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Aus Dünkirchen vom 6. d. wird Vorsichtsmaßregeln getroffen werden. Alder Abholzung der in der Umgegend der wurde, setzte sich die Bevölkerung hiergegen
gy^trelter gemeldet wird, hat der Bischof von Au,un Beschwerde erhoben, weil durch eine Abtheilung von Franciireur» Werthgegenstänve ans seinem Palars entwendet worden.
gemeldet: Es sollen hier umfassende in Folge getroffener Anordnung mit Stadl befindlichen Baume begonnen zur Wehre und verhinderte zunächst
Antrag Nase
lkreis- frufung tarrne);
Mafien,
Kriegsnachrichten.
Brüssel, 8. Dcc., Abends. Die „Jndependance beige" meldet aus Marseille vom 3 : Anläßlich der enthusiastischen Kundgebungen, welche durch die verbreiteten
Gerüchte, die Armee ton .......t ,
fei cernirt, hier stattfanden, sah sich der Präfect genöthigt, tue Unrichtigkeit dieser Nachrichten anzuzeigen, und gleichzeitig bekannt zu machen, daß t>ie Urheber d e,er Nachricht, durch welche auch die Behörden getäuscht seien, der Justiz über-
nicht- mehr nützen konnten." „ , . .
Saarbrücken, 10. Dec. Aus Versailles vom 7. ds. wird gemeldet: „Dem Vernehmen nach enthielt das gestern von hier an den General Trochu ab- gegangene Schreiben, in welchem demselben die Niederlage der Loirearmee und die Besetzung von Orleans gemeldet wird, keine Aufforderung zur Uebergabe, sondern nur den Vorschlag, einen Offizier aus Pari- nach Orleans zu senden, um sich von der Sachlage zu überzeugen. General Trochu hat das ihm gestellte Anerbieten abgelehnt. Dem Könige gehen aus ganz Deutschland eine ungemein große Anzahl von Glückwunschadressen zur Kaiser-Würde zu. Wetter sehr kalt. Schnee und Ei6." , .
Bern 10. Dec. Von Pruntrut sind beim Bundesrathe zu Gunsten der Bewohner von Belfort gleiche Schritte angeregt, wie für die Straßburger.
Der „Köln. Ztg." wird au- Berlin 10. Dec. geschrieben: Mit einer • Abendsitzung hat heute der norddeutsche Reichstag seine „nach menschlicher Berechnung" — wie Präsident Simson vorsichtig sagte — letzte Sitzung beschlossen; ' jedoch nur, um demnächst, wenn oie süddeutschen Landtage die neue „Reichs- Verfassung" ihrerseits ebenfalls werden angenommen haben, im neuen Jahre recht bald als „deutscher" Reichstag wiederzukehren und, um die süddeutschen Brüder bereichert, seine Arbeiten wieder aufzunehmen. Gerade seine heutigen Arbeiten weisen schon auf die nöthige Werksortsetzung hinaus. Gleich bei seiner erläutern- den Befürwortung der neuesten Gesetzvorlage in Betreff der Aufnahme der Ausdrücke „Kaiser" und „Reich" in die Bundes-Verfassung kündigte Herr Delbrück offen die Nothwendigkeit noch weiterer entsprechender Abänderungen an dem ubn i flen Wortlaute der Verfassung an und al- Aufgabe dem deutschen Reichstage zu- ’ gewiesen. Und eben so zielten auch die heutigen Beschlüsse de- Hause-, welche namentlich die ausreichende Fürsorge für die Opfer des Kriege- dem Bundes- kanzler aufs Neue an-Herz legten, auf betreffende Gesetzvorlagen, welche dem nach- 1 sten deutschen Reichstage vorzulegen sein werden. Zum Schluffe erließ der Reichs- tag mit allen Stimmen gegen die der sechs Social-Demokraten eine Adresse an den siegreichen Bundesselvherrn und künftigen Kaiser, die in wenigen gedrängten Sätzen die dankende Anerkennung de- mit Gottes Beistand unter des Königs Führung Geleisteten und eine begeisterte Hoffnung für die Zukunft würdig und markig ausspricht. Lasker sprach zu derselben einige einleitende Worte, die mehr- fach von lautem Deifalle begleitet wurden, wie namentlich auch sein Ausdruck der Hoffnung, „daß unsere Einigung nicht bloß der eigenen Nation zu Gute komme, sondern, ohne Ueberhebung, als ob wir den Frieden dictirten, lediglich durch die moralische Macht, welche die Friedensliebe Deutschland- ausübt, daß fortan unser Reich der Anfang fein wird eine« wahren und gesicherten Frieden-." Möge diese Hoffnung in Erfüllung gehen; da- walte Gott! Eine sofort durch das Loos zu- fammengestellte Deputation von 30 Mitgliedern wird die Adresse nach Versailles überbringen. Herr Delbrück schloß darauf den Reichstag mit Verlesung der betreffenden Allerhöchsten Botschaft au- Versailles und die Versammlung trennte sich mit dreifachem Hochruf auf den König-BundeSseldherrn.
Die „N. A. Z." schreibt: Unsere Erwartungen, welche wir hinsichtlich der Verträge mit den süddeutschen Staaten von der patriotischen Einsicht de- Reichs- tage- hegten, sind nicht getäuscht worden; das große Werk der deutschen Einheit ist, soweit der Norden Deutschland- dabei in Frage kommt, nunmehr zu einer Thatsache geworden; der großen Mehrheit des Reichstages haben wir es zu danken, daß das Bestreben unserer verneinenden Geister, nach welchem die Beschlüsse der Volksvertreter verderben sollten, was da- Schwert gut gemacht, ganz und völlig gescheitert ist. Von der Fortschrittspartei haben nur zwei, die Herren Dr. Becker und v. Kirchmann, den Bann der Partei zu brechen vermocht, die übrigen Ab» geordneten dieser Partei werden nun darüber nachzudenken haben, welchen Eindruck es machen muß, sie in der angenehmen Gesellschaft der Socialdemokraten und der Herren Ewald und Windthorst zu sehen. Die Thätigke.t des ersten Reichstages des Norddeutschen Bundes ist durch die Beschlüsse über die Vereinigung des Nordens mit dem Süden zu einem Abschluß gelangt, wie ihn rühmlicher kein andere- Parlament aufzuweisen vermag. Die Freudigkeit am Schaffen hat in diesem Reichstage die ausschließlich kritische Richtung der radikalen Par- teien so glücklich zu beherrschen gewußt, daß die Resultate, welche aus der parla- mentarischen Arbeit erwachsen sind, für alle Zeiten ein ehrendes Erinnerungsmai dieses Parlaments bleiben werden. Es beginnt nunmehr für das deutsche Ver- faffungSwerk ein neues Stadium; die süddeutschen Ständekammern werden ihr Votum abzugeben haben über das, was zwischen den Regierungen und dem Par- lamente Norddeutschlands vereinbart worden ist. Auch diesen Beschlüssen sehen wir mit ruhiger Hoffnung entgegen; daß wir es können, verdanken wir der Matzi- gung, welche die in der Mehrheit des Reichstages vertretenen Parteien an den $ Ö %ie imperialistische „Situation" vom 9. hat einen Artikel, dessen Tendenz sich in dem Satze zusammenfassen läßt: „Die Fortsetzung des Kampfes kann fein anderes Resultat haben, als entweder das Land den schrecken der Occupation oder den Gräueln der Anarchie zu überliefern." Die Majorität des Landes, fährt das Blatt fort, sei seit Sedan für den Frieden, unter den bestmogUcyen erreichbaren Bedingungen, gewesen. Wenn jetzt noch die Männer zu Tagenden fallen, während Frauen und Kinder hungern und frieren, wem sei die Schuld beiiumeffen? Den Senatoren und Deputirten, welche den Muth gehabt fürden Krieg zu stimmen, jetzt aber zu feige seien, um durch das Opfer augenblicklicher Popularität, durch das Aufgeben einzelner Städte dem Volke den Frieden wieder- ruaeben. — „Wenn man", so schließt die „Situation" „die Arroganz gehabt bat, für den Krieg zu stimmen, mit der Absicht, mehr als bloßen Ruhm dadurch zu erlangen, muß man auch die Bescheidenheit haben, den Frieden zu wollen, und sich nicht wundern, daß der Sieger dar verlangt, was Ihr an seiner Stelle
Telegraphische Depeschen.
Darmstadt, 12. Dec. Bei dem Großherzoge eingetroffenen Nachrichten zufolge betrug der Gesammtverlust der Hessen in den Kämpfen um Orleans ^Offiziere, darunter 2 tobt, und HO Mann todt und verwundet.
✓ + Berlin, 11. Dec. Der „Staatsanzeiger" schreibt: „Nach einem gestern Abend eingegangenen Telegramm des Bundeskanzlers ist der König bereit, die Reichstagsadresse aus den Händen der mit der Ueberreichung beauftragten Deputation entgegenzunehmen. Die Abreise der Deputation erfolgt nächster ^.age, sobald die nötbigen Volbereitungen getroffen sind."
△ Lille, 10. Dec. Der Generalcommissär empfing den Besuch Hennecourt S.
neue'in Paris adoptirtc Plane zu unterrichten, um eine Uebereinstimmung m den Operationen herbeizuführen. Bezüglich der Verproviantirung kenne man in ^ariS keine Entbehrungen (?!). Dec Patriotismus und die Einigkeit der Bevölkerung sei über alles Lob erhaben (?> Die Stadt sei gegen jeden Angriff gesichert
△ Brüssel, 12. Dcc. Die „Jndependance" meldet: Der Gesandte des Norddeutschen Bundes, Herr v. Balan, notificirte heute osfictev dem belgischen
die AuSfudrung dieses Projectes.
Brüssel, io. Dec. Bezüglich des Telegramme-, welche- die Verlegung der Regierung nach Bordeaux motioirt, schreibt Vic „Jndependance" : E- wäre kindisch, sich zu verhehlen, daß Die letzten Ereignisse an der Loire alle Hoffnungen, welche Frankreich betreff- der Entsetzung der Hauptstadt hegen konnte, darniederschlagen, wie auch die Hoffnung, den Feind in offenem Felde zu b.siegen, allmählich schwinden muß. — Au- Lyon vom 5. Deeember wird ein neuer Eonstict gemeldet zwischen der R gierung-oelegation und der Muncipalität der Stadt wegen der Ernennung von Polizeicommiffaren. Die französischen Journale sprechen sich anläßlich der Niederlage der Loirearmee entmuthigt aus. Ein D.cret Der Regierung setzt für die verschiedenen Lager besondere Inspektoren ein. Ein Circular Chandordy's vom 29. Noo. versucht eine Anzahl angeblich grausamer Ausschreitungen der preuß schen Truppen zu constatiren.
Brüssel, 11. Dec. Die „Jndep." meldet au- Paris vom 6. December: „General Trochu ließ den Brief de- General Moltke mit feiner dankenden Ab» lehnung allenthalben affichiren. Die Regierung fü-Je hinzu, daß ihre Entschlüsse unverändert blieben: „Kämpfen wir fort! E- lebe Die Republik! Es lebe Frankreich!
Utber den Kampf bei Beaune berichtet ein Eorrefpondent Der „Pall Mall Gazette" bei der Armee des Prinzen Friedrich Karl Folgendes: „Das Dorf war von einer Brigade vom Arm^corps des Generals v. Doigts-Rhetz besetzt, Die von ihrem CorpScommandeur Befehl hatte, daffelbe bis auf Den letzten Mann zu halten und vor Allem sich nicht gefangen nehmen zu lassen. Die beiden Regimenter hielten Denn auch in Der That Den Ort volle sechs Stunden ohne Verstärkung, obschon sie vollständig von Den Franzosen eingeschloss.n waren, von Drei Divisionen unablässig angegriffen und förmlich zur Uebergabe aufgesordert wurden. AlS sie sich weigerten, diesem letzteren Ansinnen Folge zu leisten, versuchten die Franzosen Beaune mit dem Bayonnet zu nehmen. Die Preußen bedirnten sich ihrer gewöhnlichen Taktik, warteten, bis Der FeinD auf 300 Schritt ^fra” unD begrüßten ihn Dann mit einem so entsetzlichcn Schnellfeuer, daß buchstäblich Die Todten haufenweise auf einander lagen. An einem Orte lagen mehr als tausend tobte Franzosen. E- ist Das keine Uebertrcibung, denn Der Generalstabs- Chef de« Prinzen ließ sie zählen. Gegen 4 Uhr brachte eine Division oom Dritten Corps, Die General Alvensleben abgesandt hatte, den Eingeschlossenen Entsatz
. Die Franzosen wurden zurückgetrieben und verloren bei dieser Gelegenheit 1300 Gefangene und eine Kanone. Gegen 300 der Gefangenen, meist frisch von Algier eingetroffene Zuaven von der Linie, wurden in Pithivieres einige Stunden lang in die Kirche gesperrt, wo Der Berichterstatter sie sah. Die Einwohner reichten ' tbntn Brod und fit trugen ihr Schicksal mir philosophischem Gl-ichmuthe Die Kirche war ihres Schmuckes entkleidet, doch standen noch schwere silberne Leuchter unberührt auf dem Altäre. In einer Seitencapelle waren einige erschreckte fran- , zösische Frauen am Beten, während ein deutscher Soldat in meisterhafter Weise ; eine von Sebastian Bach'- Symphonien auf der Orgel spielte."
„Es ist ein merkwürdiger Anblick", schreibt ein Correspondcnt der „Daily , News", „gegenwärtig da- französische Vice-Consulat in Luxemburg zu besuchen. . Da- Burcau des Consulates ist in nächster Nähe der Eisenvahnstation, unD Der Vice-Consul, so wie sein Secretär sind Den ganzen Tag beschäftigt, französische Gefangene zu empfangrn, denen es gelungen ist, aus der Gefangenschaft in Deutfch- zu entspringen. Dieselben gehören meist zu den bei Metz gefangenen Truppen und langen in den wunderbarsten Verkleidungen an. Sobald sie neutralen Boden erreichen, sind sie in Sicherheit, und es ist Dann Die Pflicht de» französischen Vertreters, seine Landsleute zu unterstützen. Er entledigt sich nntüdid) Diefer mit großem Eifer, besonder- wenn diese Landsleute gesonnen sind, sich nach Norden zu wenden, was nichts Anderes heißt, als Wiedereintritt in die Armee, wobei der Betreffende auch eine Stufe über den früheren Grad befördert wird. Nicht Hun- Derte, sondern Tausende sind in dieser Weise weiter befördert worden. In den Ardennen habe ich auch selbst Feldbatterieen und Scharen von Mobilen gesehen, die gerade innerhalb Der belgischen Grenzen blieben und Dort entlang marschirten, um sich Der Nordarmee anzuschließen, nachdem sie in ihren eigenen Departements
verlangt haben würdet." _ , ,
Die Auswanderung der französischen Regierungsdelegatlon von Tours nach BorDeaux wird nunmehr von Herrn Gamdetta selbst angekündigt und zwar mit der besonders im Munde des so plötzlich zum Krieg-minister avancirten Advocaten wundersam klingenden Motivirung, daß die militärischen Operationen durch keine volitischkn Beweggründe gelähmt werden dürften. Wie um sich selbst Lugen zu strafen, fügt der Minister des Innern und des Krieges noch gleich hinzu, daß er selbst nicht zum Garonne-Strand ziehen, sondern Die Armeen mit seiner Gegen- wart beglücken wolle. Den Pluralis hat er sich selbst gebildet, indem er die beiden Stücke der auseinandergefallenen Loire-Armee schleunigst erste und zweite Armee benannte. So stampft man Heere au« dem Boden.
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