Ausgabe 
26.9.1866
 
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Beilage zu Nr. 77 des Anzeigeblatts.

Vermischte Anzeigen.

Zur Aufklärung!

3272) In Nr. 76 dieses Blattes findet fick unter Nr. 3265 eine Anzeige, unterschrieben:Einige Bürger", die eine Aufklärung wünschenswertl) macht. Ist cs einzig und allein die Aufgabe des Staats, welcher ein Heer in'S Feld stellt, für die nothwendigen Bedürfmssc desselben zu sorgen, so hat cs sicherlich auch unser Staat an nichts fehlen lassen, und es ist für die Ver­wundeten unc Kranken Cie Privatwohlthätigkett in reichem Maste in's Mittel getreten, so daß von dem hiesigen Comitck nicht nur reiche Gaben für das Allgemc.ne gespendet werden konnten, sondern auch speciell alle Verwundete, Kranke und Hülfsbedürftige des Kreises Gießen besonders unterstützt werden konnten und noch unterstützt werden. Haben nun Einzelne es für geboten erachtet, auch die gesunden Soldaten mit einer Unterstützung zu erfreuen, so w rd Niemand ihrer Wohlthätigkeit Schranken ziehen wollen. Will man aber dem Gemeinderath der Stadt Gießen ein.n Vorwurf daraus machen, daß nicht er Mittel zu einer solchen Unterstützung gegeben bat, so werden jeneEinige Bürger" mit ihrer Ansicht wohl allein stehen. Jeder Einsichtige muß dem Gemeinderath dankbar sein, wenn er, falle ein Antrag zu einer solchen Unterstützung wirklich geschehen sein sollte, eine solche Zumulbung ablehnte, dit in einer vom Feinde occupirten Stadt sicherlich als eine feindselige Demonstration aufgefaßt worden wäre und der Stadt neue schwere Opfer gekostet haben würde. Durch Ablehnung eines so unklugen Ansinnens hak sich der Gemeinverath einen weiteren An­spruch auf Anerkennung erworben, die derselbe durch rastloses Bemühen für das Beste der Stadt in den letzten Monaten in den Augen jedes Unparteiischen längst gefunden hat. Ein Bürger.

|Der Wetterau ee Bote"

erscheint auch im nächsten Quartal dreimal wöchentlich am Sonntag, Mittwoch und Freitag und wird, wie seit den 11 Jahren seines Bestehens auch ferner ein treues Organ der Vvlkssache sein. Auf der durch die geschichtlichen Thatsachen der letzten Zeit gewonnenen Grundlage hält er die bundesstaatliche Einigung des ganzen deutschen Volkes und die freiheit­liche Entwickelung unserer inneren Zustände als seine Ziele fest und wird dafür in seinen Kreisen und nach seinen Kräften zu wirken suchen. Leitartikel, eine sorgfältige Uebersicht der Tagesgeschichte, zahlreiche Mitiheilungen aus dem Großherzog- thum und landständische Berichte, vermischte Nachrichten, Notizen über Handel, Industrie, Märkte ic., ein Feuilleton, welches Er­zählungen, Aufsätze aus der Naturkunde re. bringt, bilden den Inhalt des Wett. Boten. Namentliche Aufmerksamkeit werden wir demnächst der Entwickelung des Norddeutschen Bundes und den Verhandlungen des künftigen Parlaments widmen.

Der Preis beträgt vierteljährig in Butzbach und dessen Umgebung 42 fr., durch die Post bezogen 45 fr.

Inserate finden weite Verbreitung, da sich der Leserkreis des Wett. Boten nicht allein über die 3 Provinzen des Großher- zogthums Hessen, sondern auch Die angrenzenden preuß. (kurhess., nassauischen) k. Bezirke erstreckt. Wir berechnen die Petitzeile oder deren Raum zu 3 fr.

Butzbach, im September 1866. Die Expedition desIWtttraucr Dolen".

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Herausgegeben' unter Mitwirkung der Redaction des Bazar mit theilweiser Benutzung der in dieser Zeitschrift enthaltenen Abbildungen.

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3271) Der Unterzeichnete macht hier­mit bekannt, seinem Sohne Leonhard Horn von Burkhardsfelden nichts mehr zu s borgen, indem er die von demselben gemach­ten Schulden fernerhin nicht mehr bezahlt.

Burkhardsfelden, den 22. Septbr. 1866. Heinrich Horn.

3277) Herr Referendar H. Hellmann, 1861 Student in Bonn, wird ersucht, seinen Verpflichtungen gegen mich nachzukommen.

Bonn, den 21. September 1866.

! F. P. Willem.

3275) Eine graue Gans ist mir zuge­laufen. Der sich legitimirende Eigenthümer kann sie bei mir in Empfang nehmen.

Ludwig Scheid, Schäfer.

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