Ausgabe 
12.10.1867
 
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3613) Die nachverzeichneten städtischen Gelder pro 1867:

1) Heugrasgelder, am 1. d. Mts. fällig gewesen;

2) das 3. Ziel Communalsteuer;

3) Schulgelder aus den Stadtschulen und der Realschule;

4) Pachtgelder von Triebvierteln;

können in den ersten acht Tagen ohne Kosten zur hiefigen Stadtkasse bezahlt werden.

Gießen, am 3. October 1867. Der Stadt - Rentmeister:

Enders.

3682) Die Aachen - Münchener Feuer- DerficherungS - Gesellschaft hat sich wegen zahlreicher Betheiligung der hiesigen Lanb- wirthe bei fraglicher Versicherungs-Anstalt veranlaßt gefunden, der hiesigen Gemeinde eine zweiräverigc Druck-Feuerspritze als Ge- schenk zu übermachcn. Indem wir für dieses, für unsere Gemeinde sehr wcrlhvolle Geschenk, welches nach technischer Prüfung in feiner Bauart und Leistungsfähigkeit sehr zweck­mäßig ist, hiermit öffentlich unseren Dank aussprechen, empfehlen wir die ftagl. Ver- sicherungS - Gesellschaft zu weiterer Betheili­gung auf'S Angelegentlichste.

Großen - Buseck, am 8. October 1867. Großherzogliche Bürgermeisterel

Großen - Buseck. Wagner.

(Ehictnffabu ngen.

2990) Der am 28. Mai d. I. von Karl Kaiser in Breslau auf M. Heß in Gießen über 61 Rtdlr. 15 Sgr. Preuß. Cour, gezogene, von diesem aeeeptirte und am 1. d. Mts. fällige Wechsel ist bei dem letzten Indossatar, Joseph Bär zu Hei- desheim, am 12. d. Mts. verloren gegan­gen. Auf Antrag desselben werden alle Die­jenigen, welche Ansprüche an den gedachten Wechsel zu bilden berechtigt sind, hiermit aufgefordert, solche sogewiß binnen 3 Mo- naten vom ersten Erscheinen dieser Auf­forderung in diesen Blattern an gerechnet bei unterzeichnetem Gericht geltend zu machen, als sonst der oben erwähnte Wechsel für erloschen erklärt werden wird.

Gießen, am 13. August 1867.

GroßberzoglichcS Stadtgericht Gießen. Muhl, v. Rots mann, Stadtrichter. Stadtger.-Assessor.

3704) Die Gemeinde Staufenberg be­ansprucht aus den Grund langjährigen Be­sitzes das Eigentdum einer an der Hohheits- grenze zwischen dem Großhcrzogthum Hessen Gemarkung Staufenberg und zwischen dem vormaligen Kurfürstenthum Hessen Gemarkung Sichertshausen herziehenden Wiesenfläche Saalwiese nebst durch­ziehenden Graben Saalbach mit einem Flächengehalt von 934 □JUftr. und hat beantragt, sie als Eigenthümerin dieses Ge- ländes auf Grund des angegebenen Erwerb- titels in das Grundbuch der Gemarkung Staufenberg einzutragen. Nachdem laut der hierüber von der Verwaltungsbehörde ge­pflogenen Berbandlungen die Zugehörigkeit der bezeichneten Fläche zu dem Staatsgebiete des Großberzvgtbums Hessen von Königlich Preußischer Seite anerkannt worden ist, werden alle Diejenigen, welche privatrecht- . licke Anspruckc irgend welcher Art an die­selbe bilden zu können vermeinen, hiermit aufgefortert, solche sogewiß binnen vier Woche n, von dem Ersckeinen dieser Edietal- ladung in der Darmstädter Zeitung an ge­rechnet , bei dem unterzeickneten Gerichte

anzumelden, als sonst der unbeschränkte Ein­trag des fraglichen Geländes in das Mu- tationsverzeichniß für die Gemarkung Stau­fenberg mit ErwerbtitelErsitzung" verfugt werden wird.

Gießen, den 4. October 1867.

Großherzogliches Landgericht Gießen.

I. A. d. L:

Hellmann, A. Bramm, Landger.-Affessor. Landger.-Asseffor.

Aufforderung.

3535) Der Nachlaß des Heinrich Daniel Noll von hier ist von einem Erben unter der Rechtswohlthat des Inven­tars angetreten worden. Es werden etwaige Gläubiger des Erblassers aufgefortert, ihre Ansprüche 'sogewiß binnen 4 Wochen hier anzumelden, als sonst jener Erbe seinen Sckulkantheil nicht weiter zu zahlen braucht, als bis sein Erbtheil erschöpft ist.

Gießen, am 23. September 1867.

Großherzogliches Stadtgericht Gießen.

Muhl, Langsdorfs, Stadtrichter. Stadtger.-Assessor.

3699) Wilhelmine, Wittwc des Konrad Kahl von Burkhardsfelden, ge­borene Menget, ist ohne Leibeserben verstor­ben. Es werden daher alle Diejenigen, welche Forderungen an deren Nachlaß zu bilden haben, aufgefordert, solche sogewiß binnen vier Wochen von heute an bei dem unterzeichneten Gerichte anzumelden, inso­weit dies nicht bereits geschehen ist, als sonst der Nachlaß den im Auslande befind­lichen Testamentserben der Konrad Kohl's Wittwe überliefert werden wird.

Gießen, den 10. October 1867.

Großherzoglickes Landgericht Gießen.

I. A. d. L.:

Hellmann, A. Bramm, Landger.-Assessor. Landger.-Assessor.

Versteigerungen.

3615) Montag den 14. October, Nachmittags 2 Uhr, soll auf dahiesigem Rathhaufe die den Erben der Balthasar Becker Wittwe gehörende Hofraithe mit Scheuer, auf dem SelterSweg gelegen, versteigert werden.

Gießen, den 3. Oktober 1867.

In Auftrag: Weidig, Ortsgerichtsmann.

3670) Umzugs halber läßt der Unter­zeichnete

Donnerstag den 17. Oktober, Vormittags 10 Ubr, verschiedene gutgehaltene feinere Möbel und sonstiges Haus- und Gartengeräthe öffent­lich gegen Baarzahlung versteigern.

Zugleich ersucht er Alle, welche etwa eine Forderung an ibn zu machen haben, die Rechnung alsbald einzusenden.

Marienschloß, den 7. Oktober 1867.

Trumpler, Oberst.

Lieferung von Brod, Steinkohlen, Holz und Beltsiroh rc., södann Vergebung verschiedener Arbeiten.

3717) Donnerstag den 24. d. Mts., Vormittags halb 10 Ubr,

sollen in der Cascrne, seitherigen alten Zeug­hauses, zu Gießen nachstehende Lieferun­gen und Arbeiten für das demnächst dort garnifonirt werdende 1. Jägerbataillon, auf dem Soumissionswege in Accord gegeben werden, als:

1) die Lieferung des Brotes für die Mo­nate November und December d. I.;

2) die Lieferung des erforderlichen Pe­troleums für dieselben Monate;

3) die Lieferung von etwa 1300 Ctr. Steinkohlen;

4) die Lies-rung von Kiefern-Scheidholz;

5) die Lieferung des erforderlichen Belt­strohs;

6) die Schreiner-, Sattler-, Gürtler-, Weißbinder-, Säckler-, Spengler-, Kü­fer-, Bürstenbinder-, Glaser-, Schlosser­und Buchbinder-Arbeit, sodann die fneferung der Schreibmaterialien und die Unterhaltung reS Bettwerks, das Schröpfen re., das Reinigen der Oefen und der Kochherde, auf die Periode vom 1. November d. I. bis Ende 1868.

Die Lieferungsbedingungen, sowie die Tarife, liegen vom 21. d. Mts. an, Vor­mittags von 8 bis 11 und Nachmittags von halb 3 bis 5 Ubr in einem der Locale des 2. Stocks ter Easerne zu Gießen zur Ein­sicht offen und werden daselbst, von dem dort anwesenden Beamten, etwa gewünscht werdende Erläuterungen noch mündlich er- theilt. Darmstadt, 10. Oktober 1867.

Großherzoglicher VerwaltungSrath des 1. Jägerbataillons.

____________Anschütz, Major._______ Verkauf einer Dumpfsct'neidiuuble.

3706) Donnerstag den 31. Oktober, Vormittags 11 Uhr,

werde ich die falber der FirmaKatzenstein und Eichenberg" gehörigen Immobilien in der Gemarkung Gießen, nahe an ter Stadt: Flur Nr. Grifft.

XL. 32,5 4 Acker links ter Ehaussee,

38,5 14 Wiese taielbft,

39 506 Grasgarten daselbst,

40,3 202 Grabgarten daselbst,

40,6 173 Hofraithe, Werkstättebau und Maschinenhaus

mit dem daraus gebauten Dampfsägewerk unk zwei Wohnhäusern im Auftrag des Großherzoglichen Statlgerichts Gießen öffent­lich meistbietend versteigern lassen.

Bei annehmbarem Gebot kann Zuschlag und Genehmigung vom Gericht im Liqui­dationstermin sofort erthcilt werden.

Die Bedingungen tes Verkaufs können bei dem Unterzeichneten jeterzeit cingeskhen werden. Gießen, den 9. Oktober 1867.

Th Baist, HofgerichtS-Atvocat.