1086) Ein möblirtes Zimmer mit Ca- binet ist zu vermiethen bei
August Haubuch, Mäusburg.
1089) Auf dem Seltersweg Lit. C. Nr. 46 ist ein möblirtes Zimmer mit Ca- binet zu vermiethen.
5 Gulden Belohnung Demjenigen, welcher einen entlanfenen, l1/? Zahre alten Hühnerhund, mit braunem Kopf und Behang und dunkeln Flecken über den Rücken, bei der Erped. d. Bltts. abliefert.
1071) Eine renommirte deutsche Lebens-Versicherungs-Gesellschaft sucht unter sehr vortheilhaften Bedingungen Agenten für die Provinz Oberhessen. Gefällige Offerten unter W. K. 30 besorgt die Erped. d. Bltts._________
1072) Bon heute an wohne ich bei Herrn Drechslermeister H e n s l e r in dem ehemals Schlosser Feger'schen Hause, Eck der Hintergasse, ain Lindenplatz.
Gießen, den 30. April 1862.
K. Rautenstranch, _______________Hebamme.______ Turnunterricht.
1065) Unterzeichneter macht hiermit die ergebenste Anzeige, daß Montag den 12. Mai eine neuer Tanzcurs beginnt.
Anmeldungen hierzu beliebe man an denselben ergehen zu lassen.
Rose, _________ Univ.-Tanz- und Fechtmeister.
Knabenlehranstatt des Dr. L. Schwabe.
1078) Das neue Schuljahr beginnt Montag den 12. Mai. Neue Schüler können bis dahin täglich Morgens bei dem Vorsteher angeemldet werten.
Turnverein.
1077) Nächsten Freitag, den 2. Mai, Abends präcis 8 Uhr:
allgemeine Versammlung im Leib'schen Locale zur Neuwahl des Vorstandes.
Gießen, den 26. April 1862.
Der Vorstand des Turn- _________________verein s.
1070) Ein Sonnmschirmchen ist gesunden worden und kann solches gegen Erstattung, der Jnseratgebühren in Empfang genommen Werden. Näheres bei der Exped. d. Bltts.
1080) Ein gebrauchter kupferner Kessel wird zu kaufen gesucht. Von wem? sagt die Exped. d. Bltts. ■
1026) In ein hiesiges Fabrikgeschäft werden mehrere Mädchen gesucht. Näheres bei der Exped. d. Bltts._____________________
1036) Ein braver Junge kann in die Lehre treten bei PH. Schlatter,
Buchbinder u. Portefeuillesarbeiter.
Vermischte An- eigen.
| Alizarin - Tinte,
aus der Fabrik von Aug. Leonhardt in Dresden,
patentixt für Sachsen, Hannover, Frankreich, Belgien und andere Staaten.
Franco Dresden.
In Original - Rcifenflaschen von circa 1 Pfd. a 10 Sgr. oder 36 kr. „ n fi h ,, /> u t> 6 ,, ,, 21 ,,
u ii fi „ V. „ „ 3'/2 ,, ,, 13 ,,
u . ti ii fi ,/ 3 Loth „ 2 „ ,, 7 „
Der vorzügliche Ruf, den sich die patentirte Alizarin-Tinte allgemein erworben hat, ist zunächst Veranlassung zu vielseitiger Nachahmung geworden, und werden Tinten unter gleichem Namen, und zwar zu billigeren Preisen, ausgeboren, die aber der besonderen Eigenschaften der ächten patentirten Alizarin-Tinte durchaus entbehren, indem sie weder die kurz nach dem Schreiben erfolgende tiefe dunkle Schwärze erreichen und beibehalten, noch die Eigenschaft einer wahrhaft guten und sicheren Copir-Tinte besitzen, mit einem Worte, leichter und aus geringem und wohlfeilern Ingredienzien bereitet werden.
Um das Publikum vor Ankauf dieser geringeren Tinten zu schützen, bittet man genau zu beachten, daß Gläser und Steinkrügc auf dem Stöpsel mit dem Stempel, das sächsische Wappen und Bemerkung des Patents enthaltend, versehen sind, und den Namen des obigen Fabrikanten tragen.
"F atent-Hinten-Lrtract.
Eine Flasche dieses Extracts giebt durch Zusatz von gewöhnlichem kalten Wasser 2 Pfd. oder 1 Kanne ganz vorzügliche schwarze Tinte, die in dunkler Farbe höchst angenehm, ohne zu stocken, der Feder entfließt, nie schimmelt, noch Satz bildet, in zunehmender Schwärze fest am Papier hastet und Stahlfedern gar nicht angreift.
Für alle Behörden, Schulen, Expeditionen u. s. w., die größeren Bedarf an Tinte haben, ist dieses billige, praktische Präparat besonders empfehlenswerth.
In Flaschen zur Bereitung von 2 Pfd. Tinte 5 Sgr. oder 18 kr.
Farbige Tinten.
Rothe Carmintittte extraf. in Gläsern ä Flasche 14 kr.
Blaue Carmintinte „ „ „ ä „ 14 „
Vorräthig bei Carl Frech.
/ftr piiliifl uni) Hülle.
Unterhaltungen am deutschen Herd. — Mit Vergnügen machen wir auf diese, seit Anfang dieses Jahres bei C. A. P. Borndrück in Neusalza (Königr. Sachsen) erscheinende neue illustrirte Wochenschrift (Preis vierteljährl. 13 Sgr.) aufmerksam. Die uns vorliegenden acht Nummern gewähren durch ihren anziehenden, gewählten Inhalt eine Unterhaltung der angenehmsten und lautersten Art und die Bürg, schäft des gedeihlichen Fortganges eines Unternehmens, welches die wärmste Empfehlung verdient; denn es erstrebt, nicht allein den Familienkreisen eine würdige und geschmack- volle Unterhaltung, welche auf Geist und Gemüth vortheilhaft einwirkt, zu bieten, sondern auch deutsche Sitte und Gesinnung zu pflegen und das National- bewußtsein zu kräftigen. Das Blatt wirkt wacker in dem angegebenen Sinne, wofür es vielseitige Theilnahme und Unterstützung finden möge. Von den bisher erschienenen Original-Erzählungen erwähnen wir rühmend: „Die Macht des Vorur- theils" und: „(Sin grauenleben." Besonderes Interesse bieten:, die Sittenbilder aus dem socialen Leben (Prozeß Dumollard rc.); die Rubrik: Länder? und Völkerkunde (Eine Krokodiljagd in Afrika, die Sclaverei in den nordamerikanischen Freistaaten, der Niagarafall, ein Concert auf einer Südsee-Jnsel rc.); die Mittheilun- gen aus dem Reiche der Naturwissenschaften (Das Athmen der Eier, die mimischen Blumen, die Musik und die Thiere, aus dem Leben der Ameisen, die Kartoffelkrankheit, eine Bienslischlacht rc.); ferner die Artikel: die Wiederbelebung Scheintodter und: die Verfälschung des Bieres. Die „Deutschen Blätter" besprechen vaterländische Angelegenheiten vom freisinnigen Standpunkt aus. — Da auch die Ausstattung des Blattes geschmackvoll ist, dürfte es bald zahlreiche Freunde finden in „Palast! und Hütte." I


