Ausgabe 
6.4.1867
 
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Der französische Moniteur beobachtet über die Bunt- nsßverträge Preußens mit den süddeutschen Staaten ein beharr- ljchos Schweigen, obgleich dieselben denn doch wichtig genug sind, um auch in dem offfcieUen Blatte eine Erwähnung zu finccn. Daß Frankreich von den Vertragen nicht schon früher Kenntlich gehabt habe, ist schwer glaublich, und es muß daher dies schmol- lenke Schweigen über deren jetzige Veröffentlichung entschieden auffallen. Graf Grammont soll in Wien angepocht haben, ob ein Protest gegen Die Verträge mit Den sükDeutfchen Staaten wohl von Oesterreich unterstützt würde, aber eine ausweichende 'Ant­wort erhalten haben. Der gesetzgebende Körper hat eine Vor- läge der Regierung über Die Aufhebung DerLchulkhaft ange­nommen : trotz deS vorhandenen Wiberwillens Der 'Majorität ge­lang die Durchdringung des Gesetzes mit Hülfe Der liberalen Opposition, und somit ist hier ein wichtiger schritt im jntercjye Der modernen Civilisation gethan.

In Italien ist die Eröffnung deS neuen Parlaments er« folgt, in cem auch Garibaldi einen Sitz eingenommen hat. Die Thronrede des Königs Victor Emanuel war im Ganzen nach französischem Muster zugeschnitten, uno hat besonders in Rom eimn ziemlich günstigen Eindruck gemacht. Als Präsident der Kammer ist Der RegierungScandiDat Mari gegen Crispi durch­gebracht worden.

Was Die orienta lische Frage anlangt, so scheint von einer Collectivnote an Die Pforte, wie sie von Frankreich, Ruß- land und Oesterreich behufs Der Abtretung Eandia's projectirt war, nicht mehr die Rede. Die Absicht ist mdeß, wie es heißt, nicht deßdalb aufgegeben worden, weil England, wie ilord Derby im Oberbause constatirte, Den Beitritt zu derselben verweigert hat, sondern weil zwischen Frankreich und Rußland eine lieber« einstimmung nicht zu ermöglichen war. Frankreich soll nämlich, falls die Pforte sich zur Anerkennung Der Souveränetät Der In- fei entschlöffe, eine gemeinsame Garantie für fämintliche untniitel- baren Territorien Der Pforte verlangt haben und hierin auf eine bestimmte Weigerung Rußlands gestoßen fein.

Die amerikanische Regierung soll einen Kaufvertrag mit Rußland wegen Ueverlaffung von Russisch-Amerika abge­schlossen haben. Diese Abtretung an Die Verei ni gten Staa­ten ist, wenn sie sich bestätigt, ein Weltereigniß. Die Macht Der Union wird zwar durch Den Erwerb Dieses Länkercompleres von 17,1)00 Q.-M. mit 70,000 Einw., wovon nur 700 Russen sind, sich nicht mehren, Dagegen hätte Die Abtretung eine auS- nebmenD hohe politische BeDeutung, abgesehen von Dem wirth- schaftlichen Vortheile, welchen Der große Pelz- unD Holzreichthum jenes LanDes bietet, und welchen die Union besser auszunutzen im Stande wäre, als Rußland. Die Amerikaner würden den golD- reichen Westen der britischen Besitzungen, auf welche sie längst ein neidisches Auge geworfen und Die sie rasch bevölkern geholfen haben, dadurch in die Mitte nehmen. Zugleich würde durch eine Abtretung des fraglichen Gebietes gegen eine Summe von 7 Millionen Dollars hier ein wahres Lagatellgeld Daß herz­liche Einvernehmen zwischen Den beiden umfangreichsten Cultur- staaten Der nördlichen Hemisphäre besiegelt. DieFrance ' fügt Denn auch jener Cessions-Depesche sofort hinzu :Die Abtretung ist nur erklärlich, wenn man annimmt, Daß ihr Eompensationen zu Grunde liegen." Da Die Plane Rußlands in Bezug auf Asien immer sichtbarer zu Tage treten und auch Die Interessen Englands und Rußlands in Der Türkei sich kreuzen, so würde ein Bündniß Rußlands mit einer Seemacht von Der BeDeutung Der norDamerikanischen Union vor Allem gegen EnglanD gerichtet sein. Uebrigen« ist von Dieser Cessioit, laut Telegramm vom gestrigen Datum, in englischen Regierungskreisen noch nichts be­kannt.

Die volkswirthschaftliche Bedeutung von Russisch.Amerika wird enorm sich erhöhen, sobald eine regelmäßige Dampfschiff­fahrt- und Telegraphenverbindung mit Norvost-Asien und China hcrgestellt ist, und Dürfte namentlich Die letzte Verbindung nicht lange mehr auf sich warten lassen, Da dieselbe bereits bis New- Wcstminster in Britisch-Columbia reicht.

Was giebt es sonst Neues?

Darmstadt. Das Regierungsblatt Nr. 14 enthält :

I. Oeffentliche Anerkennung einer edlen Thal. In den letzten Lagen des Manats April ». I. fiel im Hafen zu Main; ein Märchen im Alter von eilf Jahren vsm Weifte in den Rhein, welcher damals einen sehr^hvhen Wafferftand hatte, und verschwand in den Finthen. Der Schisser Seba­stian Lenz jun. aus Kitzingen, im Königreich- Baiern^, welcher vieß van seinem im Hafen vvn Mainz vor Anker liegenden Schiffe aus sah, sprang

sofort in voller Kleidung in den Rhein, erfaßte daS bereilS im Unterfinken begrissenc Mädchen und brachte eS gludlidb wieder an das Land.

Seme Königliche Hoheit der Großherzog baden dem Sebastian Lenz für diese menschenfreundliche, von ihm mit Muth und eigener Lebensgefahr auSgefuhrte That das allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift: .Für Rettung von M-nschenl-ben" allcrgnädigst zu verleihen geruht.

In Gemäßheit Allerhöchster Entschließung wird dieses hiermit zur öffent­lichen Kenntniß gebracht.

Darmstadt, den 20. Februar 1867.

GroßhcrzoglicheS Ministerium deS Innern.

v. D a I w i g k.

<iallto'a ch«.

II. Bekanntmachung, die Hauptergebnisse der Rechnung der StaatS- Verstcherungs-Anstalt für Stellvertretung im Militärdienste von dem Mu­sterung«- und Ziehungsjahr 1865 betreffend.

III. Ueeerficht der im Jahr 1866 in den Irrenanstalten de« Großher- zogthumS verpflegten Kranken.

IV. Ucberficht der für daS Jahr 1867 genehmigten Umlagen zur Be­streitung der Bedürfnisse der israelitischen ReligionSgemeinden 'des Kreise« Mainz.

V. Ermächtigung zur Annahme fremder Orden.

Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht:

1) am 17. Februar dem Kammerjunker und Attache bei der Gesandt­schaft in Paris Mai Freiherrn von Gagern die Srlaubniß zur Annahme und zum Tragen des ihm von Seiner Majestät dem Kaiser von Oesterreich verliehenen Ordens der eisernen Kron- dritter Klaffe und

2) am 15. März dem praktischen Arzt Dr. Louis Buchner zu Darm­stadt die Erlaubniß zur Annahme und zum Tragen des ihm von Seiner Majestät dem Kaiser von Oesterreich verliehenen Ritterkreuze« des Franz-Joseph-Ordens zu ertheilen.

VI. Ertheilu ng von Erfindungspatenten.

Seine Königliche Hoheit der Prvßherzvg haben allergnädigst geruht :

1) am 2. März dem Schmiedmeister Samuel Bopp zu Kriegsheim, im Kreise Worms, ein Erfindungspatent auf die durch vvrg-legte« Modell nebst Beschreibung näher erläuterte Eonstruetion eines Pflug«, unter dem Vorbehalte, daß durch das erthcilte Patent Niemand in der Anwendung bereits bekannter Theile der Erfindung gehindert wer­den soll, während der nächsten fünf Jahre für den Umfang der GroßberroqrhumS, ,

2) am 6. März dem Fabrikanten I. P. A. VoIlmar in Kempten em Erfindungspatent auf die durch Zeichnung und Beschreibung naher erläuterte Eonstruetion einer LeimL-d-r-Zupfmaschine, unter dem Vor­behalte, daß durch das ertheilte Patent Niemand in der Anwendung bereits früher bekannt gewesener Theile der Erfindung gehindert wer­den soll, während der nächsten fünf Jahre für den Umsang de« GroßhcrzogthumS und

3) am 8. März dem Anton Stute zu Amecke, mi Königreich Preußen, ein ErfindungSpatcut auf die durch Zeichnung und Beschreibung naher erläuterte Constructiou einer Vorrichtung zum Hauen von Feilen, unter dem Vorbehalte, daß durch das ertheilte Patent Niemand in der lllm Wendung bereits bekannter Theile der Erfindung gehindert werden soll, während der nächsten fünf Jahre für den Umfang deS GroßSerzog- thums zu ertheilen.

VII. Dienstnachrichten.

Seine Königliche Hoheit der ^rvßherzvg habeii allergnädigst geruht:

1) am 5. Februar den feitherigen Postverwalter bei dem Postamt- Alzey Earl Wimmer, welchem die Stelle eines Postmeisters bei dem­selben Postamt- übertragen worden ist, in dieser Stelle zu bestätigen;

2) am 15. Februar dem Schulamts-Aspiranten Joseph Burtschell au« Büdesheim, im Kreise Bingen, die katholische Schulstelle zu Ba­denheim , im Kreise Alzey,

3) am 22. Februar dem Lehrer an der Realschule zu Offenbach Dr. Friedrich Wilhelm Sommerlad die Stelle eines Jnspectvr« der Stadtschulen zu Offenbach und

4) am 25. Februar dem Schulamts Aspiranten Jacob Becker au« Wörrstadt, im Kreise Oppenheim, die erst- evangelische Schulstelle zu Groß-Felda, im Kreise Alsfeld, zu übertragen;

5) am 26. Februar den von dem Herrn Fürsten zu Isenburg- Bilstein auf die evangelische Pfarrstelle zu Wenings, im Dekanate Büdingen, präsentirten evangelischen Pfarrer Heinrich Brüning zu Kirch- bracht, im Königreich Preußen, für diese Stelle zu bestätigen;

6) an demselben Tage den Gutsbesitzer Joseph Hassemer zum Er­gänzungsrichter bei dem Friedensgerichte Bingen,

7) am 2. März den Portier und Wieger auf der Station Nauheim der Main-Wefer-Eifenbahn Heinrich Malsch zum ErpeditionSgehülfen auf dieser Station und den Hülfswärter bei der Main-Weftrbahn Johann Heinrich Lange von Zwergen zum Portier und Wieger auf der Station Nauheim dieser Eisenbahn zu ernennen;

8) am 5. März den G-nSd armen zu Pferd zweiter Klaffe Johann Philipp Roßman aus Lichtenberg, im Kreise Dieburg, zum Re­bellen bei dem Gymnasium zu Darmstadt zu ernennen;

9) am 6. März dem Schullehrer Heinrich Hey der, dermalen zu Mainz, di- vierte katholisch- tSchulstell- zu Gernsheim, im Kreise Bensheim, und dem evangelischen Schullehrer zu W-mngs, im Kreise Büdingen, Georg Freimann die evangelssche Schul- stelli zu Stammheim, im Kreise Vilbel, zu übertragen;

10) an demselben Tage den von dem Herrn Grasen zu LolmS-Rodetheim aus die katholisch- Schulstelle zu Wickstadt, ,m Kresse Friedberg, präsentirten Schullehrer Philipp Casimir Verth zu Ilbenstadt, im Kreise Friedberg, für diese Stelle zu bestätigen; ,

11) am 7. März dem Salinen-Jnspector und Rechnungsführer bei der Saline Nauheim Carl Ziegler, unter Belassung seines ftithengen Amtstitels als Salinen-Jnspector, die Stelle eines Salinen/Rentmei- sters bei der Saline Th-odorshall-zu verleihen;

12) am 8. März den Jnspectvr des Kupferstichcabinet« Rudolph Hof. mann zum Jnspectvr der Gemälde-Galerie und