Ausgabe 
23.5.1866
 
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für die

Stadt und -en Kreis Gießen.

M " Mittwoch den 23. Mai 1860.

Amtlicher T h e i l.

Viehpreisvertheitung zu Luubueh.

Die größere der beiden in diesem Jahre stattfindenden Viehpreisvcrtheilungen wird

Donnerstag, den 2 6. Juli,

zu Laubach abgehalten werden. (Die zweite stndet zu Böhl an noch näher zu bestimmendem Tage statt.)

ES werden auf der Preisvertheilung zu Laubach 600 fl. zu Preisen zur Verwendung kommen und zwar:

1) Für ausgezeichnete Fohlen eigener Zucht, mit Ausnahme von Saugfohlen, Preise von 1530 fl.;

2) für zur Zucht taugliche, mindestens ein Jahr alte Bullen, die schon ein Vierteljahr im Eigenthum des Bewerbers sind, Preise von 1015 fl.;

3) für Rinder eigener Zucht von 23 Jahren, die entweder sichtbar trächtig sind, oder erst kürzlich gekalbt haben, Preise bis zu 25 fl. Das schönste Rind erhält noch ein Halsband mit Glocke;

4) für ausgezeichnete Schafböcke Preise bis zu 10 fl. Bezüglich dieser haben die Aussteller Bescheinigung ihrer Bürger» meistern über das Schurgewicht von letzter Schur beizubringen; auch wird beider Prämiirung Rücksicht darauf genommen, ob die Böcke Reinvieh sind, oder zum sogenannten Schmeervieh gehören, und bei sonst gleichen Verhältnissen dem Rein- Vieh der Vorzug gegeben werden.

Es wirb nur wirklich preiswürdiges Vieh bei der Prämiirung berücksichtigt werden. Eigenthümer von solchem, denen wegen zu starker Concurrenz eine Prämie nicht zuerkannt werden kann, erhalten auf Verlangen, wenn sie zwei Stunden und weiter herge. kommen sind, als Wegentschätigung für einen Bullen 24 fr. und für em Rind 12 fr. für jede Stunde Wegentfernung. Auch werden angemessene Wegvergütungen für Fohlen, die mindestens ein Jahr alt sind und eine Prämie nicht erhalten haben, crtheilt.

Die Musterung des aufgestellten Viehes beginnt Vormittags 8 Uhr. Preisbcwerber haben Bescheinigung ihrer Bürgermeisterei beizubringen, in der bezüglich Der Zuchtbullen bemerkt ist, daß sie auch wirklich zur Zucht verwendet werden und sich Dabei brauch­bar erweisen; bezüglich der einjährigen Bullen, daß sie mindestens ein Vierteljahr im Eigenthum des Besitzers und bet Rindern, daß Dieselben von eigener Zucht des Ausstellers sind.

Die Preisbewerbung ist für alle Bezirke der Provinz Oberhesscn frei und an feinen Kreis gebunden. Die Erperten für Cie Prämiirung werden seiner Zeit besonders ernannt und Deren Namen veröffentlicht werden. Gelegentlich dieser Preisvertheilung wird nicht nur eine Ausstellung neuer und bewährter landw. Maschinen stattfinden, sondern es wird auch eine Versteigerung solcher Maschinen, als eine Samuelson'sche Mähemaschine, eine Viehwaage, Oelkuchenbrecher, Heuwendmaschine, Pferderechen re., worüber noch besondere Bekanntmachung erfolgt, abgehalten werden, die aus Vereinsmitteln angeschafft und den Meistbietenden alsdann zu­geschlagen werden sollen, wenn das Gebot den für den Zuschlag festgesetzten Minimalpreis erreicht, oder übersteigt.

Indem der Unterzeichnete Vorstehendes zur öffentlichen Kenntniß bringt, ladet er zugleich die Vereinemitglieder, sowie sämmt» liche Freunde der Landwirthschaft zu recht zahlreicher Theilnahme an dieser Preisvertheilung ein. Wesentlich könnte das Interesse an derselben erhöht werden, wenn, unabhängig von Der Preisvertheilung, schönes Vieh und Gegenstände Der lanDw. Industrie zur Ansicht ausgestellt würden. Laub ach, am 4. April 1866.

Der Präsident des landwirthschaftlichen Vereins von Oberhessen.

Otto, Graf zu Solms-Laubach.

Polizeilich ^Bekanntmachung.

Gefundene Gegenstände:

Eine Broche, ein kleines Portemonnaie, ein vierklingiges Messer, ein Messer mit Drei Klingen (eine davon ist abgebrochen), ein Federmesserchen mit weißem Stiel und zwei Klingen, ein alter Filzhut, fünf kleine Schlüsselchen an einem eisernen Haken, ein lederner Gürtel mit zwei Messing - Knöpfen, eine schwarze Schürze, eine gestreifte (schwarz und weiß) Schurze, ein zweiklingiges Federmesser mit Schildkrotbacken, eine Vorstecknadel, ein Lineal, ein Rohrstock mit schwarzem Griff und unten mit Messingbeschlag, ein Paar alte Schuhe (Schuhe und Stock wurden auf der neuen Anlage gefunden), ein Hauptschlüssel, ein Rasirmesscr mit weißem Stiel, eine blau und weiße Schürze, ein Schlussel mit Lederriemchen.

Die Eigenthümer werden aufgefordert, sich binnen 3 Wochen bei uns zu melden, widrigenfalls diese Gegenstände auf Ver­langen an die Finder zurückgegeben oder später zu Gunsten der Armenkaffe werden versteigert werden.

Gießen, den 22. Mai 1866. Großherzogliche Polizei-Verwaltung der Provinzialhauptstadt Gießen.

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