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Rundschau.
Berlin. Die norddeutsche Bundesverfassung muß, weil sie wesentliche Abänderungen der preußischen Verfassung dedingt, nochmals dem Abgeordnetenhaus zur zweimaligen Beschlußfassung vorgelegt werden. Es ist aber nicht anzunehmcn, daß da« Abgeordnetenhaus einen anderen Beschluß faßt, als das erstemal und ist sonach die Verfassung als zu Recht bestehend schon jetzt anzuschcn. Die meisten norddeutschen Landtage der übrigen Länder haben dieselbe auch bereits cn bloc angenommen. Die Publikation der norddeutschen Bundesverfassung wird, nach vorgängig erfolgter Vereinbarung unter den BundeSglicdern über den Zeitpunkt derselben, erfolgen, sobald die Verfassung von sämmtlichcn LandeSvertretungen endgültig genehmigt sein wird. Bis zu diesem Zeitpunkt werden auch wir dieselbe unseren Lesern dem Wortlaut nach mtttheilrn. Die „Krcuzztg." meldet, daß die Regierung beabsichtige, im August die Wahlen zum ersten ordentlichen Reichstage des Norddeutschen Bundes vollziehen und somit Vie Bundesverfassung sofort nach ihrer Verkündigung praktisch in's Leben treten zu lassen.
— — Die Luxemburger Frage ist in der Konferenz vom 7. bis 10. Mai in folgender Weife gelost worden : Neutralität j Luxemburgs unter vir Garantie ver VcrtragSmächte unv Ver Souveränetät ves Königs der Niederlande, der fortfahren wird, den Titel eines GroßherzogS zu tragen. Letzterer kann seine Rechte n cht auf Dritte entäußern oder cediren, abgesehen von dem ErbschastSgesetz des Landes, ohne daß die Garantiemächte ihre Einwilligung geben. Preußen räumt die Festung unmittel- bar nach der Auswechslung der Ratificationen, und schafft unverzüglich alles Material und alle Vorräthe weg, ohne daß eine Frist dafür festgesetzt wird, jedoch mit Verpflichtung auf loyale unv balvmöglichste Ausführung. Der Platz wird demantelirt; wahrscheinlich wird der Großherzog damit beauftragt.
Die Schlesische Zeitung schreibt : „Die Redaktion erhält von befreundeter Hand nachstehendes, auf die verläßlichsten Angaben gegründetes Schreiben : Berlin, 10. Mai. Es wird Ihnen gewiß interessant sein, zu erfahren, welche Bewandtniß es mit dem raschen Erfolg der Conferenz gehabt, denn Sie wissen, daß man vorgestern hier stündlich die Mobilmachungs- Orvre fstr die gesammte Armee erwartete. Die Sache nahm aber folgende rasche Wendung. Vorgestern, also Mittwoch in später Abendstunde ließ sich der französische Bevollmächtigte, Hr. Benedetti, bei Graf Bismarck melden und erging sich, von diesem empfangen, in ziemlich hochfahrenden Phrasen über die Situation. Nachdem ihn der Graf lange ruhig angehört, erwiderte er, daß, wenn die Conferenz für die Erhaltung des Friedens nicht günstig ausfallen sollte, Preußen an Frankreich sofort ein Ultimatum richten würde, und daß, wenn Frankreich nicht genügende Zusicherungen wegen der Abrüstung geben sollte, eine CabizietSordre sofort 900,000 Mann, und zwar von Preußen 650,000, Norddeutsche 150,000, Süddeutsche 100,000 in's Feld rufen würde. Hierauf schlug Hr. Benedetti sofort einen andern Ton an. Erst nach Mitternacht verließ er den Grafen Bismarck. Der Telegraph arbeitete die ganze Nacht nach Paris und an den Fürsten de Latour d'Auvergne in London — und Der gestrige Ausfall der Konferenz ergab sich von selbst."
— — Dem Vernehmen der „N. Pr. Ztg." nach werden Ver Kronprinz und Vie Kronprinzessin sich bereits in den letzten Tagen Vieser Woche zum Besuche ver Industrie-Ausstellung nach Paris begeben.
Die Mittheilung, daß der König in Gemeinschaft mit dem Kaiser von Rußland mit Beginn des Monats Juni am Tuile- rimhose einzutrcffen gedenkt, wird jetzt allseitig bestätigt. Wie man hört, wird Fürst Gortschakoff den Kaiser Alexander nach Paris begleiten. Aller Wahrscheinlichkeit nach wird auch Graf Bismarck bei dem Ausfluge nach der französischen Hauptstadt in Der Mähe des Königs fein ; doch ist zur Zeit noch nichts Bestimmtes in der Beziehung festgestellt, »eil die Entscheidung Darüber wesentlich von der Frage abhängt, ob der durch die angestrengteste Tdätigkeit bis jetzt übermäßig in Anspruch genommene Staatsmann nicht bald durch den Rath seiner Aerzte veranlaßt werden wird, sich eine Zeit der Erholung zu gönnen. (K. Z.)
GroHh. Hessen. Gutem Vernehmen nach ist in Ausführung der Militärconoention von Preußen aus in Anregung gebracht worden, daß demnächst von jedem hessischen Regiment ein Hauptmann, zwei Subalt<rnofficiere und ein Unterosficier sich in eine benachbarte preußische Garnison, wahrscheinlich Mainz, begeben, um dort das preußische Exercitium kennen zu lernen. I
Don Anfang des nächsten Semesters an wird bann nach und nach der ganze hessische Armeestand, je 2 Jahrgänge auf einmal, eingezogen, um unsere Truppen nach preußischer Art einzuüben. B,S dahin werden auch die Zündnadelgewehre, die Preußen liefert, eingetroffen fein; gleichzeitig wird die Umänderung unserer Jnfanteriegewehre in Hinterlader in Angr ff genommen. Bei ter Reiterei haben die Hebungen ter Schwadronschule nach preußischem System bereits begonnen.
Gemäß der Militär-Convention hat ter Höchstcommantirente der großh. Division nach erfolgter Ernennung folgendes proto- kollarifcde Versprechen abzugeben und eigenhändig unterzeichnet dem Könige von Preußen einzusenden : Ich re. verspreche hier- durch auf Ehre und Pflicht, daß, nachdem Seine Königliche Hoheit der Großherzog von Hessen und bei Rhein mich zum Corn- manvirenten Allerhöchst Seiner Division ernannt haben, ich das mir anvertraute Kommando nur in Hebereinstimmung mit den Befehlen Seiner Majestät des Königs von Preußen al« Oberbefehlshaber handhaben will. (Forts, folgt.)
Darmstadt- Das Regierungsblatt Nr. 20 enthält :
I. Bekanntmachung, die Anstellung eine« Königlich Niederländischen Generalcvnsuls für da« Grvßherzogthum betreffend.
II. Bekanntmachung, die Wahl eine« Abgeordneten zum Landtage für die durch den Friedensvertrag mit Preußen von, 3. September 1866 mit dem Großherzogthum vereinigten LandeStheile betreffend.
III. Üeberstcht der für das Jahr 1867 genehmigten Umlagen zur Bestreitung von Communalbedürfniffen in den Gemeinden deS Kreises Erbach.
IV. Ueberffcht der für das Jahr 1867 genehmigten Umlagen zur Bestreitung bet Communalbedürfnisse in den Gemeinden des Kreises Grünberg.
V. Ueberffcht der für das Jahr 1867 genehmigten Umlagen zur Bestrei- tung der Eommunalbedürfniffe der Gemeinden deS Kreises Neustadt.
VI. Ueberffcht der für das Jahr 1867 genehmigten Umlagen zur Bestreitung der Bedürfnisse in den israelitischen ReligionSgemei- den des KreifeS Schotten.
VII. Dienstnachrichten.
Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht :
1) am 16. April den Oberappellations- und CaffativnSgerichtsrath bei dem Oberappellations- und Eaffationsgericht Geheimerath Hermann Benner zum Director dieses Gerichtshofs zu ernennen;
2) an demselben Tage den von dem Herrn Grafen zu SolmS-Laubach auf die zweite evangelische Pfarrstelle zu Laubach, im Dekanate Laubach , präseutirten Pfarramts - Caudidaten Carl Christian Wilhelm Heinrich Draudt a»S Munster, im Kreise Gießen, für diese Stelle — und den von hem Herrn Grafen zu Erbach-Fürstenau auf die evangelische Schulstelle zu Unter-Mossau, int Kreise Erbach, präsentiren Schulamts-Aspiranten Carl Meyer aus Wersau, im Kreise Dieburg, für diese Stelle zu bestätigen;
3) an demselben Tage den Maschinenschlosser Wilhelm Kalberlah von Rüddiugshausen zum Heizer der Main-Weser-Eisenbahn — und
, 4) am 20. April den Feldwebel im ersten Infanterie - Regiment Peter Ko ob zum Controleur bei der Btückenzelderhebung zu WvrmS zu ernennen.
VIII. Versetzung in den Ruhestand.
Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht :
am 20. April den Geheimen Obersteuerrath Florentin Hallwachs in Frank'uri a. M. in Folge der bei der Zollverwaltung zu Frankfurt a. M. eingetretenen Aeuderungen, unter Anerkennung seiner bisher geleisteten Dienste, vorläuffg in den Ruhestand zu versetzen.
IX. Co ncurrenzerösfnungen.
Eriedigt ffnd :
1) die zweite evangelische Schulstelle zu Leihgestern, im Kreise Gießen, mit einem jährlichen Gehalte von 300 ff. und einer Vergütung von 30 ff. für Heizung de« Schullocals;
2) die evangelische Schulstelle zu Lorbach, im Kreise Büdingen, mit welcher ein Gehalt von 300 ff., sowie 4 Stecken Buchen Scheidholz für Heizung des Schullocals verbunden ist; dem Herrn Fürsten zu Dsenburg und Büdingen in Büdingen steht das Präsentationsrecht zu dieser Stelle zu.
X. Sterbfall.
Gestorben ist :
am 13. April der Hofrnuffker Andreas Scher rrnann zu Darmstadt.
— — Das Regierungsblatt Nr. 21 enthält :
I. Bekanntmachung, die Ergebnisse der Verwaltung der allgemeinen geistlichen Wiltwenkaffe vom Jahre 1865 betreffend.
II. Ueberffcht der für das Jahr 1867 genehmigten Umlagen zur Bestreitung von Bedürfnissen der israelitischen Religionsaemeinden des Kreises Worms.
— — Das Regierungsblatt Nr. 22 enthält :
I. Bekanntmachung, die Aufbringung des Bedürfnisses der Großherzoglichen LandeS-BrandverffcherungS-Anffalt für 1866 betreffend.
II. Bekanntmachung, die Errichtung einer Postablage zu Mühlheim betreffend.
III. Bekanntmachung, die Postverbindungen in der Provinz Rheinhessen betreffend.
IV. Ueberffcht der für das Jahr 1867 genehmigten Umlagen zur Bestreitung der Eommunalbedürfniffe in den Gemeinden deS Kreises Mainz.
V. Ueberffcht der für das Jahr 1867 genehmigten Umlagen zur Bestreitung der Communalbedürfnisse der Gemeinden des Kreises Vilbel.
VI. Namensveränderung.
Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht :
am 15. April der Anna Maria Friedrich aus Goddelau zu gestatten, statt ihres bisherigen Familiennamens Friedrich in Zukunft den Familiennamen Emmerich zu führen.


