Ausgabe 
10.8.1867
 
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Getaufte.

Den 4. August. Dem Bürger in Butzbach und Schlaffer in der mechanischen Werkstätte »er Main-Weser-Bahn dahier, Philipp Pfeil, eine Toch­ter, Anna Marie, geboren den 13. Juli.

Denselben. Dem Bürger und Handelsmann, Heinrich Schomber, ein Sohn, Karl Martin Cas­par, geboren den 4. Juli, ^Denselben. Dem Ortsbürger in Allendors a. d. Lumda und Schneider dahier, Heinrich Pfeiffer, eine Tochter, Wilhelmine Margarethe Christine Hen­riette Philippine, geboren den 24. Juli.

Denselben. Dem Bürger und Weißbinder­meister, Ludwig Petri II., eine Tochter, Anna Julie Friederike Katharine Wilhelmine, geboren den 9. Juni.

Denselben. Dem Bürger und Fuhrmann, Heinrich Huhn, eine Tochter, Elise Friederike, geboren den 29. Juni.

Denselben. Dem Bürger und Metzgerrneiüer, Emil Geißmar, ein Sohn, Johann Adolf, geboren den 24. Juni.

Denselben. Dem Bürger und BahnhosSarbeiter, Karl Mootz, ein Sohn, Emil Ehristian Ludwig Martin, geboren den 11. Juli.

Den 8. August. Dem Bürger und Kaufmann,

Georg Philipp Schwager, eine Tochter, Johanna, Hermine Henriette Karoline, geboren den 26. Juni.

Denselben. Ein unehelicher Sohn von aus­wärts, Karl Georg, geboren den 1. Juli.

Beerdigt.

Den 3. August. Jobanna Wilhelmine Weber, geborne Brüel, de« Bürger« und practischen A zte«. De. Wilhelm Christian Hermann Weber, Ehefrau, alt 34 I. 9 M 1 T., gestorben den 2. August.

Die Pfarrgeschäfte in ter nächsten Woche besorgt Pfarrer Dr. Seel.

Die bei Großh. Bezirksstrafgericht Gießen in öffentlicher Sitzung gefällten Urtheile.

I. Am 1. August d. I. wurden »erurtbeilt :

1. Heinrich Eimer von Romrod, wohnhaft in Bruchenbrücken, wegen Diebstahl«, in eine CorrectionShauSstrafe von 3 Monaten.

2. Heinrich Scheid von Grüninzen, wegen Landstreicherei im IV. Rück­falle und Constnation-bruchS, in eine geschärfte CorreetionShauSstrale von 18 Monaten, sowie zur Stellung unter polizeiliche Aufsicht auf die Dauer von 2 Jahren nach verbüßter Strafe.

3. Johanne« Hofmann VI. von Steinheim, wegen Derletzung der Amts- und Dienstehre, in eine Gefängnißstrafe von 3 Tagen.

II. Am 7. August d. I. wurden verurthellt :

1. Emil Heßler von Gießen, wegen Wiedersetznug und Dienstehre-Ver­letzung, in eine Gefängnißstrafe von 4 Wochen, Ehristian Simon von da, wegen deSql. Vergehen«, in eine solche von 5 Tagen.

2. KaSpar Stork von Utphe, wegen Wiedersetzung, in eine deSgl. von 6 Tagen.

3. Heinrich Schuchard von Busenborn, wegen Diebstahl«, in eine deSgl. vou 10 Tagen.

III. Die auf den 8. August d. I. anberaumte Hauptverhandlnng in Sachen gegen Karl Hofmann von Rödgen, bei Nauheim, und 7 Consorten, wegen Körperverletzung im Raushandel u. Eigenthumsbeschädigung, wurde vertagt.

Die bei Großh. Bezirksstrafgericht Gießen zur Aburtheilung kommenden Untersuchungen.

I. Arn 14. August d. I.:

1. Gegen Jakob Reuter von Himbach, wegen Diebstahl«.

2. Gegen Heinr. Dörr, Joh. Sohn, von Saasen, wegen dgl. Verbrechen«.

3. Gegen Philipp Mootz von Gießen, wegen thätlicher Ehrenkränkung.

4. Gegen Joseph Funkenstein au« Polen, wegen Betrug«.

II. Am 15. August d. I.:

1. Gegen Georg und Otto Lang von Hungen, wegen Gewaltthätigkeit, resp. Körperverletzung.

2. Gegen Heinrich Ganß von Burkhardsfelden, wegen öffentlicher thät- licher Ehrenkränkung.

3. Gegen Heinrich Erb III. und Consorten von Weitershain, wegen Eigenthumsbeschädigung.

Gießen, 5. August. Herr Emanuel Stern, Lehrer der Handelswissenschaften an der technischen Schule zu Darmstadt, der wegen seiner Erfolge, die er, während er hier wohnhaft war, durch seinen kaufmännischen Unterricht erzielte, auch hier noch in gutem Andenken steht, hat ein eben so nützliches wie klar dar­legendes Buch erscheinen lassen, betitelt:

Vollständige Anleitung zur Buchführung für die Gc- werbtrcibenden und kleinere Fabrikanten, wie sie nach einfacher Art und nach den Bestimmungen des deutschen Handelsgesetzbuches ihre Bücher zu führen haben.

Mil Anführung und Erläuterung der betreffenden Ge- setzesstcllen, sowie auch mit Erklärungen aus der Lehre von den Wechseln und mit Verhaltiuigsregeln beim Wechselvcrkchr.

Zum Gebrauch auch für Kaufleute und Juristen.

Von diesem Werke, dessen Vorzüglichkeit eine Bcurtheilung, die wir jüngst in No. 171 der hessischen Volksblättcr gelesen, in hohem Maße hervorhebt, haben wir nähere Einsicht zu nehmen Gelegenheit gehabt, und die Ueberzcugung gewonnen, daß ihm das Lob, welches ihm durch diese Bcurtheilung zu Theil wird, mit vollem Rechte gebührt, und daß der Verfasser die in dem Titel sich vorgesetzte Aufgabe in vollkommenster Weise gelöst hat, so daß dasselbe in den weitesten Kreisen die allgemeinste Verbrei- tung verdient.

Die Arbeit de« Herrn Stern ist eine hervorragende durch gründliche Behandlung des von ihm bearbeiteten Stoffes, durch

klare, für Jedermann faßliche Darstelluna und durch die so sehr gelungenen practischen Ausführungen. Und einst nur die in ein­fachster Weise und nach den Vorschriften de« Gesetzes zu hand­habende Buchführung ist aus diesem Buche mit Leichtigkeit zu erlernen, und wo sie noch nicht in gehöriger Weise besteht, durch Hülfe desselben zu verbessern, sondern auch die verschiedenartigsten geschäftlichen Vorfälle, die Wechsel nicht ausgenommen, werden darin gründlich besprochen und erläutert, so daß Jeder, der kleine wie der größere Geschäftsmann sich daraus Raths erholen kann. Ein solches Buch muß Nutzen stiften und vor Schaden bewahren, und darum wünschen wir, daß es die volle Beachtung der Ge- | werbtreibcndcn finde. Der Preis des Buches ist 1 si. 3D fr.

Germania,

Lebens - Bersicherungs - Aktien - Gesellschaft zu Stettin.

Grundkapital...........3,230,000 Gulden.

Reserven, Ende 1866 .......3,638,198

Jahres-Einnahme......... 2,383,736

Bis Ende 1866 bezahlte Derfich.-Summe 2,728,601

Die Germania gewährt durch Sicherheit. Billigkeit der Prämien und Liberalität ihrer Bedingungen die möglichsten Vortheile.

Das Vertrauen, welche sie sich durch prompte und liberale Auszahlung der versicherten Cupitalien Überall erworben, hat ihr in kurzer Zeit eine her­vorragende Stellung unter den Lebens - Versicherung« Gesellschaften verschafft, wovon der Ende de« Jahre« 1866 verbliebene Versicherungs-Bestand von:

83,591 Versicherten mit 71,504,619 Gulden Bcrsichcruugö-Kapital

Zeugniß giebt.

Die Gesellschaft betreibt mit ihren bedeutenden Fonds keine SpeculationS- Geschäfte, bewirkt vielmehr ihre Kapitalanlagen in pupillurisch sicheren Hypotheken.

Die a u f Hypotheken anSgeliehene Summe beträgt Ende 1866: 2,812,938 Gulden.

Der Segen der Lebens-Versicherung wird täglich mehr unerkannt und die Zahl derer, die ihr Leben versichern, nimmt beständig zu. Bei sämmtlichen 28 deutschen LebenS-VerficherungS-Gesellschasten waren Ende de« Jahre« 1865 (die Geschäfts-Ergebnisse des Jahres 1866 sind noch nicht von allen Gesell­schaften veröffentlicht) mehr al« 400,000 Personen mit 492 Millionen Gulden versichert. Der Versicherungs-Bestand vermehrte sich in diesem Jahre um : ca. 50,000 Personen mit 70 Millionen Gulden, der Versicherungs-Bestand der Germania allein um: 22,151 Pers, mit 17,482,288 Gillden Versieh. Summe, mithin betrug der reine Zuwachs der Germania in Betreis der Personen 45 o/o und in Betreff der Versicherung-- Summe 25 °/e de« reinen Zuwächse« von sämmtlichen 28 deutschen Leben« - Versicherung« - Gesellschaften. G« starben in demselben Jahre im Ganzen:

6354 Versicherte, durch deren Tod 7,437,500 Gulden fällig wurden, hiervon zahlte die Germania für 764 Todesfälle 514,379 Gulden Versicherungssumme.

Die vorerwähnten Resultate können mit Recht als erfreuliche bezeichnet werden, vergleicht man jedoch dle Anzahl dec Versicherten mit der Gesammt- bevölkerung Deutschland« von ca. 40 Millionen Seelen, so ergiedt sich, daß nur 1 o 0 derselben, also ein»verhältnißmäßig sehr geringer Theil versichert ist. G« folgt hieran«, wie Wenige die hohe Bedeutung der Lebens - Versicherung bis jetzt erkannt haben und doch sollte Niemand, von dem da« Wohl Anderer abhängt, unterlassen, sein Leben zu versichern.

Die Germania bietet durch die lieberalstcn Bedingungen jedem ihrer Ver­sicherten die größtmöglichen Vortheile, indem sie solche Policen, welche minde­sten« 3 Jahre in Kraft bestanden haben, auf Wunsch drr Versicherten

1. gegen Auszahlung von mindesten« % der vollen Reserve zurückkauft, 2. bis zu derselben Höhe Darlehen auf die Policen gewährt, oder

3. unter Aufhebung der früheren Versicherung eine neue Versicherung ohne jede fernere Prämienzahlung schließt, welche der vollen Prämienreserve der ersten Versicherung entspricht.

Durch die Versicherung mit Rückgewähr der Prämie (Tabelle Ila) bietet die Gesellschaft daneben selbst denjenigen, welche ihre Versicherungen innerhalb der ersten 3 Jahre oder später verfallen lassen, den Vortheil, daß die Gesell­schaft die über geleistete Prämienzahlungen ausgestellten Rückgewährscheine, entweder beim Tode de« Versicherten oder sobald derselbe da« 90fle 8eben«jahr erreicht hat, zum volle» Betrage auSzablt.

Die Herren Wilh. Balser in Gießen, Generalagent für Oberheffen, Phil. Zimmer in Sich und Rechner Schmidt in Londorf geben alle nöthigen Aufklärungen.

5d)ühi*niu*ri*lll'd)<ift in Gießen.

Morgen, Sonntag den 11. August, von Nachmittags 5 Ubr an: S d) i e Ij ü l) u n g.

____________________Distance: 400 Schritte.____________________________

Druck und Verlag krr Brühl'schen Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gießen.