6068) Die unter dem Hefigen eröffnete
Weihnachts-Ausstellung
von
,K ö r f TO e n 5 e [
empfiehlt in reicher Auswahl: Kragen, Scelonwärmer, Kaputzen, Baschliks, Herrntücher, Shawls, Damenröcke, Kinderkleidehen, - Röckchen, -Jäckchen und Gamaschen; Flanellhemdcn, Unterjacken, Unterhosen, Socken, Gla^e- und Winterhandschuhe; Weißwaaren,-Taschentücher, Hosenträger, Binden, Brochen und Ohrringe.
Die
in G i e ß e n
6133)
Ferlier'sche
empfit hlt zu F e st g e s ch e n f c n ein ausgiwählles Weih- nachtslagcr der deutschen Classiker mit und ohne Illustrationen in «leganten, daiurhasten Cinbändtn von den billigsten Ausgaben an, Werke der frönen Literatur, Geschichte, Geographie, Literaturgeschichte, Aestbctik, Kunstgeschichte, Natur- wiffenschasten; Jugendschriften und Bilderbücher für Knaben und Mädchen: Mahrchen und Sagen, Lebensbeschreibungen hervorragender Männer und Frauen, Darstellungen aus alter, neurer und neuster Geschichte, Länder- und Bölkerknnde, Reisebeschreibnngen und Ro binfonnaden, Atlanten, Karten und Globen. Ferner reich illustrirte Prachtwerke, Stahl- und Kupferstiche, Lithographien, Oeldruckbilder in vollständiger Auswahl. — Alle von andern Buchhandlungen angezeigten Bücher und Kunstwerke werden noch rechtzeitig vor Weihnachten geliefert, auswärtige Bestel lungen werden umgehend effectuirt.
6ioi) Aechte
Nürnberger Lebkuchen, aus der Fabrik des fÖnigl. bayer. Hoflieferanten , Herrn H. Haeberlein in Nürnberg, empfiehlt Aug. Noll, im Stern.
6056) Putzpulvcr, chemisch rein, für Messing, Blech, Gold, Silber rc. pr. Packet 4 fr.
Alleinige Niederlage für Gießen und Umgegend bei Ernst Hermes,
____________________________Materialist.
6119) Mehrere Harzer Canaricnvögcl (Roller) werden käuflich abgegeben. Wall- thorstraße Lit. A. Nr. 224.
Bermiethunge«
6023) Ein großes Familienlogis ist zu vermiethen bei I. Mann berg er.
4933) Ein möblirtes Zimmer mit Ca- binet (mit 1 oder 2 Betten) ist zu vermiethen. Seltersweg Lit. C. Nr. 2.
4372) Ein Logis im Nebenhause von drei Zimmern rc. ist an (ine stille Familie zu vermiethen und alsbald zu beziehen bei _____________________Flick & Kröll.
6065) In Lit. A. Nr. 130 auf dem Asterweg sind zwei ineinandergehende Zimmer zu vermiethen.
6097) Ein Familienlogis ist zu vermiethen und alsbald beziehbar bei
Karl Neuling, Wolkengasse.
Vermischte Anzeigen
6127) Ein Pfandschein, Nr. 4775, ist verloren worden. Man bittet, denselben in der Pfandanstalt von K- Grünebaum abzugeben.
6104) Für eine der ersten
Bäckereien und
Conditoreien in Cässel wird unter sehr günstigen Bedingungen ein
Lehrling gesucht, wobei bemerkt wird, daß derselbe bei guter Führung im letzten Lehrjahre auf entsprechende Lohnvergütung, seinen Leistungen angemessen, sicher rechnen darf. Näheres sub Chillre Q. 41 durch die Annoncen- General-Agentur von Rudolf Mosse in Eassel.__________________________(B. 48 XII.)
6128) Ein Paar Schlittschuhe gefunden. Näheres bei der Exved. d. Bltts.__________
6129) Ech suche einen jungen Gehülfen, welcher alsbald Eintreten kann.
______________Funk, Stadtger.-Actuar.
4344) Unterzeichnete empfiehlt sich im Ausbessern und Verändern von allen Arten Pclzwaarcn, sowie auch tni Waschen von weißen Pelzgegen- ständcn. — Bestellungen auf ganz neue Garnituren werden auf das Geschmackvollste und Billigste ausgesührt.
Katharina Beiz, wohnhaft bei Herrn Z'mmermann Schmidt, vis-a-vis dem Sckützcnhof.
Kriegsgefangene.
Jeder, der im Stande ist, über die Behandlung der Kriegsgefangenen in Frankreich wie in Deutschland Details mitzuthei- len, wird hierdurch gebeten, solche niederzuschreiben und in frankirtem Briefe mit Angabe seines Namens, Standes und Adresse unter dem Motto: Secours poste restance T a llaye (Niederlande) einzuienden. Auf Verlangen wird Discre- tion garantirt. — Alle Journale werden im Namen der Menschlichkeit ersucht, diese Bitte zu inseriren.
In den vorderen Localitätcn des Cafe Leib.
Montag den 12. und Dienstag den 13. Deceryber:
CONCERT,
auggeführt von dem berühmten Doppli-Auartett der Emser Cur-CapeNe, unter persönlicher Leitiinq seines Musikmeisters, Herrn Sloming.
Anfang halb 8 Uhr.
(6122) Pk» I-eib*
6135) Weihnacklsstndungen an unsere im Felde stehenden Truppen bittet man bis zum 16. d. Mts. an den Unterzeichneten gelangen zu lassen. In Auftrag des Eomiles:
Emil Pistor.
1 Hülssverein
für die Kranke»pflege und Unterstützniig der Soldaten im Felde.
Unter Bezugnahme auf unseren Aufruf vom 24. v. M. in Nr. 166 des Gießener Anzeigers machen wir bekannt, daß die Sammel-Listen, deren Aufhellung sich ohne unsere Schuld verzögert hat, in diesen Tagen zur Einzeichnung herumgetragen werden. Wir wiederholen unsere Bitte um tbatkrästige Unterstützung in unserm Liebesweik.
.Gießen, den 11. December 1870. Namens des Vorstandes:
Dr. Goldmann.
6125) Für Chriftgeschcnke an das im Felde stehende ll. Regiment sind bis heute weiter eingegangen: Von den Herren Louis Möser 1 fl- — H- Spies 18 fr. — Hellwig 3 fl. — Schüler 3 fl. — H. Vogt 3 fl. — P. Herbert 1 fl- — Schmidt & Förster 1 fl- — Georgi & Klingspor 5 fl. — 97. 97. 1 fl. — G- Arnold 1 fl. 45 fr. — A- Meldelsohn 1 fl- — Wittwe Mendelsohn 1 fl. — Müller & Schwager 5 fl. — E. Weidig 1 fl. — Flick & Kröll 5 fl. — Franz Senner 1 fl. 30 fr. — Brummer 30 fr. — Labroisse 1 fl. 10 fr. — Braubach 3 fl. — L- Lenz 1 fl. 45 fr. — Balth. Lenz 3 fl. — Fischbach 1 fl. — M> Heichelheim 1. — Ehr. Lampus 1 fl. — Schwaab & Schomber 1 Kistchen Cigarren. — Gebr. Leng 2 fl. — Fr. Wilh. Löber 42 fr. — C- Lovy 1 fl. — I. Noll 1 fl. — I. Zurbuch 5 fl. — Aug. Hofmann 1 fl. — Buchhalter Rabenau 1 fl- — Ehr. Leo 1 fl. — L- Busch Wittwe 1 fl. 30 fr. — C- Lips 1 fl. — F. Bender 2 fl. — o. Buri 1 fl. — Buff 2 fl. — Dr. Schmidt 2 fl. — C- L. Kirsch 1 fl- 45 fr. — H. Noll 1 fl. — Oßwald 1 fl. — Dr. Dornseiff 7 fl. — Wey-
nandt 1 fl. — Heinemann 2 fl. — Fr. Führer 1 fl. 12 fr. — H. Lampus 1 fl- —
Worms 30 fr. — L- Gail 1 fl. — C- Schmidt 1 fl. 10 fr. — I Strauß 35 fr. —
Wallenfels 1 fl. 45 fr. — Keil Wittwe 2 fl. — B- Vogt 2 fl. — C- Metz
ger 1 fl. — A. Weidig III. 1 fl. — Loos 24 fr. — I. H- Fuhr 1 fl. 30 fr. — E- Schulze wollene Gegenstände. — L- Kattrein wollene machen-— Dr. Simon 4 fl — I. H. 9?oll 30 fr. — I. Hanstein 1 fl. — G- Echternach 1 fl. — Köster wollene Gegenstände. — C- Münch 1 fl. — Fr. Bieler 1 fl. — Ph- Schlatter wollene Gegenstände. — I. Schreiber 30 fr. — W- Liebrich 2 fl. — Gustav Windecker 2 fl- 30 fr. — M- Holberg durch F. Windecker 2 fl. — N- 97- durch denselben 1 fl- — Ferd. Win- decker 4 fl. — Pf. Daudt 2 fl-— S- Weimersheim 1 fl. — Kaeß 3 Paar Unterhosen.— L. Möller 30 fr. — Hermann 30 fr. — H. Rudolph Wittwe 2 fl. — Ph. Vogt Wittwe 1 fl.
Bekanntmachn n g.
Nach §. 15 der Telegraphenordnung für die Correspondenz auf den Linien des Telegraphen-Vereins rc. von 1868 hat der Aufgeber einer Depesche das Recht, dieselbe zu recommandiren. In diesem Falle wird die Depesche von allen Stationen, welche bei der telegraphischen Beförderung, beziehungsweise Ausnahme mitwirken, vollständig kol- lationirt und die Bestimmungsstation sendet dem Aufgeber telegraphisch, unmittelbar nach der Bestellung an den Adressaten oder nach der Abgabe an die Weiterbeförderungsanstalt, eine Rückmeldung mit genauer Angabe der Zeit, zu welcher die Depesche dem Adressaten, beziehungsweise der Weiterbeförderungsanstalt zugestellt worden ist.
Die Einführung der recommaudirten Depeschen hatte den Zweck, dem correspon- direnden Publikum ein Mittel zu bieten, die Wahrscheinlichkeit einer correcten Ueber- mittelung seiner Depeschen an den Adressaten, so weit dies bei der Natur der telegraphischen Betriebsmittel überhaupt zu erreichen ist, zu vermehren. Erfahrungsmäßig werden recommandirte Depeschen jedoch nur in sehr geringer Zahl aufgegeben, muth- maßlich weil die Taxe für die Recommandation gleich derjenigen für die eigentliche Depesche ist.
Um nun dem correspondirenden Publikum ein ferneres Hülfsmittel zu bieten, sich eine correcte Uebermittelung seiner Depesche, — so weit es thunlich und nöthig ist, — ru sichern, soll vom 1. Juli c. an versuchsweise im internen Verkehr das Recht der Recommandirnng, wie solches durch §. 15 der Telegraphenordnung gewährt ist und auch noch fernerhin in Geltung bleiben wird, dahin erweitert werden, daß der Aufgeber einer Depesche, welche nach einem Orte innerhalb des Norddeutschen Telegraphengebietes gerichtet ist, die Vortheile der Recommandation auf einzelne Theile seiner Depesche beschränken kann, ohne verpflichtet zu sein, gleich das Doppelte der Gefammttaxe zu bezahlen.
Zu diesem Zweck hat der Aufgeber diejenigen Worte, Zahlen, einzeln stehenden Buchstaben oder Buchstaben-Gruppen (cfr. §.14, 6 der Telegraphenordnung), deren correcte Uebermittelung er vorzugsweise für nothwendig hält, damit die Depesche ihren Zweck erfüllen könne, zu unterstreichen. Jedes unterstrichene Wort rc. wird bei der Ermittelung der Wortzahl, abweichend von den allgemeinen Bestimmungen des §. 14, 7 der Telegraphenordnung, doppelt gezählt, dafür jedoch von allen bei der Beförderung rcsp. Aufnahme der Depesche beteiligten Stationen collationirt werden.
Gelangt trotzdem ein solches unterstrichenes Wort rc. entstellt in die Hände des Adressaten, so daß die Depesche nachweislich ihren Zweck nicht hat erfüllen können, so werden dem Aufgeber auf desfallsige rechtzeitige Reclamation die für die Depesche gezahlten Gebühren zurückgezahlt werden.
Im Falle der Verstümmelung nicht unterstrichener Worte rc. bei unrecom- mandirten Depeschen werden fortan die Gebühren nicht zurückerstattet.
Berlin, den 13. Juni 1869. Der Bundeskanzler.
Im Auftrage:
Delbrück.
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Redaction, Druck und Verlag der Brühl'schen Univ.-Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gießen.


