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Kürz 1867. i Krug^ echtsanwalt.

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Bürger - Club.

1340) Heute, Samstag ven 6. April, Abends 8 Uhr:

Generalversammlung

iw Gescllschaftslokale.

Der Vorstand-

1336) Eine Uhr nebst Rette wurde Mittwoch Abend auf dem Wege von der Lahnbrücke nach Krofdorf verloren. Der redliche Finder wird ersucht, dieselbe gegen eine gute Belohnung bei der Exped. d. Bltts. abzugeben. _____

Arbkilerbildungs-Verettl.

1339) Montag den 8. Avril, Abends 8 Uhr:

Monatliche Hauptversammlung

i in B e r c i n s ! o c a l e.

Tagesordnung: 1) Bericht d. Vorstandes.

2) Pariser Ausstellung.

3) Gesangunterricht.

Der Vorstand.

Freiwilligk liäbtildjr Feuerwehr

Corpsbefehl.

1337) Steiger, Spritzcnleute und Signa- listen. treten nächsten Montag Abend präciS 6'/, Uhr zur Jnspection und Uebung auf dem Brand an.

Sodann um 8 Uhr: Generalversammlung [in Uniform) bei Herrn Noll im Stern-

Tagesordnung: Wahl des Obmanns dir Spritzcnmannschaft, des Obmanns nebst Stellvertreters der Wachmannschaft und der Zugführer beider Mannschaften.

Der Hauptmann:

O. We ibig.

Jnfdjöäcfter zu «gießen.

Schauturnen»

Kirchliche Anzeigen.

1335) Einige Turnschüler Abteilungen werden Sonntag den 7. April zum Besten der Iugcndfest-Kaffe ein Schauturnen tm Turnsaale abhalten und laden zu recht zahl­reichem Besuche ein.

Der Eintrittspreis für eine Person ist auf 12 fr. festgesetzt. Mehrbeträge werden bankend angenommen.

Der Zutritt für die Zuschauer findet durch den Haupteingang statt und wird der Saal um 3*/2 Uhr geöffnet. Anfang des Turnens um 4 Uhr.

Programm:

1. Einfache Freiübungen.

2. Riegenturnen mit 4« bis 6 maligem Wechsel.

3. Kunstturnender Vorturner am Spring- tisch.

4. Kürturnen.

Gießen, im April 1867.

L. C. R ü b s a m c n.

1338) Heute, Samstag Abend: Wurstsuppe in der Wirthschaft am Philosophenwalde.

1251) Unterzeichnete empfiehlt sich den geehrten Damen in allen Putzarbeiten in und außer dem Hause.

Louise Schneider, Neuenweg L>t. L. Nr. 130.

Evangelische Hemcinde zu Hießen.

® o t t e ü 8 i e n ft

A m 7. April.

Morgen« : Pfarrer L)r. Seel.

Nachmittags: Pfarrer Landmann.

Passionö-Gottesdicnst in der Hospital- kirche.

Mittwoch den 10. April, Nachmittags 4 Uhr: Pfarrer Landmann.

K o p u 1 i r t e

Den 31. März. Wilhelm Ehrisiian Dörr, Bürger und Schlosser in der mechanischen Werk- ,litte der Main - Weferbahn , des hiesigen Bürger« und Fuhrmanns, Ludwig Dörr, ehelicher Sohn; und Sophie 'Margarethe Zsterting, des verstorbenen Bürgers und Maurermeisters, Johannes Isterling, eheliche Tochter.

Den 4. Apri 1. Christian Karl Frutig, Bür­ger und Heildiener, des hiesigen Bürgers und Kanz- icidieners, Johannes Frutig. ehelicher Sohn: und Koroline Wissig, des verstorbenen Bürgers und Wirths, Friedrich Wissig, eheliche Tochter.

Getauft.

Den 4. April. Dem Dircctor bei der Ge­werkschaft E. W. Fernie dahier, Peter Wilson au» London, ein Sohn, Peter William, geboren den 31. 'März.

Beerdigte.

Den 3 0. März. Elisabeth Scheid, geborne Dohl, Ehefrau dcS Burgers in Steinbach und Schäfers dahier, Johannes Ludwig Scheid, alt 65 I. 5 M. 12 T., gestorben den 28. März.

Denselben. Hermann Fredrich Wilhelm Lang, des Bürgers zu Schmitt-Lotheim und pcnsionirten Feldwebels, Alerander Lang, ehelicher Sohn, alt 1 I. 7 T., gestorben den 29. März.

Den 2. April. Ein todtgeborner unehelicher Sohn von auswärts, geboren den 30. März.

Den 5. April. Heinrich Vogel aus Homberg a. d. Ohm, alt 22 I., gestorben den 2. April.

Sonntag den 7. April. Ernst Wallenfels in der Wettergaffe. Friedrich Züich auf dem Sel- terSweg. Heinrich Noll in der Neustadt.

Die Psarrgeschäfte in der nächsten Woche besorg! Pfarrer Dr. Seel.

Rundschau.

3m nordbeu tschen Reichstag sinv die Berathungen über den Verfassungs-Entwurf bis zum §. 40 der Vorlage ge- I diehen. Die Masse der von den verschiedenen Parteien gestellten : Abänderungen und Zusätze zu den einzelnen Paragraphen ver- hindert ein rascheres Vorgehen bei dieser Arbeit, so baß es schwer ; teerten wird, die Berathung des Versassungs-Entwurft noch vor Ostern beendigt zu sehen; es müßten denn Ereignisse eintreten, welche die Abgeordneten zu größerer Eile und wohl gar zur Ln-bloo-Annahme der Verfassung antrieeen. Die gestellten An­träge werben ja boch meistens bei der Abstimmung verworfen, so daß der Eniwurs rein aus ter Abstimmung so hervorgeht, wie er von der Regierung vorgelegt wurde; wozu also solche Zeitverschwendung! besser, der Reichstag nähme die Verfassung en-bloc an

Zur brennenden TageSfrage ist die Zukunft des Großher- zogthums Luxemburg geworden. Alle Zeitungen sinv mit einem Male voll von Nachrichten über einen Verkauf des Landes an Frankreich, und die Gerüchte treten so beharrlich und be­stimmt auf, daß eS schwer wird, an dem Vorhandensein badin bezüglicher Verhandlungen zu zweifeln; mit dem Haag scheint im Gegentheile eine Einigung bereite erzielt zu fein. Wie es heißt, wollte Frankreich den Handel damit beschönigen, daß man nachträglich die Komödie des beliebten Suffrage universel z.all- gemeine Volksabstimmung) aufführte, doch gerade diese Angabe ist am meisten geeignet, die g uize Angelegenheit verdächtig zu machen. Die Luxemburger sind d e ärgsten Partieularisten, die man sich denken kann, und wenn man sie durch eine Abstimmung befragen wellte, ob sie sich an Preußen, resp. an das neue Deutschland, oder an Frankreich anschließen möchten, so würden 99 unter 1OO sich gewiß für keinen von beiden Staaten ent­scheiden, sondern starr auf ihrer gegenwärtigen Selbstständigkeit beharren. Es läßt sich nicht annehmen, daß die Stimmung in Frankreich unbekannt wäre, und noch weniger dürfte Preußen bei der bekannten Gesinnung des Königs, baß nicht ein Fuß breit deutschen Bodens verloren geben solle, zu einer Erwerbung ^eS Landes seitens Frankreichs so leicht eine Zustimmung geben. Was

an dem Gerücht Wahres ist, baß Graf Bismarck in Paris die Andeutung gemacht habe, Preußen werde gegen die Erwerbung. Luxemburgs durch Frankreich nichts einwenden, wenn die Festung Luxemburg geschleift werde und Preußen die Festung Mastricht von Holland nebst einigen lothringischen Bezirken an Der Mosel und in Der GegenD von Saarbrücken erhalte, bleibt abzuwarten. Was eine Verstärkung der Luxemburger Garnison anlangt, Die bereits erfolgt sein sollte, so ist Dies ein leeres Gerücht. Es stehen augenblicklich in Luxemburg sogar nur 3000 Preußen, währenD vertragsmäßig Die Besatzung die Doppelte Stärke haben kann unD sonst auch gewöhnlich gehabt hat. Die Nachrichten von außerorDentlichen französischen Missionen, unter Denen befon- Der« von einer Sendung nach Wien Die ReDe war, um Die eoent. Unterstützung Des Kaiserhofes in Dieser Beziehung zu er- langen, erscheinen bis jetzt als verfrüht.

Die vielseitigen Gerüchte über Diese Abtretung Luxemburgs an Frankreich veranlaßten eine große Anzahl MitglieDer De« Reichstags Den Vorsitzenden der BunDcskommissarien, Grafen Bismarck, in der verflossenen Montagssitzung Dieserhalb zu intern pelliren. Auf Befragen Des PräsiDenten Des Reichstags, ob unv wann Der VorsitzenDe Der BunDeskommissarien bereit sei, Die In­terpellation zu beantworten, erwiderte Gras Bismarck, Daß er | sofort bereit sei, zu antworten. Der PrasiDent verliest hierauf , Die von Den Reichstags-Mitgliedern gestellte Interpellation, welche 1 lautet :

Die unterzeichneten Mitglieder Des Reichstags richten Die ; nachstehenDen Anfragen an Den Herrn VorsitzenDen Der BunDeS- ! Kommissare :

1) Hat Die königlich preußische Regierung Kenntniß Davon er­halten, ob Die in täglich verstärktem Maße auftretenDen Ge­rüchte über VerhanDlunzen zwischen Den Regierungen von Frankreich unD Den NieDerlanDen wegen Abtretung Des Groß- berzoglhums Luxemburg begründet sind?

2) Ist Die königlich preußische Regierung in Der Lage, Dem Reichstage in welchem alle Parteien einig zusammen­stehen roerDen in Der kräftigsten Unterstützung zur Abwehr eines jeDen Versuchs, ein altes Deutsches Land von Dem Gesammt-VaterlanDe loszureißen Mittheilung Darüber