Beilage zu Nr. 51 des Anzeigtblattes.
Vermischte Anzeigen. Turn- und Gesangfest.
1639) Zu freiwilligen Fuhren haben sich weiter angemeldet:
Oeconom Gg. Lony. Oeconom Chr. Löber. Peter Vogt. Louis Noll. Bürgermeister Vogt. Chr. Wallenfels, Kaufmann. Frau Block im Rappen. Gemeinderath Bücking. Gebr. Hemberger. Becker im Hirsch. Andr. Plank und Bäcker Ronstadt.
Bemerkt wird, daß das Holz im Fernewald liegt und von heute an jeden Tag abgefahren werden kann. Die Abfuhrscheine sind bei Heinrich Ferber einzuholen.
Gießen, den 24. Juni 1862.
Der „Wetteeauer Bote"
erscheint auch im nächsten Quartal dreimal wöchentlich am Mittwoch, Freitag und Sonntag. Derselbe wird wie seither auch ferner bemüht sein, durch eine Besprechung der öffentlichen Angelegenheiten im Sinne einheitlichen und freiheitlichen Fortschrittes die nationalen Bestrebungen des Volkes nach seinen Kräften zu unterstützen. Nächst Leitartikeln und einer sorgfältigen Uebersicht der politi- schen Tagesbegebenheiten, widmet der „Wett. Bote" den Zuständen unseres engeren Vaterlandes eine ganz besondere Aufmerksamkeit und bittet darin um Unterstützung der Gesinnungsgenossen durch Zusendung wahrheitsgetreuer Mittheilungen. Als Organ des Mittelrheinischen Turnverbandes ist ein Theil des Raumes zur Besprechung turnerischer Angelegenheiten bestimmt. Berichte über Fruchtmärkte, Srndte, Handel und Gewerbe rc. bringt der W. B. möglichst rasch; und um vielfach geäußerten Wünschen zu entsprechen, ist es durch Vergrößerung ver Spalten möglich geworden, ohne den politischen Theil des Blattes zu beeinträchtigen, von nun an jeder Nummer ein der Unterhaltung gewidmetes Feuilleton beizugeben.
Der Preis beträgt vierteljährig in Butzbach und dessen nächster Umgebung 42, durch die Post bezogen 45 kr. Damit die Zusendung keine Unterbrechung erleidet, bitten wir die Bestellungen auf vcn Postexpeditionen oder bei den Landpostboten, bei welchen auswärts nur abonnirt werden kann, alsbald zu machen.
Inserate finden weite Verbreitung, da sich der Lesekreis des „Wett. Boten" nicht allein über die drei Provinzen des Groß- berzogthums Hessen, sondern auch die angrenzenden kurhcsfischen, nassauischen, preußischen rc. Bezirke erstreckt. Wir berechnen die Petitzeile oder deren Raum zu 2 kr., die beiden ersten Zeilen zusammen 6 kr.
Butzbach, im Juni 1862. Die Expedition des „Wetterauer Dolen"
M. KnliFsehe Buchdruekerei.
. Wohnungsveränderung und GescMsempMung.
1564) Einem geehrten Publikum hiermit die ergebene Anzeige, daß wir von nun an bei Herrn Buchbinder Helm auf dem Kirchenplatz wohnen und auch in dieser Wohnung das
Deeatir-Geschäft
nach wie vor fortbetreiben. Die reellste und prompteste Bedienung versprechend, hoffen wir, dadurch einem zahlreichen Zuspruch entgegensehen zu dürfen. S. Rinn.
Kirschemlmrkl in Gieße».
1605) Mittwoch den 25. Juni d. I., von Nachmittags 2 Uhr an, findet
Gntree-Ball
im Leib'schen großen Saale Statt.
Musik von der Gießener .Capelle.
1617) Am 20. d. Mts. habe ich einen Stadtbrief erhalten; wer diesen geschrieben hat, weiß ich. Sollte dasjenige sich nicht binnen 3 Tagen bei mir geäußert haben, warum und aus welchem Grunde es den Brief geschrieben hat, so werye ich ohne alles Weitere gegen dasjenige gerichtlich wegen Ehrenkränkung vorschreiten. __A. K. . 1592) Einen Lehrling sucht
Louis Froh».Häuser.
1625) Die Vorlesungen für die Lehrer des Kreises Gießen werden Freitag den 27. d. Mts. fortgesetzt.
Dr. K. Birnbaum.
1573) Köchinnen, Mädchen allein, Haus- und Kindermädchen, welche sich nach Frankfurt verdingen wollen, finden stets die besten Stellen bei Frau Hofmann, Trier'sche Gasse Nr. 8, Frankfurt a. M.
Bekanntmachung.
1614) Die unterzeichneten Curatoren über den wegen Verschwendung und Trunksucht unter Curatel gestellten ledigen Heinrich Göbel von Trais a. d. L. bringen hiermit zur öffentlichen Kenntniß, daß sie von heute an keinerlei Schulden ihres Curan- den, die ohne ihr Vorwissen und ohne ihre ausdrückliche Genehmigung von demselben contrahirt werden, bezahlen werden.
Trais a. d. L., am 19. Juni 1862.
Die gerichtlich bestellten Curatoren: Georg Becker, Steuererheber. Conrad Göbel.
1621) Ein junger Mensch wird zur Erlernung der Lithographie in die Lehre gesucht bei Karl Wenzel.
1631) Am verflossenen Samstage, dem 21. Juni, wurde ein goldenes Uhrgehänge mit mehreren Medaillons und Uhrschlüssel mit einem lila Steine verloren. Der redliche Finder wird gebeten, solches gegen eine gute Belohnung an die Exped. d. BlttS. abzugeben.
1632) Ein Junge, welcher das Schrei- nergeschäft zu erlernen wünscht, kann in die Lehre treten bei Carl Seipp.


