Polizeiliche Bekanntmachung.
Gefundene Gegenstände:
Ein Buch Conceptpapier unv rin Buch „Fragenbeantwortungen" zu Kaufnvtuln, ein vierklingigcs Taschenmesser, ein kleines Geldtäschchen mit der Aufschrift „Amour“, ein ordinäres Taschenmesser, ein grün angestrichenes Sillscheiv, ein weißseidener Schleier und ein kleiner Schlüssel.
Die Eigenthümer werden aufgefordert, sich binnen 3 Wochen bei uns zu melden, wivrigenfalls diese Gegenstände auf Der- langen an oie Finder zurückgegeben oder später zu Gunsten der Armenkasse werden versteigert werden.
Gießen, den 27. März 1866. Großherzogliche Polizeiverwaltung der Provinzialhauptstadt Gießen.
Nover.
Gerichtliche und Privat-Bekanntmachungen.
Oeffentlichc Aufforderung.
912) Nach erkanntem förmlichen Con- curSprozeffe über das Vermögen des Wirths und Bäckermeisters Wilhelm Von Eiff zu Grünberg sind Forderungen und An» sprüche jeder Art an denselben bei Meldung stillschweigend eintretenden Ausschlusses von
Edirlallädungcn.
Betr.: Den Nachlaß der Witlwc des Phil. Schaum zu Alten-Buseck.
1143) Indem man hiermit zur öffentlichen Kenntniß bringt, daß eine der bei dem rubricirten Nachlaß beteiligten Erbin die Erbschaft unter der Rcchtswohlthat des Inventars angetreten hat, werden alle Diejenigen, welche Forderungen oder Ansprüche irgend welcher Art an den rubricirten Nachlaß machen zu können glauben, aufgefor- tert, diese sogewiß binnen sechs Wochen von heute an bei der unterzeichneten Gerichtsstelle anzumelden, als sie sonst bei der Vertheilung der Nachlaßmasse keine Berück-
der Masse unter Geltendmachung etwaiger biger, auch hinsichtlich eines etwaigen Ver- VorzugSrechte glcichs, beitretend angesehen werden würden.
Donnerstag den 26. April l. I., Gießen, den 16. März 1866.
Vormittags 9 Uhr, ' Großherzoglicheü Landgericht Gießen,
dahier anzumelden und zu begründen, in Dr. PIoch, Hellmann, welchem Termine zugleich über Masscver- Landrichter. Lancgcr.-Assessor,
waltung verhandelt und hierbei, sowie be- u=-i------jj--------------— -
züglich eines etwa zu Stande kommenden gxjondkre DeKäNNlMachMgeN. Vergleichs, die nicht persönlich erscheinenden
oder nicht durch gehörig Bevollmächtigte Die Verwaltung der Difincts - Em-
rich Fischer dahier, geleistet werden.
worden.
vertretenen Maffegläubiger als ter Mehr- \ Nkhmerkl Gießen I.
h-it der Erschienenen beistimmenv angeseben: 1068) In Folge der Erkrankung des
werden sollen. Etwaige Zahlungen an den Großherzoglichen DistrictS-EinnehmerS, Ren- Gemeinschuldner können bis dahin mit recht- vanten Metzler dahier, ist die einstweilige licher Wirkung nur an den provisorisch be- Verwaltung dieser Stelle dem Großherzog- stellten Massepfleger, Lederhändler Hein- it$cn Fmanz-Accessisten Bähr übertragen
Cöln - Mindener Eisenbahn
1029) Ueber das stark überschuldete Ver
Donnerstag den 17. Mai d. I.,
Eisenbahn-Telegraphen mit den sämmtlicben
Depositionsschein, beziehungsweise die depo- bei Vermeidung des sonst stillschweigend
sichtiguug finden werd.n.
Gießen, den 22. März 1866.
Großherzogliches Landgericht Gießen.
Dr. Ploch.
Gießen, den 21. März 1866.
Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen.
Vogt.
654) Heinrich Velten III. von Großen-Linden hat für Georg Schön, Sohn des Kaspar Schön II. von da, wegen dessen Militärpflicht eine Kaution \ von 700 fl. geleistet mit einer Obligation! ter Stadt Gießen vom 1. April 1837 Nr. 146 Lit. H. über 1000 fl. Da Georg
Gkünberg, den 5. März 1866.
Großherzogliches Landgericht Grünberg
I. E. d. L. :
Eckstein, Becker,
Landger.-Asseffor. Landger.-Assessor.
Gesellschaft.
mögen des Bäckers Friedrich Runge zu i Prlvat-Depefchen-Dleust. Großen-Buseck ist von Großherzoglichem 1144) Am 1. April c. wird auf den Hosgericht der Provinz Oberhcffen der Com- unter unserer Verwaltung stehenden Bahnen curs erkannt worhen. bas für die Benutzung der preußischen
Forderungen und Ansprüche aller Art Eisenbahn-Telegraphen erlaßene neue Re- Schön gestorben, der Depositionsschein aber an den genannten Schuldner sind daher bis glenunt vom 1. Januar d. I., wonach die abhanden gekommen ist, so werten Alle, Donnerstag den 17. Mai v. I., n"’ri ' ~ _
welche Ansprüche irgend einer Art an den Vormittags 10 Uhr, Stationen des Deutsch-Oesterreichischen Te
legraphen - Vereins in ein direktes Zonen-
nirte Obligation selbst machen können, auf. gefordert, dieselben sogewiß binnen zwei Monaten beim unterzeichneten Gerichte geltend zu machen, als sonst der Depositionsschein als erloschen angesehen und Beschei- nigung dahin ausgestellt werden soll, daß jene beim Großherzoglichen Kreisamte Gießen deponirtr Obligation an Heinrich Velten III. zurückgegeben werden könne.
Gießen, den 17. Februar 1866.
Großherzogliches Stadtgericht Gießen.
Muhl, Langsdorf, Stadtrichter. Stadtger. - A ssessor.
eintretenden Ausschlusses mit denselben von der Concursmaffe, dahier anzumelden.
Desgleichen sind Vorzugsrechte aller Art, welche für einzelne dieser Forderungen und Ansprüche in Anspruch genommen werden sollten, in oder vor dem genannten Termin bei Vermeidung der Nichtberücksichtigung dahier anzuzeigen und zu begründen.
Zugleich soll in dem anberanmten Termin vergleichsweise Erledigung des Concurses versucht und über die Ausführung dieses Vergleichs oder die fernere Behandlung des Concurses, insbesondere über Bestellung eines Masseeurators, eines Gläubigerausschusses ic. Beschluß gefaßt werden und werden daher alle Gläubiger, welche sich in den ConcurS einlassen wollen, aufgefordert, zu dieser Verhandlung in dem Termin persönlich oder durch gehörig Bevollmächtigte zu erscheinen, widrigenfalls sie als den Beschlüssen der Mehrheit ter erschienenen Gläu-
Verhältniß treten, eingeführt.
Gleichzeitig kommt die seither für den Eisenbahn-Telegraphen zu erheben gewesene Telegraphirungs-Gebühr in Wegfall, so daß für Benutzung des Eisenbahn-Telegraphen an Orten, wo eine Staats - Telegraphen- Station nicht besteht, keine höheren Gebühren zu erlegen sind, als bei Den Staats-Telegraphen tarifmäßig erhoben werden.
Reglement und Tarif liegen in den Bureauk ' unserer Eisenbahn - Telegraphen - Stationen zur Einsicht offen.
Cöln, den 23. März 1866.
Tic Tircction der Cöln-Minocuer _____________Eisenbahn-Gesellschaft.
| Die Fohleuweide im Vogelsberg wird, wie in früheren Jahren, auch jm | Sommer 1866 wieder fortgesetzt und sind Anmeldungen zur iBctbeihgung längstens bis zum 14. Mai I. I. Dabier einzureichcn.


