Ausgabe 
24.11.1866
 
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' 'Frischbäcker M Gießen.

Sonntag den 18. November. Daniel Rükl am Rathbaus. Cbnstian Jughardt in der Walithorstraße. Carl Steinberger in der Lvwengaffe.

Kirchliche Anzeigen.

Evangelische Gemeinde zu Gießen

Gottesdienst.

(In der Friedhofskapelle.)

Eediichtnißtag der Verstorbenen, 25. November.

Morgens: Pfarrer panvmann.

Nachmittags: Pfarrer Dr. Seel.

Getaufte.

Den 18. November. Dem Bürger und Zimmermann, Konrad Marr, ein Sohn, Karl Mar­tin, geboren den 30. October

Denselben. Dem Bürger ,u Climbach und Handelsmann dahier, Philipp Weller, eine Tochter, Elisabeth Karoline Barbara, geboren den 24. October.

Denselben. Dem Bürger und Kaufmann, Johann Christian Retter, ein Sohn, Richard, ge­boren den 10. November.

Beerdigt.

Den 22. November. Ein todtgeborner Sohn des Bürgers und Kaufmanns, Adolph Noll, geboren den 22. October.

Die Pfarrgeschäste in der nächsten Woch< besorgt Pfarrer Lanvmann.

Katholische Gemrinde.

Getaufte.

Den 18. November. Dem Bürger zu Gar­benheini, Kreis Wetzlar, und Bremser bei der^Köln- Gießener-Eisenbahn, Karl Binnecker, eine Tochter, Anna Friederike Maria Elise, geboren den 2. No­vember.

Den 2 2. November. Dem Bürger und Gastwirtb, Karl Pipp, ein Sohn, Karl Georg Martin Christian Friedrich Gustav, geboren den 5. November.

Beerdigt.

Den 20. November. Dem Bürger zu Dern- berg und Schneider dahier, Heinrich Wilhelm Hof­mann, eine todtgeborne Tochter, geboren den 16. November.

Vermischtes

(Eingesandt.)

Unserem Lehrer zum Abschied.

Nächst dieser Tage ziehet fort Der gute Hirte unsrer Lämmer, Geacht't, geehrt in unsrem Ort Ist er von Weib und Männer.

Daß man ihn acht't, daß man ihn ehrt,

Tas hat er verdient als Lehrer unsrer Kleinen, Und auch als Bürger, wo sich's ziemt, Da hielt er treu zu den Seinen.

Als Lehrer that er seine Pflicht, Das müssen Alle sagen;

Er gab stets guten Unterricht, Man hörte niemals Klagen.

Auch rechtschaffen und bescheiden U sing er war bei Jedermann;

O welch' eine schöne Zierde, Dem Lehrer zieht fich Alles an.

Zwei Jahr' ist Usinger Schullehrer hier gewesen, Das könnt Ihr in zwanzig Jahren noch lesen, Aber mehr gewirkt und mehr gethan, Als mancher, der zwölf Jahr' war da.

In Frieden zieh' nun, edler Mann, Wo Dich Dein Gott hat hinberufen; Der Herr, der sei mit Dir, Du Ehrenmann! Woll'n wir zum Abschied rufen.

Mainzlar, im November 1866. 3- 3-

Gegen die in mehr oder weniger heftiger Form auftretenden Erkältungen der RespirationS - Organe, wie Rauhheit im Halse, Heiserkeit, Hustenreiz u. s. w. finden wir die verschiedensten Haus» mittel, als: Bonbons, Pastillen, theure Syrupe und Extracte ic. empfohlen. Da das Sortiment in diesen Artikeln durch die Speculation ein sehr vielseitiges geworden, so ist dem leidenden Publikum bei der Wahl einige Vorficht dringend anzurathen! Unbedingter Vorzug gebührt wohl vor Allen den Stollwerck*- schen Brust-Dvnbons kEin mehr als 25jähriges Be­stehen, ministerielle Approbationen fast sämmtlicher Staaten, zahl­lose Empfehlungen von Aerzten und Consumcntcn, sowie die zue» kannten Preis- und Ehrcn-Medaillen, wie kein zweites Fabrikat sie aufzuwciscn hat, sind die thatsächlichsten Beweise der Vorzüg­lichkeit dieses Hausmittels! Dazu ist der Preis ein so mäßiger, daß sie für Jedermann zugänglich sind und wir keinen Anstand nehmen, dicselbcrt allseitig zu empfehlen. (4077)

(B epesche.)

Herr Baron von Schleinitz, Königlicher Oberarzt des Bahnhofs-Lazareths in Königinhof, hat nach Berlin telcgraphirt: Eine Sendung von Hoff'schem Malzextrakt-Gesundheitsbier würde für unsere hiesigen Verwundeten äußerst wünschenswerth sein." In gleicher Weise ersuchte Frau Minister von Roon Excellenz, im Namen der pflegenden Damen, in dem Lazareth der neuen Kaserne in der Pionirstraße zu Berlin, um neue Sendung destrefflichen" Hoff'schen Malzextrakt-Gesundheitsbiers, das den Verwundeten so gut gethan, daß sie es ungern entbehren. Die Erhabenheit der genannten hohen Personen über jeder Par- teilichkeit läßt auf die Vorzüglichkeit dieses Heilnahrungsmittels des Herrn Hoflieseranten Hoff in Berlin, Neue Wilhelmsstraße 1 (Filiale in Cöln, Comödienstraße 26), einen Schluß ziehen, und stehen darum auch wir nicht an, unfern Lesern dieses schätzbare Getränk zur Conservirung der Gesundheit zu empfehlen. In ganz gleicher Weise hat die Hoff'sche Malz-Gesundheit S- Chokolade sich den Beifall Derjenigen errungen, die sie statt des Kaffee's getrunken haben, da sie höchst nahrungsreich und angenehm schmeckend, das fieberhaft aufgeregte Blut besänftigt und die innere Unruhe beseitigt. D. R. (4078)

Urtheile

des Großh. Bezirksstrafgerichts Gießen, in öffentlicher Sitzung gefällt.

I. Am 15. November d. I. wurden verurtheilt:

1. Konrad Häuser von Steinberg, wegen öffentlicher Ehrenkränkung, in eine Geldstrafe von 5 Gulden.

2. Emil Krailing von Gießen, wegen einfachen Diebstahls, in eine Gc fängnißstrafe von 8 Tagen.

3. Heinrich Becker von Nieder-Gemünden und Johannes Becker von da, wegen Körperverletzung, Ersterer in eine Gefängnißstrafe von 12 Tagen, Letzterer aber in eine solche von 8 Tagen.

II. Am 21. November d. I. wurden verurtheilt:

1. Kaspar Kauß von Stockhausen, wegen Körperverletzung, in eine Correctionshausstrafe von 4 Monaten.

2. Peter Singel von Holzheim, wegen Schriftfälschung, in eine Gefang- nißstrafe von 14 Tagen.

V e rz e i ch n

der bei Großh. Bezirksstrafgericht Gießen zur Ab' urtheilung kommenden Untersuchungen.

Am 28. November d. I.:

1. Gegen Levi Kaufmann von Ettingshausen, wegen falscher Anzeige.

2. Gegen Johannes Lotz von Villingen, wegen Ehrenkränkung.

3. Gegen Georg Kuhl von Trohe, wegen thätlicher Ehrenkränkung.

Druck und Verlag der Brühl'schen Univ.-Buch- und Steindruckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gießen.