Besondere Bekanntmachungen.
Einträge in's Firmenregister des Großh. Stadtgerichts Gießen.
Am 29. Januar 1 86 3 wurde eingetragen:
1) Großh- Hofgerichts - Advocat Carl Dicry zu Gießen', Kaufmann Heinrich Friedrich Gottlob Flinsch zu Frankfurt a-/M. und Advocat Conrad Mals; ebendaselbst, Inhaber der Firma: „Diery'sche Schiefergrubcn- Gesellschaft", welche seit dem 1. November 1862 besteht und ihren Hauptsitz in Gießen hat.
Am 4. Februar 18 63:
2) Carl Emmelius und Louis Scheid zu Gießen, Cigarrenfabrikanten, Inhaber der Firma: „Emmelius und Scheid", welche seit dem 1. Januar 1863 besteht. Jeder der Theilhaber ist berechtigt, die Firma zu vertreten. Am 10. Februar 1863:
3) Friedrich Emil Loos, Inhaber eines Kattun - und Leinwand - Geschäfts, wohnhaft zu Gießen, mit der Firma gleichen Namens, welche seit dem 1. Juli 1860 besteht.
Am 13. Februar 1 863:
4) Christian Lang Wittwe, Maria, geb. Merkel, wohnhaft zu Gießen, Inhaberin eines Specereigeschästs mit der seit dem 1. Mai 1861 bestehenden Firma gleichen Namens.
5) Wolfgang Ernst Heinrich, Gold- und Silbcrarbeiter, wohnhaft zu Gießen, mit der Firma: W. E. Heinrich, welche seit August 1828 besteht.
6) Heinrich Hochstätter Wittwe, Henriette, geb. Ferber, wohnhaft zu Gießen, Inhaberin eines Tapeten- und Möbel - Geschäfts unter der Firma: „H. Hochstätter", welche am 1. Mai 1837 begonnen. Die Inhaberin hat ihrem Sohn Heinrich Hochstätter zu Gießen Procura er- theilt.
7) Ferdinand Hoffmann, Inhaber eines Material- und Colonialwaaren - Geschäfts zu Gießen, unter der seit dem 15. October 1832 bestehenden Firma: Carl Hoffmann.
8) Salomon Heichelheim, wohnhaft zu Gießen, Ellenwaarenhändler im Ausschnitt, mit der seit dem Jahr 1841 bestehenden Firma gleichen Namens. Am 14. Februar 1863:
9) Carl Roloff, wohnhaft zu Gießen. Derselbe betreibt ein Specerei-, Tabak- und Cigarren-Geschäft unter der gleichnamigen Firma, welche seit März 1854 besteht.
10) Fritz Kreuder und Moritz Wallenfels, beide wohnhaft zu Gießen. Dieselben sind Inhaber einer Bonbonsfabrik und führen die Firma:
„Kreuder & Wallenfels", welche am 1. Januar 1863 in's Leben getreten. Jeder der beiden Theilhaber ist berechtigt, die Firma zu vertreten.
11) Carl Hensel Wittwe, Emilie, geb. Reitzel, Inhaberin einer in Gießen bestehenden Eisen-, Specerei-, Dielen-, Gyps- und Steinkohlen-Handlung. Dieselbe führt die Firma: „C. Hensel", welche seit dem 1. Januar 1853 besteht und hat ihrem Geschäftsführer Heinrich Flick zu Gießen Procura ertheilt.
Am 16. Februar 1863:
12) Friedrich Bender, Inhaber einer Cigarren- und Tabakssabrik zu Gießen, unter der Firma: „F. Bender & Comp.", welche seit dem 1. Mai 1846 besteht.
13) Ernst Heinemann, Inhaber der Universitäts-Buchhandlung zu Gießen, unter der seit December 1857 bestehenden Firma gleichen Namens.
Gießen, am 16. Februar 1863. Großherzoqliches Stadtgericht Gießen.
Muhl. (428)
Die Vertheilung der Zinsen aus der Stiftung des verstorbenen Gemeinde- rathsmitglieds Friede. Lony sen.
397) Die in Diesem Monat fälligen Zinsen sollen vcrtheilt werten. Bewerber um dieselben haben sich binnen 8 Tagen bei der unterzeichneten Stelle zu melden.
Gießen, den 14. Februar 1863. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen.
Vogt.
Aufforderung an die Schuldner der hiesigen Pfand- und Leihanstalt.
429) Die Schuldner der hiesigen Pfand- und Leihattstalt, deren Pfänder in den Monaten Juli, August, September, October, November und December 1862 verfallen sind, werden aufgefordert, in dem Zeitraum vom 23. Februar bis 28. März dieselben einzulösen oder zu prolongiren, als sonst deren Versteigerung am 4. Mai d. I. stattfindet.
Nach fruchtlosem Ablauf obigen Zeitraums kann weder Einlösung, Prolongation noch Umschreibung vorgenommen werden.
Die Säumigen haben es sich daher selbst betzumessen, wenn sie ihre Pfänder erst im Versteigerungstermin gegen baare Zahlung einlösen können.
Pfänder aus wollenen Stoffen müssen unbedingt eingelöst werden.
Die Herren Bürgermeister des Kreisamtsbezirks werden ersucht, Vorstehendes iir ihreir Gemeinden bekannt machen zu lassen.
Gießen, am 18. Februar 1863. Die Pfandhausverwaltung.
Bieler. Pfeil.
369) Diejenigen erwachsenen Angehörigen von in der Armenlifte aufgenommenen hiesigen Personen, welche als Gesellen, Nähterinnen rc. täglichen Verdienst haben, werden darauf aufmerksam gemacht, daß sie in Erkrankungsfällen nur dann auf freie Aufnahme und Verpflegung im akademischen Klinikum Anspruch machen können, wenn sie einen wöchentlichen Beitrag von 3 Kreuzer zur Klinikkasse bezahlen.
Gießen, am 7. Februar 1863.
Die Armen-Commission der Stadt Gießen.
I. B. d. D.: ____________Ferber.____________
Markt - Anzeige.
316) Die seit mehreren Jahren dahier bestehenden Viehmärkte haben sich bisher jedes Jahr eines größeren Besuches zu erfreuen gehabt, namentlich mit Schweinen, für welche selbst viele Käufer aus größerer Entfernung kommen und bedeutende Einkäufe machen.
Um ein Gleiches mit Rindvieh herbeizu- führen, welches seither nur auf Petri-Markt in größerer Anzahl aufgetrieben wurde, und um auch die übrigen Märkte mehr zu heben, hat der Stadtvorstand beschlossen, nicht nur das seitherige Standgeld sowohl für Rindvieh , als auch für Schweine freizugeben, sondern auch für jedes Stück Rindvieh, welches zu Markt gebracht wird, eine Prämie zu zahlen, und zwar für jedes Stück unter zwei Jahren 6 fr., und für jedes ältere 12 kr., welches wir hiermit zur öffentlichen Kenntniß bringen.
Wir hoffen, daß die Bewohner unserer Umgegend dies als ein Zeichen ansehen werden, daß die Stadt erbötig ist, Alles zu tbun, was zur Hebung ter Märkte und zur Annehmlichkeit deren Besucher beitragen könnte.
Der erste Markt findet Donnerstag den 26. Februar Statt, und laden wir hiermit zu recht zahlreichem Besuche ein.
Butzbach, am 5. Februar 1863.
Großherzogliche Bürgermeisterei Butzbach. Küchel.
436) Da durch die Anlagen, welche zwischen dem Neuenweger- und Seltersthor gemacht werden, es nicht mehr gestattet werden kann, daß Schutt daselbst abgeladen wird, so ist hierzu von Seiten der Stadt derjenige Platz bestimmt, der durch ein Placat vor dem Alker'schen Zimmerplatz bezeichnet ist.
Gießen, den 19. Februar 1863.
Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen.
Vogt.
Versteigerungen.
440) Samstag den 28. Februar 1863, Nachmittags 2 Uhr,
sollen auf dahiesigem Rathhause auf Ansuchen der Frau Advocat Heß Wittwe die ! derselben gehörenden Grundstücke auf 6 Jahre, von 1863 bis 1868, verpachtet werden, als:


