Ausgabe 
28.9.1867
 
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der landwirthschastlichen Zeitschrift 3 fL jährlich betragen, 1 fl. zur eigenen Verwendung erhält, so ist seine Wirksamkeit durch die Anzahl der Mitglieder bedingt, und es liegt deshalb im Interesse der Landwirthe des Bezirks, daß demselben viele Mitglieder an- gehören, damit die zu verwendenden Mittel wachsen.

Ich ersuche Sie deshalb, durch Rath und Ermahnung auf Vermehrung der Zahl der Mitglieder des Vereins hinzuwirkcn; Beitritts-Erklärungen wollen Sie an mich zur Weiterbeförderung gelangen lassen.

Dr. Goldmann.

Bekanntmachun g.

Dem Georg Häuser zu Steinberg ist, nachdem derselbe die vorgeschriebenc Prüfung bestanden hat, die Erlaubniß zur Bus- Übung der Funktionen eines Heilgehülfen ertheilt worden.

Gießen, den 30. August 1867. Großherzogliches KreiSamt Gießen.

Dr. G o l d m a n n.

potizeiliche Bekanntmachung.

Gefundene Gegenstände:

Ein silbernes Uhrkettchen, ein weißes Taschentuch, ein Taschentüchelchcn, ein seidenes Umknüpftüchelchen, ein gehäkelter Stauchen, eine Partie leinene Schnur, ein Zulegmeffer mit zwei Klingen, eine blaue leinene Schürze, eine Mistgabel, ein Spazierstöckchen, rin graues Kinverstrümpfchen, zwei lederne Manchrtten, ein ledernes Beutelchen mit 12 fr., ein Zulegmesscr mit Radirklinge, eine hölzerne Kapsel auf eine Büchse, ein braunes Henkelkörbchen, eine grüne Knabcnmütze, ein Taschentüchelchen und ein feines seidenes Sonnenschirmchen (in einem hiesigen Kaufmannsladen stehen geblieben).

Die Eigenthümer werden aufgefordert, sich binnen 3 Wochen bei uns zu melden, widrigenfalls diese Gegenstände auf Str­langen an die Finder zurückgegeben oder später zu Gunsten der Armenkasse werden versteigert werden

Gießen, den 27. September 1867. Großherzogliche Polizei-Derwaltung der Provinzialhauptstatt Gießen.

Nover.

Gerichtliche und Privat -Bekanntmachungen.

JSefmiöere Seftanntmadjungen.

Der Gießener Jahrmarkt.

3538) Der nächste Gießener Jahrmarkt wird Mittwoch den 2. und Donnerstag den 3. October 1867 abgehalten.

Gießen, den 26. September 1867. Großherzoglicbe Bürgermeisterei Gießen.

I. B. d. B. :

Ferber, Ir Beigeordneter.

3533) Im Firmcn-Register des unter­zeichneten Gerichts sind folgende Einträge vollzogen worden:

am 19. September 1 86 7:

1) Stephan Hillenbranv von Roes, gegen­wärtig in Gießen wohnhaft, betreibt in letzterem Orte unter der Firma: St. Hillenbrand" eine Kohlen- und LandeSproductcn-Handlung.

2) Die Ehefrau des Moses Jacob Eichen­berg, Eva, geborne Katzcnstein, zu Gießen, betreibt daselbst seit 20. Juli d. I. eine Handlung mit Kurzwaaren, Seife und Lichtern und hat ihrem genannten Ehemanne Procura ertheilt.

Gießen, den 26. September 1867. Großherzogliches Stadtgericht Gießen.

Muhl.

Main - Weser - Bahn.

3527) Die Material-Lieferung für das Magazin zu Gießen >st in der Darmstädter Zeitung unter Nr. 265 Art. 3131 ausge­schrieben und liegen die Bedingungen auf dem Bureau der Großherzoglichen Material- Verwaltung zur Einsicht offen.

Gießen, den 25. September 1867. Großherzogliche Magazins-Eommission.

Eickemevcr.

IC b i c t (i f fn h u n g c ii.

2852) Nachdem Großherzogliches Hos- gericht dahier über das um 1381 fl. über- schuldete Vermögen des Jacob Burk II. zu Garbcnteich den förmlichen Concurspro- zeß erkannt hat, so werden alle Diejenigen,

welche Ansprüche an das gedachte Vermögen zu bilden vermeinen, aufgcforvert, solche in dem auf

Montag den 30. September l. I., Vormittags 10 Uhr, bestimmten Termin sogewiß anzumelden und etwaige Vorzugsrechte geltend zu machen, als sie sonst stillschweigendS ausgeschlossen, von der Masse keine Befriedigung zu erwar­ten haben. In genanntem Termin soll zu­gleich angelegentlichst die Güte versucht, ein Massecurator bestellt und ein Gläubigeraus­schuß gewählt werden und werden hierbei die nicht erschienenen Gläubiger oder deren nicht gehörig legitimirten Vertreter als den Beschlüssen der erschienenen Gläubiger bei- getreten angesehen.

Gießen, den 27. Juli 1867.

Großherzogliches Stadtgericht Gießen.

I. B. d. St. :

Langsdorfs, v. Rotsman, Stadtger.-Assessor. Stadtger.-Assessor.

Aufforderung.

3535) Der Nachlaß des Heinrich Daniel Noll von hier ist von einem Erben unter der Rcchtswohlthat des Inven­tars angetreten worden. Cs werden etwaige Gläubiger des Erblassers aufgefordert, ihre Ansprüche sogewiß binnen 4 Wochen hier anzumelden, als sonst jener Erbe seinen Sevuldantbeil nicht weiter zu zahlen braucht, als bis sein Erbtheil erichöptt ist.

Gießen, am 23. September 1867.

Großherzogliches Stadtgericht Gießen.

Muhl, Langsdorfs, Stadtpichter. Stadtger.-Assessor.

Betr.: Die Anordnung einer Guratel über das Vermögen des Feld- Webels Kaspar Schneider von Reiskirchen.

3534) Kaspar Schneider, Feld­webel in der 6. Compagnie des Großher­zoglichen 3. Jnfanteiie-Regiments, wird feit dem Gefechte bei Laufach-Frohnhofen im vorjährigen Feldzüge vermißt. Für die Verwaltung feines Vermögens ist in der Person des Heinrich DebuS II. von Reiskirchen ein Curator ernannt worden und es werden nunmehr alle Diejenigen, welche Ansprüche irgend welcher Art an den KaSpar Schneider zu bilden haben, aufgefortert, solche, sofern sie dem unter­zeichneten Gerichte nicht bereite bekannt ge­geben sein sollten, sogewiß binnen 4 Wochen bei dem genannten Curator anzumelden und zu begründen, widrigenfalls bei dem Ver- mögenSabschlusse keine Rücksicht darauf ge­nommen werden wird.

Gießen, den 24. September 1867.

Großherzogliches Landgericht Gießen.

I. A. d. L.:

Hellmann, A. Bramm, Landger.-Assessor. Landger.-Assessor.

Versteigerungen.

i 3537) Montag den 30. September, Nachmittags 2 Uhr,

i soll das zum Sckmilthofe bei Nodhtim ge­hörige Obst, bestehend in Birnen, Zwetfchen und Nüssen, öffentlich versteigert werden.

Schmitte, den 26. September 1867.

Die Verwaltung.