Oberhessische Gesellschaft für Natur- und Heilkunde.
1648) Zur Generalversammlung zu Vilbel am Samstag den 5. Juli, Vormittags 10 Uhr, werden Mitglieder und Freunde der Gesellschaft hierdurch eingeladen. Die Sitzung findet im Rathhaussaale statt; darauf gemeinfames Mittagessen.
Gießen, den 27. Juni 1862. ,, Der z. corresp. Secretär:
Dr. Otto Buchner.
1665) Diejenigen Schützen, welche das erste deutsche Bundesschießen in Frankfurt besuchen wollen, werden auf heute, Samstag den 28. Juni, Abends 9 Uhr, zu einer Besprechung iu's Loos'sche Local hiermit eingeladen.
1488) Das seit einiger Zeit bestehende
Photographische Atelier
von H. Rahn, Maler,
in der Nähe der Stadtkirche Lit. A. 41, empfiehlt sich zu Portrait-Aufnahmen jeder Art und Größe, mit Einschluß der Visitenkarten-PortraitS, zur Ausnahme von Architekturen und Landschaften, sowie zu Reproductionen nach Gemälden, Kupferstichen, Litho- graphiee» u. s. w. Außer den üblichen Papierbildern, welche auf Verlangen retouchirt ober auch vollständig ausgemalt werden, liefert das Atelier auch Glasbilder von vorzüglichster Feinheit, Weiße und Schärfe, und selbige können auf Verlangen auf Wachslcinwanv übertragen werden. Die beste Ausnahmezeit ist von Morgens frühe bis Nachmittags 4 Uhr.
Cölnische Feuer-V er lid) crungs-Gele ll Ich ast „Colonia."
1544) Die seither von mir verwaltete Agentur der „Colonia“ für den Kreis Gießen habe ich niedergelegt und ist solche von der Gesellschaft dem Herrn HofgcrichtS- Advocaten Fr. Barth dahier übertragen worden.
Für das mir in meiner Eigenschaft als Agent der „Colonia“ bisher geschenkte Vertrauen ergebenst dankend, bitte ich, solches auf meinen Nachfolger übergehen lassen zu wollen und in allen, die „Colonia“ betreffenden Angelegenheiten, an denselben sich zu wenden.
Gießen, im Juni 1862. Fr. Chr. Pietsch.
Unter Bezugnahme an Obiges empfehle ich mich hiermit zur Vermittelung von Versicherungen beweglicher Gegmstände jeder Art gegen Brandschäden bei der „Colonia“, I unter Zusicherung der billigsten, festen Prämien und der schnellsten Beförderung der An- j träge, zu deren Anleitung ich, wie zu jeder weiteren Auskunft, stets mit Vergnügen^ bereit bin.
Gießen, im Juni 1862. Fr. Barth.
Stand der „Colonia“ am 31. December 1861:
Grund - Capital...... 5,250,000 Gulden,
Gesammte Reserven...... 3,003,301 „
Jahres-Einnahme an Zinsen und Prämien excl.
der Einnahme für spätere Jahre . . . 2,094)226 „
Garantie-Fonds also 10,347,527 „
Brandschäden, Verwaltungskosten re. pro 1861 . 1,505,693 „
Versicherungen in Kraft am 31. December 1861 . 1,041,533,848 „
1670) Sonntag den 29. Juni, Abends 8 Uhr,
zum Besten der Festkasse:
Musikalifche Abend-Unterhaltung im Le loschen großen Saale, ausgeführt von Dilettanten des Turnvereins.
Um recht zahlreichen Besuch wird gebeten.
Eintrittspreis ä Person 6 fr. Für eine Familie 12 kr.
1650) Es ist die Ansicht ausgesprochen worden, daß cs zur Verschönerung der neuen Anlagen auf der südlichen Stadt- scite wesentlich beitragen würde, wenn man, von dem Schoorgraben aus — etwa in der Weise wie die Waschanstalt der Brüder Homberger am Neustädter Thor — einen mäßigen Fischweiher anlegte.
Zu dem Ende würde an geeigneter Stelle eine abschüssige Fläche, nach dem Schoorgraben hin, auszugraben sein und könnte die dadurch gewonnen werdende Erde zur anderweiten Ausfüllung dienen. X.
Turn- und Gesmrgfest.
1659) Nächste Sitzung des Fest-Ausschusses : Montag den 30. Juni, Abends präcis 8 Uhr, im Busch'schen Garten.
Geschnfts - Empfehlung.
1643) Ich bringe hiermit zur öffentlichen Kenntniß, daß ich von jetzt an mein eigenes Geschäft etablirt, und meine Wohnung bei D. Ockel Wittwe, vis-ä-vis dem Herrn Kaufmann Schmgll in der Neustadt, genommen habe. — Indem ich mich einem geehrten Publikum bezüglich aller in mein Geschäft einschlagenden Arbeiten bestens empfehle, bemerke ich zugleich, daß nunmehr alle meine Schwägerin, Heinrich Ei ff Wittwe, angehenden Bestellungen und Zahlungen am geeignetsten an diese selbst zu machen sind.
Georg Ei ff, Kappenmacher.
1669) Vergangenen Sonntag Abend wurde im Saale des Busch'schen Gartens ein schwarz-seidener Regenschirm, wahrscheinlich aus Versehen, mitgenommen. Der jetzige Besitzer wird ersucht, denselben bei der Expcd- d. BlttS. abzugeben._______________________
1632) Ein Junge, welcher das Schreinergeschäft zu erlernen wünscht, kann in die Lehre treten bei Carl Seipp.
1676) Ein seidener Sonnenschirm ist gefunden worden, und kann derselbe gegen Vergütung der EinruckungS- Gebühren bei Caspar Spies, wohnhaft im Advocat Bermann'schen Hause, abgeholt werden.
(Hierzu zwei Beilagen.)


