Ausgabe 
26.9.1866
 
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für die

Sta-t und den Kreis Gießen.

Erscheint wöchentlich zwei Mal: Mittwochs und Samstags. Preis des Jahrgangs für Einheimische 1 fl. 42 kr., für Auswärtige incl. des vorschrifts­mäßigen Postaufschlags 1 fl. 42 kr. Auswärts abonnirt man sich bei allen Postämtern. In Gießen bei der Expedition fCanzleiberg Lit. B. Nr. 1).

77. Mittwoch den 2«. September UGÄ6.

Gerichtliche und privat-Bekanntmachungen.

EdirtaUadung

3279) Ueber das Vermögen des ab­wesenden Handelsmanns Adolf Kann aus Mainzlar, diesseitigen Genchtsbezirks, ist der förmliche ConcurS erkannt.

Mit dem Bemerken, daß eine sehr starke Ueberschuldung dieses Vermögens durch die stattgefundcne Vermögensuntersuchung indi- cirk ist und die angemeldete EinbringcnS- forderung der Ehefrau des Schuldners allein schon das bis jetzt im Betrag von gegen 3000 fl. ermittelte Activvermögcn des Letz­teren übersteigt, werden daher alle Diejeni­gen, welche Forderungen oder sonstige An­sprüche irgend welcher Art an das Vermögen des genannten Schuldners bilden, aufgc- fordert, solche bis

Montag den 3. December d. I., Vormittags 10 Uhr, bei Vermeidung des sonst stillschweigend eintretenden Ausschlusses damit von der Concursmasse dahier anzumelden, auch daber etwaige Vorzugsrechte derselben bei Vermeidung der Nichtberücksichtigung geltend zu machen und zu begrünten.

Zugleich soll in dem vorbestimmten Termin eine vergleichsweise Uebereinkunft zwischen den sich meldenden Gläubigern unter sich und mit ter Ehefrau des Schuldners z-r Beseitigung des ferneren Concursverfahrens versucht und soweit nöthig über Anerkennung oder Bestreitung der angcmeldeten Forde- rungen und Vorzugsansprüche, sowie über Wahl eines Masseverwalters, eines Glau- bigerausschuffes und über die fernere Be­handlung des Concurses resp. der ConcurS- masse Beschluß gefaßt werden, und werden daher alle Gläubiger des Schuldners Adolf Kann, welche an dessen Concursmasse An­sprüche machen, aufgefordert, in dem vor­bestimmten Termine persönlich oder durch gehörig Bevollmächtigte zur Theilnahme an der deßfallsigen Verhandlung dahier zu er­scheinen, widrigenfalls sie als gefaßt wer­

denden Beschlüssen der Mehrheit der erschie­nenen Gläubiger (auch bezüglich eines etwa zu Stand kommenden Arrangements) bei­tretend werden angesehen werven.

Gießen, den 12. September 1866. Großherzogliches Landgericht Gießen.

Dr. Ploch, Hellmann, Landrichter. Landger.-Affessor.

BeMüere KekimMmachuntzen.

3270) Wegen weiterer Militärtrans­porte aus der Main-Wcser-Bahn muß die nach unserer Bekanntmachung vom 20. d. M. auf den 25. t. M. angesetzte Wiedereröff­nung des Fährbetriebs nach dem Fahrplan vom 22. v. M. unter den dort bezeichneten Modificationen auf den 29. d. M. hinaus- geschoben werben.

Solches wird hierdurch zur öffentlichen Kei.ntniß gebracht.

Cassel, am 23. September 1866.

Tie Central-Direction der Main-Weser-Bahn.

3199) Der hiesiger Stadt bewilligte weitere Viehmarkt am dritten Donnerstag des Monats October jeden Jahres wirb für dieses Jahr

Donnerstag den 18. October dahier abgehalten werden, was hiermit zur allgemeinen Kenntniß gebracht wird.

Marburg, am 10. September 1866.

Der Oberbürgermeister: Rudolph.

Main Weser-Bahn.

3268) Die Material-Lieferung für das Magazin zu Gießen ist in der Darmstädter Zeitung unter Nr. 260 Art. 2838 ausge­schrieben und liegen die Bedingungen auf dem Bureau der Großherzoglichen Material- Verwaltung zur Einsicht offen.

Gießen, den 22. September 1866.

Großherzogliche Magazins-Commission.

E i ck e m e y e r.

Die Berloosung von Obligationen auf Inhaber bei der Stadt Gießen.

3175) Bei der diesjährigen planmäßigen Verloosung der städtischen Schuldver- schreibungcn auf Inhaber sind die nachfolgenden Nummern zur Rückzahlung bestimmt worden, nämlich:

I. von Dem 3pr o c enti g e n Anlehen :

Lit. A. Nr. 91, 112 und 114, ä 1000 fl..... 3000 fl.

B. 36, 135, 145 und 150, ü 500 fl. ... 2000

C. 84, 172, 200, 231, 267 und 273, ä 100 fl. 600

D. 112............. 50

II. Don d em 4procentigen Anlehen:

Lit. B. Nr. 20 .............. 500 fl.

C. 11.............. 100

Zusammen 6250 fl.

Die Inhaber dieser Schuldverschreibungen werden zur Empfangnahme ihrer Capi­talien mit dem Bemerken eingeladen, daß die Verzinsung derselben mit Ende dieses Jahres aufhört.

Gießen, den 15. September 1866.

Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen.

Ferber, Ir. Beigeordneter.