Ausgabe 
6.7.1867
 
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Was giebt es Steves?

Darmstabt. Der« 8kgiming«Ml<ilt Ma. 26 enteilt:

1. Reglement, die polizeilichen Bestimmungen bezüglich b* Rheinbrücke ; g, Worm« und »u Maßregeln zur Verhütung een Beschädigung d«selbe» be- k*at. ,, . _

II. Bekanntmachung, bi« Einziehung »er Arundr»»»en>ch»ln« und Au«- «dx eines neuen Staatspnpiergeld«« dclreUeud.

Sn «emäßheit de« Arlilel« 4 de« «es«,es eo* 26. «peil 1864 :

die Einziehung der Grundrcnlenschem« .unb Ausgabe eine« neuen Llantspakierqelde« delrrßend,

nfc mit Bezugnahme auf bi* Bekanntmachung vorn 23. November 1866 («r. 52 b(4 Regierungsblatt») wird hiermit zur offentllchen Kneutniß gebracht, baß der Termin, »ach besseu «dlam bi« Srundrentenschein« ihr« Eigenschaft als Zahlungsmittel verlieren und nur noch bis zu einem weiteren, später be­kannt zu machenden Termin bei der Staatsschulden - Tilgungskaffe eingelöst werden können, auf den 1. 3uli 18 68 festgesetzt worden ist.

Die Inhaber von Großberzogkich Hessischen Gmndrentenscheinen »1 st., 5 st., 10 st., 35 st. und 70 st. werden daher hiermit aufgefordert, diese scheine bi« zum 1 3uli 186b entweder zu Zahlungen a» »ie StaadSkaff« zu ver­wenden, oder gegen neu«« Pgptergeld umzutauschen.

Der Umtausch findet bei der Großherzoglichen StaatSichulden-Trigungs- kaffe und außerdem bei allen Rentämtern, Hauptzollämtern, L)bereinnehmereien und Disteictseinnehmereien Statt. Bri den genannten Localstellen kann jedoch der Umtausch nur insoweit geschehen, als ihr Borrath an neuem Papiergeld «fl gestaltet.

Darmstadt, den 29. Mai 1867.

GroßherzoglicheS Ministerium der Finanzen.

§. von Schenck. Hörr.

III. Bekanntmachung, die Personcnposteinrichtung zwischen Frankfurt a. M. und Neu-Dsenlmrg resp. Sprendlingen betreffend.

IV. Bekanntmachung, die Herstellung einer Personcnpost zwischen Nau- he»n und Usingen betreffend.

V. Bekanntmachung, Herstellung einer täglichen Perfouenpost zwischen Schlitz und Fulda betreffend. .

VI. Uebersicht der für da« Jahr 1867 genehmigten Umlagen zur Bestrei­tung der Coinmunalbedürfniffe in den Gemeinden des Kreises schotten.

VII. Uebersicht der für das Jahr 1867 genehmigten Umlagen zur Bestrei­tung der Eommunalbedurfniffe der Gemeinde des Kreises Nidda.

VIII. Uebersicht der für da« Jahr 1867 genehmigten Umlagen zur Be­streitung der Bedürfnisse in den israelitischen Religionsgemeinden des Kreises Gtünbrrg.

IX. Abwesenheitserklärung.

Durch Urtheil Großherzoglichen Bezirksgerichts Mainz I. Sektion vom 18. Mai 1867 wurde Sebastian Fritzmann, früher Schneider, in Bretzen­heim wohnhaft gewesen, für abwesend erklärt.

X. Ordensverleihungen.

Seine Königliche Hoheit der Gtoßhetzog Haden allergnädigst geruht:

1) am 29. Januar dem Bürgermeister der Bürgermeisterei Rüsselsheim Johannes Sittmann das allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift: Für Verdienste" ;

2) am 2. April dem Steuerrath und RheinzoU-Einnehnler bei dem Rhem- tallamt und Hafencommiffariat Mainz Heinrich Opfer mann das Ritterkreuz erster Klaffe des Ludewigs-Otden«;

3) am 6. April dem General - Eonsul Gottlieb Ludwig Freiherr» v o n Hauff in St. Petersburg das Eomthurkreuz erster Klasse des Philipp»- OrdenS; . . ~ , .

4) am 16. April dem TistriclSeinnehmer der DistrictSemnehmerei Schot­ten I. Elia« Wagner, in Rücksicht auf seine mehr als fünfzig­jährige Dienstzeit, das Ritterkreuz zweiter Klasse des Philipps-Orden« ;

5) am 17. April dem Hauptzollamtsdiener bei dem Hauptzollamt WorrnS Valentin Kahl, mit Rücksicht auf feine fünfzigjährigen treuen Dienste, da« silberne Kreuz dieses Ordens;

6) am 21. April dem evangelischen Schullehrer Philipp Geil zu Essen­heim, in Rücksicht auf seine fünfzigjährigen, mit Eifer und Treue geleisteten Dienste, daS allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift: Für fünfzigjährige treue Dienste" ;

7) am 29. April dem Kreisarzt des KreiSmed^cmalamts Ober-Ingelheim Dr. Carl Laist das Ritterkreuz erster Klasse des PhilippS-OrdenS:

8j am 1. Mai dem Districtseinnehiner der Districtseinuehmerci Nieder- Flörsheim Theodor Eduard Ludwig Jäger, mit Rücksicht auf feine fünfzigjährigen treuen Dienste, das Ritterkreuz zweiter Klaffe dieses Ordens:

9) am 6. Mai dem Fabrikanten Felir Hochstätter von Darmstadt das Ritterkreuz erster Klaffe des Philipps-Ordens :

10) am 7. Mai dem Commerzienrath Franz Anton Probst in Mamz da« Ritterkreuz erster Klaffe deffelbeu Ordens;

11) am 11. Mai dem Rendanten und Einnehmer des Ma nzollamts Gtoß- Steinheim Philipp Trupp das Ritterkreuz zwciterKlasse diese« OrdeuS;

12) am 14. Mai dem Geheimen Commerzienrath und Prindenten de« VerwaltungSrath« der Hessisel«n Lubwigsbahn .Clemens Lauteren, in Rücksicht der großen Verdienste, welche er sich in leitetet Stellung erworben hat, das Comthurkreuz zweiter Klasse dies«« Orden« ;

13) am 21. Mai Seiner Ercellenz dem wirklichen Geheimenrath, Minister der Justiz und Präsidenten de« StaatSratS« 0r. Friedrich Freiherrn von Lindelof, in Anerkennung seiner fünfzigjährigen treuen und ausgezeichneten Dienste, das Großkreuz de« LudewigS-Orben« und 14) an demselben Tage dem Oberstlieutenant vom Pensionsstande Philipp Keil, in dankbarer Anerkennung feiner al« Commandant der nunmehr aufgelösten Veteranen - Untero fieiers-Compagnie bethätigten treuen Ge­sinnungen , da« Cornmandeurkreuz zweiter Klasse des LudewigS-Orden«.

XI. Ermächtigung zur Annahme eines fremden Orden«. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht:

am 14 Mai dem außerordentlichen Gesandten und bevollmächtigten Minister am Königlich Preußischen Hofe, Geheimen Legationsrath Hofmann die Er- lanbniß zur Annahme und zum Tragen de« ihm von Seiner Majestät dem König von Preußen verliehenen rothen Adler-Ordens erster Klaffe zu ertheilen.

XII. Ramensveränderung.

Sein« Königliche Hoheit der Großherzog habe» allergnädigst geruht: am 10. Mai dem Heinrich Haas von Jlbesbausen zu gestatten, statt seine« bisbeinzen Familiennamen« Ha a« den Familiennamen Muth zu fuhren.

XH1. Dien st Nachrichten

Seine Königliche Hoheit bet Großherzog haben allergnädigst geruht:

1) am 18. April den seither in Engagement gestandenen Musiker Edmunb Reumann zum Hofmufiker,

2) am 30. April de« Friedensgericht« - Artuar bei dem Frieden«gerichte Wöllstein Adam Orth zum Friebensgerichts-Aetnar bei dem Friedens­gerichte Worm«, den Aspiranten de« FriedenSgerichts-Actuardienste« Philipp Anton Joseph Sauer au« Kirchberg zum Friedensgericht«- Aetuar bei dem Frieden-geeichte Wöllstein, den Aspiranten de« Gerichtsvollzieherdienste« Heinrich Joseph Jung von Mainz zum Ge­richtsvollzieher mit dem Amtssitze zu Mainz und »en Aspiranten de« Kerichtsrollzieherdienste« Johann Georg greinsheimer von Ost­hofen zum Gerichtsvollzieher mit dem Amtssitze zu Worm« zu ernennen;

3) am 3. Mai dem Flügeladjutanten Rittmeister von Küchlet den Dienst eine« Hofmarschall« provisorisch zu übertragen.

XIV. Versetzung in den Ruhestand.

Seme Königliche Hoheit der Kroßhetzog haben allergnädigst geruht: am 4. Mai den Kreisarzt de« KrriSmedicinalamte« Heppenheim Dr. Bal­thasar RoSkops, in Rücksicht auf feine geschwächte Gesundheit, temporär ix den Ruhestand zu vorsetzen.

XV. Eoneurrenzeröffnungen.

Erledigt sind:

1) die evangelische Psarrftelle zu Billingen, im Dekanate Hungen, mit einem Gehalte von 900 st. 42 ft.; dem Herrn Fürsten zu Solm«- Btaunfel« steht das PräsentationSrecht zu dieser Stell« zu;

2) die evangelisch« Psarr- und Schnlstelle zu Busenborn, im Dekanate Schotten, mit einem Gehalte von 464 fl. 25 fr. ;

3) bi« evangelisch« Piartstell« zu Bleichenbach, im Dekanate Gedern, mit einem Gehalte von 721 fl. 26 fr.;

4) die zweiundzwanzigste (katholische) Schulstelle zu Offenbach, im Kreise Offenbach, mit einem Gehalte von 450 fl.; dem Herrn Fürsten zu Jsenburg-Birstein steht da» Präsentationsrecht zu dieser stelle zu;

5) die achtzehnte (evangelische) Schulstelle zu Offenbach, im Kreise LHen- dach, mit einem Gehalte von 450 fl.; dem Herrn Fürsten zu Jjen- burg-Birstein steht das Präsentationsrecht zu dieser Stelle zu;

6) die evangelische Pfarrstelle zu Nieder - Rosbach , im $efanale Fried­berg , mit einem zu 708 fl. 8 fr. veranschlagten Gehalte, wovon eine temporäre Abgabe von 170 fl. jährlich zu entrichten ist, welche jedoch durch den, den Anschlag in der Besoldungsnote übersteigenden Erlös au« dem Pfarrgute wieder gedeckt ist.

Darmstadt. Das Regierungsblatt Nr. 27 enthält:

I. Oeffeurliche Anerkennung einet edlen That.

Am 22. Februar d. I., des Abends gegen 9 Uhr, waren Jacob Scherer, Peter Geriel, beide von Worms, und Adam Kraft von Bensheim, im Auf­trage des HolzhäudlerS Franz Reuter zu Worms damit beschäftigt, die in dessen Hofraithe befindliche Abtrittsgrube zu leeren. Mau ging hierbei so zu Werfe, daß Scherer in die Latrine auf eine vorher in dieselbe gelegte- Diele herabstieg, dort mittelst eines Eimers von bet Masse schöpfte und jenen als­dann gefüllt feinen Begleitern hinauf reichte. Es mochte dieser letztere Vor­gang etwa zwölfmal wiederholt worden sein, als der in bet Grube befindliche Scherer plötzlich, ohne einen Laut von sich zu geben, nach vornen in den Koth stürzte. Kraft, dies wahrnehmend, stieg alsbald in die Tiefe, um Scherer zu Hulse zu fommen, aber er halte denselben faum erfaßt, als et auch schon, betäubt durch die unten herrschenden Gase, auf den Körper de« Scherer niedersiel. Jetzt begab sich Gertel in die Grube, welcher jedoch, als­bald von Schwindel erfaßt, sein Vorhaben, seine Kameraden zu retten , auf­geben mußte, weshalb er eilends wieder nach oben flieg und Hülfe in den Personen de« Philipp Wermuth und Caspar Sattler holte. Nachdem auch Sattler, der sofort in die Grube flieg, faum daselbst angelangt, bewußtlos niebetgefunfen war, ließ man jetzt ben Wermuth an einem Seile hinab und gelang es diesem hierbei, ben Kraft zu erfassen unb nach oben zu bringen. Nunmehr aber glaubte e« Wehrmuth nicht mehr wagen zu förinen, noch die übrigen in der Cloafe befindlichen Personen zu retten und da auch von ben anbeten Anwesenden sich Niemand hierzu verstehen wollte, so schickte man in der Noth nach dem Abtrittsfeger Stephan Dannheimer, welcher in kurzer Zeit erschien. Dieser stieg auch sogleich in die Cloafe hinab unb ge­lang e« demselben, zuerst ben Sattler unb sobann ben Scherer nach oben zu »erbringen. Scherer war bereit« tobt, Sattler jeboch erlangte allmälig ba« Bewußtsein toieber.

Zufolge Allerhöchster Entschließung Seiner Königlichen Hoheit be« Groß. Herzog« wirb biefe menschenfreundliche, mit Muth und eigener Lebensgefahr auSgefühne That des Stephan Dannheimer, neben der an denselben erfolgten Bewilligung einer Geldprämie, hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht.

Darmstqbt, den 5. Juni 1867.

Großherzogliches Ministerium be« Innern, v. Dalwigf.

Zimmermann.

II. Bekanntmachung, bie Erhebung einer weiteren Umlage zur Bestreitung ber Flur- unb Parcellenvermeffungs- unb sonstigen Kosten für 1866 68 in bet Gemeinbe Seehof, Kreise« Heppenheim, betreffend.

HL Bekanntmachung, die Erhebung einer Umlage von den zu dem Fned- hofverbande zu Dalsheim gehörigen Israeliten betreffend.

IV. Bekanntmachung, den SteuerauSs»lag zur Bezahlung be# Gehalt« de« Rabbinen <u Offenbach für da« Jahr 1867 betreffend.

V. Uebersicht ber für ba« Jahr 1867 genehmigten Umlagen zur Bestrei­tung bet Cominunalbebürfniffe bet Gemeinden be« Kreise« Worm«.

VI. Uebersicht ber für ba« Jahr 1867 genehmigten Umlagen zur Be- j flreitung bet Sommunalbebürfniffe in ben (Semeinben be« Kreise« Linbenfel«.

VII. Abwesenheitserklärung.

Durch Urtheil Gtoßherzoglichen Bezirksgerichts Alzey vom 6. Juni 1867 . würbe Heinrich Winterberger, Schreiner aus Sprendlingen, für abwesend ; «rlkärt.