Darmstadt. Da« Regierungsblatt 91r. 32 enthält:
T. Bekanntmachung, die Bestätigung von Stiftungen und Dermächtniffen betreffend.
II. Bekanntmachung, die Ergebnisse der Rechnung der Einstand-kaffe ans die Periode vom 1. April 1865 bi« dahin lk66 betreffend.
III. Bekanntmachung, die Zahlung der gesetzlichen Vertretung«fumme für die Krieg-dienstpflichtigen, welche an der dießjährigen LoaSziehunz Theil genommen haben, betreffend.
Mit Bezugnahme auf den Artikel 1 de« Gesetze« vom 8. November 1860, die Erhöhung der Militarstellverteetungs- und Emstand«summen betreffend, wird hiermit bekannt gemacht, daß die Vertretung-summen für KriegsdienK- pstichtige, welche an der dießjährigen Loosziehung Theil genommen haben, für diese« Jahr noch in der bi-herigen Weise vom 1. künftigen Monat« an in die Einstand-kaffe bezahlt werden können.
Darmstadt, den 29. Juli 1867.
Broßherzogliche« Krieg-ministcrmm.
v. Gralman.
E ch enck.
IV. Ermächtigungen zur Annahme fremder Orden.
Seine Königliche Hoheit der Großherzog baden allergnidigst geruht:
1) am 2. Juli dem vormaligen General-Past-DIrectionSratb G Wilhelm Meyer zu Frankfurt a.'M. die Erlaudniß zur Annahme und zum Tragen de« ihm von Seiner Majestät dem Könige von Preußen verliehenen Kronenorden« dritter Klaffe, —
2) am 12. Juli dem Bice-Qberstjägermeister, Kammerherrn und Mitglied der Ober-Forst-und Domänen-Direction Bertbold Freihcrrn von Bibra die Erlaubniß zur Annahme und zum Tragen de« ihm von Seiner Majestät dem Kaiser von Rußland verliehenen St. Stanislaus-Orden« erster Klaffe — und
3) am 15. Juli dem Großherzoglichen Eonsul August Ewald zu Pari« die Erlaubniß zur Annahme und zum Tragen de« ihm von Seiner Majestät dem Kaiser der Franzosen verliehenen Ritterkreuze« der Ehrenlegion zu crtheilen.
V. Namen«veränderungen.
Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht:
1) am 5. Juli dem Karl Loth von Bernsfeld |u gestatten, statt seine« bisherigen Familiennamens in Zukunft den Familiennamen Seng — und
2) am 9. Juli der Lydia Weitz zu Alsfeld zu gestatten, statt ihre« bisherigen Familiennamen« in Zukunft den Familiennamen Arnold zu führen.
VI. Ertheilung eines Erfindungspatent«.
Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht:
am 12. Juli dem Kaufmann Nikolaus Backä in Stuttgart und dem Fabrikanten Wilhelm Kunz daselbst rin Erffndungspatent auf die durch Abbildungen näher erläuterte Militär-Tornister-Einrichtung, unter dem Vorbehalte jedoch, daß durch da« ertheilte Patent Niemand tu der Anwendung bereit- früher bekannt gewesener Theile der Erfindung gehindert werden soll, während der nächsten fünf Jahre für n Umfang des Großherzogthum« zu ertheilen.
VII. Dienstnachrichten.
V«* lyuOrn uftriyuwgr»uht ;
1) am 5. Jnli den Ober-Forst - Ealeulator erster Klaffe, charakterifirten Ober-Forst-Revisor Wilhelm Schneider zum wirklichen Revisor — und den Ober-Domänen-Calculator zweiter Klaffe Wilhelm Rübe zum Ealeulator erster Klaffe bei der Calculatur der Ober-Forst- und Do- mLnen-Direction zu ernennen;
2) an demselben Tage dem evangelischen Schullehrer zu Königsberg, im Königreich Preußen, Philipp Pfeiff die evangelische Schulstelle zu Sichenhausen, im Kreise Schatten, zu übertragen;
3) am 9. Juli dem evangelischen Pfarrer zu Essenheim, im Dekanate Mainz, Reinherz Kromm die evangelische Pfarrstelle zu Holzhausen, im Dekanate Rodheim, — dem ersten evangelischen Schullehrer zu Dornheim, im Kreise Groß-Gerau, Mitprediger Ernst Rullmann die evangelische Pfarrstelle zu Essenheim, im Dekanate Mainz, — und
4) am 12. Juli dem Schulamts-Aspiranten Wilhelm Earl Günschmann au« Villingen, im Kreise Nidda, die dritte evangelische Schulstelle zu Hungen, im Kreise Nidda, zu übertragen;
5) an demselben Tage den Adam Laun au« Groß-Gerau zum Rentamtsdiener bei dem Rentamt« Groß-Gerau zu ernennen.
VIII. Militirdirnstnachrichten.
IX. Eharakterertheilung.
Seine Königliche Hoheit der Großherzog baden allergnädigst geruht: am 9. Juli dem Bürger und Spenglermeister Fri-dned Adolph Herling zu Darmstadt den Eharakter als Hofspengler zu verleihen.
X. Dienstentlassung.
Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben allergnädigst gerubl: am 16. Juli den fünften evangelischen Schullehrer zu Erbach, im Kreise Erbach, Georg Peter Kredel auf sein Nachsuchen von seiner Dienststelle zu entlassen.
XI. Versetzungen in den Ruhestand.
Sein« Königliche Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht:
1) am 12. Juli den Ober-Medicinairath Dr. Ehristoph Friedrich Pfann- müller, mit Rückficht auf seine geschwächt« Gesundheit, auf sein Nachsuchen, —
2) an demselben Tage den Lehrer au der evangelischen Schule zu Selter«, im Kreise Nidda, Wolfgang Heck — und den Lebrer an der «ränge lischen Schule zu Breitenbrunn, im Kreise Neustadt, Jacob Bund auf sein Nachsuchen in den Ruhestand zu versetzen;
3) am 16. Juli den SalzmagazinSverwalter der Salzmagazin-verwaltung Darmstadt Friedrich Wilhelm Marlo ff, unter Anerkennung seiuer vieljährigen treuen Dienste, auf sein Nachsuchen, in den Ruhestand zu versetzen und ihm den Eharakter al« „Rendant" zu verleihen;
4) an demselben Tage den evangelischen Schullehrer zu Walldorf, im Kreise Groß-Gerau. Ludwig Gum bart in den Ruhestand zu versetzen.
XII. Eoncurrenzeröffnungen.
Erledigt find:
I) die evangelische Pfarrstelle zu «lngerSbach. im Dekanate Lauterbach, mit einem Gehalte von 886 fl. 19 fr.;
2) die zweite evangelische Schulstelle zu König, im Kreise Neustadt, mit einem Gebalte von 300 fl., nebst vier Stecken Holz zur Heizung de« Schullocal« ; dem Herrn Grafen zu Erbach-Schönberg steht da« Prä- sentalionSrecht zu dieser Stelle zu;
3) die evangelische Schulstellt zu Wallernhausem, im Kreis« Nidda. mit einem Gehalte von 300 fl., nebst vier Stecken Holz zur Heizung de« Schullocal«.
XIII. Zurücknahme einer Eoncurrenzeröffnung.
Die in Nr. 30 Seit« 356 de« Regierungsblatts erfolgte Eoncurreuz- eröffnung für die evangelische Schulftelle zu Bellersheim, im Kreise Nidda, ist zurückgenommen worden.
XIV. Eterbfille.
Gestorben find:
1) am 11. Juli der evangelische Pfarrer Frei zu Kelsterbach;
2) am 17. Juli der penfionirte LandgerichtSactuar Friedrich Heß zu Ridda.
XV. Berichtigung.
In Nr. 30 de« Regierungsblatts Seite 356 muß e« unter Nr. 3 der Sterbfälle statt „der evangelische Pfarrer I. I. Rau zu Hahn" „der evangelische Schullehrer I. I. Rau zu Hahn" heißen.
Wenn in gesundheitlicher Beziehung rin Mittel verdient, die allgemeine Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen, so ist e« in der That die Biuchsalbe des Herrn Gottlieb Sturzenegger in Herisau, Kanton Appenzell, Schweiz, — gegen Unterleibsbrüche. Sie verdient dies aus zwei Gründen, — einmal, weil dieselbe in weitaus den meisten Fällen die Brüche, die nur ohne Operation zu heilen möglich sind, ohne jede Entzündung u. dergl. vollkommen heilt; zweiten« weil unser- Wissen« die ganze medicinische Wissenschaft zur Stunde noch kein Mittel gegen Unterleibsbrüchc zu Tage gefördert. — Es ist deshalb erfreulich, daß schon eine bedeutende Anzahl der Herren Aerzte die Praxi« über die Theorie hinwegsetzen und in Anerkennung der wirklich vorzüglichen Eigenschaft der S t u rzene g ger'schen Bruchsalbe dieselbe bei Unterlcibabrüchen verschreiben. (2964)
Frnchtpreise von nachbenaunten Städten und Fruchtmärkten.
W a i z e n.
Korn.
Gerste.
Hafer.
Kartoffeln.
Ort und
Datum.
Verkauft
Mittelpreis Vom Malter.
Verfällst
Mittelpreis vom Malter.
Verkauft
Mittelprei« vom Malter.
Verkauft
Mittelpreis vom Malter.
Verkauft
Mittelprei« vom Malter.
jmitr.
Pfund
fl.
fr.
Mltr.
Pfund
fl-
fr.
Mltr.
Pfund
fl
kr
Mltr.
Pfund
fl.
fr.
Mltr.
Pfund
fl
fr.
Gicßcn,
—
August . .
—
200
—
—
180
_
_
_
160
120
—
200
Grünbcrg,
10.
,, • •
18}
200
15
5
119
180
10
31
7;
160
9
35
32}
120
6
25
_
200
Mainz,
9.
" • •
214
200
15
9
143
180
10
40
160
—
—
9
120
6
49
—
200
3
Schühengesellschast in Meßen.
Morgen, Donnerstag den 15. August, von Nachmittags 5 Uhr an:
8 cfj i e ß ü fi u n g.
Distance: 400 Schritte.
Druck und Verlag der Brühl'schen Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gießen.


