Ausgabe 
3.1.1863
 
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Turn- und Gesangfest.

3), ®cr Festausschuß hat in seiner Schlußsitzung vom 30. December 1862 bezüglich der Verwendung des Ueberschusses der Festkasse tm Betrage von circa 1280 fl. beschlossen, daß 7/g davon dem Turnverein und V8 dem Gesangverein mit der Auflage zu überweisen feien, das Geld verzinslich anzulegen und demnächst zu einem ähnlichen Feste zu verwenden. Die gehörig bevollmächtigten Vertreter der beiden genannten Vereine haben in dieser Sitzung die Zustimmung ihrer Auftraggeber erklärt. Für diesen Beschluß war ausdrücklich als bestimmendes Motiv ausgesprochen und anerkannt worden, daß die be ben Vereine ohnehin von jenem Gelde circa 600 fl. zu reclamiren befugt wären, indem diese Summe nur subsidiär, für den Fall eines Deficits, zur Festkasse eingezahlt worden war, und deßhalb schon der Rest mit circa 680 fl. unter die freiwilligen Geber nach Procenten zurückerstattet werden sollte, kaum 20 Procent auf die eingezahlten Beiträge zur Rückzahlung gekommen wären- Und da nun für den Fall das Geld zusammen bliebe und zu ähnlichem Feste bestimmt werde, von Seiten der Vereine auf ihre Reclamation verzichtet wurde, so hielt es der Festausschuß unter bewandten Umständen für das Sachgemäßeste, keine Vertheiluna eintreten zu lassen, sondern einem späteren Feste in obiger Weise wirksamen Vorschub zu leisten. * Im Auftrag

Der Präsident des Festausschusses:

__________________________________________________ Dr. Weber.__

Ginla-ung zum Abonnement.

3263) Hierdurch übergebe ich einem geehrten Publikum den ersten Nachtrag meines Musikalien-Katalogs. Ich habe mit Herausgabe desselben um so mehr geeilt, als ich einerseits den an mich gestellten Anforderungen Genüge leisten und andrerseits darauf Bedacht nehmen wollte, mein Musikalien-Lager mit gediegenen Werken stets zu vergrößern. Er enthält neben den clafsifchen Werken früherer Zeit die gefeiertsten Compositionen unserer heutigen Tonsetzer in reicher Auswahl, so daß jede musikalische Richtung möglichst vollständig vertreten ist. Die Abonnements-Bedingungen sind in meinem Hauptkataloge angemerkt. Justin Eberhardt.

3210) Da die Verordnung vom 2. October 1850, welche den Beitritt und die Theilnahme an politischen Vereinen untersagte, durch die Staatsregierung außer Wirk­samkeit gesetzt und damit das freie Vereinsrecht anerkannt worden ist, so erlauben sich die Unterzeichneten, zum Beitritt zum Nationalverein aufzufordern, und sich zur Ent­gegennahme von Anmeldungen zu erbieten.

Gießen, den 18. December 1862.

Batst. Hanstein. C. Nagel. L. Petri. Pfannmüller H. A. Ricker. __________Rosenthal. PH. Walther. Or. Weber I. A. Wendel.

Gandrr's SchreiinnellMr."aöy

18) Diejenigen, welche geneigt sind, noch an dem Unterricht Theil zu nehmen, wollen sich längstens bis incl. 5 Januar an mich wenden ; da spätere Anmeldungen nicht mehr berücksichtigt werden können. Indem ich mich im Uebrigen auf meine früheren Anzeigen beziehe, benutze ich die Gelegenheit, für die mir gewordene abermals so erfreuliche Anerkennung meinen ergebensten Dank abzustatten.

Gand er, Kalligraphie-Lehrer, Seltersweg Lit. C. Nr. 1 */2, Gießen.

12) Die '

Schönfärberei und Kunstwafcherei

von

Carl Böhler in Frankfurt a. M.

empfiehlt sich im Färben und Kunstwaschen von allen Wollen - und Seidenstoffen, als: Kleidern, Mänteln, Shawls, Hüten, Bändern, Blonden, Federn rc., sowie im Drucken von wollenen und seidenen Kleidern, nach neuestem Dessin, unter Zusicherung billiger und schneller Bedienung.

Aufträge und Commissionen übernimmt mit dem Versprechen der pünktlichsten Be- s°rgung ___________________________Joseph Köhler, Seltersweg.

22) Einem geehrten Publikum in Gießen und Umgegend mache ich hiermit die ergebenste Anzeige, daß ich von heute an zwei Elephanten zur Schau ausgestellt habe; dieselben werden zu jeder beliebigen Stunde ihre Kunststücke producircn; sie werden näm­lich auf Commando ihres Wärters mehrere schwere Kunststücke ausführen; sogar wird sich der berühmte männliche Elephant auf Befehl seines Wärters niederlegen und wieder aufstehen, was^man von einem solchen kolossalen Thiere noch nie gesehen hat. Auch sind Riesen-Schlangen, Gürtel- oder Panthcrthiere daselbst zu sehen. Die Bude befindet sich tu der Schulstraße und ist geöffnet von Morgens 10 bis Abends 7 Uhr, bei Gasbeleuchtung. Erster Platz IS kr. Zweiter Platz 9 fr.

Um zahlreichen Besuch bittet

Gießen, den 3. Januar 1863. A. Gruhhoser.

Für Bäcker!

3241) Ein Bäckergesell, welcher sich über seine Fähigkeit, einem Backereigeschäft vollständig vorstehen zu können, auszuweisen vermag, kann bei mir dauerndes Engage­ment finden.

Auch bin ich nicht abgeneigt, einem Sol­chen, wenn man sich von der Rentabilität dieses Geschäftes, welches ich seit zwei Jah­ren für meine eigene Rechnung betreiben ließ, überzeugt hat, gegen geringe Vergü­tung in Pacht zu geben.

Dadurch, daß ich seit jener Zeit über den Betrieb dieses Geschäfts gründlich Buch geführt habe, bin ich im Stande, schon jetzt die genaueste Auskunft zu geben. Hierauf Reflectirende wollen sich bald thun- lichst an mich wenden.

Allendorf a. d. Lva., 22. December 1862. ___________________H. W. Moll.

Die Kleinkinderschule haben ferner mit einer milden Gabe bedacht:

Ebel, OrtSgerichts-Vorstehcr.

von Grolman, Hofgerichtsrath.

Heß, Inhaber der Gasfabrik.

Keßler, Backsteinfabrikant.

Dr. Mettenheimer, Professor.

Auszuleihen.

3255) 150 ff., schreibe Einhundert und Fünfzig Gulden Kirchen-Kapital, lie­gen in dahiesiger Kirchenkasse zum Ausleihen bereit. #

Großen-Buseck, am 22. December 1862. Für den evang. Kirchen-Vorstand:

Berck, Pfarr-Vicar.

24) 2000 ff. liegen zusammen, oder auch getrennt, zum Ausleihen bereit. Das Nähere bei der Exped. d. Bltts.