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PreiS vierteljährlich 36 kr. mit Vrmgcrlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 49 kr.

Gießener

Erscheint wöchentlich drei- mal: Dienstags, Donner­stags und Samstags. Expedition: Cauzleibcrg Lit.. V Nr. 1.

Mnzeige- und Z(mts6latt für den Kreis Kichen.

Nr. g Donnerstag den 13. Januar 1S7O»

AmtLiGe 95 e f a n n t m a <b w n g e n.

Gießen am 5. Januar 1870.

Betreffend: Das Kreis - Ersatz - Geschäft für 1870.

G r v I) h c r j o g ii d) r

Das

K r c i s a »> t

an

Gießen

die GrofcherMUchrn Bürgermeistereien des Kreises.

Di- Gcburislisten, hinsichtlich bet im Jahr 1850 gebornen Militärpflichtigen haben Sie bereits in Händen, und wir b-°ustrag-n Sie daher:

n die Stammrollen über diese Militärpflichtige, welche zum Jahrgang 18/0 gehören, nach dem dem Reglement vom 20. Mai 1868 Regier.-Blatt Nr. 30 ange- sügten Formular aufzustcllen und dieselben mit ihren Anlagen längstens bis zum 2S.Jyebrimr L I. an uns m duplo emzusenden.

2) Verweisen wir Sie bezüglich der Eintragung der Namen der Militärpflichtigen m die Stammrollen, lorote die Bemerkung darüber, ob Emer oder der Andere mit Entlassung ausgewandert, ob er gerichtlich bestraft oder in Untersuchung und Haft ist, auf die §§. 10, 11 und 12 des obigen Reglements.

3) M bci ben Anmeldungen darauf zu achten, daß in die Stammrollen für 1870 nur die Militärpflichtigen ausgenommen werden, welche tu 18oO geboren sind.

J Bei den aus früheren Jahren sich Anmeldenden ist in den betr. Stammrollen das Erforderliche zu bemerken, und sind die Stammrollen von 1868 und 1869 mit den für 1870, um aus Ersteren ersehen zu können, welche Leute sich angemeldet haben, gleichfalls einzusenden. .

4) Haben Sie in Ihren Gemeinden alsbald bekannt zu machen, daß Derjenige, welcher eine einährige Zuruckstellung ansprechen zu können glaube, diesen Anspruch

5) Machen ww darauf aufmerksam^, daß für die Militärpflichtigen, welche in 1869 auf Grund des §. 43 der Militär - Ersatz - Instruction auf ein Jahr zurückgestellt worden sind, die Gesuche um Zurückstellung, sofern die Gründe für eine solche noch fortbestehen, wieder erneuert werden müssem Bei Erneuerung sur solche ist geiiügend, wenn von den betr. Bürgermeistereien bescheinigt wird, daß in den Verhältnissen der Reclamanten sich nichts öeandert hat. Diese^N^nigungen sowohl als die Protokolle, welche für die Militärpflichtigen pro 1870 ausgenommen werden, sind geraume Zelt vor dem Kreis-Ersatz-Geschaft zur Prüfung an uns einrusenden. In Verhinderung des Kreisraths:

Ä Kekulv, Kreisassessor.

Das

Großherzogliche Krcisvcterinäramt Gießen

an *

die Großherzoglichen Bürgermeistereien Mach, Mendorf a. b. Labn, Allendors a. d. Lda., Burkhardsfelden, Gießen, Grü- ningen, Hausen, Heuchelheim, Lang-Göns, Münster, Nieder-Bessinqen, Ober-Bessingen, Oppenrod, Trohe und Winnerod.

Wir ersuchen Sie lviederholt um gefällige Ausfüllung der in Nr. 151 vorigen Jahres im Gießener Anzeiger enthaltenen Tabelle oder um Fehlanzeige, wenn in der Gemeinde keine Schaafe gehalten werden.

Gießen, am 11. Januar 1870. Das Großherzogliche Kreisvetermäramr Gießen.

Dr. P f l u g. *

Besondere Bekosrntmochungen.

183) Die Schulgelder aus den städtischen Schulen und der Realschule pro IV. Quartal 1869 können an den drei nächstfolgen­den Wahltagen: Dienstags, Donnerstags und Samstags, ohne Kosten zur Siadtkaffe bezahl! werden. m 1

Gießen, den 11 Januar 1870. Der Stadt-Rentumster:

Enders.

172) Die auf die Sicher Chaussee führende VI. Schueiße des Gieße­ner Stadtwaldes hat in Folge des Regeuwetters abgesperrt werden müssen und darf bis auf Weiteres nicht befahren werden.

Gießen, den 11. Januar 1870. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen.

__Vogt.______ Waisenverpflegung.

171) Für ein 12jähriges Waisenkind (Mädchen) werden Pflegeltern gesucht. Deßfallsige Anerbietungen werden auf der Bürgermeisterei dahier entgegengenommen.

Gießen, den 10. Januar 1870.

Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen- Vogt.

146) Die Gemeinde Lieh sucht einen Schäfer. Lusttragende haben sich alsbald bei der unterzeichneten Bürgermeisterei zu melden. Lich, den 8. Januar 1870.

Großherzogliche Bürgermeisterei Lich. Helm.

Verweigerungen.

Holzversteigerung im Gießener Stadtwalde.

176) Montag den 17. Januar 1870, von Vormittags 9 Uhr an,

soll in dem Gießener Stadtwalde, Distric- ten Philosophenwald, Abth. Promenade, Franzosenschanze und Stolzenmorgen, nach- verzeichnetes Holz öffentlich versteigert wer­den , als:

3 Stecken Eichen-Prügelholz,

3 Stockholz,

432 Wellen Reisholz,

1/2 Stecken Buchen-Scheidholz,

33/4 Nadel-

16 V2 Prügelholz,

47 Vr Stockholz,

1770 Wellen Reisholz,

250 Dorn-

30 Eichen'Stämme mit 872 Cubikfuß,

342 Nadel- 10322

4 Aichen-Stangen u 16

16 Nadel- 50

Die Zusammenkunft ist auf dem Trieb.

Gegen vorschriftsmäßige Bürgschaft wird Zahlungsfrist bis 1. Mai 1870 gestattet.

Die Großh. Bürgermeistereien der um­liegenden Orte werden ersucht, dies in ihren Gemeinden bekannt machen zu lasten.

Gießen, den 11. Januar 1870.

Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen Vogt.

Hoflversttiqerum.

166) Donnerstag den 20. und Freitag den 21. d. Mts.

sollen in dem Ettingshäuser Gemeinde­walde, Districten Gabrielszimmerplatz und Riedstein, nachstehende Holzsortimente, als ;

380 Fichten-Bauholz-Stämme von öA bis

14 Zoll Durchmesser und 25 bis 80 Fuß Länge,

1025 Fichten-Stangen von 2 bis 5 Zoll

Durchmesser und 25 bis 65 Fuß Länge,

80 Eichen - Bauholz - Stämme von 6 bis

18 Zoll Durchmesser und 20 bis 45 Fuß Länge,

65 Eichen-Stangen von 4 Zoll Durch­messer und 15 Fuß Länge

öffentlich meistbietend versteigert werden.

Ettingshausen, den 10. Januar 1870.

Grobherzogliche Bürgermeisterei Ettingshausen.

S 0 m m e r.

155) Folgende, bei der Stadt Gießen nöthige Arbeiten und Lieferungen, als: das Brechen von 58 Cub.-Klftrn.

Basaltsteine, veranschlagt zu . 348 fl. das Anfahren derselben, veranschl.

zu.......... 1044

Pflasterarbeit, veranschlagt zu . 1780 die Lieferung von 1 Cub.-Klftr.

Pflastersteine, veranschlagt zu . 90 die Lieferung von IV2 Cub.-Klftrn.

Sand, veranschlagt zu . . . 24 sollen Montag den 17. d. Mts.,

Vormittags 9 Uhr, im Rathhause öffentlich vergeben werden. Die Großh. Bürgermeistereien der um­liegenden Orte werden ersucht, dies in ihren Gemeinden bekannt machen zu lasten.

Gießen, den 10. Januar 1870.

Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. _______________Vogt.____________ 180) Montag den 17. Januar,

Nachmittags 2 Uhr, werden am Güterschoppcn der Cöln-Min- dener Bahn dahier nachbenannte im besten Zustand befindliche Baumaterialien öffent­lich versteigert, nämlich:

1300 laufende Fuß Balken und Dach­sparren, 200 tannene Bretter, 3 Rais Dachschieser von Langhecke, Sand- steingcwände für eine Thüre und 4 Fen­ster, 6 Fenster nebst Nahmen, 3 Thü- ren, 1 Ofenstein, einige Dachkandeln, 4 Klafter Sandsteinquadern und Mauer­steine, 300 Stück Ziegelsteine.

Gießen, den 12. Januar 1870.

In Auftrag: ________________M. Pilger.

Holzversteigeruna.

167) Montag den 17. Januar 1870, Vormittags 11 Uhr anfangend, soll in dem Bellersheimer Markwald, in dem District Eisenkaute, nachbenanntes Holz, als:

42 Eichenbau- und Werkholz - Stämme von 19 bis 29 Zoll Durchmesser und 25 bis 65 Fuß Länge, 6591 Cubikfuß enthaltend,

2 Hainbuchen-Stämme, 100 Cubikfuß enthaltend,

unter den' bei der Versteigerung bekannt ge­macht werdenden Bedingungen, meistbietend versteigert werden.

Ferner sollen

Dienstag den 18. Januar 1870,

Vormittags 11 Uhr anfangend, in dem hiesigen Gemeindewalde, District Rothenloh:

81 Kiefern-Stämme, 1281 Cubikfuß ent­haltend,

74 Kiefern-Stangen, 326 Cubikfuß ent­haltend,

20 Stecken Kiefern Prügelholz,

16 Stockholz,

51 Schichten Reisholz und

8 Buchen-

meistbietend versteigert werden.

Bellersheim, den 10. Januar 1870.

Der Markmeister: ______________________Bopp._____

165) Die sogenannte Weißmühle bei Großen-Buseck, mit allem Zubehör, soll Donnerstag den 20. d. Mts-, Nachmittags 1 Uhr, einer nochmaligen Versteigerung ausgesetzt werden. r

Bemerkt wird, daß, wenn ein annehm­bares Gebot erfolgt, der Zuschlag sogleich ertheilt werden soll.

Großen-Buseck, den 11. Januar 1870. Der Massecurator:

Balthasar Step b a n I.

Holzverstelffnung tm Anneröder Gemeiudewalde.

173) Künftigen Dienstag, den 18. Januar, von Morgens 9 Uhr an, sollen tm Anneröder Gemeindewalde, Di-