Beilage zu Nr. 50 des Anzeigeblatts.
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Vermischte Anzeigen.
Einquartirung
Der nachstehende aus der Frankfurter Postzeitung vom 19. d. MtS. entnommene Artikel dürste wohl auch hier tu Gieren die ernstlichste Erwägung seitens unseres Stadlvorstandes verdienen.
„Dankbar erkennen es die hefigen Bewohner an, daß unsere Behörde Fürsorge für die hier durchziehenden Truppen getroffen und namentlich rechtzeitig die Lokalitäten zur Unterbringung derselben beschafft hat. .
Außer den theilweise leer stehenden Kasernen sind folgende Räumlichkeiten augenblicklich zur Disposition: 1) Das frühere Irrenhaus; 2) das Waisenhaus; 3) die Lederhalle; 4) Hotel Becke; 5) der Sandhof; 6) die Turnsäle der Schulen; 7) der Saalbau; 8) die Mainlust; 9) Lang'sche Häuser (Hanauer Landstraße); 10) sind in der früheren Statt Ulm bedeutende Lagerräume , die mit der größten Leichtigkeit für die Unterbringung von Truppen einzurichten sind; wir hören, daß der Eigcntbümer dieses Hauses geneigt sei, dasselbe an die Stadt zu vrrmiethen. — Ferner haben wir unsere Schulgebäude. In dem benachbarten Offenbach, welches keine Localitäten wie die von oben angeführten besitzt, legte man die Truppen in Schulen, und um den Unterricht nicht zu stören, vereinigte man je zwei Schulen in eine und ertheilte die Stunden von 6 bis 12 und von 2 bis 8 Uhr. Mit gutem Willen ist eben viel zu leisten.
In Offenbach waren in 2 Tagen für 900 Mann Strohfäcke und Kolter angcschafft; sollten wir hier nicht dasselbe fertig bringen können?! Gerne würde die Bürgerschaft die entfallenden Kosten zahlen. Bei Massenverpflegungen ist man in Offenbach im Stande, den Mann für 22 Kr. zu beköstigen; hier mag es einige Kr. mehr kosten, aber immerhin steht es in keinem Verhältniß mit Dem, was es den einzelnen Bürger kosten würde, wenn er in seinem Hause die Einquartirung verpflegen müßte! Erwähnen wir nur noch der entsetzlich vielen Kümmernisse, die durch Einquartirung hervorgerufen werden, als: Krankheiten aller Art, nament-, lich Augenkrankheiten, Blattern u. s. w., die hier eingeschleppt würden, so können vir nicht dringend genug den Wunsch auSsprechcn, daß unsere Behörde eilend Fürsorge treffen möge.
Auch ist wohl zu berücksichtigen, daß die Truppen, wenn solche massenweise in einzelnen Localitäten concentrirt sind, gegebenen Falles viel leichter und rascher zusammengezogen werden können, als wenn solche über die ganze Stadt vertheilt sind.
Sicher gibt es noch manche andere große Räume, die event zur Disposition stehen; viele, viele unserer Neubauten sind leider unbewohnt und bei einer öffentlichen Anfrage würden gewiß noch manche größere Räumlichkeiten aufgesnnden werden.
Den Dank der ganzen Einwohnerschaft werden sich unsere Behörden erwerben, wenn sie unsere Lasten bei dem ohnedies trostlosen Geschäftsgänge in der erwähnten Weise erleichtern wollten.
Mehrere Bürger Frankfurts im Interesse ihrer Mitbewohner.
2373) Wir erfüllen hiermit die traurige Pflicht, das Hinfcheiden unferes unvergeßlichen Vaters und Afforiss zur Kenntniß zu bringen.
Wir verbinden damit die Anzeige, daß wir unser, unter unterzeichneter Firma bestandenes Geschäft, den Herren Louis Treff und Julius Kellner übertragen haben, welche dasselbe unter der gleichen Firma: Hirschhorn Comp.
fortführen werden. ,
Für das uns während einer langen Reihe von Jahren geschenkte Zutrauen dankend, bitten wir, dasselbe auf unsere Nachfolger gütigst zu übertragen. Hirschhorn Comp.
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Bezug nehmend auf vorstehende Mittheilung machen wir die ergebene Anzeige, daß wir das Geschäft der
Herren Hirschhorn 8t Comp. hier übernommen haben und dasselbe unter der bisherigen Firma: Hirschhorn 8> Comp.
weiter fortführen werden.
Wir bitten, das Vertrauen, welches unfern verehrten Vorgängern geschenkt worden ist, auch auf uns zu übertragen und werden eifrigst bemüht sein, dasselbe in jeder Hinsicht zu rechtfertigen.
Unsere langjährigen Erfahrungen in den bedeutendsten Geschäften dieser Branche, und unsere Verbindungen mit den anerkannt besten Fabriken, setzen uns in den Stand, allen Anforderungen und Wünschen vollkommen zu entsprechen. Louis Treff,
Julius Kellner,
in Firma Hirschhorn & Comp.
2358) Alle Diejenigen, welche Forderungen an den verstorbenen Tapezier Ed. Strack zu wachen haben, wollen binnen 8 Tagen ihre Ansprüche durch Einreichung von Rechnungen bei den Erben geltend machen.
2338) Ein goldener Uhrschlüssel ist auf I dem Wege vom Marktplatz über den Sel- tcrsweg nach dem Bahnhof verloren vor- den. Der redliche Finder wolle denselben gegen eine Belohnung an die Expedition j d. Bltts. abgeben.
2335) Ein Local zum Betriebe eines offenen Geschäfts, in der Lage zwischen dem Wochenmarkt und SelterSthor, wird zu miethen gesucht. Reflectirende wollen stch an die Exped. d. Bltts. wenden.


