Anlage zu Mr. 98 des Kieszener Anzeigers.
t fl t e.
M&q Meußer, ledig, &• Provinz Nassau, 17. Juli.
Johannes Schaaf, lmi.Hadamar, alt August.
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instand ausmerksam ib der, wenn er auch eressen gar mancher mb besteht nämlich b nid)[ die geringste ganz unbekümmert nntn Schule lange nerserien abgcschasst, sie bon säst zu lZnde lgen, baß sie um die nche Jumilkii durch iche jydmih'c in einer nah! bcr ßcrbft, die ganz ober teilweise -n gtbtnh. Wie da größten Störungen auszusübren. Ober lürfte, daßyhman diese ungleichmaMe lört werden müssen- sind Rücksichten aus es en logen geschlossen der letzten Jahre mit t Serien erft MUK di dieser ober jener
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Der Schiffbruch fand in so großer Nähe des Landes statt daß unsere kühnen Fischerleute im Stande waren, den Versuch zu machen, die sich an Bord Befindenden zu retten, was ihnen auch bei der größeren Zahl der Letzteren ge-
Der Baron nickte ein Ja, Felicie verließ das Zimmer, um gleich daraus, ein liebliches Kind von etwa drei Jahren in den Armen tragend zurückzukehren-
Die arme Kleine war eben von Müdigkeit ganz überwältigt und lehnte mit fast ganz geschloffenen Augen das Köpfchen müde auf die Schulter ihrer Wärterin.
Mit schwimmenden Augen blickte Bergen auf das kleine Wesen nieder.
Mathilde hatte ja ihr Leben, ihr kostbares Leben für dies Kindlcin hin- gegeben !
Es gewann dadurch ein fast heiliges Interesse für ihn, so daß er es tn die Arme nahm, eö küßte und segnete.
Es war ja das Vermächtniß seiner jetzt Heimgegangenen Schwester, ihre letzte Gabe.
In tiefer Bewegung gab er endlich die Kleine ihrer Wärterin zuruck und bat dann Willert, Sorge dafür zu tragen, daß Beiden Erfrischungen gereicht und alle nur möglichen Bequemlichkeiten geboten würden.
Dann zog er sich in das eigene Schlafgemach zurück, um hier den Verlust seiner theuersten Verwandten auf Erden in der Einsamkeit nur um so tiefer betrauern zu können. .
♦ Die Leiche der verunglückten Mathilde von Bergen wurde am Tage daraus von den Wellen an's Land gespült und der Baron hatte den traurigen Trost, die irdischen Neste der Schwester im Familiengewölbe der alten Kirche des nahen Dorfes beisetzen lassen zu können. A v .
Fast die ganze Bewohnerschaft desselben, welche den Verlust der Heimgegangenen als den einer mildthätigen Freundin und Wohlthäterin betrauerte, folgte weinend dem Sarge.
Der Gram des Barons und seiner Söhne war außerordentlich tief und
Als Bergen's junge Frau gestorben war, hatte seine Schwester, damals noch ein sehr junges Mädchen, eö übernommen, ihm das Haus zu verwalten unv feinen kleinen Söhnen die Mutter zu ersetzen. ,
Sie war eben eine Dame, die dazu geschaffen schien, die Stutze und der Anhalt ihrer Familie zu sein.
Klug, nachsichtig, entschieden und fest und doch auch wieder unendlich weich und sanft, erfreute sie sich in der Haushaltung der Liebe ihrer ganzen Umgebung und aller derer, die sie kannten.
Ihr Verlust für jene Häuslichkeit, welche der Sturm vereinsamt hatte, war unersetzlich.
Das Erste, was den Baron aus seiner trüben Stimmung in etwas emporrüttelte, war Der Rath Willer'S, Versuche anzustellen, um in Erfahrung zu bringen, wem das so plötzlich feiner Fürsorge überantwortete kleine Wesen denn eigentlich gehöre. _ , ,r, , . < .
Bergen hatte über seinen Kummer deS Kindes inzwischen kaum einmal ge- oacht, obgleich Earl und Berthold wohl dann und wann mit demselben tan- Velten, wenn sie es mit Felicie, die, dem Wunsche ihrer geliebten Herrin gemäß, mit treuer Fürsorge über die Kleine wachte, im Freien a"trafen.
Bergen begriff, daß eS seine Pflicht war, dem Rathe Willert S nochzu- kommen, und schrieb an die Familie in Stockholm, bet welcher ferne Schwester auf Besuch gewesen war, um sich zu erkundigen, ob dieser vielleicht irgend Etwas über die Herkunft der Kleinen bekannt sei.
In der umgehend eintreffenden Antwort hieß es wie folgt:
Wir bedauern ausrichtig, ganz außer Stande zu fern, Ihre Anfrage wegen ves kleinen Protügö Ihrer lieben, sc-ligcn Fräulein Schwester zu beanlworttn.
Die ganze Angelegenheit ist für uns nicht minder raihselhast wie für Sie.
Alles, was wir wissen, ist in wenigen Warten erzählt.
Es kam eines Tages eine Kutsche, ohne WaMu aus dem Schlage und mit einem in Schwarz gekleideten Diener auf dem Borke, bei unserem Hause vorge^hr^r £jnt $ame in tiefet Trauer, welche nach Ihrer Schwester
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eigenen^gerettet^hat.^^ oüc6 Nähere über den entsetzlichen Unglücksfall mit, Willert," sagte der arme Baron. „ . .......
Fräulein Mathilde von Bergen befand sich an Bord jenes unglücklichen Schiffes, das heute Nachmittag ganz in der Nähe des Strandes verloren ging, 11 ' . * . .. mmo nn ftr. ihr Kammermadme
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Schiffes, das heute Nachmittag ganz uv v« jvfragte.
Hub der Informator mit leiser, zögernder Stinime an, sie, ihr Kammermädchen Unterhaltung Beider war nur von sehr kurzer Dauer,
unt ein Kind, da- sie, wie Felwie nur sagt, ^Opt.r.^ak. | "efc"rte entlid,%u ihrem Wagen zurück und nahm aus diesem
ein liebliches Kind hervor, das sie in Fräulein Mathildens Zimmer trug.
Etwa eine halbe Stunde später fuhr sie ohne dasselbe wieder davon.
। Bei Tische erzählte uns Ihre Schwester, die uns em wenig aufgeregt 71;-.... ä * t«- äs twwä
gebracht wurden, wurde sie nicht fest dar uf i / cz;r ;urc Abreise festgesetzten folgenden Tage.
in'S Boot hinabtragen zu sehen, bevor sie selbst diese- bet at. toar^n natürlich hoch erfreut, ihr zu Diensten sein zu können.
Felicie und das Kind waren »»dessen kaum in ^mm Boote u g Abends trafen van?mehrere Koffer mit Kleidungsstücken für jenes Kind ein.
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Personen auf dem Schiffe zum JK I 0 (t(n von Bergen's Besitze befunden haben.
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zu sehen?" 1
D i c U s m r n i o s k.
Novelle von Theodor König.
(Fortsetzung.)
„Hier kommt Herr Willert; heraus mit den verwetteten fünf Silbergroschen, Papa!" rief Berthold. f
Warte doch nur erst, bis Du Deiner Sache sicherer sem darfst, mein Sohn", antwortete der Baron mit einem erzwungenen Lächeln. „Es kann ja möglicherweise auch sonst noch Jemand sein." I
Die nächsten Minuten bestätigten indessen Berthold'S Behauptung, denn die Thür öffnete sich und Willert, der Erzieher der beiden Knaben trat in S Zimmer.
Nun, es freut mich außerordentlich, Sie wiederzusehen, Willert, doch wir hatten Sie bei diesem wilden Wetter nicht mehr erwartet," sagte der Gutsherr. „Nehmen Sie Platz! Sie kommen noch eben zu rechter Zeit, denn wir sind erft gerade im Begriffe, uns vom Abendessen zu erheben." ,
Der Informator nahm den Stuhl, auf welchen der Gutsherr deutete, in- dessen nicht an, sondern erfaßte, um sich zu stützen, nur die Lehne desselben und blieb mit bleichem Gesichte unbeweglich stehen.
Ich wäre um keinen Preis in Der wetten Welt tm Stande, für jetzt auch nur das Geringste zu genießen, mein bester Herr Baron," sagte er in einem an ihm ganz ungewohnt sanften Tone.
„Ich fühle mich so entsetzt und — und —. Ach, ich bin leider der Heber- bringcr einer sehr, sehr traurigen Botschaft."
„Von meiner Schwester Mathilde?" fragte der Baron, vom Stuhle empor- I springend, hastig mit heiserer Stimme.
Der Informator senkte bejahend das Haupt.
„Allmächtiger Gott im Himmel, ist es denn wirklich möglich, Willert^ rief Der arme Bergen, fast außer sich.
„Um Gotteswillen, so reden Sie doch nur, Mensch! Wo ist sie jetzt, meine
Fassung^! Fassung, mein guter, mein bester Herr Baron!" antwortete
Sie ein Mann! Suchen Sic Trost in dem Gedanken an ihr vortreffliches, edles Herz, - an alle jene schönen Eigenschaften, die ihrer Seele sicher die Räume der höchsten, ewigen Glückseligkeit erschlossen haben."
Ein leiser, doch äußerst schmerzlicher Ausruf unterbrach den Informator.
Drr Baron war in seinen Sitz zurückgesunken und sein Haupt ruhte auf Den gefaltet auf Dem Tische liegenden Händen.
Die Knaben brachen in Thränen und Wehklagen aus und bestürmten Den Informator Dabei mit Fragen über Fragen.
„Hatte sich denn Tante Mathilde wirklich auf jenem Schiffe befunDen s D t Nothschüsse, waren sie wirklich von diesem aus abgefeuert worden <
Willert konnte darauf nicht weiter antworten wie durch stummes trauriges
„Aber sind Sie denn auch Ihrer Sache ganz gewiß, Willert fragte Der Baron endlich, das jetzt todtenbleiche Antlitz wieder erhebend.
„Wie erfuhren Sie Die furchtbare Neuigkeit?" ,
„OJon Dem französischen Kammermädchen, das gerettet und mit mir hierher gekommen ist," erwiderte der Informator.
„Von Felicie?" fragte Bergen.
Ja wohl, von ihr, mein bester Herr Baron. ,
S>e ist, wie gesagt, jetzt hier, doch nicht allein, sondern sie hat ein armes Kind bei sich, dem Ihre unvergleichliche Schwester daö Leben aus Kosten ihres


