannte Gläubi­ger jener Firma und ihres Inhabers hier- mit aufgefordert, binnen vier Wochen et­waige Einwendungen gegen das erwähnte Arrangement hier vorzubringen und zugleich tyre Ansprüche nebst allenfallsigen Vorzugs­rechten anzumelden, widrigenfalls das Ar­rangement bestätigt und sofort in Vollzug gesetzt werde.

Gießen, den 3. Juni 1870.

Großherzogliches Stadtgericht Gießen.

Muhl, Becker, Stadtrichter. Stadtger.-Assessor.

Oeffentliche Aufforderung.

2728) Friedrich Fernkorn von Gießen hat mit seinen gerichtsbekannten Gläubigern ein Arrangement abgeschlossen.

Etwaige unbekannte Gläubiger werden aufgefordert, binnen 14 Tagen ihre Forde­rungen hier anzuzeigen, widrigenfalls ohne Rücksicht auf sie das Arrangement bestätigt und vollzogen werden würde.

Gießen, den 3. Juni 1870.

Grobherzogliches Stadtgericht Gießen.

Muhl, Scriba,

Stadtrichter. Stadtger.-Assessor.^

ÄerftNigerurrgen.

Petroleum-Lieferung.

2832) Donnerstag den 16. Juni d. I., Vormittags 11 Uhr,

wird die Lieferung des Petroleums für die Garnison-Verwaltung Gießen auf das II. Halbjahr d. I. mittelst Soumission vergeben und können auf dem Büreau derselben die Lieferungsbedingungen eingesehen werden.

Gießen, den 13. Juni 1870.

Großherzogliche Garnison - Verwaltung.

___________Kalbfleisch.__

Pferde - Versteigerung.

2855) Mittwoch den 22. Juni 1870,

Vormittags um 10 Uhr, wird in der Gendarmerie-Caserne zu Gießen ein ausrangirtes Dienstpferd gegen gleich baare Zahlung öffentlich versteigert.

Gießen, den 13. Juni 1870.

Gcoßherzogliches Gendarmerie - Divisions- Commando Oberhessen.

Supp, Rittmeister.

HeugraS-Versteigerung bei der Stadt Gießen.

2810) Montag den 20. und Dienstag den 21. Juni d. I,

jedesmal von Morgens 9 Uhr an, fall das Heugras von den städtischen Wie­sen versteigert werden, und zwar:

Montag den 20. Juni

OMi den Wiesen vor der Neustadt, am

Neuenweger Thor, am Fürstenbrunnen, im Wieseckthal und Hegstrauch;

Dienstag den 21. Juni

von den Ochsenwiesen, den Wiesen im vor­deren und hinteren Stolzenmorgen und am Altentisch.

Die Zusammenkunft ist am ersten Tage am Neustädter Thor und am zweiten Tage in den Ochsenwiesen.

Die Großh. Bürgermeistereien der um­liegenden Orte werden ersucht, dies in ihren Gemeinden bekannt machen zu lassen.

Gießen, den 10. Juni 1870.

Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. ______________Vogt.___________

2871) Das Heugras von meinen Wie­sen wird bei der städtischen Grasversteige­rung mitversteigert. Peter Plank.

Heugras - Versteigerung.

2757) Montag den 20. d. Mts., Vormittags 10 Uhr,

wird das Heugras von 12 Morgen Frei­herrlich von Nordeck zur Rabenauischen Wiesen und Gärten in der Gemarkung Alten-Buseck an Ort und Stelle in Abtheilungcn versteigert.

Rabenau, am 8. Juni 1870.

Der Rentmeister: __________________Schmidt.

2865) Freitag den 24. d. Mts., Morgens 9 Uhr, sollen in dem von Dörnberg'schen Walde, dieStruth" genannt, bei Spekswinkel:

140 Eichen-Nutzholzstämme bis zu 15" stark und von 40' Länge,

9 Klafter Eichen-Nutzholz (9 Fuß lang), 26 Eichen-Stainmprügelholz,

10 Schock Zopfreis,

21 Klafter Stöcke,

an den Meistbietenden versteigert werden. Neustadt, am 13. Juni 1870.

Freiherr!, von Dörnberg'fche Renterei. Zürmü hl.

CK/nvfioit in allen Sorten, trocken so- 0(11 VVil , als auch mittelst Dampfkraft auf's Feinste in Ocl abgc- rteben, Broncen, Blattgold, Maser- walren und Oelfarbmühlcn empfiehlt

Emil Fischbach, (2879) _________________Seltersweg.

2631) Trockene Eichen-Breiter in allen Stärken empfiehlt die Holz­handlung von

S. Katzenstein.

2868) 100 Fichten - Bohnenstangen sind billig zu verkaufen bei

Frau Hofs mann, Wäscherin, in der Lindengasse.________

2857) Reingehaltene Weine, pr. Schop­pen 14, 18 und 24 kr., empfiehlt _______Karl Ludwig, am Asterweg.

2866) Auf dem Seltersberg Lit. E. Nr. 2 ist ein noch wenig gebrauchter Schiebkarrn, sowie ein steinerner Schweinetrog, zu ver­kaufen-

Portland (cm ent.

vorzüglichste Qualität, aus der Fabrik von Chr. Lothary in Mainz, sowie Sandsteinplatten, Trrppensteine und Spalierlatten, empfiehlt zu den billigsten Preisen Dan. Wirths Nachfolger (2777) (Th. Geilfus).

2782) Extra feine Reisstärke, Waschpulver, Waschblau und Fleckenseife

empfehlen I. A- Busch Söhne.

2830) Zu verkaufen:

30 Stück gut erhaltene Fenster-

Fr. Bender dc Comp.

2878) Große und kleine Packfässcr stehen billig zu verkaufen bei

Emil Fischbach, Seltersweg.

2781) Neue MatjeS- Hä­ringe empfehlen

I. A. Busch Söhne.

2774) Ein circa 16 Fuß hoher Olean­derbaum, mit vielen Blüthenknospen, ein großer runder Tisch und eine Decimal- waage von 1 Centner Tragkraft, nebst Ge­wichte, sind zu verkaufen. Näheres int Expreß-Bureau.

Fußboden-Anstrich.

Fußbodcnlack, sofort trocknend,

Leinölsiccatif zum Einölen, Celffltvc.i, fertig zum Anstrich, rasch und hart trocknend, sowie alle sonstigen Ingredienzien zum An' streichen nnb Wichsen der Fußböden, em­pfiehlt Emil Fischbach,

(2880)Seltersweg.

I II. F. Daubilzfdjcr IKrauter-Liqueur'), fabricirt von Apotheker R- F. Daubitz in Berlin, Charlotten­straße 19.

Geehrter Herr Daubitz!

Seit 10 Jahren gebrauche ich bereits Ihren mir so sehr wohl- thuenden Kräuter-Liqucur, und würde rch wohl ohne denselben schon lange nicht mehr unter den Lebenden sein. DerKräu- rer-Liqueur hat mich von einer bedeutenden Verschleimung be­freit, und bis jetzt immer ge­sund erhalten; so daß ich ihn nicht mehr entbehren kann. Ich ersuche Sie daher u. s. w

W Mit Hochschätzung W

Iachmann, Chausscegclderheber.

igj Grapow, bei Woldenberg, den M W 22. Februar 1870.

*) Zu haben in der bekannten K vtiederlage. (1762)

2762) Die Fabrik für englische Alpacca's, zu Kleiderstoffen für Damen, von Ge­brüder Baum in Leipzig, ist die erste und emFkge, welche dieselben auch in halben Stücken und einzelnen Roben verkauft und versendet, und solche zum Fabrikpreise be­rechnet.

Empfehlen daher zur Sommer-Saison unsere

Alpacca's einfarbig, in feiner Qualität, die neuesten Farben in: hellbraun, mittelbraun, dun­kelbraun, ebenso: grau, blau, rosa, weiß, pance, lila, bordeaux (kirschbraun), grün, rehfarben und schwarz, das vollständige Kleid nebst reichlichem Stoff zum Garniren des­selben

für nur 2$ Thlr.

Der Verkauf einzelner Roben dauert für diese Saison nur noch sehr kurze Zeit, weshalb wir alle auswärtigen Herrschaften bitten, uns ihre werthen brieflichen Auf­träge so schnell als möglich zugehen zu las­sen, damit wir noch im Stande sind, die­selben genau nacb Wunsch auszuführen.

Gebrüder» Baum

in Leipzig,

Katharinen-Str. 10.

Die so massenhaft nach Proben einge­henden Briefe können bei dem großen Um­fange unsrer Versendungen nicht berücksich­tigt, sondern nur bestimmte Aufträge, bei Angabe der gewünschten Farbe, effectuirt werden. Uns unbekannte Besteller bit­ten wir den Betrag mitzusenden, oder uns Postnachnahme zu gestatten.

2840) Einige Hundert Fichten-Bohnen- stangen werden abgegeben von

Th. Roloff, ______________________am Wallthor.

2775) Ein Haufen Mist ist zu verkau­fen Asterweg Lit- A. Nr. 127.

2877) Das Gras meines Gartens im Gartfeld stehl zu verkaufen.

________________Gg- Burck Hardt-

2875) Das am Canzleiberg belegene Haus der nach Cassel übergesiedelten Familie Brauburger, welches mit einer geräu­migen Werkstättc versehen und in gutem Zustande ist, soll verkauft werden. Kauf- preis und Bedingungen sind zu erfragen bei Ehr. Vix, am Neuenweger Thor.