(3293)
Gerichtliche und Privat - Bekanntmachungen.
September 1867.
markt ein
an
bei
Massecurator bestellten Bai st dabicr geleistet
Der Bürgermeister: Remy.
zum provisorischen Hosger. - Advocaten werten.
Gießen, den 18.
Main Wefcr-Babn.
3460) Die Erneuerung de« Oelfarb- anstrichs an tcn Fenstern des hiesigen Sta- tionshauscs, veranschlagt zu 53 fl. 42 fr., und das Malen des Wartcfaals III. Classe, veranschlagt zu 202 fl. 30 fr., sollen
Mittwoch ten 25. September
auf dem Bureau teS Unterzeichneten, wo Voranschlag unv Vertragsbedingungen zur Einsicht offen liegen, an tcn Wenigstsortern- ten versteigert werten.
Gießen, am 19. September 1867.
Der Großherzogliche Dahningenieur de« Bahnbezirk« Gießen.
Nahm.
zeitiger Anmelvung gesorgt.
Herborn, tcn 30. August 1867.
17er steigernug en.
Versteigerung des Obstes der Stadt Gießen.
Edictattakni ngen.
3233) Die dahier unter ter Firma: Busch Söhne, Nehmeyer und Iug- Hardt bestehende offene Handelsgesellschaft hat ihre Insolvenz angezeigt; das geeicht- lich aufgenommene Inventar ergibt eine bedeutende Ueberschultung, die durch das Privatvermögen der vier Gesellschafter, nämlich ter Herren Wilhelm Busch, Karl Busch, Wilhelm Nebmever u. Heinrich Martin Iughardt tahier um so weniger gedeckt wird, als diese Privatvcr- mögen nach den aufgenommenen Invcntarien ohnehin überschuldet sind. Zur Abwendung des förmlichen Concurses haben die Gesellschafter eine Zusammcnbcrufung der Gläubiger behufs Abschlusses eines Arrangements beantragt. Es werten deshalb mit dem Anfügen, daß die Herren Wilhelm Busch und Karl Busch zugleich Inhaber der — nach dem gerichtlichen Inventar übrigens nicht überschuldeten — offenen Handelsgesellschaft: I. A. Busch Söhne dahier sind, alle Diejenigen, welche, sei es an die Firma Busch Söhne, Nehmeyer unv Iughardt, sei es an das Privatvermögen der Gcfellscka,ter, sei es endlich an die Firma I. A. Busch Söhne Ansprüche zu bilden haben, hiermit aufgeforcert, diese Ansprüche nebst etwaigen Vorzugsrechten entweder schriftlich bis zum 12. October l. I. oder mündlich in folgen- den Terminen:
1) gegen I. A. Busch Söhne Montag den 7. Oktober 1. I-,
Vormittags von 8—12 und Nachmittags von 3—5 Uhr;
2) gegen Busch Söhne, Nehmeyer und Iughardt
Dienstag den 8. October l. I., Vormittags von 8—12 und Nachmittags von 3—5 Uhr;
3) gegen Wilhelm Busch Mittwoch den 9. Oktober l. I-,
Vormittags von 8—12 Uhr;
4) gegen Karl Busch Donnerstag den 10. Oktober l. I,
Vormittags von 8—12 Uhr;
3444) Der Dicinalweg von Gie- ßen nach Steinberg wird vom 25. September an in seiner Erstreckung durch den Domanialwald wegen Chausseebaues in den nächsten zwei Monaten für alle Fuhr- werfe abgcspcrrt.
Gießen, den 19. September 1867. Großherzoglichc Obersörsterei Schiffcnberg.
Dr. Draudt.
den Bäumen am Hardtberg, sollen Samstag den 21. September d. I., Nachmittags 2 Uhr,
Großhcrzoglichcs Stadtgericht Gießen.
Muhl, Becker,
Stadtrichter. Stadtgerichts-Assessor.
gemacht werden.
Gießen, tcn 12. September 1867. Großbcrzoglichc Bürgermeisterei Gießen.
I. V. d. B.:
Felsing, Beigeordneter.
versteigert und der Anfang am Berg der Schule im ehemals Oswald'schcn Garten
Ikfoiibcrclkfuinntnmcfiunflcn.
3419) Im Firmen-Register des unter- zeichneten Gerichts sind heute folgende Einträge vollzogen worden:
1) Israel Rothschild zu Gießen betreibt daselbst seit 22. Mai 1866 unter der Firma : „3- Rothschild" eine Fell- und Rauchwaaren-Handlung.
2) Friedrich Decker zu Gießen Hal die ihm von Wilhelm Kloch daselbst für die Liquidation der unter der Firma: „Friedr. Decker u. Comp." ebendaselbst bestehenden HandlungSsirma er- theilte Procura nicdergelegt und dieselbe auf genannten Wilhelm Klock übertragen.
Gießen, den 17. September 1867. Großherzoglichc« Stadtgericht Gießen.
Muhl.
3341) Das städtische Obst, bestehend in Aepfeln und Birnen, sowie die Nüsse
Markt M Hrrktirn.
3242) Am 3. Oktober d. I. wird dahier mit dem Rindvieh- und Schweine-
Pferde markt
abgchalten. Für den schönsten und den größten Trupp Arbeitspferde, welche zum Markte gebracht werden, sind einige Prämien in Baar ausgesetzt. Für Stallung wird bei
5) gegen Hei nr. Martin Iughardt Freitag den 11. Oktober l. I.,
Vormittags von 8—12 und Nachmittags von 3—5 Uhr;
6) gegen Wilhelm Nehmeyer Samstag den 12. Oktober l. I., Vormittags von 8—12 Uhr, bei unterzeichnetem Gericht anzu- mcldcn. Hierbei wird bemerkt, daß die Gläubiger mehrerer Massen bei schriftlicher Anmeldung bezüglich einer jeden betreffenden Masse besondere Eingaben einzureichen haben, daß indessen die Gläubiger einer Handelsgesellschaft weder bei schriftlicher noch bei mündlicher Liquidation nöthig haben, ihre Rechte bezüglich des Privat- vcrmögcns der Gesellschafter gegen die einzelnen Gesellschafter anzumcldcn, indem
die gesetzlichen Forderungen an Stndirende aus dein Sommer-Semefter 1867 betreffend.
Die in diesem Sommer entstandenen gesetzlichen Forderungen an Studircnde müssen bis zum 21. d. Mt«. mittelst sp«'ßcirtcr Rechnungen zur Anzeige gebracht und längstens bis zum 16. November d. I. geltend gemacht werden, widrigen,allS t.e,elben den ihnen durch Art. 136 der Statuten zuaewiesenen Vorzug verlieren.
Gießen, den 6. September 1867. Großherzoglichts Universitäts-Gcricht.
Haberkorn.
bezüglich aller gegen eine der beiden genannten Handelsgesellschaften angcmeldetcn Forderungen angenommen wird, daß dieselben zugleich bezüglich des Ausfalles gegen einen jeden der betreffenden Gesellschafter geltend gemacht seien.
Zugleich wird Termin zum Versuche eines Arrangements auf
Montag den 21. Oktober l. I., Vormittags 9 Uhr, anberaumt, wozu fämmtliche Gläubiger in den RathhauS-Saal dahier unter dem RechtSnachtheil geladen werden, daß die ausbleibenden als den Beschlüssen der Mehrheit der erscheinenden Gläubiger bei« tretend angesehen werden.
Schließlich wird noch bekannt gemacht, daß Herr Max Pilger dahier zum pro- visorischcn Massecurator ernannt worden ist, und daß Zahlungen an die unter 1 — 6 aufgeführten Handelsgesellschaften und Personen mit Rcchtsbestand nur an den genannten Massccurator geleistet werden können.
Gießen, den 30. August 1867.
Großherzogliches Stadtgericht Gießen.
Muhl, Oppermann, Stadtrichtcr. Stadtger.-Assessor.
3427) Nachdem die Firma Katzenstein und Eichenberg dahier ihre Zahlungsunfähigkeit angczeigt hat und demzufolge über das GcscllschaftSvcrmögen derselben, sowie über das Privatvcrmögen jedes per- sönlich haftenden Gesellschafters, das vorbereitende Konkursverfahren eröffnet worden ist, können Zahlungen, seien solche für die Firma oder für das Privatvermögen eines der Gesellschafter z,M. I. Eichcnberg und Baruch Katzenstein dabier) bestimmt, bei Strafe doppelter Zahlung nur noch an den


