Lehr- und Erziehungsanstalt für Mädchen.
1196) Die Unterzeichneten eröffnen mit Pfingsten d-I. eine Lehr- und Erziehungsanstalt für Töchter höherer Stände und erlauben sich, vorbehaltlich einer ausführlicheren
Frifchbsckkr ;u Gießen.
Sonnlag den 8. Avril. Heinrich Plank in der Neustadt. Wilhelm Löber an der Brerndgaff«. August Noll aut der Mäusburg.
Darlegung des Planes und Zweckes der Anstalt vorläufig das Verzeichnis der Unter- richtsgegenftände zu veröffentlichen.
1J Sprachen: französisch, englisch, deutsch bis zum richtigen Gebrauche in Rede und Schrift. (Stilistik, deutsche und französische mit U e b u n g e n; D e k l a m a t i o n.)
2) Mathematik, vorzugsweise Arithmetik einschließlich aller im bürgerlichen Leben vorkommenden Rechnungen.
3) Geschichte mit besonderer Bedachtnahme auf die Entwicklung der Kultur und Literatur.
4) Geographie.
5) Naturkunde, vornehmlich Naturgeschichte.
6) Religion. Der konfessionelle Unterricht bleibt den Bestimmungen der Eltern überlassen. Die Pflege des religiösen Sinnes indessen ist Aufgabe jedes Unterrichts.
Auch hoffen wir, durch zahlreichen Besuch unsrer Anstalt in die Lage versetzt zu werden, den Unterricht in den schönen Künsten (Zeichnen, Gesang), und in den weiblichen Handarbeiten einführen zu können.
Wir sind bereit, weibliche Zöglinge ins Haus zu nehmen, wo sie sorgfältige Pflege und liebreiche Behandlung finden werden.
In unserm Familienkreise wird deutsch, französisch und englisch gesprochen und auf Reinheit und Eleganz des Ausdrucks geachiet.
Wir wohnen vorläufig in dem Hause des Herrn Antiquar Worms, Seltersweg. Gießen, im März 1866.
I. Gambs, pensionirter Gymnasial-Lehrer.
Sophie Traut, geb. Gambs.
1293) Dienstag den 10. April 1 866.
Im Zirrster scheu Garte»: Damen - Concert der Musik-Kapelle,
unter Direktion ihres Kapellmeisters, Herrn Adolph Hecker.
Programm.
Erste Abtheilung.
1) Ouvertüre zur Oper „die Regiment-tochter", von Donizetti.
2) Fantasie aus Wagner's ,,Lvhengrin", von Hamm.
3) Türkischer Marsch aus ver Sonate in A, von W. A. Mozart.
Zweite Abtheilung.
t 4) Zum Erstenmal: Ouvertüre zur Tragödie „Faust", von Linvpaintner.
5) Zwiegespräch für Oboe und Klarinette, von Hamm; vorgetragen von den Herren Bien ert und Fröhnd.
6) Duett aus der Oper „die Hugenotten" (II. Akt), von G. Meyerbeer.
7) Signale für die musikalische Welt, großes Potpourri von I. Gungl. Dritte Abtheilung.
8) Auf Verlangen: Ouvertüre zur Oper „t*ie weiße Dame", von Boieldieu.
9) Zweites Finale aus der Oper „die lustigen Weiber von Windsor", von O. N i c o l a i.
10) Le reveil du lion, Caprice heroique, de Antoine de Kontsky.
Anfang präcis 6 Uhr.
Entree für Herren 12 kr., für Damen 9 fr., Kinder 6 fr.
Es wird gutes Flaschenbier verabreicht.
Während Cer beiten ersten Abtheilungen darf nicht geraucht werden.
Das Diu sif - Comile.
Schriftsetzer-Lehrling!
1342) Ein gesitteter, mit den nöthigen Vorkenntnissen versehener junger Mensch kann bei mir bis Pfingsten in die Lehre treten. Kostgeld wird schon nach 14tägiger Probezeit bezahlt. Wilh. Keller.
1338) Zugelaufen ein schwarzbrauner Mctzgerhunv und ein kleiner schwarzer Hund mit weißen Abzeichen. Näheres auf dem Polizeibureau zu erfragen.
1204) Bux ist zu verkaufen in Lit. B. Nr. 21 auf dem Markt.
Kirchliche Anzeigen.
Evangelische Gemeinde zu Güeßen.
Gottesdienst.
A in 8. Avril.
Morgens: Pfarrer Dr. Seel.
Nachmittags: Pfarrer Landmann.
Kopulirte.
Den 2. April. Martin Kröcker, Bürger und Schneidmüller, des hiesigen Bürger« und Flur- schötzen, Philipp Karl Kräcker, ehelicher Sohn; und Dorothea Juliane Augusie Katharine Adolsine Christine Schimpf, des verstorbenen Bürgers und Fuhrmanns. Jakob Schimpf, eheliche Tochter.
Denselben. Kasper Hansel, Ortsbürger in Beuern und Weichensteller an der Main-Weser- Bahn dahier, des verstorbenen OrtSdürgerS und Küfers zu Dirlammen, Georg Hansel, ehelicher Sohn; und Elisabeth« Dort. deS OrtSbürgerS und Glasermeisters zu Beuern, Georg Wilhelm Dort, eheliche Tochter.
Denselben. Johannes Sippe!, Großherzog- licher NniverfitätSpedell dahier, ein Wittwer; un6 Anna Marja Barbara Blänkle, gedorne Schers, des verstorbenen Burge'S zu Michelstadt und Com- munalbau-AufseherS zu Groß-Gerau, Adam Blänkle, hinterlassene Wittwe.
Denselben. Balthasar Emil Malkomesius, Bürger und Metzger, des hiesigen Bürgers und MetzgermeisterS, Jeremias MaikomesiuS, ehelicher Sohn, und Susanne Antonie Karoline Friederike Schwan, deß hiesigen Burgers und Fuhrmanns, Georg Melchior Schwan, eheliche Tochter.
Denselben. Johann Heinrich Keck, Bürger und Glasermeister, des verstorbenen Bürgers und Glasermeisters, Karl Ludwig Keck, ehelicher Sohn; und Marie Henriette Dorothea Karoline Kämmerer, deS hiesigen Bürgers und Bäckermeisters, Ernst Ludwig Kämmerer, eheliche Tochter.
Denselben. Christian Philipp Euler, Burger und Schreiner; und Susanne Friederike KrauSkopf, deS hiesigen Bürgers und Schneidermeisters, Konrad KrauSkopf, eheliche Tochter.
Den 3. April. Johannes Hefele, Bürger in Wachenheim in Rheinbapern und Gärtner dahier; und Philippine Luise Marie Antonie Kohlermann, des verstorbenen hiesigen Bürgers und geldschützen, Jakob Kohlermann, eheliche Tochter.
Den 5. April. Dr. Otto Zöckler, Licentiat und Großherzoglicher Professor der Theologie, des evangelischen Pfarrers zu Dudenhofen, Johann Konrad Zöckler, ehelicher Sohn; und Charlotte Geist, des Großberzoglichen GymnasialdireclorS dahier, Dr. Eduard Geist, eheliche Tochter.
Denselben. Georg Ludwig Friedrich KaSpar Möller, Bürger und Optiker dahier, des verstorbenen evangelischen Pfarrers zu Ober-Gleen, Johann Georg Friedrich Casimir Möller, ehelicher Sohn; und Johannette Susanne Luise Christiane Ferber, deS verstorbenen Bürgers und GastwirthS, Wilhelm Christian Ferber, eheliche Tochter.
Getaufte.
Den 1. April. Dem Bürger und Schriftsetzer. Daniel Weißmüller, ein Sohn. Hermann Karl Georg Theodor Franz, geboren den 7. Februar.
Denselben. Dem Bürger und Kaufmann, Richard Scheel, ein Sohn. Albert Bernhard, geboren den 26. Januar.
Denselben. Dem Burger und Gerbermeister, Franz Plank, eine Tochter, Sophie Friederike Susanne Georgine, geboren den 6. März
Denselben. Dem Börger und Fuhrmann. Heinrich Huhn, ein Sohn, Wilhelm Karl Ernst Ludwig, geboren den 31. Januar.
Denselben. Dem Bürger und Gärtner, Johannes Schaum, ein Sohn, Wilhelm Karl Julius, geboren den 21. Februar.


