Zu Nr. K. G. 2914. «irßrn, am 14. -um 1867.
SetressenL: Gesuche von Militärpersonen.
Das
Groflherjogliche Kreisamt Gießen an die Großheyoglichen Dürgermeiflkreien des Kreises.
Nachstehende« Ausschreiben des Großherzoglichen Kriegs-Ministeeiums »heilen wir Ihnen mit der Empfehlung mit, die großbeurlaubten Soldaten danach zu bedeuten.
Dr. Goldmann.
3u Nr. Ä. M. 8385. Darmstadt, den 6. Juni 1867.
Betreffend: Wie oben.
Das Großherzogliche
Kriegs-Ministerium an die sammtlichen Großherzoglicden Kreisämter.
Nach bestehenden Allerhöchsten Befehlen sollen Gesuche von Militärpersonen, welche an Seine Königliche Hoheit den Groß- Herzog gerichtet sind, nicht auf dem Dienstwege, sondern unmittelbar an die Arjutanlur Seiner Königlichen Hoheit eingereicht und von derselben vorgelegt werden. _ ...
Sodann sollen Gesuche, welche von großbeurlaubten Soldaten an Seine Königliche Hoheit gerichtet werben, mit der Unterschrift des Compagnie-, Schwabrons- ober Batterie-Commandanten versehen sein. _
Da häufig gegen diese Vorschriften gehandelt wird, so beauftragen wir Sie, dieselben den großbeurlaubten Soldaten durch dir betreffenden Bürgermeistereien in Erinnerung bringen zu lassen.
v. Grolman. Scriba.
Gerichtliche und Privat-Bekanntmachungen.
IßbictaCfnöuiigeii.
2295) Großherzogliches Hofgericht der Provinz Oberhessen hat über das Vermögen des Maklers Elias Meyer bahier den förmlichen Eoncursproceß erkannt. Es »erben bemgcmäß alle Diejenigen, welche Ansprüche an bas gedachte Vermögen bilden wollen, hiermit bei Meikung stillschweigen- den Ausschlusses von der Masse, aufgeforvert, solche im Termin
Dienstag den 27. August I. I., Vormittags 9 Uhr,
dahier anzumelden und etwaige Vorzugs- rechte bei Meidung Verzichts auf solche zu begründen. Gleichzeitig soll im Termin die Güte versucht und eventuell ein Gläu- bigerauSschuß und Massecurator erwählt und deren Befugniß festgestellt werben und werben die nicht persönlich erscheinenden, oder durch nicht gehörig Bevollmächtigte vertretenen Gläubiger den Beschlüssen der Mehrheit der erscheinenden Gläubiger bei- tretend angesehen.
Gießen, den 12. Juni 1867.
Großherzogliches Stadtgericht Gießen.
Muhl, Dr. v Schmalkalber, Stavtrichtcr. Stadtger.-Asscssor.
2297) Nachdem über das Vermögen de« abwesenden Philipp Weller zu Gießen wegen einer Ueberschuldung von 290 fl. 18 fr. von Großherzoglichem Hofgericht der Provinz Obcrhcssen unterm 31. Mai 1. I. der förmliche ConcurS erkannt worden ist, so wird ihm dies mit dem Bemerken hiermit bekannt gemacht, daß er sich zur Wahrung seiner Rechte persönlich einzufindcn oder einen Bevollmächtigten zu bestellen habe, widrigenfalls er durch einen gerichtlich zu ernennenden Cura- tor soll vertreten werden. Es werben zugleich alle Diejenigen, welche Ansprüche irgenb welcher Art an ihn zu bilden haben, ausgefortcrt, solche sammt etwaigen Vorzugsrechten
Freitag den 23. August l. I., Morgens 9 Uhr,
bei Meidung Ausschlusses von der Masse
hier geltend zu machen. In demselben Termin soll zugleich ein Arrangement versucht und sollen bei dessen Mißlingen Beschlüsse über die Veräußerung der Masse, sowie über Wahl eines Gläubigerausschusses und eines Kurators mit der Wirkung gefaßt werben, baß die Beschlüsse der Mehrheit der erscheinenden Gläubiger für die andern Gläubiger bindend sind.
Gießen, den 13. Juni 1867.
GroßherzoglichcS Stadtgericht Gießen.
Muhl, Langsdorfs, Stadtrichter. Stadtgerichts-Assessor.
besondere ReKanittmachungm.
Die Auszahlung der Waisenverpflegungsgelder vom 1. halben Jahr
1867.
2310) Die Pflegeltern von Waisenkindern werben darauf aufmerksam gemacht, daß sie die Quittungen über die Pfleggelder des 1. Halbjahres 1867 vor dem Schluffe dieses Monats hier auSzustellen haben, wenn sie jene Vergütungen kostenfrei beziehen wollen.
Gießen, den 18. Juni 1867.
Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen Vogt
2281) Es diene hiermit jur Nachricht, daß der Steuerbote Böck icines Dienstes entlassen und der hiesige Orlsbürgcr Iohs Reh zum Steucrboten für die Großherzog- licbc Districtscinnchmcrci Gießen I bestellt worden ist.
Gießen, den 15. Juni 1867.
Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen Vogt.
2293) Seit dem 14. d. Mts. findet ein weiterer Wechsel der in der Stadt auS- gehängten Briefkasten um 9 Uhr Abends statt. Die bis zu diesem Zeitpunkte eingc- legten Corrcipondcnzen erhalten mit den Nachts pr. Bahn von bier abgehenden Posten Beförderung.
Die Ausgabe zu den Nachtposten bezüg
lich des Briefkastens am Filialpostbureau bleibt jedoch vorerst auf die Zeit bis 8 Uhr Abends beschränkt.
Gießen, am 17. Juni 1867.
Großherzogliches Postamt Gießen.
I V.: Hennemann.
Versteigerungen
2149) Dienstag den 25. Juni, Nachmittag« 2 Uhr,
soll auf dahiesigem Rathhause die Hofraithe des Justin Eberhardt, als: Flur Nr. CÄlftr.
,, gi Hofraithe in der Wolken- '/ " 11' gaffe, mit Hofraum, Scheuer
10 .i und Miststätte daselbst, jetzt 'lil Hinterhaus,
einer nochmaligen letzten Versteigerung ausgesetzt werden, unter der Bedingung, daß dem Meistbietenden der Zuschlag ertheilt werden soll, auch wenn da« Meistgebot die Taxation nicht erreichen wird.
Gießen, den 1. Juni 1867.
GroßherzoglichcS OrtSgcricht Gießen. ________________Ebel.______________
2282) Die Grasnutzung von den Schnei« ßen des Gießener StattwaldcS soll Samstag den 22. Juni 1867, Vormittags 11 Uhr,
im hiesigen Rathhaussaale öffentlich ver- steigert werten.
Die Großherzvglichcn Bürgermeistereien der umliegenden Orte werden ersucht, die« in ihren Gemeinden bekannt machen zu lassen.
Gießen, den 15. Juni 1867.
Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Vogt.
H e u g r a s. B e r fl e i g e r u n g.
2290) Mittwoch den 26. Juni wird die Hcugrasnutzung in dem Domanialwald in geeigneten Abthcilungen versteigert. Zusammenkunft Morgens 10 Uhr auf der Sldiffcnberger Chaussee an der WaldmeisterS- wiese Gießen, am 17. Juni 1867. Großherzogliche Oberförsterei Schiffenbcrg.
Dr. Draudt.


