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Redactton, Druck und Verlag der Brühl'schen Druckerei (Fr. Chr. Pietsch) in Gießen.
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Der „Allg. Ztg." wird ans Wien „Von Seiten der päpstlichen Curie ist
Johannes KaSpar, Landwirth zu Zell.
Johannes Dietz V., Landwirth zu Billertshausen.
Ferdinand Theophil Jung, Specer.ihändler zu Freienseen.
August Walz, Bierbrauer zu Büdingen.
Peter Schlitt, Müller zu Angenrod)
Johannes Kaspar Schüßler, Müller zu Romrod Heinrich Weitzel I., Landwirth zu Brauerfchwend.
Ludwig Scheid. Cigarrenfabrikant zu Gießen.
Johannes Sellbeim, Müller zu Lißberg.
Siegmund Bock. Cigarrenfabrikant zu Gießen.
Justus Brauer, Landwirth zu Ober-Ofleiden.
Johannes Schnabel III., Müller zu Schlitz.
Johannes Naumann II., Landwirth und Müller zu Unter- Sorg.
Konrad Weppler, Landwirth zu Reibertenrod.
Hugo Pfannmüller II., Hofgerichts-Advocat zu Gießen.
Heinrich Kaul, Landwirth zu Effolderbach.
Jost Korell, Landwirth zu Schwabenrod.
Jacob König, Müller zu Lindheim.
Georg Winter II., Landwirth zu Glauberg.
Fclspartien zurückgezogen, daß alle Operationen für die nächste Zukunft unmöglich sind." So erklärt das Oberkommando die auf unbestimmte Zeit angeordnete Sistirung der weiteren Operationen in der Cri- voscie; man glaubt für den ganzen Winter, zumal die Haltung Montenegros einen immer feindseligeren Charakter annimmt. Die Crivoscianer Berge werden mit einem starken Truppen - Cordon cernirt und die Verbindung der Insurgenten mit der Zupa abge- schnitten. Die amtliche „Wiener Ztg." meldet: Der seit mehreren Tagen andauernde Abgang positiver Nachrichten veranlaßte die Regierung von cer Statthalterei und dem Truppen - Commando Dalmatiens sofortige telegraphische Berichte einzufordern.
In Pest eingetroffenen Meldungen zufolge herrscht in Cettinje eine sehr kriegerische Stimmnng. Fürst Nikita spreche mit großer Zuversicht von seiner Armee, die er auf 40,000 Mann schätzt (ganz Montenegro hat 100,000 Seelen). Man spreche ganz offen von einem bevorstehenden Kriegszuge gegen die Pforte; den äußeren Vorwand zu demselben sollen die alten Streitigkeiten um das Weidegebiet bei Veli und Mali Verdo bieten, welches der Fürst zu occupiren droht, trotzdem ihm die Pforte seine angeblichen Rechtsansprüche aus dasselbe um 100,000 fl. abkaufte.
Hessen. Friedberg, 25. Nov. Bei der heute Margen stattgehabten Neuwahl eines LandtagSabgesidneten für hiesige Stadt wurde Herr Hofgerichtsadvokat Frhr. Georg von Wedekind in Darmstadt einstimmig gewählt. Herr v. Wedekind gehört zur entschieden nationalen Partei und hat durch seine Wirksamkeit im 17. Landtag von 1862 bis 1866 sich als em durchaus unabhängiger und freisinniger Mann bewährt; unsere Stadt wird also auch für die Folge in tüchtiger und würdiger Weise vertreten sein, wenn Herr v. Wedekind die Wahl annimmt, was wir zuversichtlich hoffen. In dem 17. Landtage gehört derselbe zum Bureau der Kammer, da er und Stockhausen bei Constituirung d-S Landtags zu Secretären der zweiten Kammer gewählt wurden.
Sachsen. Dresden, 24. Nov. In dec heutigen Sitzung der erster Kammer brachte der Vertreter der Universität Leipzig, Prof. Heinze, den Antrag ein, es möge der Entwurf eines Strafgesetzbuches des norddeutschen Bundes dem Reichstage zur । endgültigen Beschlußfassung nicht vorgelegt werden, bevor deutschen Fachmännern die zu gewissenhaster Prüfung bcS Entwurfs unentbehrliche Frist gegeben morden sei. Die zweite Kammer beschloß die Aufhebung der landwirthschaftlichen Academie Tha randt sowie-Dotirnng der landwirthschaftlichen Abtheilnng der Leipziger Universität mit den dadurch frei werdenden Mitteln.
Dresden, 26. Nov. Die Regierung legt in der heutigen Kammersitzung den Entwurf eines Gesetzes zur Regelung der bürgerlichen Verhältnisse der Dissidenten vor. Der Entwurf gewährt den Dissidenten die Civilehe und CivilstandSregister. Ferner hebt der Entwurf das bisherige Verbot von Ehen I Zwischen Christen und Nichtchristen auf und gestattet auch den I Austritt aus einer christlichen Confeffion ohne Uebertritt in eine andere.
j Wien. (Ein Raubmvrdversuch in derCreditan- I ftEin beinahe noch unerhörtes Verbrechen setzte letzten I Freitag die Bewohner Wiens in nicht geringe Angst und Auf- I regung; am Hellen Tcge wurde ein Raub in einem der belebtesten Häuser ausgeführt. Der „Wanderer" meldet hierüber Folgendes: Der bei Schrader u. Comp. als Buchhalter ange. stellte 17jährkqe Johann Blaß wurde von feinen Chefs beauftragt, im Credttgebäude 22,000 Gulden in Banknoten in Werthpapiere umzuwechseln. Der junge Mann hatte das Geld, wie schon früher oft, in .eine hierzu bestimmte Geldtasche ge, geben, die er sorgfältig versperrte und um den Leib hing. Wenige Minuten nach 10 Uhr kam er am Hof an, ging über die Haupttreppe in das Gebäude, und er hatte noch nicht den ersten Stock erreicht, als er plötzlich die Stiege Jemanden her. aufeilen hörte, und in dem Augenblicke, als er sich umdrehte, erblickte er einen ihm völlig unbekannten Mann, welcher ihn I aut der linken Hand beim Rockschooß packte, und zugleich mit | der rechten einen derartigen kräftigen Schlag mittelst eines I Rohrstocks gegen seinen Kopf führte, daß er aus einer klaffen.
den Wunde blutend, zu taumeln begann und die Treppe des ersten Stockwerks hinunterkollerte, wo er dann besinnungslos liegen blieb. Als er sich theilweise wieder erholte, vermißte er seine Tasche mit dem (Selbe, zu gleicher Zeit bemerkte er meh. rere Personen, die bemüht waren, ihn zum Bewußtsein zu bringen. Nachdem in Kürze der Sachverhalt bekannt wurde, verständigte man eiligst die Polizei-Direction, eine Commission begab sich an den Thatort und die Erhebungen ergaben, daß der Thäter seinem Opfer mit dem Stocke, welcher einen Blet- | knöpf hatte, mehrere Hiebe auf den Kopf versetzt haben mußte, denn außer einigen Beulen und Hautabschürfungen, die nur von Stoßhteben herrühren können, war noch eine ziemlich tiefe Wunde oberhalb des linken Ohres bemerkbar, die nach Aussage des Bezirksarztes wenn nicht eine lebensgefährliche, so doch eine schwere Verletzung zu nennen ist und 'die Besinnungslosigkeit herbeiführen mußte. Diesen Umstand hatte der Thäter zur Ausführung seines Raubes benutzt, denn er hatte, wie die zu- rückgelaffenen Spuren zeigten, mit einem scharfen Messer den Gurt, an dem die Tasche hing, durchschnitten, und mit der, selben sich auS dem Staube gemacht. Die Tasche mit einem auf 12,000 Gulden lautenden Wechsel, sowie 93 Kr. wurden unter dem Thorwege eines Hauses nahe der Creditanstalt auf, gefunden.
Vermischtes.
Gießen, 26. November. Bei der heute in öffentlicher Sitzung Äroßherzoglichen Hofgerichts bet Provinz Oberheffeu stattgehabten Ausloosung ber Haupt- unb ErgänzungS - Ge- chworenen für bas Schwurgericht vom ersten Quartal 1870, dessen Sitzungen unter dem Vorsitze beS zum Präsibenten bestimmten Großherzoglichen Hofgerichts Raths, Herrn v. Her ff bezw. des zu dessen Stellvertreter ernannten Großherzoglichen HofgcrichtS.RathK Herrn Eckstein,
^Montag den 3. Januar,
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daher ihr Tagewerk mit dem Kriege gegen die in der Landeskirche zu Recht bestehende Union begonnen, sie ist von vornberein gegen den Frieden in der Kirche ins Feld gerückt. Es ist nicht Christi Geist (Joh. 13, 35), sondern der Geist der clcricalen Ueberhebung, der hiernach in dieser Synode sich geltend macht. Wir meinen in dem Sinne der weit überwiegenden Mehrheit in unserer Stadt zu sprechen, wenn wir gegen die Wirksamkeit dieser Synode, gegen achten und Beschlüsse hiermit freilich
treffende Antrag auf ernstlichen Widerspruch stoße, ihn zurückzuziehen sich verpflichtet erachten werde."
Der „Süddeutsche Telegraph" meldet als zuver- lässig, daß viele Bischöfe beabsichtigen, das (Sonctl zu verlassen, falls, trotz der von ihnen zu beantragenden Prüfung der Encyclika, des Syllabus und der Lehre von der päpstlichen Unfehlbarkeit, von der Maiorität dennoch zur Dogmatisirung dieser Sätze geschritten werben sollte.
Für die Eröffnung des Conc.ls ist das officielle Programm bereits festgestellt. In großer Procession werden sich die Prälaten zur St. Peterskirche begeben, dann in den Dom untreren, wo der Papst das feierliche Hochamt abhalren wird, und mit der Hymne: „Veni creator spiritus !u soll die Ceremonie enden. Dann folgt der Einzug der Bischöfe in den SitzungS- saal. Der Papst wird dort eine Allocutton halten und die Session des Concils für eröffnet erklären.
Die Pariser „Presse" meldet: Die im Staats- rathe am 22. November vorgelesene Thronrede wird eine Rlsurne aller bereits vollzogenen, sowie noch beabsichtigend n Reformen rnthalten. Die guten Nachrichten, welche die Regierung durch General Fleury aus Petersburg erhielt, lassen glauben, daß in der Thronrede auch einige Zeilen über die zwischen Rußland, Oesterreich und Frankreich herrschende Harmonie Vorkommen dürften. Thatsache ist, daß die Zusain- mcnkunst in Nizza beschlossene Sache ist und baß es sich leicht machen könnte, daß die Kaiserin Eugenie von Kaiser Franz Joseph die Zusage erhielte, an dtesem Rendezvous Theil zu nehmen. Das diplo- ! matische Corps hat gelegentlich seiner letzten Zu- ' sammcnkunft im Palais des Ministers der auswärtigen Angelegenheiten die Zusammenkunft der drei Kaiser als sicher betrachtet. 27. November.
Die dalmatischen Insurgenten haben sich — Berichten aus Risano zufolge — „in so unnahbare
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26. November.
Die „Prov.-Corr." schreibt in einem Artikel über die Wittwen- und Waisenkaffe der Lehrer: „Mit Unrecht ist die Erkläruug des Finanzministers so auf- gefaßt worden, als stehe sie mit dem Verhalten des Cultusministers im Widerspruche. Die Erklärung ist im Gegentheile im vollen Einverständniß und nach vorgängiger Verständigung mit dem Cultusministcr abgegeben worden, welcher die Interessen des Lehrer- stanbes innerhalb der Staatsregierung mit Eifer und Wärme jeder Zeit vertreten hat."
In Stettin hat sich eine große Zahl angesehener Bürger zu einem Protest an den Cultusministcr v. Mühler gegen sein Synobenwerk vereinigt. Da heißt es: „Das Mißtrauen, welches der Synode voran- geht, beruht darin, daß die Mitglieder derselben nicht aus der freien Wahl der evangelischen Gemeinden hervorgegangkn sind. Die Mehrzahl der Mitglieder ber Synode gehört einer clericalen Partei an, die in dem Wahne eines göttlich gestifteten Pastoren- regiments in der Kirche nicht dienen, sondern herrschen will, und von der sich die evangelische Gemeinde abgewenbet hat, weil sie in den theologischen Satzungen und Dogmen, in welchen diese Partei das Heil der Kirche sucht, nicht mehr den vollen Ausdruck ihrer religiösen Ueberzeugung erkennt- Der Geist, der in dieser Synode waltet, hat sich denn auch gleich bei dem Beginn ihrer Arbeit gekennzeichnet durch den mit dem Allerh. Erlaß vom 12. Juli 1853 in offenem Widerspruch stehenden Pluralitätsbeschluß : „das Abendmahl nicht nach dem Untonsritus, sondern nach dem Separatistenritus zu nehmen." Die Synode hat
gezogen worben:
I Ergänzungs-Geschworene. AnbreaS Euler, Schneidmüller, I)r. Adolph Mettenheimer, Apotheker, Heinrich Hornberger, Zeugfabrikant, Carl Löber, Gemeinberath, Aleranber Meyer, Kurzwaarenhänbler, Friebrich Müller, Specereihänbler, Friebrjch Christian Pietsch, Buchbrucker, Ernst Heinemann, Buchhänbler, Karl Heinrich Schwan, Liqueurhänbler, Ernst Wallenfels, Gemeinberath, Emil Pistor, Kaufmann, Arnolb Müller, Cigarrenfabrikant; sämmtlich in Gießen. II. Haupt - Geschworene.
Jacob Koch, Lanbwirth zu Stockheim. Lubwig Bücking, Cigarrenfabrikant zu Gießen. Emanuel Löb, Fruchthänbler zu Friebberg. Heinrich Käß, Ellenwaarenhänbler zu Gießen. AnbreaS Schäfer, Muller zu Eberstabt.
Karl Friebrich Wilhelm Keller, Oeconom zu Ossenheim. Friebrich Koch, Pachter zu Affenheim.
Daniel Keil, Leberhändler zu Gießen.
Johannes Weber II., Müller zu BernSburg, Heinrich Heller I., Metzger zu Lich. Georg Heß, Bierbrauer zu Gießen.
.an einzelne hervorragende Mitglieder des Episkopats in vertraulicher Weise und mit ausführlicher Begründung die Miltheilung gelangt: daß sie allerdings nicht darauf verzichten könne, das Thema der Unfehlbarkeit des Papstes auf dem Concil zur Discussion zu bringen, und daß sie sich der Hoffnung hingebe, die Kirche durch cm Dogma bereichert zu sehen, welches ber Einheit und Kraft derselben eine weitere Bürgschaft zusühre; daß sie aber nicht gesonnen sei, auch auf kirchlichem Gebiet ein Majoritätsregiment zu etabliren, und daß sie, in demselben Augenblicke, wo der be-
Vormittags 9 Uhr, ihren Anfang nehmen werben, sind folgende Namen aus der Urne
Oesterreich. Krakau, 26. Nov. In dem Proceß Barbera Ubryk ist die Untersuchung eingestellt. Der Staatsanwalt hat Berufung eingelegt
Italien. Florenz, 28. Nov. Die „Opinione" meldet, daß Lanza den ihm gewordenen Auftrag ein neues (Sabine! zu bilden, definitiv angenommen und zu diesem Behufe bereits mit mehreren politischen Notabilitäten Rücksprache genommen habe.
Florenz, 23. Nov. Die Deputationen beider Kammern werden morgen im Palast Pitti vom König empfangen werden. Lanza hat öie Neubildung beS CabinetS übernommen, unb es wurde im Sitzungssaale versichert, baß bieselbe die größte AuS- icht habe/bald zum Abschluß zu kommen.
Darmstadt. Die hiesige Maaren- und Produktenbörse wurde unter außerordentlich zahlreicher Betheiliguug der hiesigen sowohl als auswärtigen Geschäftsleute mit einer würdigen Än- Sfit,n be< Präsidenten unserer Handelskammer im
-aiT "öffnet. Trotz ber eben herrschenden allgemeinen GeichaftSstille wurden in Früchten und Brandwein sehr bedeutende Käufe abgeschlossen.
Di-bur-,. 25. Nov. Wern früb 6 Uhr broch in ber Starkmehlfabrik ber Gebrüder Stern dahier Feuer aus, das in Zeit von zwei Stunden das Hauptgebäude bis auf die' äußeren Umfassungsmauern in Schutt legte. Tas Feuer brach im | Trockenraum aus, wo sich wahrscheinlich in Folge der Hitze das allmälig immer dürrer gewordene Holz entzündete. Die I pirma 'ft bei der Moguntia in Mainz versichert. Das Gtablis- !'"iÄ J>er6,l ben t9ftr,eb begonnen und bislang
täglich 300 Malter Kartoffeln verarbreitet; die Einrichtungen roaren getroffen, um von gestern an ben Betrieb auf 600 Raiter per Tag z,. bringen. Den Fabrikinhabern erwächst ein sehr beträchtlicher Nachtheil daburch, baß sie bis zur Wiederherstellung ber Fabrikanlagen, also wohl bis Frühsahr ben Bett,eb emstellen müssen. - Bei Groß-Umstabt haben kürzlich ^^M°Abdb, )*" ™nfdWe Skelette nebst Waffen gefun-
Aus Ober-Hilbersheim, 24. Nov., erhält die .Worms. Ztg." d.e Nachricht, daß am Sonntag Abend zwischen 5 unp 6 Uhr auf dem Wege von Ober.Hilbersheim nach Sprendlingen, noch ziemlich nahe bei Ober-HllberSheim, Wirth Walter von Sprendlingen erschlagen worden ist. Gr hat mehrere Ver, letznngen auf dem Kopfe unb im Genicke, und scheint es daß er nach dem ersten Schlag schon tobt war; sein Gelb ' und was er sonst noch bei sich hatte, würbe alles bei ihm gesünben eö liegt also kein Raubmorb vvr. Die Gerichte ftnb in vvll- ^r^häliakeit. Gestern Mittag fanb in bem Gemeindehaus^ ju Ober Hilbersheim die gerichtliche Odduction statt. Heute JJcorgen wurde die Leiche nach Sprendlingen gebracht, um dort beerdigt zu werden
Frankfurt. Man spricht hier viel von einer schamlosen Ausbeutung ber kleineren Geschäftsleute unb Arbeiter, welche einige •fcnnbler mit österreichischen SechSkrenzerstücken betreiben. Diese Münzen werben nämlich von benselben massenhaft aufgekauft, ber ärmeren Klasse bei Zahlungen aufgenöthigt, unb von biefer waber' gegen 4—5 Procent Abzug eingetauscht, um bei abermaliger Verwendung in Oesterreich wieder 6—8 Procent daran gewinnen. Hiesige Blätter drohen mit Nennung von Namen wenn ber Unfug fortgesetzt werden sollte.
Bonn. Wir verfehlen nicht, daran zu erinnern, daß eS am 26. December d. I. 100 Jahre her sind, daß unser Ernst Moritz Arndt geboren wurde. Wenn sich dieser Tage als in einer rauhen Jahreszeit gelegen, und mit dem Weihnachtsfeste zusammenfallend, auch nicht zu einer öffentlichen gemeinsamen Fe'er eignet, so möchten doch Vereine, mit deren Tendenzen das Streben und Wirken übereinstimmt, zu einer stillen, anregenden Feier mahnen.


