anfalle, ohne daß deren Aufenthalts­ort zu ermitteln fei, Vie freie Ver­waltung solches Erbtheils der Tochter Katinka, ohne zur CautionSleiftung oder Inventarisation verbunden gu fein, bis zur Zeit des Empfangs der Erb­schaft zustehen solle;

3) daß die Tochter Katinka im Falle ihrer Verhrirathung von den Erben eine standesgemäße Ausstattung, ohne die Verpflichtung, solche zur Erbmasse zu eonferiren. erhalten, der Sohn Franz aber gehalten sein solle, die für seine Ausbildung und bei seiner Abreise nach Amerika für ihn aufgewenvetcn Kosten mit 600 fl. zu eonferiren;

4) daß die Erben dem überlebenden Eltern- theil gegenüber Inventarisation der Erbschaft nicht sollten in Anspruch neh­men können und ihnen verboten sei, den Nachkommen des verstorbenen Groß- herzoglichen Professors Dr. Zimmer zu Gießen aus der Eltern Vermögen eine Erbschaft zuzuwenven.

Da nun Franz Zimmer abwesend und sein Aufenthaltsort unbekannt ist, so wird derselbe oder seine ihm substituirte eheliche Descendenz hiermit aufgefordert, binnen einer Frist von drei Monaten bet dem unter­zeichneten Gericht sogewiß über Anerkennung deS Testamentes sich zu erklären und be» ziehungsweise solches im Klagweg anzufech­ten , gegenfalls Vasselbe von ihnen als anerkannt angesehen unv demnächst vollstreckt werden wirv.

Gießen, den 21. Februar 1866.

Großberzogliches Stadtgericht Gießen.

Muhl, Hoffmann, Stadtrichter. Stabtger.-Assessor.

Hesmiderc Bekanntmachung.

1715) Im städtischen Magazin werden Erbsenreiser, zn 24 fr. das Hundert, ausgegeben.

Gießen, den 1. Mai 1866.

Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen.

I. B. d. B.: m d -5 Ferber, ir Beigeordneter.

N erileigkrungen.

In Sachen des Großherzoglichen Hosgerichts-Avvoeaten Briet zu Gießen, Klägers gegen

E. W. Fernie daselbst, Beklagten. Die Rechnung von 1858 betr.

1777) Die ursprünglich auf Dienstag den 24. v. Mts. anberaumte, dann auf Donnerstag den 3. Mai v. I. verlegte, hiernach aber bis auf Weiteres ausgesetzte Versteigerung von Amerikanischen, Russischen und Italienischen Werthpapieren findet nun­mehr, nachdem die Beschwerdeführung des Beklagten, aus deren Anlaß die Ver- steigeruiig verlegt und ausgesetzt worden

war, in den höheren Instanzen verwor­fen worden,

Dienstag den 15. d. MtS., Nachmittags 2 Uhr, im Locale des unterzeichneten Gerichts gegen sofortige Baarzahlung, statt, es fei denn, daß der Beklagte bis dahin diese Sache durch Zahlung erledigt.

Gießen, den 4. Mai 1866.

Großherzogliches Stadtgericht Gießen.

In Verh. des Stadtrichters: Langsdorfs, Becker, Stadtg. - Assessor. Stadtg.-Assessor

Arbeitsversteigerung bei der Stadt Gießen.

1776) Freitag den 11. Mai 1866, Vormittags 9 Uhr, sollen nachfolgende Arbeiten auf dem Rath­bause dahier an den Wenigstfordernden ver­geben werten, als:

Schreinerarbeit, veranschl. zu 36 fl. 20 fr. Schlofferarbeit, 4 30

Weißbiuderarbeit, 6 40

Gießen, den 4. Mai 1866.

Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen _____ Vogt.

Main Weser-Bahn.

1759) Die Versteigerung der diesjäh­rigen Gras- und Klee-Erndte auf dem Ge­lände ter Bahn findet statt:

1) auf der Strecke Lang-Göns Gießen, Freitag den 11. Mai, beginnt des Morgens um 7 Uhr am Bahnhofe zu Lang-Göns,

2) auf der Strecke Butzbach Lang- Göns, ebenfalls Freitag den 11. Mai, beginnt des Nachmittags um 1 Uhr am Bahnhöfe zu Butzbach,

3) auf der Strecke Gießen Lollar, Samstag den 12. Mai, beginnt des Nachmittags um 11/2 Uhr am Bahn- Hofe zu Lollar,

4) auf der Strecke Lollar Friedel- Hausen, Montag den 14. Mai, be­ginnt des Morgens um 9% Uhr am Bahnhofe zu Lollar.

Die Bedingungen werten bei der Ver­steigerung bekannt gemacht.

Gießen, ven 3. Mai 1856.

Der Großherzogliche Bahningenieur: Nabm.

1788) Wegen Aufgabe der Oeconomie beabsichtige ich, nächsten

Montag, den 7. Mai, Nachmittags 2 Uhr, nachfolgende Gegenstände öffentlich gegen baare Zahlung zu versteigern, als:

ein Wagen mit Erndte- und Dung, (eitern, zwei Pflüge, wobei ein Wende- pflüg, eine Egge, eine Brockmaschine, ein Jauche-Faß, eine große Wasch, bütte, ein Haufen Dünger, Ketten, Zuggeschirre u. A. m.

Gießen, den 1 Mal 1866.

Andreas M öhl.

Arbeitsversteigerung.

1738) Montag den 7. v. Mts., Vormittags 11 Uhr, sollen auf dem Bureau der Großherzog­lichen Bürgermeisterei Ruttershausen nach­folgende Arbeiten öffentlich an die Wenigst­nehmenden in Aecord gegeben werden, als: Maurerarbeit am Backhause,

veranschlagt zu ... 19 fl. 59 fr.

Schreinerarbeit daselbst, ver­anschlagt zu . . . . 10 Weißbinderarbeit das., ver- anschlagt zu ... . 3 w Pfiasterarbeit an den OrtS- straßen, veranschlagt zu 40 Steinklopfen das., veranschl.

zu.......9

Unterhaltung der Wege, (Steinbrechen, Fahren, Aufsetzen und Zerschlagen derselben), veranschl. zu 120 Fertigung eines Durchlasses

an der alten Lahn, ver­anschlagt zu . . . . 25 30 Planirarbeit am Wege nach

Wismar, veranschlagt zu 54 Chausstrarbeit das., 225

Steinbrechen, Anfahren und Aufsetzen derselben, ver- anschlagt zu ... . 343 30 Fertigung zweier Durchlässe

daselbst, veranschlagt zu 75 Ruttershausen, am 1. Mai 1866.

Großherzogliche Bürgermeisterei Ruttershausen.

I. A.:

L. Hahn, Bezirksbauaufseher.

Arbeitsversteigerung zu Leihgestern. 1764) Samstag den 12. Mai 1866, Vormittags um 8 Uhr, sollen auf dem hiesigen Rathhaus nächste- hende Bauarbeiten an die Wenigstnehmen- den in Accord gegeben werden, als: Maurerarbeit, veranschl. zu 87 fl. 24 fr.

Schreinerarbeit, 43 45

Schlosserarbeit, 14 30

Steinbrechen, Fahren und Setzen der Steine, tieran- schlagt zu..... 400

Chausstrarbeit, veranschl. zu 100 Leihgestern, den 2. Mai 1866.

Großherzogliche Bürgermeisterei Leihgestern. In Auftrag: Körner, Bezirfsbauaufseher.

1775) Montag den 7. Mai, Nachmittags 2 Uhr, sollen in dem Hofe des Hofger.-Advocaten Dornseiff öffentlich versteigert werken:

eine groß« Quantität noch brauchbaren Bauholzes, gegen 20 wohl erhaltene Fenster verschiedener Größe, einige Oefen, verschiedenes HauSgeräthe und eine große Quantität Falzziegeln.