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Redacrion, Dntf und Verlag der Brühl'schen Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gießen.

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7. September.

DieDarmst. Ztg." bezeichnet das vomMainz. Abendbl." mitgetheilte Gerücht, es seien Unterhand­lungen über eine Abtretung der Stadt Mainz an Preußen im Gange, als völlig aus der Luft gegriffen.

Am 1. October d. I. treten die wichtigsten Theile der Gewerbeordnung für den Norddeutschen Bund vom 21. Juni d. I. in Wirksamkeit, nämlich die Abschnitte, welche außer den allgemeinen und den Strafbestimmungen die Vorschriften über den stehen­den Gewerbebetrieb, den Murktverkehr, die Taxen, das Jnnungswesen, die Verhältnisse der Gehülfen, Ge­sellen, Lehrlinge und Fabrikarbeiter, die gewerblichen Hilfskaffen und die Ortsstatuten enthalten. Nur diejenigen Bestimmungen, welche auf den Gewerbe­betrieb im Umherziehen Bezug haben, sollen erst mit Beginn des Jahres 1870 Gesetzeskraft erlangen.

Wie dieWeser-Ztg." aus den vorliegenden Bü­chern des Entwurfs einer Civilprozeßcrdnung für den Norddeutschen Bund constatirte, läßt derselbe zwar die Organisation der Gerichte erster Instanz, Landgerichte, Amtsgerichte (Einzel-Friedensgcrichte) und Handelsgerichte, und zweiter Instanz, Oberlan­desgerichte, übersehen, in Betreff der höchsten In­stanz beweist aber der §. 62, daß ein einheit­licher norddeutscher höchster Gerichtshof für den Norddeutschen Bund nicht in Aussicht genommen ist. Die Frage dagegen, ob die höchste Instanz eine wirkliche dritte Instanz (wie das preußische Ober- tribunal) oder ein bloßer Kassationshof (nach rhei­nisch-französischem Recht) sein werde, scheint noch nicht entschieden zu sein.

Der Gesundheitszustand des Kaisers Napoleon scheint mehr und mehr Besorgniß erregend zu wer­den. Selbst derPublic", das einzige Journal, welches bisher unbedingt günstig lautende Nachrich­ten veröffentlichte, verhehlt nicht, daß der Kaiser unwohler geworden. Nach derGazette de France" haben die Eentgarden, welche im Lager von Ehalons sind, Befehl erhalten, nach Paris zurückzukehren, da von einem Besuche des Kaisers im Lager keine Rede mehr ist. Das Wiedersehen des Kaisers und der Kaiserin war nach derLlbertä" ein tief bewegtes.

In der Entgegnung auf die Rede des Prinzen Napoleon bei der Generaldebatte über das Senatus- Consult erklärte der Minister des Innern, Herr v. Forcade: Er werde niemals der Minister eines Sy­stems sein, wie das vom Prinzen Napoleon eben vor­geschlagene. Er theile mit dem Punzen das Ver­trauen in die vom Kaiser eingescblagene Bahn der Reformen und den Glauben an die Verelnba,kelt des Kaiserreichs mit der Freiheit; aber er betrachte den von dem Prinzen angedeuteten Weg als einen über­stürzten. Die Verfassung von 1852 |ci keine diktatori­sche, sondern enthalte bereilS Oie Grundlagen der konstitutionellen Monarchie. Die Napoleonische Ne- gierung finde eben in ihrer Volksthumlichkeit, die sich an den Namen ihres Gründers knüpfe, eine uner­meßliche Kraft. Dieß fühle die revolutionäre Par­tei und überschütte daher das Andenken Napoleons I. mit Angriffen; aber v,e Bücher, die Broschüren, die Pamphlete sind rasch vergessen, und der Name Na­poleons bleibt und wird noch immer größer.

Unter den Forderungen, welche in dem Schreiben des Großveziers an den Vicekönig von Aegypten ge- stelltj,wcrven, befindet sich auch diejenige, daß der V»ce- könig keine werteren Anleihen in Europa ohne Ge­nehmigung des Sultans aufnrhmen dürfe. Man erfährt, die Beilegung des Streites fei hauptsächlich den Bemühungen Frankreichs, Englands und Oester­reichs zu verdanken. Baron v. Prokefch blieb den ersten Vorstellungen Bouree's und Elliol's fern, un­terstützte sie aber in Folge neuer Instructionen, welche er, nachdem eine Verständigung zwischen den Höfen von Wien und Paris stallgefuncen, cihaltcn halle.

Auch ein Privattelegramm der WienerPreste" meldet: Die Botschafter Oesterreichs, Frankreichs und Englands sollen gemeinsam und in besonderem Auftrage dem Großvezier eindringliche Vorstellungen bezüglich der Nothwentigkeit der Aufrechterhaltung des ägyptischen Fermans von 1840/41 gemacht ha­ben. Der Großvezier hat denn auch den Gesandten, auf ihre Vorstellungen, erklärt, baß die Pforte nichts weiter beabsichtige, als die stricte Aus - und Durch­führung des Ferman- und Garantien, daß derselbe in Zukunft genau beobachtet werbe.

DirJmparcial" meldet:Die Situation in Mexico wird mit jedem Tage beunruhigender. Der Racenkrieg scheint in diesem unglücklichen Lande un- vermeidlich zu sein. Der Zustand der Anarchie, der dort herrscht, ist entsetzlich. Obgleich die insurrrctio- nelle Bewegung von TarnauUpas unterdrückt zu sein scheint, so ist damit ter Auffland doch keineswegs

dieselbe heute verlassen, um sich in die Residenz zurück zu be­geben. Dem hiesigen Jägerbataillon, welches am Samstag in seine Garnison wieder einmarschirt war, wurde gestern Vor­mittag eine bis jetzt noch entbehrte, sehr schöne neue Fahne mit einer Ansprache deS Herrn Major Anschutz auf dem Pa­radeplatz in feierlicher Weise übergeben, worauf S. K. H. der Großherzog in der Uniform der Jäger erschien und mit der Suite die Fronte des im Paradeanzug ausgestellten Bataillons passirte. Am Mittage erfreute sich die Mannschaft eine« fest­lichen Mahles, während das Offijiercorps zur Großherzogl. Tafel befohlen war. Am Abend fand großer Zapfenstreich statt. Die Uebergabe einer Fahne an bas 2. Jägerbataillon erfolgt heute in Offenbach.

Mainz. Dieser Tage find die hessischen Stästinge, welche seither in Babenhausen detinirt waren, hier ring,troffen. Die­selben werden auf dec Eitadelle mit den preußischen Sträflin­gen vereint ihre Strafen abbüßen.

Berlin, 4. Sept. Fürst Friedrich Wilhelm von Hohen- zollern-Hechingen (geb. 16. Febr. 1801) ist gestern auf seinem Schlosse in Schlesien am Schlagfluß gestorben. Mit ihm ist die Linie Hohenzollern Hechingen erloschen. Er hatte bekannt­lich durch Uebereinkunft vom 7. Decdr. 1849 und Kraft der bestehenden Erbverträge zu Gunsten des Königs von Preußen der Regierung feines FürsteathumS entsagt. Der künigl. Hof hat auf 14 Tage Trauer angelegt.

Berlin, 4. Sept. Der König ist wohlbehalten heute Nacht wieder hier eingetroffen, begrüßte Vormittags den auf dec Rückreise nach Petersburg hier eingetrosienen Großfürsten Eonstanti» und enipfing dessen Gegenbesuch. Zu Ehren des Großfürsten findet im Schlosse ein Diner statt.

Frankfurt, 2. Sept. In der vielbesprochenen Auswei­sungsangelegenheil ist heute ein von angesehenen Rechtsan­wälten unterzeichnetes Gutachten erschienen, welches die Frage behandelt: ob das fragliche Verhalten in den Gesetzen begrün­det sei und den Grundsätzen und Bestimmungen des bestehen­de» bürgerlichen Staats- und Völkerrechts entspreche, welche Frage nach mannichfacher Begründung verneint wird. Die weitere Frage: ob sich nicht erwarten lasse, daß eine einge­hende Erörterung aller in Betracht kommenden Verhältnisse zunächst auf dem RemonstrationSweg eine Zurücknahme der Verfügung bewirken werde, wird dagegen bejaht, außerdem den Betreffenden angerathen, um den Schutz ihrer HeimalhSbehörde nachzusuchen.

Wiesbaden, 6. Sept. Die gestrige Versammlung der Fortschrittspartei wurde durch lärmende Social-Demoastration unmöglich gemacht und durch die Polizei aufgelöst.

Leipzig, 4. Sept. In der heute Vormittag vor dem hiesigen königlichen Bezirksgerichte staltgefundenen öffentliche» Einspruchsverhandlung in Untersuchungssacheo gegen den DrechS- lermeister und ReichStagSadgeordneten Bebel, den Schriflsteller und Reichstaqsabgeordneten Liebknecht und den Buchdruckerei­besitzer und Redacteur Thiele hat das Bezirksgericht als zweite Instanz das Erkenntniß erster Instanz, durch welches genannte» drei Personen wegen Verbreitung staatSgefährlichen Lehren zu drei resp. zwei Wochen Äe'ängniß verurtheilt worden waren (Verbreitung einer Adresse an die Demokratie Spaniens) des erhobenen Einspruchs ungeachtet bestätigt.

Prag, 4. Sept. Zu der heute beginnenden Huß-Feier find aus Böhmen, Mähren und Schlesien viele Besucher, sowie auch Gäste aus Frankreich, England und Rußland angekom- men. Desgleichen find die Serben, Eroaten, Slovenen, Ru- thenen und Slovaken vertreten. Um 11 Uhr wurde im Neu­städter Theater das OratoriumHuß" aufgeführt. Zwischen 3 und 4 Uhr Nachmittags hat die Enthüllung deS Denkmals und der Gedenktafel auf dem ehemaligen Wohnhause deS Ma­gisters Huß unter großer Betheiligung deS Publikums stattge- funden. Sabina hielt die Festrede. Eine zweite Rede hielt der evangelische Pfarrer Fleischer. Sabina schloß seine Rede mit der Bitte, in Ordnung auseinander zu gehen, und mit dem Rufe:Auf Wiedersehen io Hussinetz!" Während der Rede herrschte Ruhe. Polizeimannschaft war nicht zu sehen.

* DieWien. Adendpost" berichtet:In dem Orte Strelitz (Eisenbahnstation der Brünn-Rosfitzer Eisenbahn) ereignete sich Freitag den 23. August, Abends, ein furchtbares Unglück. Ein Bauer aus diesem Orte hatte den Auftrag erhalten, eine Quan­tität Pulver, 50 Pfund, für die Bauleitung der k. k. SlaatS- bahn Behufs Felsensprengung von Brunn aus zu bringen. Anstatt dieses Pulver gleich an die Bauleitung abzugeben, führte er dieses, nur in einem Sacke verwahrt, in seine Wohnung. Dort mochte er auch noch unvorsichtig gewesen sein, kurz, eS wurden mehrere Körner auf die Erde zerstreut. Da kam nun ein in dem Hause befindlicher Bursche auf den unseligen Ge­danken, diese auf der Erde zerstreuten Pulverkörner anzuzünden. Das Feuer wurde bis zum Sacke geleitet und es erfolgte eine furchtbare Erplosion. Das Dach des Hause« wurde emporge­hoben und weggeschleudert, die Wände oes Hauses auSeinander- gedrückt, alle Gerätschaften zertrümmert ein Bild schreck­licher Verwüstung. In dem Hause befanden sich gerade fünf Personen, welche einem grausamen Schicksale verfielen. Der Bursche und eine Bauersfrau wurden in die Höhe gehoben, dann zu Boden geschleudert und ihre Kleider standen in hellen Flammen. Stückweise fielen dieselben von dem Körper, welcher furchtbar verbrannt war, kein Haar blieb auf ihrem Kopfe. Man trug die Unglücklichen in eine Lehmftatte und bedeckte sie mit nassem Lehm, doch zeigte sich keine Hoffnung für Erhaltung deö Lebens und sie sollen ihren Wunden bereits erlegen sein. Ein junges Mädchen lief mit brennenden Kleidern noch eine Strecke weit von dem Unglücksorte und fiel dann bewußtlos zu Boden. Auch zwei Manner wurden furchtbar verbrannt und erlitten Beschädigungen durch herabstürzende Trümmer."

Aus Frankreich wird eine empörende Gewaltlhat gemel­det. Ein Soldat vom 11. Dragonerregiment bat in Esternay seinen Obersten um die Erlaubniß, seine Familie i» Fon, tainebleau besuchen zu dürfen. Der Oberst versagte die Er­laubniß und der Soldat entfernte sich dennoch vom EorpS und ging nach Fontainebleau. Als er zurückkam, ließ ihn der Oberst an einen Wagen binden, der mit Gepäck belade» war, und verurtheilte ihn, den Wagen nach Sezanne (4 Stunden) zu zieben. Bei der furchtbaren Hitze versagten bald dem Söl­den die Kräfte, er wurde auf den Wagen gelegt und starb nack einige» Stunden.

Rom, 4. Sept. DieCivilta Eattolica" berichtigt ihre Erklärung vom 21. Aug. an 300 Bischöfe die Einladung zum Eivil abgeschlagen hätten) dahin, daß die Zahl der Bi­schöfe, die abgelehnt hätten, bis jetzt 50 betrage.

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erstickt. Der Präsident Juarez hat Truppen in den Staat Iucatan geschickt, um einen anderen Aufstand zu bewältigen, allein das Resultat hat den Wünschen des Präsident nicht entsprochen. Die Indianer ha­ben den Truppen erhebliche Verluste zugesügt, und sind nicht gesonnen, zum Gehorsam zurückzukehren."

8. September.

Der BernerBund" schreibt:Süddeutsche Blät­ter verbreiten die lächerliche Erfindung, der Bundes­rath habe in Berlin kundgeben lassen, daß er in der Ausweisung der Frankfurter, welche das Schweizer Bürgerrecht erworben, um sich dem Militärdienst zu entziehen, nicht den geringsten Grund finden könne, um derselben entgegenzutreten, und die ehemaligen Frankfurter, jetzt Schweizer Bürger, gegen diese Aus­weisung in Schutz zu nehmen. Ferner soll sich die Schweizer Bundesregierung in dieser Kundgebung gleichzeitig in sehr mißliebiger Weise über den Han­del ausgelassen haben, welcher im Canton Basel na­mentlich mit dem Bürgerrecht in letzter Zeit betrieben wordcn, und an diese Hindeutung anknüpfend, soll zu gleicher Zeit die Absicht ausgesprochen worben sein, diesem Verfahren energisch entgegentreten zu wollen. So weit haben wir es also kn der Schweiz mit der Beschönigung de- preußischen Gewaltaktes gebracht, daß man dem Bundesrath schon zumuthen darf, sich in Berlin bemüthigst entschuldigt und für die Zukunft genehmeres Verhalten versprochen zu haben!!"

Wir entnehmen dem Moniteur Universel:Die Rede des Prinzen Napoleon hat in den ministeriellen Kreisen den tiefsten Eindruck hervorgebracht; sie wird daselbst als ein gewissermaßen persönlicher Ausfall gegen die Redactoren des SenatSbeschluffeS angese­hen. Man erzählt, daß dcßhalb Klagen nach St. Eloud gebracht worben sind und daß das Ereigniß fast den Rücktritt mehrerer Minister herbeigesührt hätte. Wir nehmen diese Gerüchte mit aller Zu­rückhaltung auf, indem wir zugleich bemerklich machen, daß die Minister, welche ganz speciell die Verantwort­lichkeit für den Senatsbeschluß auf sich genommen haben, auf die Kritik einigermaßen gefaßt sein muß­ten, die er hervorgerufen hat. Die Diskussionen in der Senatscommission hatten ihnen davon bereits einen Vorgeschmack gegeben, unv der Prinz Napo­leon, dessen Initiative alle liberalen Organe ohne Ausnahme volle Anerkennung zollen, hat im Grunde nichts Anderes gethan, als die Einwürfe, die seit lange schon Gemeingut des Publikums geworden, in die lebhafte und schneidige Form zu bringen, die das Eigenthümliche seines Talentes ausmacht."

Vermischtes.

Darmstadt, 1. Sept. Das gestern erschienene Regie­rungsblatt Nr. 41 enthalt:

1. Gesetz, die Einführung der für den norddeutschen Bund erlassenen Maß- und Gewichtsordnung in den nicht zum nord­deutschen Bund gehörigen Theilen des GroßherzogthumS bett.

Nachdem durch das in dem Gesetzblatt deS norddeutschen Bundes (Nr. 28) verkündigte Gesetz vom 17. Aug. 1868 eine neue Maß- und GcwcchtSordnung für den norddeutschen Bund erlassen worden ist, welche mit dem 1. Januar 1872 in den zum Bunde gehörigen Theilen deS GroßherzogthumS in Kraft tritt, wird das durch jenes Gesetz bestimmte Maß und Gewicht gleichzeitig und übereinstimmend mit den für den norddeutschen Bund getroffenen Anordnungen auch in den übrigen Theilen des GroßherzogthumS eiugeführt.

Die Anwendung der neuen Maße und Gewichte ist bekannt­lich bereits vom 1. Januar 1870 an gestaltet, insofern di« Betheiligten hierüber einig sind.

II. Gesetz, die Einführung der Gesetze deS Großherzog- thumS über Versicherung der Gebäude gegen Feuersgefahr in rzolge des Friedensvertrags vom 3. Sept. 1866 neuerworbenen Gebietstheilen bett.

111. Gesetz, das Brückengeld und die UeberfahrtSgebühren bei Mainz, Worms, Oppenheim, Gernsheim und Kost, heim beir.

IV. Gesetz, die Eintragung der neuen Erwerber in die äl­teren aus zwei Theilen bestehenden Grundbücher beit.

V. O cffentliche Anerkennung einer edlen That. Am 12. Juli l. I. fiel der 15jährige Maureilehrling Jost Bergmann von Weiterstadt in bewußtlosem Zustande in der Nahe des Damenbades in den Woog bei Darmstadt, gerieth vollständig unter Wasser und wäre unfehlbar ertrunken, wenn nicht die ihm rasch nachgespcungene Schwimmlehrerin Elisa- delhe Gun der ihn erfaßt und mit großer Anstrengung an das Land gezogen hätte. Obgleich da« Wasser an jener Stelle nicht tief ist, so war Elisabethe Gunder doch in Lebensgefahr, weil Bergmann sich krampfhaft an sie anklammerte und sie leicht mit unter Wasser hätte ziehen können. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben der Elisabethe Gunder für dies« menschenfreundliche mit Lebensgefahr ausgefuhrte That daS all­gemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift:Für Rettung von M.nschenleben" Allergnädigst zu verleihen geruht. In Ge- mäßheil Allerhöchster Entschließung wird dieses zur öffentlichen Kenntniß gebracht.

VI. Bekanntmachung Großherzoglichen KreiSamtS Gießen, die Krretzökosten, insbesondere diejenigen der Stadt Gieße» bett.

Ml. Bekanntmachung Großherzoglichen Ministeriums der Finanzen, die Steuervergutung bei der Ausfuhr von inländi­schem Branntwein bett.

Friedberg, 6. Sept. Nach länget als dreimonatlichem Aufenihalte in unserer Stadt Hal S. K. H. der Großherzog