Beilage zu Nr. 41 des Anzeigeblattes.
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Rundschau.
(Fortsetzung.)
Darmstadt. An Stelle des in Ruhestand getretenen Geheimen Medieinalraths Professors Dr. Phoebus hat der ordentliche Professor StaatSrath Dr. Rudolph Buchheim zu Dorpat eine« Rui als ordentlicher Profe^or in der medi c i- nifchen Facultät der Lanbes-Universiiat, insbesondere für baß Lehrfach der Pharmakologie, erhalten und angenommen.
— — Sicherem Vernehmen nach hat das Ministerium das Niederschlagungsgesuch der Neckarsteinacher, welche wegen Storung de» wandernden katbolischen EasinoS auf dem Lvchlosse de» Freiherrn v. Dvrth in Neckarsteinach im April vorigen Jahres vor dem Bezirksstrafgericht Michelstadt verurtheilt wur- den, abgeschlagen. Es wird also tiefe Monstresache in den nächsten Wochen vor dem hiesigen Appellhof nochmals verhandelt werden und können tue Bewohner hiesiger Residenz alsdann Manches Horen übet das Thun und Treiben der ultramontanen Partei. (M.-Z.) ,
--Nach den Berwilligungen unserer zweiten Kammer bei dem eben in Berathung stehenden Ausgabedudget, haben sich die angeblich „unvermeidlichen" Erfordernisse zu einer so erklecklichen Höhe gesteigert, daß, wie verlautet, vielfach bie Besorgnis sich kund gibt, daß ohne sehr erhebliche Erhöhung der Steuern eine Deckung nicht zu ermöglichen fein wird. Die Ablehnung de« Bolharv'schen Antrags : bevor ein vollständiges Einnahmebudget zur Borlage gekommen, in die Berathung des j Ausgabebudgets nicht einzutreten", wird daher, leider aber zu spät, demnächst fehr bedauert werden. Der Präsident des Finanzausschusses, Herr Abg. Wernher, soll sich denn auch bereits mit dem Plane beschäftigen, die Einführung der Classensteuer,^ähnlich wie in Preußen, in Vorschlag zu bringen, wodurch die Steuer- trhbhung theilS weniger fühlbar, theits weniger erkennbar wurde. |
--In Betreff der Rinderpest hat das Großherzog- liehe Ministerium des Innern unterm 18. b. an bie Großherzog- , lichen Rreisamter folgendes Ausschreiben erlassen : Da sich tue i Rinderpest an den Grenzen des Großherzogthums gezeigt hat, fo haben wir beschlossen, im ganzen Umfang beS Großherzogthums bi« auf Weiteres keine Di ehmärkte mehr ab ballen zu lass en. Ebenso sind die regelmäßigen ZusammenkunOe zwischen Mäklern und Viehhändlern zum Zwecke des Abschlusses von Biehhandeln, sowie die Viehausstellungen, verboten. ©ie werden bas hiernach Erforberliche sofort anordnen.
Bremen, 12. Mai. Die Auswanderung scheint in diesem Jahre alle früher erlebten Ziffern übersteigen zu wollen. Die letzten ExpebitionStage haben hier wiederholt die enorme Zahl von 6000 nach Amerika befördert. Was die Sache unter dem nationalen Gesichtspunkt tröstlich macht, ist, daß meist czechische Böhmen die eigentliche Masse des auswandernden Hauses bilden. — Gestern starb hier Friedrich Ruperti, emeritirter Lehrer dcS Gymnasiums, als Dichter und namentlich als Uebersetzer aus westeuropäischen Literaturen vortheilhaft bekannt. (H. R.)
Karlsruhe, 13. Mai. In ber General,ynobe ist es heute, wie der „Schw. M." schreibt, zum scharfen Gesecht gekommen; die Aufhebung des Seminarzwangs wurde von allen Seiten befürwortet und einstimmig angenommen. Von orthdoxer , Seite führte Herr Metz von Freiburg den Reigen gegen Schenkel, der lebhaft seine Position als eine auf dem Boden des Bekenntnisses stehende vertheibigte, ja sogar den Angriff theilweise zurück- ! gab. — Der von elf Mitgliedern beider badischen Kammern am 9. b. M. vorgeschlagenen Erklärung „wegen des möglichst baldigen Eintritts SübbeutschlandS, insbesondere unseres Groß- hkrzogthums, in den norddeutschen Bund" sinb bis heute 45 weitere Mitglieder beigetreten. Hierbei ist zu bemerken, daß die ersten 11 der ersten und die übrigen 45 der zweiten Kammer angeboren, daß von der letztern sieben Mitglieder theils aus formellen Gründen ihren Nichtbeitritt erklärten; ferner sind drei Mitglieder zur Zeit auf Reifen im Ausland befindlich, zwei schon früher ausgetreten und eines gestorben. Bon der ersten Kammer hat bisher nur ein Mitglied den Nichtbeilritt angezeigt; mehrere Mitglieder haben ihr Einverständniß mit der „Erklärung^ zwar mitgeiheilt, wegen ihrer persönlichen oder staatlichen Stellung aber ihre Mitunterzeichnung für nicht zweckmäßig gehalten.
Schweiz. Aus dem Thurgau wird nun auf das Be- stimmteste gemeiert, daß letzte Woche ein Maröchal de Logis mit
einer Anzahl Arbeiter von Paris auf dem Arenenberg angelangt fei, um da« Schloß zum Empfang der Kaiserin der Franzosen und de« kaiserlichen Prinzen herzurichten, welche bi« Ende Juni daselbst verweilen würden. Die Zeit der Ankunft selbst ist noch nicht bekannt oder wird wohl gessissentlich geheim- gehalten.
Hauptmann Aschmann, der in der Potomararmee den Feldzug gegen die Rebellen mitgemacht, schreibt dem „Bund" : „Da die so viel besprochene Kanone ( „K ug e 1 sp ri tz e" genannt) so bedeutende« Aussehen zu erregen scheint, so bin ich so frei, Ihnen einige Anmerkungen über ihr Wesen und Wirkungen zu geben, da wir selbst in unserer Division Anfang« 1862 solche , Dinger" hatten. Sie figurirten bei der Armee unter dem Spottnamen „Kaffeemühlen", lagen auf einspännigen Karren, schossen Kugeln von ungefähr 3/t Pfund, mit wenig Schall, aber glaube ich, auch ohne große Kraft, mit sehr großem Schnell- feuer, aber nie in solchem Maaße, wie in vielen Blättern ge- fafelt wird. Nach drei Monaten Dienst teunten alle von der Armee wieder entfernt, um nie mehr zu erscheinen.
Paris. Im gesetzgebenden Körper machte die Regierung am 13. M.»Heilungen über das Ergebniß der Londoner Eonferenz. Der versöhnlichen Haltung Frankreichs und den Bemühungen der Mächte fei Cie Erhaltung des Friedens zu verdanken. Nachdem der König von Holland erklärt habe, er wolle Luxemburg unter dem Haufe Oranien erhalten, sei es zu einem neutralen Staat erklärt und Vie Neutralität unter der Eolleetiv - Garantie der Mächte, mit Ausnahme Belgiens, gestellt worden. Luxemburg höre auf, Festung zu fein und solle nur fo viel Truppen erhalten, als zur Aufrechterhaltung der Ordnung nöthig feien. Die preuß. Garnison werde Luxemburg nach Ratifieativn des Vertrags und nach möglichst zu beschleunigender Wegschaffung de« Krieg«- Materials räumen. Der Großherzog habe die Verpstichtung übernommen, die Werke zu Cemoliien und Luxemburg in eine offene Stadt zu verwandeln. Die Ratification des Vertrag« werde binnen 4 Wochen erfolgen. Derselbe entspreche vollkommen den Ansichten Frankreich«, er beende eine gegen Frankreich geschaffene und 50 Jahre ausrecht erhaltene Situation, schaffe an der Nordgrenze einen neuen neutralen Staat, sichere dem Großherzog von Luxemburg vollkommene Unabhängigkeit. Der Vertrag unterdrücke nicht nur Die unmittelbaren Ursachen des gegenwärtigen Conflikts, sondern gebe auch ein neues Pfand für die guten Beziehungen Frankreichs zu feinen Nachbarn. Die Regierung des Kaisers gratulire sich, dieses Resultat erreicht zu haben, sie glaube auch hervorheben zu müssen, daß zum erstenmal eine Eonferenz, anstatt einen Krieg zu verfolgen und seine Resultate zu fanftioniren, dem Krieg vorgebeugt und den Frieden erhalten habe. Es sei dies das Zeichen der neuen Tendenzen, die mehr und mehr in der Welt zur Achtung gelangen und worüber alle Freunde des friedlichen Fortschriits und der Eivilisation sich freuen müßten.
— — Der „Moniteur" schreibt, daß die Resultate der Eonferenz sowohl in Frankreich wie im Auslände günstig aufgenommen worden seien, und fügt hinzu : Alles lasse jetzt hoffen, daß nichts den Fortgang der Ausstellung stören werbe. In den Besuchen der Souveräne in Paris sieht der „Moniteur" ein Pfand der Besänftigung und einen den Interessen der allgemeinen Eivilisation nützlichen Einfluß.
---Herr Pierre Baragnon, der jetzige Chesrebacteur des „Memorial diplomatique", der sich sehr viel mit strategischen Erfindungen h la Girardin beschäftigt, verlangt heute wieder einmal eine definitive Regelung der Norbostgränze Frankreichs, damit auch der nunmehr geschlossene Friede dauerhaft sei. Der Herr Gränzberichtiger macht am Schlüsse seines strategischen Galimathias folgenden Vorschlag : „Es wäre für die Fortdauer des Friedens äußerst wünschenSwerth, daß ein Arrangement (und wäre es auch gegen Gelb) uns als Gränze zwifchen Saarbrücken und ber Zweigbahn der Trierer Linie n-cht allein das Bett dieses Flusses, sondern auch selbst den südlichen Abhang der rheinischen Eisenbahnstrecke als Gränze verschaffte. Denn diese Bahn scheint wirklich gebaut zu sein, um einen Fluß und einen Wall, dessen sämmtliche Biegungen sich gegenseitig beherrschen, auf unsere Brust ju wälzen. Dann werden Metz und Thionville wirkl ch das Mosel- und das Saarthal beherrschen, — unb wenn wir auch Tage abwarten müssen, wo wir zum Handeln stärker und vielleicht auch berechtigter sind, so können wir im Gefühl der Sicherheit


